Störungen im Eisenbahnnetz außerhalb der Steiermark

Begonnen von TW 529, 28 03, 2022, 19:39

« vorheriges - nächstes »

0 Mitglieder und 2 Gäste betrachten dieses Thema.

danihak

Zitat von: s_gelb am Gestern um 17:23Die Züge der ÖBB sind sichtlich sehr beliebt.

Die ÖBB stellt offensichtlich zu wenig Kapazität zur Verfügung.

TW 581

#91
Heute ist Donnerstag und morgen ist 1. Mai, da sind die Züge sowieso meistens noch voller.
LG TW 581

s_gelb

Zitat von: danihak am Gestern um 17:33Die ÖBB stellt offensichtlich zu wenig Kapazität zur Verfügung.

Zwischen 13 und 15 Uhr von Wien Richtung Westen (nur FV):

2 RJX mit je  Railjet in Doppelgarnitur
2 IC mit je einer Dosto-Garnitur
1 ICE in Doppelgarnitur
1 IC mit klassischer FV-Garnitur
1 D-Zug in klassischer FV-Garnitur

Insgesamt also ziemlich viel Angebot würde ich sagen. Aber ja - anscheinend kann selbst mit diesem Angebot der Run auf die Züge der ÖBB zu Spitzenzeiten - wie es hier der Fall war - nicht ganz abgedeckt werden.

Ch. Wagner


Und was ist mit der so oft geforderten Eigenverantwortung der Menschen?

Und jetzt nehmen wir an, der Schaffner/Zugcheft läßt das zu und es kommt zu einem Zwischenfall, wer ist der Deppate: Eben diese.

scheurin

Die ÖBB müssten sich mal (noch mehr) à la SBB bewegen - vielleicht nur nicht unbedingt Bombardier. Interessant, dass sich die Japaner vom Doppelstock verabschiedet haben aber die fahren ja alle 3 Minuten.

Ch. Wagner


Die SBB verwenden sehr viele Doppelstockgarnituren. Sie sind nur von den Stock-Wankkompositionen abgekommen.

scheurin


LS64

#97
Zitat von: scheurin am Gestern um 19:10Interessant, dass sich die Japaner vom Doppelstock verabschiedet haben aber die fahren ja alle 3 Minuten.

Da habe ich zufällig Informationen:
Neben einigen anderen Gründen, die auch für uns gelten könnte, hatten die Japaner die Entscheidung auch deshalb getroffen, weil  Doppelstockzüge einen höheren Schwerpunkt haben. Die E4 waren damals deshalb extra mit einer Bauart, die den Schwerpunkt nach unten setzt, gebaut worden, was sie schwerer und ineffizienter gemacht hatte. Hier geht es um die Sicherheit bei Schienenverwerfungen auf Grund von seismischer Aktivität. Für die Japaner ist Sicherheit in Erdbebenfällen bekannter Weise ein sehr hohes Gut.
Auch sehr Japan-Spezifisch: Die engen Tunnelquerschnitte in Japan und die höhere Front von Doppelstockzügen sind ein weiteres Problem, weshalb man Doppelstock-Baureihen nicht so schnell fahren kann oder man die Tunnel ertüchtigen müsste, weil zu hohe Drücke entstünden. Eine Anpassung auf >250km/h war mit dem E4 nicht mehr möglich.

Edit: Hatte noch vergessen, dass sie auch bzgl. der Ein-/Ausstiegszeiten nicht zufrieden waren. Das Land hat eine mittlerweile überalte Bevölkerung und die Treppen in den Zügen haben zu Verspätungen geführt. Hier gab es auch immer wieder Beschwerden gegen JR East (man darf nicht vergessen, dass der Jōetsu-Shinkansen der einzige mit regulären Doppelstöckern war, weshalb die Bevölkerung hier immer wieder Vergleiche gezogen hat). Das war aber nicht der Hauptgrund.

Also alles in allem, lief das nicht rund für JR East; weder betrieblich, noch bzgl. Zukunftssicherheit - und auch die Beliebtheit war nicht so hoch.

Ich hoffe, ich konnte helfen.

5047er

Zitat von: danihak am Gestern um 17:33Die ÖBB stellt offensichtlich zu wenig Kapazität zur Verfügung.
Laut Scotty fuhr der Zug gestern mit verringerter Kapazität. Ich nehme an, mit Einfach- statt Doppelgarnitur.