Zitat von: cost am 08 02, 2026, 22:37Das Problem gibt es bei vielen internationalen Zügen, z.B. auch bei den slowenischen IRs. Der IR 678 sagt hier das er ein RG 678 ist. In Slowenien wird das korrekt sein, aber in Österreich nicht. Eigentlich müsste der Zug beim Überschreiten der Grenze den Namen ändern, aber das tut er nicht.
Das müsste er, wie auch der IC Drau / Mur von Laibach bzw. Graz nach Budapest. Dann heißt er ab St. Gotthard Dráva oder Mura. Bloß manche ÖBB Schaffner haben das nicht ganz kapiert...
Übrigens: sehr irritierend und panslawistisch anmutend dass sich die SZ nicht an internationale Abkommen halten. Bahnhöfe heißen ausnahmslos (!!) nur so wie sie offiziell in der jeweiligen Landessprache heißen. Also nicht Gradec oder Beljak. Wann werden es die endlich lernen....aber sich über unsere Landeshymne aufregen.
Regt sich die SŽ über die steirische Landeshymne auf? Ich glaube du wirfst hier Sachen zusammen die nichts miteinander zutun haben.
Zitat von: cost am 11 02, 2026, 08:01Regt sich die SŽ über die steirische Landeshymne auf? Ich glaube du wirfst hier Sachen zusammen die nichts miteinander zutun haben.
Nein, das will ich der SZ nicht unterstellen, trotzdem und umso mehr frage ich mich, warum österreichische Städte zuerst mit dem slowenischen Exonym am Zug angeführt werden. Das widerspricht den herrschenden Bahnregeln. Das geht mir nicht ein und da habe ich hier noch keine Antwort erhalten.
Nachdem die Zielanzeige dieser RG(SŽ)/IR(ÖBB) "Gradec / Graz Hbf" lautet, ist doch beiden Sprachgruppen gedient, oder?
P.S.: Wo kann man die erwähnten "herrschenden Bahnregeln" einsehen?
Zitat von: whz am 10 02, 2026, 23:11Das müsste er, wie auch der IC Drau / Mur von Laibach bzw. Graz nach Budapest. Dann heißt er ab St. Gotthard Dráva oder Mura. Bloß manche ÖBB Schaffner haben das nicht ganz kapiert...
Also müsste auch das Personal, dass in den Zügen "Prag" als Zugendbahnhof durchsagt eine auf den Deckel bekommen?
Dass Züge an der Grenze ihren Namen wechseln, ist hier auch ziemlich ungewöhnlich und unverständlich.
Zitat von: VarioRunner am 11 02, 2026, 10:25Nachdem die Zielanzeige dieser RG(SŽ)/IR(ÖBB) "Gradec / Graz Hbf" lautet, ist doch beiden Sprachgruppen gedient, oder?
P.S.: Wo kann man die erwähnten "herrschenden Bahnregeln" einsehen?
Na ich möchte mal mir ansehen, was passiert, wenn Züge nach Marburg oder Laibach diese Namen am Laufschild stehen haben. Dann gibt es wieder Wirbel...
Zitat von: 5047er am 11 02, 2026, 10:41Also müsste auch das Personal, dass in den Zügen "Prag" als Zugendbahnhof durchsagt eine auf den Deckel bekommen?
Dass Züge an der Grenze ihren Namen wechseln, ist hier auch ziemlich ungewöhnlich und unverständlich.
Warum? Hier werden Äpfeln mit Birnen verglichen. Jeder halbwegs gebildete Mensch weiß, dass die tschechische Hauptstadt Prag heißt. Und verwendet diesen Namen auch. Also warum sollte bitte ein Zugbegleiter einen Rüffel kassieren, wenn der Prag sagt? Und ich finde es vollkommen ok, wenn die Slowenen Gradec etc verwenden. Aber dann bitte wechselseitig! Echt jetzt!
Die olympischen Spiele finden übrigens in Cortina und Mailand statt. Keiner sagt bei uns Milano..und Cortina heißt eigentlich Anpezo (findet sich erst seit wenigen Jahren auf der Ortstafel), und ist der ladinische Name.
Zitat von: whz am 11 02, 2026, 10:44Na ich möchte mal mir ansehen, was passiert, wenn Züge nach Marburg oder Laibach diese Namen am Laufschild stehen haben. Dann gibt es wieder Wirbel...
Ganz sicher ja.
Die Sache geht ja immer nur von einer Seite aus.
Grundsätzlich traurig.
Traurig finde ich auch das man in Maribor Souveniers mit dem Konterfei von General Maister kaufen kann.
Weiters gibt es einen Platz der seinen Namen trägt und eine Statue von ihm.
Eine Aufarbeitung geschweige denn ein Gedenken an die Opfer ist von slowenischer Seite her unerwünscht.
Zur Erinnerung:.
https://de.wikipedia.org/wiki/Marburger_Blutsonntag
https://www.kleinezeitung.at/steiermark/damals/5573438/Damals-in-der-Steiermark_Der-Marburger-Blutsonntag
Zitat von: whz am 11 02, 2026, 10:48Jeder halbwegs gebildete Mensch weiß, dass die tschechische Hauptstadt Prag heißt.
Die Tschechische Hauptstadt heißt Praha.
Oder heißt die österreichische Hauptstadt Vídeň?
Zitat von: 5047er am 11 02, 2026, 11:29Die Tschechische Hauptstadt heißt Praha.
Oder heißt die österreichische Hauptstadt Vídeň?
OK, Botschaft nicht angekommen...schade. Graz heißt deiner Meinung nach NICHT Gradec? Und Klagenfurt NICHT Celovec? Und du fährst nach Venezia und nicht nach Venedig? Sorry, aber da steig ich aus. Sinnlos.
Zitat von: Hilde B. am 11 02, 2026, 11:05Ganz sicher ja.
Die Sache geht ja immer nur von einer Seite aus.
Grundsätzlich traurig.
Traurig finde ich auch das man in Maribor Souveniers mit dem Konterfei von General Maister kaufen kann.
Weiters gibt es einen Platz der seinen Namen trägt und eine Statue von ihm.
Eine Aufarbeitung geschweige denn ein Gedenken an die Opfer ist von slowenischer Seite her unerwünscht.
Zur Erinnerung:.
https://de.wikipedia.org/wiki/Marburger_Blutsonntag
https://www.kleinezeitung.at/steiermark/damals/5573438/Damals-in-der-Steiermark_Der-Marburger-Blutsonntag
Danke Hilde
Sehe das Problem bei diesem Thema ehrlich gesagt nicht. Wichtig ist, dass der Fahrgast weiß, wohin der Zug fährt.
Und ob auf dem Zug jetzt Gradec / Graz Hbf oder Graz Hbf steht, ist doch sch**ssegal.
In der Regel ist es halt die Praxis dass die Bahnhöfe immer in Landessprache angezeigt werden -> Siehe ÖBB Infra und FIS im Railjet, beide verwenden für den Prager Hbf "Praha hl.n." oder für den Bahnhof in Venedig "Venezia Santa Lucia".
So handhaben es auch so ziemlich alle anderen Bahnunternehmen in Europa, sogar die SNCF. Wie der NJ noch fuhr, wurde am Pariser Gare de l'Est auch "Wien Hauptbahnhof" als Ziel auf der Abfahrtstafel angezeigt.
Der mythologische Begriff "Blutsonntag", der den damaligen Geschehnissen aufgedrückt wurde, mag vielleicht historisch nicht vollständig aufgearbeitet sein, ich kann jedoch hier sowieso keinen Zusammenhang mit der Verwendung von Ortsnamen bei internationalen Zügen der Gegenwart erkennen.
Züge der SŽ zeigen innerhalb Sloweniens die Namen der Zielbahnhöfe natürlich in Landessprache an, die Ziele außerhalb Sloweniens sind, wenn sie in Österreich liegen, in slowenischer und deutscher Sprache zu lesen - wo ist hier ein Problem?
Dass die tschechische Hauptstadt Praha und die norditalienische Stadt Venezia in den jeweiligen Landessprachen heißen, darf bei gebildeten Menschen als bekannt vorausgesetzt werden. Warum darf/soll/muss ich ausschließlich die deutsche Bezeichung verwenden?
Im übrigen hat user koralmbahn vollkommen recht(#11)!
Zitat von: VarioRunner am 11 02, 2026, 19:10Der mythologische Begriff "Blutsonntag", der den damaligen Geschehnissen aufgedrückt wurde, mag vielleicht historisch nicht vollständig aufgearbeitet sein, !
Ich bin mir nicht sicher, ob du Bescheid weißt über die Vorgänge in Marburg am 27.1.1919, da halte ich es mit Bruno Kreisky: lernen sie Geschichte junger Mann.
Und ja, mit der Namensführung auf Zügen hat das nichts zu tun. Vorderhand zumindest. Es zeigt nur die Einstellung die in Slowenien noch weit verbreitet zu sein scheint: Österreich hat Nordslowenien besetzt (war noch 2003 auf der Webseite der Stadt Marburg zu lesen). Ein Tipp dazu, wenn du dich wirklich mit Geschichte beschäftigen möchtest: Peter Kozler und seine Vorstellung eines Slowenischen Reiches. Wissen hilft, glaub´s mir ;)
Zitat von: VarioRunner am 11 02, 2026, 19:10Warum darf/soll/muss ich ausschließlich die deutsche Bezeichung verwenden?
Weil deutsch unsere Muttersprache ist und gem Art 8 B-VG unsere Staatssprache. Und dazu gehören auch deutschsprachige Ortsbezeichnungen wie Venedig oder Rom, Prag oder eben auch Marburg. Wobei Prag bis 1945 eine große deutsche Sprachgruppe hatte (Franz Werfel zB). Und Marburg bis 1920 überwiegend deutschsprachig war (wie auch Pettau und Cilli).
Das nur zur Erklärung und als Gedankenanstoß ;)
Übrigens: in anderen Staaten werden diese Debatten kaum geführt. In Frankreich findet man auf Autobahnen alle Städte außerhalb Frankreichs nur in französisch (Barcelone, Aix la Chapelle, Milan). Und in Italien findest du an der A4 (bzw RA) Orte in Istrien nur italienisch bezeichnet (Pola, Capodistria, Isola), selbst Laibach wird nur als Lubiana bezeichnet.
Zitat von: whz am 11 02, 2026, 23:46Es zeigt nur die Einstellung die in Slowenien noch weit verbreitet zu sein scheint: Österreich hat Nordslowenien besetzt (war noch 2003 auf der Webseite der Stadt Marburg zu lesen).
"Noch 2003", als wäre da nicht lange her? Das war vor 23 Jahren. Also bitte.
Ja die Slowenen könnten die Halte zuerst in der jeweiligen Landessprache anzeigen.
Aber sie zeigen sie doch eh zweisprachig an, wo ist das Problem? Wenn da nur "Gradec" stehen würde, würde ich die Diskussion ja noch irgendwie verstehen. Aber was ist schlimm daran, beide Sprachen anzubieten?
Zitat von: whz am 11 02, 2026, 23:53Übrigens: in anderen Staaten werden diese Debatten kaum geführt. In Frankreich findet man auf Autobahnen alle Städte außerhalb Frankreichs nur in französisch (Barcelone, Aix la Chapelle, Milan). Und in Italien findest du an der A4 (bzw RA) Orte in Istrien nur italienisch bezeichnet (Pola, Capodistria, Isola), selbst Laibach wird nur als Lubiana bezeichnet.
Wo ist dann das plötzliche Problem, dass die Zielanzeige eines slowenischen Triebwagens das Ziel sowohl auf slowenischer Sprache, als auch der Sprache des jeweils anderen Landes anzeigt?
Das war schließlich auch bisher schon so.
Zitat von: whz am 11 02, 2026, 23:53In Frankreich findet man auf Autobahnen alle Städte außerhalb Frankreichs nur in französisch Milan). Und in Italien findest du Orte in Istrien nur italienisch bezeichnet (Pola, Capodistria, Isola), selbst Laibach wird nur als Lubiana bezeichnet.
Zunächst: hier geht es um die Eisen- und nicht die Autobahn.
Wie schaut das denn auf unseren Autobahnen aus, sieht man da nicht Maribor oder Brno.
Und schließlich: Es gibt in Österreich mehrere Amtssprachen, man muß also auch in Amtsstuben nicht nur deutsch reden.
Zitat von: Ch. Wagner am 12 02, 2026, 16:10.....
Zunächst: hier geht es um die Eisen- und nicht die Autobahn.
Wie schaut das denn auf unseren Autobahnen aus, sieht man da nicht Maribor oder Brno.
.....
Dipl.-Ing. Leopold Schöggl, ehemaliger steirischer FPÖ-Landeshauptmann-Stellvertreter (LHStv., ca. 2000–2005), hat sich während seiner Amtszeit für die zweisprachige Beschilderung (Marburg / Maribor) auf der A9 Pyhrn Autobahn zwischen Graz und Spielfeld eingesetzt.
.... und das Erreichte hat bis heute gehalten.