Für 2025 hatte ich mir einiges vorgenommen. Unter anderem, den "eckigen" Tatras ein wenig mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Schließlich werden auch diese Fahrzeuge bereits vielerorts von Neufahrzeugen abgelöst. Auch in Bratislava kommen regelmäßig neue Niederflurwagen in den Fuhrpark, wobei schon jetzt der Betrieb großteils niederflurig bewältigt wird und die klassischen Tatras somit eine Nebenrolle spielen. Außerhalb der HVZ sind unter der Woche aber zumindest auf der Linie 4 derzeit noch einige anzutreffen. So passte ein Ausflug dorthin gut ins Programm, obwohl die Verlängerung in Petržalka zu diesem Zeitpunkt noch nicht in Betrieb war.
26. März 2025:
Nach einem entspannten Tag in einer Therme (auch so etwas gönnt man sich ab und zu) stand eine Mitfahrt mit dem REX 6 von Sopron nach Bratislava auf dem Programm. Nicht gerade spektakulär, aber die Gelegenheit mit einem durchgehenden Zug des Regionalverkehrs durch drei Staaten wollte halt auch einmal genutzt werden.
Ein bisserl ungut war der Umstand, dass im genutzten Ventus beide WC-Anlagen abgesperrt waren. Also wurde beim Aufenthalt in Wien Hbf in den seit Wulkaprodersdorf mitgeführten ÖBB cityjet gewechselt. Auch dort bot sich das selbe Bild - beide WCs außer Betrieb, super.
Irgendwie wurde dann der Bahnhof Bratislava Petržalka trotzdem erreicht und an der Bushaltestelle am Automaten eine 24-Stundenkarte erstanden. Und nach kurzer Wartezeit kam bereits ein SOR Solobus als Linie 80 angerauscht, der mich nach zügiger Fahrt im Stadtzentrum wieder ausspuckte.
Für ein paar Nachtfotos war noch Zeit. Mit dem Škoda 29T Forcity Plus 7446 kam als erstes gleich ein Vertreter der neuesten Fahrzeuggeneration.
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Das "Ufo" am Brückenpfeiler der Most SNP.
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Auch das T6A5 - Pärchen 7949 + 7950 war zu später Stunde noch unterwegs. Sogar auf einem Kurs nach Zlaté Piesky, wohin es tagsüber nur Niederflurkurse gibt.
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7947 + 7948 wurden an der Nam. L'. Štúra mitgenommen.
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Zumindest ein T3-Pärchen war mit 7783 + 7784 auch noch auf der Linie 4 unterwegs, wenn auch als Einzieher. Hier an der Haltestelle Mariánska.
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Danach hieß es nur noch ab ins Bett. Gebucht hatte ich erstmalig in einem zentral gelegenem Kapsel-Hostel, um ein Gefühl für eine potenzielle Fahrt in der nightjet-Minicabin zu bekommen.
27. März 2025:
Die selten dämlich verbaute Bettkonstruktion im sorgte bereits nach dem Aufstehen für Ärger. Denn die Schlüsselkarte fürs Zimmer rutschte in den Spalt zwischen Bett und Wand und war weg - unerreichbar. An der Rezeption kannte man das Problem aber bereits und so gab es unkompliziert eine neue Karte. Ansonsten war die Nacht überraschend angenehm.
Rechtzeitig zum Einsetzen des Frühverkehrs ging es zum Hlavná stanica, es sollte der HVZ-Linie 7 etwas Aufmerksamkeit geschenkt werden. Dort wartete bereits eine T3-Garnitur mit den klassischen Tatra-Schalensitzen auf eine Mitfahrt bis zur Endstation in Rača. Stadtauswärts war der Kurs erwartungsgemäß schwach frequentiert.
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Der äußere Streckenast in Rača wurde im Gegensatz zu den meisten anderen Strecken nicht in den letzten Jahren saniert und kommt daher noch recht rustikal daher. Hier die Haltestelle Púchovska.
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Wenige Meter stadteinwärts mit T6A5 7909 + 7910.
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Ein paar Haltestellen fuhr ich mit der Straßenbahn stadteinwärts. Der Zweiminutentakt wird im Frühverkehr jedenfalls nicht nur zum Spaß gefahren, die Wagen sind durchwegs stark frequentiert. 7911 + 7912 kommen an der Haltestelle Hečkova stadtauswärts gefahren.
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Als die Garnitur am Rückweg stadteinwärts war, zeigte sich bereits die Sonne.
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Mit 7917+7918 war auch noch eine Garnitur in der alten Lackierung im Einsatz. Die lustig geschnörkelten Wagennummern sind aber bereits konsequent ersetzt worden.
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Währenddessen sind inzwischen auch die meisten Tatras in den roten Farbtopf gefallen - so auch T3G 7945 + 7946.
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Oder T6A5 7935 + 7936.
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Seit der Streckenverlängerung in Petržalka im Juli 2025 ist die Linie 7 übrigens eingestellt, was mir zum Aufnahmezeitpunkt noch gar nicht bekannt war. Statt der Linie 7 verkehrt nun in der HVZ die Linie 3 verstärkt.
Mit einer gut gefüllten T6-Garnitur ging es wieder stadeinwärts. In der Innenstadt wurde dann einmal das Frühstück nachgeholt.
Gut gestärkt ging es auf der unteren Ebene der Most SNP, die Fußgängern und Radfahrern vorbehalten ist. Neben manch anderen Verkehrsteilnehmern die sich gerne ins Foto "schummelten" sorgte auch ein kühler, kräftiger Wind dafür dass daraus eine Geduldsprobe wurde.
Zumindest ein Forcity kam nach einer guten halben Stunde in Gestalt des 7443 dann endlich einmal ohne parallel Fahrende Fahrzeuge am Abbiegestreifen.
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Nur ein paar Minuten später sollte dann aber das Glück des Tüchtigen doch noch mit mir sein. Mit dem einzigen T3S-Pärchen 7301+7302 hatte ich wirklich nicht gerechnet. Noch einmal sollte mir die Garnitur aber nicht begegnen - der Kurs war Richtung Depo Jurajov dvor unterwegs.
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Anschließend sollte der in den 80er-Jahren gebaute und großzügig trassierte Streckenast nach Dubravka in den Fokus rücken, mehr dazu im zweiten Teil.