Habe heute um ca. 19 Uhr eine Rotte EF erstmals in der Dunkelheit im Anflug zum Thalerhof gesehen.
- Anflug einer Rotte aus Richtung Süden
- Überflug als Rotte
- Wende nach rechts, Auflösung der Rotte und einzelner Überflug von Süden
- nochmals Wende nach rechts und einzelner Anflug von Süden zum Touch-and-Go
- Abflug in Richtung NW
Offensichtlich werden die EF mit einer mehrere zusätzliche Komponenten umfassenden Verbesserung der Nachtflugeinsatzfähigkeit nachgerüstet.
Danke an Sanfte Mobilität und danihak für die Infos.
Zitat von: amoser am 24 03, 2026, 23:54Offensichtlich wurden die EF mit einer Nachtflugtauglichkeit nachgerüstet.
Eines der größten Märchen der österreichischen Militärgeschichte. Warum sollte der Eurofighter nicht nachtflugtauglich sein? Wie jedes Verkehrsflugzeug kann man auch damit einen Instrumentenflug machen. Was er bisher (noch) nicht konnte, war in Dunkelheit andere Flugzeuge identifizieren, weil ihm schlicht - aus falscher Sparsamkeit - diese Fähigkeiten genommen wurden (wie auch das Selbstschutzsystem/Bedrohungsdatenbank für die Piloten). Das wird jetzt nachgerüstet. Ist aber ein kleiner feiner Unterschied zu "Nachtflugtauglichkeit".
Zitat von: Sanfte Mobilität am 25 03, 2026, 08:00Eines der größten Märchen der österreichischen Militärgeschichte. Warum sollte der Eurofighter nicht nachtflugtauglich sein? Wie jedes Verkehrsflugzeug kann man auch damit einen Instrumentenflug machen. Was er bisher (noch) nicht konnte, war in Dunkelheit andere Flugzeuge identifizieren, weil ihm schlicht - aus falscher Sparsamkeit - diese Fähigkeiten genommen wurden (wie auch das Selbstschutzsystem/Bedrohungsdatenbank für die Piloten). Das wird jetzt nachgerüstet. Ist aber ein kleiner feiner Unterschied zu "Nachtflugtauglichkeit".
Wie auch immer:
Falsch: Bisher gab es im Raum Graz keine EF-Nachtflüge.
Richtig: Ich habe bisher im Raum Graz keine EF-Nachtflüge vernommen.
Österreichs Eurofighter-Flotte wird bis 2027 mit Infrarot-Suchsystemen (PIRATE) und modernen Nachtsichtsystemen aufgerüstet, um die bisher limitierte Einsatzfähigkeit bei Nacht und Schlechtwetter zu beheben. Aktuell ist die Luftraumüberwachung primär auf 10 Stunden täglich begrenzt, wobei Nachttrainings regelmäßig zur Sicherstellung der Nachtflugtauglichkeit durchgeführt werden.
Wichtige Fakten zum Eurofighter Nachtflug:
Aufrüstung: Die Integration des PIRATE-Sensors (Passive InfraRed Airborne Tracking Equipment) ermöglicht künftig eine bessere Identifikation fremder Luftfahrzeuge auch in der Dunkelheit.
Einsatzbeschränkungen: Bisher war die Identifikation in der Nacht aufgrund fehlender Sensoren erschwert, auch wenn Radar-Abfangmanöver möglich waren.
Training: Um Piloten für nächtliche Szenarien zu trainieren, finden regelmäßig Übungsflüge statt.
Lärmbelästigung: Aufgrund der intensiven Nutzung von Nachbrennern bei Starts und Manövern sind nächtliche Flüge, auch im Zuge von Übungen (wie in Deutschland), mit hoher Lärmbelastung verbunden.
Die Fähigkeit zum Nachtflug ist essenziell für die 24/7-Luftraumüberwachung und wird durch das technische Upgrade entscheidend verbessert.
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Zitat von: amoser am 25 03, 2026, 08:45Wie auch immer: Bisher gab es keine Nachtflüge.
Was auch nicht stimmt. Die gab es natürlich schon, auch Einsatzflüge, halt mit limitierten Möglichkeiten der Identifikation. Nachteinsätze sind durch die budgetären Mittel eingeschränkt (Dienstzeit). Es gibt ja auch Einsatzbereitschaft am Wochenende, weil ja immer nur von Bürozeiten gesprochen wird.
ZitatIm Ernstfall könnten die Eurofighter eine Drohne mit einer Luft-Luft-Rakete vom Typ Iris-T abschießen - allerdings nur, wenn sie tagsüber über Österreich aufget...
Klar, wir schießen eine Drohne für ein paar tausend Euro mit einem Iris-T (da ist in der Regel eine an der Maschine) um ein paar zehntausend Euro ab ... Wer das glaubt, bleibt seelig! Man sieht es ja bei den aktuellen Konflikten, dass die Bekämpfung von Drohnen mit hochwertigen Waffen seine Tücken (und Kosten hat). Dafür sind Rohrwaffen i. d. R. viel effektiver, also die Bordkanone des Eufis oder die Zflak 85 (die gerade modernisiert und automatisiert wird).
ZitatDie Abfangjäger sind anderslautenden Gerüchten zum Trotz allwetter- und nachtflugtauglich. Seit Jahren erfolgt die aktive Luftraumüberwachung mit Jets aus Koste...
Da fehlt ein wesentlicher Teil, nämlich die Einschränkung im Betrieb aus Kostengründen. Wir haben ein Kampfflugzeug, dass pro Zelle 6.000 Stunden eingesetzt werden kann, wir werden hws. auf 4.000 Stunden/Flugzeug kommen. Also ein Drittel der möglichen Einsatzdauer an Flugstunden wird wegen ein paar Millionen pro Jahr nicht genutzt, bei einem Flugzeug, das in der Anschaffung an die 100 Mio. pro Stück gekostet hat. Sowas gibt es auch nur in Österreich! Das Problem ist ja weniger die Anzahl an Flugzeuge (und was es kann oder nicht), sondern schlicht zu wenige Techniker, Flughafenpersonal und teilweise Piloten, die gerade einmal auf die notwendige Mindestflugzeit pro Jahr kommen.
ZitatMilitärische Aufrüstung: Eurofighter erhalten Nachtsicht-System bis 2027
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Wie gesagt, Lightning Pods und Nachtsichtbrillen kommen bzw. sind schon da, ob der Selbstschutz kommt, ist wohl unklar (eher nein aufgrund der Resteinsatzdauer von ca. 10 Jahren). Die Pods könnte man auch für andere Typen verwenden, u. a. für die neuen Transportflugzeuge. Selbstschutz muss man im Flugzeug implementieren. Täuschkörper hatten am Ende sogar die Draken, denen man auch nachgesagt hat, sie können weder bei Schlechtwetter oder nachts fliegen (auch alles Lüge).
Luftraumüberwachung ist eine essentielle staatspolitische Aufgabe, wir reden nicht einmal von Luftkampffähigkeit oder Lufthoheit, dafür würden wir im Ernstfall ein Vielfaches an Flugzeugen und Personal benötigen, aber zumindest in Friedenszeiten 24/7 den eigenen Luftraum kontrollieren zu können, wäre schon ganz zielführend für einen Staat ohne militärische Bindung. Und auch die neuen Leonardo-Trainingsflugzeuge sind dafür nicht (oder nur bedingt) geeignet, wie es auch die Saab 105 nie waren. Überschallfähigkeit ist dafür nämlich eine Grundvoraussetzung.
Also, ich kann bestätigen, dass die EF mehrfach im Jahr auch in der Nacht über Graz fliegen. Letztmalig war das neben gestern vor 2–3 Wochen der Fall.
Als Ergänzung Auszüge aus einem aktuellen Prüfbericht des Parlaments zum Überwachungsgeschwader in Zeltweg-Hinterstoiser
ZitatBeim Überwachungsgeschwader beträgt der Besetzungsgrad etwa 77 %. Aufgrund des Personalmangels ist eine permanente Einsatzbereitschaft nicht möglich. Der geringe Personalstand führt zu einer hohen monatlichen Mehrbelastung.
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Der Besetzungsgrad der Fliegerwerft 2 beträgt ca. 70 %.