https://steiermark.orf.at/stories/3347973/
Passend zur Debatte über Sinn und Notwendigkeit des Ausbaus der A9 südlich von Graz bzw. des S-Bahnausbaus um Graz in nördlicher/südlicher Richtung an anderer Stelle. An Stelle einer Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene wird eine immens teure Adaptierung/Erhöhung (?) der Straßenkapazitäten angedacht.
https://www.krone.at/4093281 kein Geld für den Öffiverkehr in die Hand nehmen, aber 600 Millionen für einen sinnlosen Straßentunnel verschwenden wollen, die Straßen Landesrätin übertrifft sich selber..
Es wird oft nur viel geredet... Weswegen nicht eine Seilbahn, wurde ja bereits geplant? ;D
https://de.wikipedia.org/wiki/Autoseilbahn_Bratislava
https://www.doppelmayr.com/referenzprojekte/referenzprojekt-fun-m-materialseilbahn-vw-bratislava/
Naja, wenn sie den Ersatztunnel für den Plabutsch so bauen lässt, dass man ihn danach für die S-Bahn in Graz verwenden kann, würde ich dem was abgewinnen können. 😉
Zitat von: Stipe am 30 03, 2026, 18:02Naja, wenn sie den Ersatztunnel für den Plabutsch so bauen lässt, dass man ihn danach für die S-Bahn in Graz verwenden kann, würde ich dem was abgewinnen können. 😉
Welchen Verkehrswert hätte der Tunnel?
Zitat von: Stipe am 30 03, 2026, 18:02Naja, wenn sie den Ersatztunnel für den Plabutsch so bauen lässt, dass man ihn danach für die S-Bahn in Graz verwenden kann, würde ich dem was abgewinnen können. 😉
Sowas Ähnliches habe ich auch gedacht. Nur kann man den Tunnel ja maximal als Güterzugumfahrung für Graz nutzen und da ist jetzt nicht sooo viel Potential
Man merkt: Der 1.April naht. ::)
Zitat von: danihak am 30 03, 2026, 18:08Welchen Verkehrswert hätte der Tunnel?
Verkehrswert kenne ich nur von Immobilienbewertungen und das wird da kompliziert... 😉
Zitat von: Stipe am 30 03, 2026, 21:03Verkehrswert kenne ich nur von Immobilienbewertungen und das wird da kompliziert... 😉
::) Versuchen wir es nochmal. Was würde so ein Eisenbahntunnel bringen?
Zitat von: Stipe am 30 03, 2026, 21:03Verkehrswert kenne ich nur von Immobilienbewertungen und das wird da kompliziert... 😉
Naja, vielleicht wird die 3.Röhre das neue Domizil der Landesrätin oder eines anderen autoverliebten Politikers. ;D
Zitat von: danihak am 30 03, 2026, 21:08::) Versuchen wir es nochmal. Was würde so ein Eisenbahntunnel bringen?
Denkbar wäre, z.B. eine Güterzugumfahrung vom Hbf. Da stellt sich eher Frage, ob es dafür überhaupt eine Notwendigkeit gäbe. Ein solches Güterzugaufkommen wie bei der Westbahn bei St. Pölten gibt es im Raum Graz nicht.
Ich finds schon spannend, dass man das überhaupt diskutiert. So lange ist der Gleinalmtunnel jetzt noch nicht 2-röhrig, und das hat doch auch funktioniert. Ist natürlich nicht 1:1 vergleichbar, aber ein Bisserl übertrieben ist das Ganze schon.
Zitat von: danihak am 30 03, 2026, 21:08::) Versuchen wir es nochmal. Was würde so ein Eisenbahntunnel bringen?
Mein Gott na, Ironie wird ohne entsprechenden Smiley nicht mehr verstanden. Ich finde, mein Vorschlag ist nicht schwachsinniger als der ursprüngliche Vorschlag.
Zitat von: Stipe am 31 03, 2026, 12:27Mein Gott na, Ironie wird ohne entsprechenden Smiley nicht mehr verstanden. Ich finde, mein Vorschlag ist nicht schwachsinniger als der ursprüngliche Vorschlag.
Die Frage ist denke ich eher so zu verstehen - welche Linie sollte dort dann durchfahren?
Ich kann einer dritten Röhre unterm Plabutsch schon was abgewinnen, die dann genutzt wird, wenn eine der anderen beiden nicht zur Verfügung steht, damit der Verkehr eben nicht durch das Stadtgebiet muss und dort für Chaos sorgt. Dass so ein Projekt natürlich nicht in zwei, drei Jahren umsetzbar ist, sollten die "Sozialpartner" natürlich wissen (insofern war diese Einlassung reiner Populismus, weil schon einige Jahre an den Konzepten für die Tunnelsanierung gearbeitet wird) und natürlich auch in einem Gesamtkonzept stehen müsste, dazu gehörte dann natürlich der viergleisige Bahnausbau bis mindestens Frohnleiten (bzw. Kapazitätserhöhung auf der gesamten Südstrecke), der S-Bahn-Bypass durchs Zentrum, die Anbindung der Südbahn an die Ostbahn oder durchaus auch eine Güterzugumfahrung für Graz, da ja anzunehmenderweise der Güterverkehr auf der Südbahn durch die Eröffnung des SBT deutlich ansteigen wird.
Aber im Moment stehen wir ja beim Bahnausbau auf der Bremse, aber beim Autobahnausbau eher auf Vollgas.
Vieleicht die ganzen sommerlichen Wohnwagen-Trasnsitler mit D und NL-KZ nach Hrvatska über andere Routen umleiten bzw. bis Übelbach in der Blockabfertigung stehen lassen,und wer durch Graz fährt zahlt Sondermaut welche für Umweltzwecke im Stadtgebiet verwendet wird.
Interessiert mich ehrlich gesagt nicht den Dreck der Urlauber einzuatmen.
Vielleicht pickt sich wer am Bahnhofgürtel hin.
Zitat von: Stipe am 31 03, 2026, 12:27Mein Gott na, Ironie wird ohne entsprechenden Smiley nicht mehr verstanden. Ich finde, mein Vorschlag ist nicht schwachsinniger als der ursprüngliche Vorschlag.
Da stimme ich zu!
Mich lässt dieses Plabutsch-Thema etwas sprachlos zurück. Vielleicht ist die 3. Röhre schon ein vorgezogener Scherz zum 1. April. Alles andere kann ich mir bei bestem Willen nicht vorstellen...
Zitat von: koralmbahn am 31 03, 2026, 16:12Mich lässt dieses Plabutsch-Thema etwas sprachlos zurück. Vielleicht ist die 3. Röhre schon ein vorgezogener Scherz zum 1. April. Alles andere kann ich mir bei bestem Willen nicht vorstellen...
Das "Statement" dieser "Initiative" geht in Richtung Aprilscherz. Der Vorschlag wäre vor 10 Jahren zu machen gewesen, für die anstehende Sanierung ist es wirklich ein lachhaftes Vorgehen, weil das schon recht tief blicken lässt: einfach was raushauen, ohne sich vorher zu überlegen, ob das überhaupt irgendwie realistisch ist ... Aber man hat selbst bei einem Jahrhundertprojekt wie der Koralmbahn gesehen, welche "Vorschläge" da dann kommen als es eigentlich schon längst zu spät ist (bzw. die man vor Jahren, eigentlich Jahrzehnten angesprochen hat, die damals abgetan wurden und dann plötzlich doch relevant wurden ...).
Zitat von: Sanfte Mobilität am 31 03, 2026, 14:33Ich kann einer dritten Röhre unterm Plabutsch schon was abgewinnen, die dann genutzt wird, wenn eine der anderen beiden nicht zur Verfügung steht, damit der Verkehr eben nicht durch das Stadtgebiet muss und dort für Chaos sorgt. Dass so ein Projekt natürlich nicht in zwei, drei Jahren umsetzbar ist, sollten die "Sozialpartner" natürlich wissen (insofern war diese Einlassung reiner Populismus, weil schon einige Jahre an den Konzepten für die Tunnelsanierung gearbeitet wird) und natürlich auch in einem Gesamtkonzept stehen müsste, dazu gehörte dann natürlich der viergleisige Bahnausbau bis mindestens Frohnleiten (bzw. Kapazitätserhöhung auf der gesamten Südstrecke), der S-Bahn-Bypass durchs Zentrum, die Anbindung der Südbahn an die Ostbahn oder durchaus auch eine Güterzugumfahrung für Graz, da ja anzunehmenderweise der Güterverkehr auf der Südbahn durch die Eröffnung des SBT deutlich ansteigen wird.
Aber im Moment stehen wir ja beim Bahnausbau auf der Bremse, aber beim Autobahnausbau eher auf Vollgas.
Am Besten dann noch eine 4. Röhre, falls eine saniert wird, und in einer anderen ein Unfall ist. Wir könnten auch gleich den Plabutsch abtragen, damit wir mehr Autobahnspuren Platz haben.
Das ist typisch Politiker, wenn es andere bezahlen ist Ihnen alles Recht, mit 600 Millionen könnte man sinnvollere Dinge machen..
Zitat von: il_treno am 31 03, 2026, 19:21Das ist typisch Politiker, wenn es andere bezahlen ist Ihnen alles Recht, mit 600 Millionen könnte man sinnvollere Dinge machen..
Wer soll denn laut dir zahlen?
Ein Politiker privat, oder was willst du mit dieser Aussage ausdrücken?
Interessant, vielleicht das erste Foto der zukünftigen Stadtregierer. - Friedlich geeint.
https://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/20728730/1-april-was-man-mit-600-millionen-euro-alles-machen-koennte
Da kann man leicht einig sein, weil zahlen würde es der Bund und die Stadt würde profitieren.
Allerdings, was den Zeitlauf betrifft, für die anstehenden Generalsanierung völlig unrealistisch.
Zitat von: Südbahnlöwe am 31 03, 2026, 19:25Wer soll denn laut dir zahlen?
Ein Politiker privat, oder was willst du mit dieser Aussage ausdrücken?
Ja genau wer sowas möchte soll als Politiker auch dafür haften, warum soll der Steuerzahler so einen Wahnsinn finanzieren, mit fremden Geld herum werfen kann jeder ,siehe unseren LH
Zitat von: il_treno am 01 04, 2026, 19:47Ja genau wer sowas möchte soll als Politiker auch dafür haften, warum soll der Steuerzahler so einen Wahnsinn finanzieren, mit fremden Geld herum werfen kann jeder ,siehe unseren LH
Und das meinst du ernst, oder darf deine Aussage als Aprilscherz verstanden werden?
Zitat von: Martin am 01 04, 2026, 14:06Interessant, vielleicht das erste Foto der zukünftigen Stadtregierer.
Was macht der Hohesimmer - oder wie der heißt - dann am Foto? :P
Ich dachte zuerst an einen Aprilscherz, aber die meinten das wirklich ernst mit der 3. Tunnelröhre im Plabutsch, unglaublich.
Abgesehen davon, dass sich so ein Bauvorhaben nie im Leben bis zur geplanten Plabutschtunnelsanierung ausgeht, finde ich hier überhaupt keinen langfristigen Nutzen für den Großraum Graz. 600 Millionen für einen 10km langen Tunnel der nur bei Sanierungen, Störfällen oder Unfällen in einer der beiden anderen Tunnelröhren benötigt werde würde!
Um dieses Geld - das eh nicht vorhanden ist - könnte man im Großraum Graz viel, viel sinnvollere Projekte realisieren (U-Bahn oder S-Bahntunnel Graz, Ausbau Straßenbahn Graz, Neu- und Ausbau der Park & Ride Anlagen, ÖV-Taktverdichtung, etc.)
Ich finde es auch befremdlich, dass die Grazer Politik das befürwortet, da sieht man (leider) wieder, dass jeder nur bis zur (Stadt)Gemeindegrenze blickt. Es bräuchte ein vorausschauendes Generalverkehrskonzept für den Großraum Graz, das alle Verkehrsmittel umfasst und sinnvolle langfristige Maßnahmen vorschlägt.
Wenn man bedenkt, wie gut man den Ausweichkorridor (Kärntner Straße - Gürtel - Wiener Straße) ausbauen könnte mit einem Bruchteil dieses Geldes
Zitat von: FlipsP am 03 04, 2026, 11:40Wenn man bedenkt, wie gut man den Ausweichkorridor (Kärntner Straße - Gürtel - Wiener Straße) ausbauen könnte mit einem Bruchteil dieses Geldes
Wie willst Du den Ausbauen? Reiß ma die halben Häuser in der Kärntnerstr., am Eggenberger- und Bahnhofgtl. und in der Wienerstraße weg?
Zitat von: Martin am 03 04, 2026, 11:48Wie willst Du den Ausbauen? Reiß ma die halben Häuser in der Kärntnerstr., am Eggenberger- und Bahnhofgtl. und in der Wienerstraße weg?
Einfach die Schnellstraße aufständern wie in Italien. :-X
Zitat von: derVerkehrsdenker am 03 04, 2026, 11:27Ich dachte zuerst an einen Aprilscherz, aber die meinten das wirklich ernst mit der 3. Tunnelröhre im Plabutsch, unglaublich.
Abgesehen davon, dass sich so ein Bauvorhaben nie im Leben bis zur geplanten Plabutschtunnelsanierung ausgeht, finde ich hier überhaupt keinen langfristigen Nutzen für den Großraum Graz. 600 Millionen für einen 10km langen Tunnel der nur bei Sanierungen, Störfällen oder Unfällen in einer der beiden anderen Tunnelröhren benötigt werde würde!
Um dieses Geld - das eh nicht vorhanden ist - könnte man im Großraum Graz viel, viel sinnvollere Projekte realisieren (U-Bahn oder S-Bahntunnel Graz, Ausbau Straßenbahn Graz, Neu- und Ausbau der Park & Ride Anlagen, ÖV-Taktverdichtung, etc.)
Ich finde es auch befremdlich, dass die Grazer Politik das befürwortet, da sieht man (leider) wieder, dass jeder nur bis zur (Stadt)Gemeindegrenze blickt. Es bräuchte ein vorausschauendes Generalverkehrskonzept für den Großraum Graz, das alle Verkehrsmittel umfasst und sinnvolle langfristige Maßnahmen vorschlägt.
Klassisches Wahlkampfgetöse und Ablenkmanöver! Ich warte noch, bis der Ostgürtel wieder in der Diskussion aufersteht. ::)
Man kann jedenfalls wunderbar von der Tatsache ablenken, dass die NW- und SW-Linie Ewigkeiten dauern, bis sie realisiert werden (wenn überhaupt). Schade, dass sich da von den abgebildeten Politikern keiner so richtig ins Zeug legt, wie bei dieser Debatte!
Zitat von: Martin am 03 04, 2026, 11:48Wie willst Du den Ausbauen? Reiß ma die halben Häuser in der Kärntnerstr., am Eggenberger- und Bahnhofgtl. und in der Wienerstraße weg?
Man kann auf diesen Straßenzügen noch einiges machen, um den Verkehr flüssiger zu machen.
Da redet keiner von irgendwelchen Abrissen.
@Ragnitztal: Volle Zustimmung!!
Wie gesagt, diese "Idee" hat für die anstehenden Sanierungen keinerlei Relevanz.
Im größeren Zusammenhang (viergleisiger Ausbau Südbahn nördlich von Graz, S-Bahn-Bypass, Problematik der Durchleitung von Umleitungsverkehr durch das Stadtgebiet etc pp.) wird man da sicher potentielle Varianten prüfen müssen. Sicher nicht als Einzelmaßnahme, was auch der geplante dreispurige Ausbau der A9 südlich von Graz ist.
Klar ist, dass infrastrukturelle Maßnahmen innerhalb von Graz im Falle von Tunnelsperren vollkommen unmöglich sind und nur zu einer zusätzlichen Belastung der Stadt führen würden (siehe auch Ostgürtel). Wir liegen nun einmal in einem Talkessel und sind von Bergen umgeben ... Das gälte im Übrigen für IV und Bahn!
Zitat von: Martin am 03 04, 2026, 11:48Wie willst Du den Ausbauen? Reiß ma die halben Häuser in der Kärntnerstr., am Eggenberger- und Bahnhofgtl. und in der Wienerstraße weg?
Man könnte schon die eine oder andere Kreuzung beschleunigen, um den Durchzugsverkehr schneller durch zu bringen - man sehe z.B. den Wiedner Gürtel in Wien, oder die Tivoli-Kreuzung in Innsbruck.
Wenn man will, ginge das schon, indem man die jeweils mittige Fahrspur im Kreuzungsbereich absenkt und damit die Kreuzung ohne Anhalten unterfährt. Bei entsprechender Länge ließen sich an der Oberfläche sogar noch bessere getrennte Abbiegespuren schaffen.
Perfekt dafür wären wohl die Kreuzung Peter-Tunner-Gasse, Josef-Huber-Gasse (speziell, wenn es den Tunnel aus Reininghaus dann gibt), Kärntnerstraße sowie Karlauergürtel.
Am HBF hingegen wird's echt schwierig, da müsste man wohl vor der Keplerstraße (bzw. vor der Ghega- oder Zollgasse) schon abtauchen und erst nach der Annenstraße (oder besser erst nach der Josef-Huber-Gasse) wieder auftauchen. Aufgrund der Strabunterführung und Anna-Passage bzw. Zufahrt Garage Hotel Europa müsste man dort aber ziemlich tief abtauchen - es würde aber komplett neue Möglichkeiten in der Oberflächengestaltung geben, wenn man einen großen Anteil des Verkehrs (2/3 sollten möglich sein) unter die Erde bringt, von der besseren Aufenthaltsqualität erst gar nicht zu reden.
Ja, das wären massive Baustellen, aber da man an jeder Unterführung extra arbeiten könnte würde sich das eventuell noch ausgehen, und preislich sollte man es auch um unter dem Tunnel bekommen.
Zitat von: PeterWitt am 03 04, 2026, 14:45Man könnte schon die eine oder andere Kreuzung beschleunigen, um den Durchzugsverkehr schneller durch zu bringen - man sehe z.B. den Wiedner Gürtel in Wien, oder die Tivoli-Kreuzung in Innsbruck.
Wenn man will, ginge das schon, indem man die jeweils mittige Fahrspur im Kreuzungsbereich absenkt und damit die Kreuzung ohne Anhalten unterfährt. Bei entsprechender Länge ließen sich an der Oberfläche sogar noch bessere getrennte Abbiegespuren schaffen.
Perfekt dafür wären wohl die Kreuzung Peter-Tunner-Gasse, Josef-Huber-Gasse (speziell, wenn es den Tunnel aus Reininghaus dann gibt), Kärntnerstraße sowie Karlauergürtel.
Am HBF hingegen wird's echt schwierig, da müsste man wohl vor der Keplerstraße (bzw. vor der Ghega- oder Zollgasse) schon abtauchen und erst nach der Annenstraße (oder besser erst nach der Josef-Huber-Gasse) wieder auftauchen. Aufgrund der Strabunterführung und Anna-Passage bzw. Zufahrt Garage Hotel Europa müsste man dort aber ziemlich tief abtauchen - es würde aber komplett neue Möglichkeiten in der Oberflächengestaltung geben, wenn man einen großen Anteil des Verkehrs (2/3 sollten möglich sein) unter die Erde bringt, von der besseren Aufenthaltsqualität erst gar nicht zu reden.
Ja, das wären massive Baustellen, aber da man an jeder Unterführung extra arbeiten könnte würde sich das eventuell noch ausgehen, und preislich sollte man es auch um unter dem Tunnel bekommen.
Solche Ausbauten wären die Rückkehr zur autogerechten Stadt.
Ich denke, man muss unterscheiden zwischen Durchzugsverkehr (der soll auf der Autobahn bleiben und eben nicht durch die Stadt umgeleitet werden) sowie dem Ziel- und Quellverkehr (von dem es möglichst wenig geben soll). Deshalb Ausbau ÖV und Rückbau von IV-Infrastruktur in den Städten zugunsten Umweltverbund.
Zitat von: Sanfte Mobilität am 03 04, 2026, 14:50Solche Ausbauten wären die Rückkehr zur autogerechten Stadt.
Ich denke, man muss unterscheiden zwischen Durchzugsverkehr (der soll auf der Autobahn bleiben und eben nicht durch die Stadt umgeleitet werden) sowie dem Ziel- und Quellverkehr (von dem es möglichst wenig geben soll). Deshalb Ausbau ÖV und Rückbau von IV-Infrastruktur in den Städten zugunsten Umweltverbund.
Natürlich wären das auf dieser Relation dann Ausbauten zu einer ,,autogerechten Stadt". Nix anderes wäre auch eine dritte Röhre. Nur wäre letztere immer noch teurer.
Zitat von: PeterWitt am 03 04, 2026, 14:45Man könnte schon die eine oder andere Kreuzung beschleunigen, um den Durchzugsverkehr schneller durch zu bringen - man sehe z.B. den Wiedner Gürtel in Wien, oder die Tivoli-Kreuzung in Innsbruck.
Wenn man will, ginge das schon, indem man die jeweils mittige Fahrspur im Kreuzungsbereich absenkt und damit die Kreuzung ohne Anhalten unterfährt. Bei entsprechender Länge ließen sich an der Oberfläche sogar noch bessere getrennte Abbiegespuren schaffen.
Perfekt dafür wären wohl die Kreuzung Peter-Tunner-Gasse, Josef-Huber-Gasse (speziell, wenn es den Tunnel aus Reininghaus dann gibt), Kärntnerstraße sowie Karlauergürtel.
Am HBF hingegen wird's echt schwierig, da müsste man wohl vor der Keplerstraße (bzw. vor der Ghega- oder Zollgasse) schon abtauchen und erst nach der Annenstraße (oder besser erst nach der Josef-Huber-Gasse) wieder auftauchen. Aufgrund der Strabunterführung und Anna-Passage bzw. Zufahrt Garage Hotel Europa müsste man dort aber ziemlich tief abtauchen - es würde aber komplett neue Möglichkeiten in der Oberflächengestaltung geben, wenn man einen großen Anteil des Verkehrs (2/3 sollten möglich sein) unter die Erde bringt, von der besseren Aufenthaltsqualität erst gar nicht zu reden.
Ja, das wären massive Baustellen, aber da man an jeder Unterführung extra arbeiten könnte würde sich das eventuell noch ausgehen, und preislich sollte man es auch um unter dem Tunnel bekommen.
Man könnte, aber Gott sei Dank will man nicht. Durchzugsverkehr in einer Stadt zu beschleunigen war noch selten eine gute Idee. Ich versteh das Problem ehrlich gesagt nicht. Man kann Fernverkehr blockabfertigen und teilweise großräumig umleiten.
Damit kann man sehr wohl die Belastung für die Stadt reduzieren. Und genau das sollte das Ziel sein: Der Umleitungsverkehr soll die Stadt möglichst wenig belasten, stattdessen arbeitet man verkehrt, damit die Stadt den Verkehrsfluss möglichst wenig belastet.
Zitat von: Sanfte Mobilität am 03 04, 2026, 14:50Solche Ausbauten wären die Rückkehr zur autogerechten Stadt.
Ich denke, man muss unterscheiden zwischen Durchzugsverkehr (der soll auf der Autobahn bleiben und eben nicht durch die Stadt umgeleitet werden) sowie dem Ziel- und Quellverkehr (von dem es möglichst wenig geben soll). Deshalb Ausbau ÖV und Rückbau von IV-Infrastruktur in den Städten zugunsten Umweltverbund.
Natürlich sollte der Durchzugsverkehr möglichst der Stadt fern bleiben, aber wenn eben eine Röhre zu ist (und da rede ich weniger von der kommenden geplanten Sperre, wo man die andere Röhre im Gegenverkehr benutzen kann, sondern vor allem bei spontanen Störungen, wo jetzt schon das Chaos in eine Richtung ausbricht), dann würde das helfen, den Verkehrskollaps entlang der Umleitungsroute zu verhindern.
Sollte man, wie in der "Jahrhundertchance" vorgeschlagen, den Durchzug über Keplerstraße, Ring bzw Grazbachgasse unterbinden, so würde das ebenso helfen, den dann nötigen Verkehr Kalvariengürtel/Bahnhof-/Eggenberger-/Karlauergürtel besser zu bewältigen, denn sonst wäre zB die Linie 52 quasi unfahrbar.
Ich habe vor fast zwanzig Jahren schon gesagt, dass es damals besser gewesen wäre, die B 67 am Hauptbahnhof in Ebene -1 oder -1,5 zu bringen und die Straßenbahn oben zu lassen, aber das wäre theoretisch noch immer möglich und aus meiner Sicht für die Straßenbahn auch besser. (Anbindung Linie 2)
Man müsste halt gewisse Dinge zurückbauen. Der Autotunnel hätte vor der Zollgasse runter und nach der Josef-Huber-Gasse wieder hinauf können.
Das wäre immer noch toll.
Zitat von: riggnix am 03 04, 2026, 17:12Man könnte, aber Gott sei Dank will man nicht. Durchzugsverkehr in einer Stadt zu beschleunigen war noch selten eine gute Idee. Ich versteh das Problem ehrlich gesagt nicht. Man kann Fernverkehr blockabfertigen und teilweise großräumig umleiten.
Damit kann man sehr wohl die Belastung für die Stadt reduzieren. Und genau das sollte das Ziel sein: Der Umleitungsverkehr soll die Stadt möglichst wenig belasten, stattdessen arbeitet man verkehrt, damit die Stadt den Verkehrsfluss möglichst wenig belastet.
Es geht - zumindest mir - nicht darum den Durchzugsverkehr zu beschleunigen und eine Alternative zum Plabutschtunnel zu schaffen, sondern eher darum dass die Stadt nicht regelmäßig bei Sperrungen des Tunnel regelrecht ,,dicht" ist.
Da muss man halt die Grenze gut ausloten, wo Ausbauten zur Entlastung der Stadt beitragen und welche Ausbauten rein dem Durchzugsverkehr helfen und damit nicht förderlich für die Stadt sind.
Zitat von: Martin am 03 04, 2026, 17:37Ich habe vor fast zwanzig Jahren schon gesagt, dass es damals besser gewesen wäre, die B 67 am Hauptbahnhof in Ebene -1 oder -1,5 zu bringen und die Straßenbahn oben zu lassen, aber das wäre theoretisch noch immer möglich und aus meiner Sicht für die Straßenbahn auch besser. (Anbindung Linie 2)
Man müsste halt gewisse Dinge zurückbauen. Der Autotunnel hätte vor der Zollgasse runter und nach der Josef-Huber-Gasse wieder hinauf können.
Das wäre immer noch toll.
Jetzt weiß ich nicht, ob das noch so toll wäre, aber statt der Tieferlegung der Straßenbahn wäre das sicher eine gute Idee gewesen.
Zitat von: Martin am 03 04, 2026, 17:37Ich habe vor fast zwanzig Jahren schon gesagt, dass es damals besser gewesen wäre, die B 67 am Hauptbahnhof in Ebene -1 oder -1,5 zu bringen und die Straßenbahn oben zu lassen, aber das wäre theoretisch noch immer möglich und aus meiner Sicht für die Straßenbahn auch besser. (Anbindung Linie 2)
Man müsste halt gewisse Dinge zurückbauen. Der Autotunnel hätte vor der Zollgasse runter und nach der Josef-Huber-Gasse wieder hinauf können.
Das wäre immer noch toll.
Das wäre auch für den Europaplatz (speziell für die Gastronomie dort) viel besser gewesen. Da wäre statt einer Autobahn dann jetzt ein Park oder Platz mit Straßenbahn.
Sinnvoller als eine 3. Röhre wäre mMn auch, wenn man stattdessen eine Ostspange bauen würde - bei Raach eine Vollanschlussstelle und einen Tunnel unter dem Kanzelkogel durch, mit Anschlussstelle irgendwo auf Höhe Dürrgrabenweg, dann Anschluss Föllig, Ragnitz irgendwo auf Höhe Sportplatz Kainbach und Vollanschluss an die A2 im Bereich Autal.
Die Anschlussstellen sollte man dann mit guter P&R-Infrastruktur sowie brauchbarer ÖV-Anbindung versehen und man hätte mehrere Themen auf einmal gelöst:
1.) der Plabutschtunnel wäre grundsätzlich entlastet und es gäbe bei Sperren eine durchgehende Umfahrung im hochrangigen Straßennetz
2.) die Spange würde den Verkehr im Osten neu verteilen und könnte ihn zentrumsnah (Merangasse, Glacis, Bergmanngasse, Grabenstraße) deutlich reduzieren
3.) durch die Möglichkeit das Zentrum zu umfahren könnte man dort weitere Beruhigungsmaßnahmen wie z.B.Transitsperren setzen.
Problem ist halt, dass 5 Jahre niemals ausreichen und dieses Projekt v.a. auch mit den Begleitmaßnahmen deutlich teurer wird.
Die Frage ist, wie kann man verhindern, dass bei Tunnelsperren der Durchzugsverkehr nicht durch Graz fließt?
Zitat von: Sanfte Mobilität am 04 04, 2026, 09:33Die Frage ist, wie kann man verhindern, dass bei Tunnelsperren der Durchzugsverkehr nicht durch Graz fließt?
Im Prinzip gar nicht
Zitat von: Sanfte Mobilität am 04 04, 2026, 09:33Die Frage ist, wie kann man verhindern, dass bei Tunnelsperren der Durchzugsverkehr nicht durch Graz fließt?
Wie gesagt, mit einer Ost-Spange könnte man den Transit umleiten, er wäre vermutlich dennoch schneller als durch das Stadtgebiet, insbesondere, wenn man mit dynamischen Anzeigen den Verkehr entsprechend umleitend ausschildert.
Ohne einer Alternativroute wird's schwer, da geht es immer nur durch Graz, oder man verwandetl die Autobahn zwischen Graz Nord und Übelbach in einen Parkplatz und hält dort alle LKW bis zur Freigabe zurück, was aber wohl auch kaum funktioniert.
Alternativ wäre noch eine neue Transitumfahrung von Gratkorn nach Gaisfeld möglich, diese wäre etwa gleich lange wie die von mir angesprochene Ostspange und würde den Anschluss von Voitsberg/Köflach aus dem Norden deutlich verbesser - diese würde aber auch den umstrittenen Ausbau der B70 bis Mooskirchen zwingend erfordern und hätte insgesamt vermutlich weniger Nutzen als eine Ostumfahrung.
Ich sehe das halt eher grundsätzlich so, dass mehr Straßen auch mehr Verkehr bedeuten. Für den Transit mag die Umfahrung der Stadt sogar helfen, ja. Aber sie würde es auch noch deutlich attraktiver machen, von Osten mit dem Auto in die Stadt zu fahren. Und da kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass in Graz dadurch weniger Verkehr wird. Im Gegenteil: Ich glaube, dass ein paar Einfahrtsstraßen dadurch noch schlimmer im Verkehr ersticken würden.
Ich würde eher bei strengen Regeln für Transitverkehr ansetzen, und die Durchfahrt durchs Stadtgebiet damit reduzieren. Das ist für PKW wahrscheinlich schwierig, aber LKW kann man schon gut auf der Autobahn halten.
Und ich sehe ehrlich gesagt kein Problem, wenn es auf der Autobahn staut, solange man den Stau aus der Stadt draußen halten kann.
Wenn man im Osten schon ausbaut und so große Projekte andenkt, können das meiner Meinung nach nur Bahnprojekte sein. Wie z.B. die Regionalbahn durch die Ragnitz nach Laßnitzhöhe, die in einer S-Bahn-Studie vorgeschlagen wurde.
Ohne Begleitmaßnahmen würde es den Verkehr in die Stadt hinen vermutlich verstärken, ja aber wenn man in der Stadt, v.a. im Zentrum, jetzige Transitstrecken sperrt oder rückbaut, dann könnte das schon was bringen.
Wenn man zB in Andritz wohnt und bei Knapp, Magna oder anderswo im Süden arbeitet, dann gibt's aktuell nichts als quer durch die Stadt. Um 5:30 mag das problemlos funktionieren, bedeutet aber auch, dass man dann nach Schichtende den dichten Verkehr noch verstärkt.
Wenn es attraktiver ist, die Radegunder Straße stadtauswärts zu fahren und dann über die Spange, dann hat man in der Stadt schon was gewonnen.
Selbiges zB mit dem LKH, wenn man nicht aus dem Osten über die Ries kommt, dann bleibt aktuell ein Weg durch die Stadt alternativlos.
Ich glaub halt, dass man mit guten Begleitmaßnahmen den Verkehr im besten Fall nicht verschlimmert, aber bei Verbesserungen bin ich da sehr skeptisch. Da sehe ich einfach viel mehr Potential in einem massiven ÖV-Ausbau. Natürlich nicht nur Infrastruktur, sondern auch Angebot.
Um bei deinem Beispiel zu bleiben: Wenn die Optionen entweder "mit dem Auto quer durch die Stadt" oder "mit max. 1x umsteigen, und schneller als mit dem Auto öffentlich dorthin" sind, dann bringt das viel mehr. Angenommen dass der ÖV stabil (also nicht im Stau), gut getaktet und bequem ist.
Zitat von: riggnix am 04 04, 2026, 12:22Um bei deinem Beispiel zu bleiben: Wenn die Optionen entweder "mit dem Auto quer durch die Stadt" oder "mit max. 1x umsteigen, und schneller als mit dem Auto öffentlich dorthin" sind, dann bringt das viel mehr. Angenommen dass der ÖV stabil (also nicht im Stau), gut getaktet und bequem ist.
Natürlich, aber hilft halt primär nur bei innerstädtischen Fahrten bzw. zumindest bei Fahrten, wo Start/Ziel in der Stadt liegen. Jemand aus Eggersdorf, der z.B. nach Gratkorn oder Frohnleiten muss, dem hilft das wenig, ebenso diversem Berufskraftverkehr (Handwerker, div. Transporte etc.). Und zahlreiche Leute haben auch einen Firmenwagen (ganz egal ob sie ihn brauchen oder nicht - ist einfach Standard in den Dienstverträgen - die werden den Wagen eher aich nicht stehen lassen und auf eigene Kosten fahren, leider.
Zitat von: PeterWitt am 04 04, 2026, 13:42Natürlich, aber hilft halt primär nur bei innerstädtischen Fahrten bzw. zumindest bei Fahrten, wo Start/Ziel in der Stadt liegen. Jemand aus Eggersdorf, der z.B. nach Gratkorn oder Frohnleiten muss, dem hilft das wenig
Die Argumentation verstehe ich nicht ganz. Ich meine natürlich nicht nur ÖV in Stadtgebiet. Was spricht gegen eine gute Kombination aus S-Bahn und Bussen? Es muss schnell, häufig und bequem sein, dann nutzen das Leute auch. Wenn man Regionalbusse z.B. alle 15 Minuten hat, und vielleicht einmal umsteigen muss, und für die Gesamtstrecke eine ähnliche Zeit braucht wie mit dem Auto (ohne Stau), dann wird das auch benutzt. Das bringt nicht nur für die Stadt was. Die Stadt bietet sich für Umsteigeknoten an, aber man muss ja nicht von dort losfahren bzw. dorthin fahren. Wäre gleich zu sagen, dass die Straßenbahn in Graz nur für den Jakominiplatz was bringt, nur weil dort die meisten Verbindungen sind.
Zitat von: PeterWitt am 04 04, 2026, 13:42... ebenso diversem Berufskraftverkehr (Handwerker, div. Transporte etc.). Und zahlreiche Leute haben auch einen Firmenwagen (ganz egal ob sie ihn brauchen oder nicht - ist einfach Standard in den Dienstverträgen - die werden den Wagen eher aich nicht stehen lassen und auf eigene Kosten fahren, leider.
Die Masse an Leuten nimmt das, was für sie am praktischen ist. Mit mehr ÖV-Angebot nutzen mehr Leute ÖV und es sind weniger Autos unterwegs. Damit ist mehr Platz für die Fahrzeuge, die nötig sind: Berufskraftverkehr und Autos von Leuten, für die die ÖV-Anbindung nicht (gut genug) funktioniert. Und für diesen MIV muss sehrwohl Platz sein! Dafür ist aber auch genug Platz. Sonst wäre in Graz immer Stau, nicht nur im Berufsverkehr.
Und für die paar zusätzlichen Leute, die auf ihr Dienstauto bestehen: Können sie eh benutzen, aber die Allgemeinheit muss dafür keine Infrastruktur bauen. Wenn sie mit dem Auto fahren wollen, obwohl es bessere Alternativen gibt, müssens halt mit den Nachteilen leben.
Wir sprechen hier von einem Zeithorizont nach 2040.
Bis dahin sind dann hoffentlich der viergleisige Südbahn-Ausbau und der S-Bahn-Tunnel in Graz konkret. Die Frage wird sein, wie sich die Entwicklung der Südbahn nach der SBT-Eröffnung entwickelt, nicht nur im Personen-, sondern auch im Güterverkehr. Möglicherweise könnte dann Graz Hbf. ein zusätzliches Nadelöhr werden, dass man irgendwie umfahren müsste (siehe St. Pölten). Daraus ergeben sich dann vielleicht weitere Optionen oder sogar Synergien.
Thema wird auch die Entlastung der Stadt sein, WENN man hoffentlich konsequent den Umweltverbund fördert und ausbaut, von unnötigem Durchzugsverkehr.
Eine Güterzugumfahrung wäre denke ich eher sehr teuer für die überschaubare Nutzung. Besser und billiger ein Tunnel (auch eingleisig) von Eggenberg nur unter dem Bahnhof hindurch, vielleicht bis nach Don Bosco. Ausserdem ginge der Verkehr durch einen S-Bahn-Tunnel je nach Ausführung am Hauptbahnhof auch eher zurück.
Wenn man jedoch größer denken möchte wäre es vielleicht sinnvoll, den S-Bahn-Tunnel gleich 4-gleisig zu errichten. Sicher billiger als zusätzlich ein eigener Tunnel unter dem Plabutsch. Dann bekäme man die Möglichkeit in ferner Zukunft neben Güterzügen durchfahren auch Fernzüge im Zentrum halten zu lassen.
Zitat von: riggnix am 04 04, 2026, 11:56Ich sehe das halt eher grundsätzlich so, dass mehr Straßen auch mehr Verkehr bedeuten. Für den Transit mag die Umfahrung der Stadt sogar helfen, ja. Aber sie würde es auch noch deutlich attraktiver machen, von Osten mit dem Auto in die Stadt zu fahren. Und da kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass in Graz dadurch weniger Verkehr wird. Im Gegenteil: Ich glaube, dass ein paar Einfahrtsstraßen dadurch noch schlimmer im Verkehr ersticken würden.
Ich würde eher bei strengen Regeln für Transitverkehr ansetzen, und die Durchfahrt durchs Stadtgebiet damit reduzieren. Das ist für PKW wahrscheinlich schwierig, aber LKW kann man schon gut auf der Autobahn halten.
Und ich sehe ehrlich gesagt kein Problem, wenn es auf der Autobahn staut, solange man den Stau aus der Stadt draußen halten kann.
Wenn man im Osten schon ausbaut und so große Projekte andenkt, können das meiner Meinung nach nur Bahnprojekte sein. Wie z.B. die Regionalbahn durch die Ragnitz nach Laßnitzhöhe, die in einer S-Bahn-Studie vorgeschlagen wurde.
Stimme dir grundsätzlich zu!
Nur: Es geht ja nicht um Stau im Tunnel, sondern Tunnelsperren.
Und bitte vergesst den S-Bahn Tunnel in Graz. Der kommt mal fix nicht. Da gebe ich wirklich einer Ostspange mehr Chancen (dort würde ich mir dann aber eine S-Bahn Röhre auch wünschen).
Zitat von: scheurin am 04 04, 2026, 20:41Eine Güterzugumfahrung wäre denke ich eher sehr teuer für die überschaubare Nutzung. Besser und billiger ein Tunnel (auch eingleisig) von Eggenberg nur unter dem Bahnhof hindurch, vielleicht bis nach Don Bosco.
Also, da müsste man mindestens bei der Bulme beginnen, um unter der Peter-Tunner-Gasse durch zu kommen, sowie wegen dem Tunnel Josef-Huber-Gasse und der Kärntnerstraße sowie der Feldgasse erst danach auftauchen. Ob man das aber dann bis zur Kapellenstraße schafft kann ich nicht sagen, sonst wird's wohl noch weiter südlich.
Neben der wohl recht engen Ein/Ausfädelung stelle ich mir insbesondere die Bauarbeiten hier sehr komplex vor.
https://www.kleinezeitung.at/steiermark/landespolitik/20750662/sozialpartner-kaempfen-um-dritte-roehre-damit-graz-nicht-im-chaos
https://www.krone.at/4101308
Würden sich die Sozialpartner bloß auch für den ÖV-Ausbau derart ins Zeug legen. ::)
Wie? Das war doch kein Aprilscherz?
Ich freue mich ja schon auf die Nachmacheffekt. In Kürze wird für jeden zweispurigen Tunnel in Österreich eine dritte Röhre gefordert werden, irgendwann muss ja jeder Tunnel saniert werden.
Und es ginge doch schneller, wenn man gleich 2 Röhren dazubauen würde. ;D
Natürlich wäre das Hauptthema Reduzierung des MIV, in Wirklichkeit sieht es aber (Graz ausgenommen) halt anders aus: https://www.kleinezeitung.at/steiermark/20745952/erstmals-sind-in-der-steiermark-mehr-als-800000-autos-angemeldet
Ich sehe die Sanierung eher als Grund für durchgehende Busspuren auf der Kärntner Straße und der Wiener Straße, bzw. am Gürtel. Das wäre eine Maßnahme, die der Stadt sogar etwas bringt.
Früher gabe es gar keinen Tunnel und am Bahnhof mussten dazwischen die Straßenbahnen queren bzw. danach bei jeder Kleinigkeit weil noch einröhrig eine Tunnelsperre (und das oft mehrmals in der Woche)
Dann Ausbau auf zweiröhrig, Unterführung Bahnhof und demnächst ist auch die Peter-Tunnerstraße wieder benutzbar.
Parallel gibt es die Bahnstrecke, im Fernverkehr Ausweichrouten über Tauern- und Karawankenautobahn bzw. auch Südautobahn.
Eine Röhre bleibt weiterhin im Gegenverkehr in Betrieb, wie es bei Sanierungen immer schon war.
Und wenn man schon 600 Mio ausgeben will (+ dann zusätzliche Erhaltung der dritten Röhre), könnte man das Geld in die Hand nehmen, um die Sanierung auf 1 Jahr zu verkürzen.
Wirklich viel Verkehr gibt es grad einmal in den Sommermonaten, wenn viele Richtung Balkan unterwegs sind. Also an 7 oder 8 Wochenenden im Jahr.
Wie Ragnitztal schon angemerkt hat: Wenn sich die Sozialpartner mit dem gleichen Enthusiasmus für den ÖV/sanfte Mobilität stark machen würden, gäbe es zig tausende Fahrten durch, in und um Graz weniger, sodass die Teilsperre des Plabutschtunnel nur bedingt ins Gewicht fiele.
Zitat von: riggnix am 09 04, 2026, 10:17Ich sehe die Sanierung eher als Grund für durchgehende Busspuren auf der Kärntner Straße und der Wiener Straße, bzw. am Gürtel. Das wäre eine Maßnahme, die der Stadt sogar etwas bringt.
Die sehe ich schon länger ohne Sanierungen. Gerade in der Kärntner Straße wurden Busspuren zugunsten weiterer MIV-Fahrstreifen aufgehoben.
Zitat von: ptg am 09 04, 2026, 12:56Früher gabe es gar keinen Tunnel und am Bahnhof mussten dazwischen die Straßenbahnen queren bzw. danach bei jeder Kleinigkeit weil noch einröhrig eine Tunnelsperre (und das oft mehrmals in der Woche)
Da war das Chaos dann täglich da, insgesamt halt auch weniger Verkehr.
ZitatWenn sich die Sozialpartner mit dem gleichen Enthusiasmus für den ÖV/sanfte Mobilität stark machen würden, gäbe es zig tausende Fahrten durch, in und um Graz weniger, sodass die Teilsperre des Plabutschtunnel nur bedingt ins Gewicht fiele.
Das ist allerdings richtig.
Um das Geld könnte man diverse Bahnstrecken und Tramlinien beschleunigt ausbauen, lieber fordern die Kammerbonzen einen Tunnel das sie mit ihren Dienstautos nicht im Stau stehen müssen...
Laut Asfinag ist eine dritte Röhre nicht sinnvoll. Wäre da nicht in wenigen Monaten die Wahl in Graz, stünden die Sozialpartner mit ihrer Schnapsidee alleine da.
https://steiermark.orf.at/stories/3349221/
Gut, dass man das Projekt nicht innerhalb der notwendigen Zeit umsetzen könnte, sollte jetzt jedem klar sein. Offenbar gab es zu den Maßnahmen schon länger Gespräche. Offensichtlich hat auch die ASFINAG dazu schon entsprechende Vorleistungen getätigt, wie es aber scheint, ist den Gebietskörperschaften bis noch nichts dazu eingefallen.
Das Interview in der Kleinen Zeitung heute mit einem Asfinag-Vorstand ist vernichtend. Meine Lieblingsstellen sind "selbsternannte Verkehrsplaner" und "unseriöse Bierdeckelkalkulation". Außerdem braucht die Röhre fix eine UVP und das geht sich nie rechtzeitig aus.
2023 sei die Asfinag auf Stadt und Land wegen eines Konzepts für die Sanierungsphase zugegangen. Da ist offenbar noch nichts passiert, die Asfinag bleibt aber gesprächsbereit.