Zitat von: TW 581 am 27 05, 2026, 18:54Am Jako wird man was tun müssen weil zwei Flexis passen nicht in die Haltestelle mit der Linie 8 wird es ja noch lustiger.
Das war schon um 1990 ein Thema, wollte damals halt kein Verantwortlicher hören, weil man sich auf die 54 m für die Doppelhaltestelle einzementiert hat. Wird nicht leicht, das zu lösen ...
Zitat von: Sanfte Mobilität am 27 05, 2026, 18:59Das war schon um 1990 ein Thema, wollte damals halt kein Verantwortlicher hören, weil man sich auf die 54 m für die Doppelhaltestelle einzementiert hat. Wird nicht leicht, das zu lösen ...
Naja, aber vielleicht darf man den Platz nach 30 Jahren ja doch einmal umbauen und komplett neugestalten, angepasst auf die aktuellen Bedürfnisse. Ist ja nicht so, als hätte man den Jakominiplatz gestern so gebaut.
Zitat von: riggnix am 27 05, 2026, 22:32Naja, aber vielleicht darf man den Platz nach 30 Jahren ja doch einmal umbauen und komplett neugestalten, angepasst auf die aktuellen Bedürfnisse. Ist ja nicht so, als hätte man den Jakominiplatz gestern so gebaut.
Klar, man kann natürlich den zentralen Platz der Stadt nach einem aufwändigen und teuren Umbau von knapp 30 Jahren nochmals umgraben, nur weil man einfach nicht weitblickend genug war. Dazu hat man in der Zeit dazwischen da schon mehrfach herumgedoktert, wie zuletzt auf der Ost-West-Haltestelle für die Busse.
In den 90ern hat man sich krampfhaft an die 54-m-Doppelhaltestelle geklammert, kaum 10 Jahre später sollten es 40 m lange Wagen sein, jetzt kauft man 33-m-Züge. So konsistent ist halt die Grazer Verkehrspolitik.
Ich erwarte mir da einfach eine gewisse Verlässlichkeit und nicht diese Sprunghaftigkeit. Wie oft wurde den letzten Jahren was erst kürzlich Gebautes wieder herausgerissen, weil man es sich wieder anders überlegt hat. Ist ja nur Steuergeld und nicht das eigene ...
Nun gut, man muss sich was überlegen (weniger für die Linie 8, die wird ja über die Nord-Süd-Haltestelle fahren), aber für den Ost-Westbereich sehr wohl. Aber bitte zukunftsfähig und mit Weitblick!
Aber einen Platz, der vor 30 Jahren umgebaut wurde, darf man nach dieser Zeit schon wieder an die aktuellen Anforderungen adaptieren und umbauen.
Das ist jetzt kein Skandal. Da kann man nicht einmal fehlenden Weitblick vorwerfen. Da übertreibst du jetzt schon ein wenig
Ich persönlich würde die Ost - Westlinien ja auf den Ring verlegen. Dafür müsste dieser aber vermutlich tiefer gelegt werden und auch ohne diese Tieferlegung wäre das schon ein massiver Aufwand.
Grundsätzlich erwarte ich mir von solchen Infrastrukturprojekten schon eine längere Halbwertszeit als 30 Jahre. Das kostet ja auch Geld, zumal viele Punkte auch schon 30 Jahren diskutiert wurden (v. a. Haltestellenlänge Tram, Ost-West-Haltestelle) und wie oft wurde jetzt schon aus umgebaut, angepasst?
Meiner Meinung nach wäre einmal folgende Dinge notwendig:
1. vom Platz gehört jener Verkehr, der nicht direkt ÖV-Bezug hat, weg - also kein Radverkehr, kein MIV etc. pp
2. Was passiert mit dem Regionalverkehr? Der war in der Dimension so nicht geplant, Richtung Westen läuft er schon über den Ring, Richtung Osten wäre das eine Option, dafür braucht es keinen Tunnel, sondern man kann den Straßenraum am Ring anders aufteilen (eigene Busstraße in beiden Richtungen - den neuen Radweg müsste man halt wieder verlegen und die vorhandenen Parkplätze weg bzw. reduzieren (kein Schrägparken mehr). Den Haltestellenbereich könnte man am jetzigen Parkplatz bei alten Scheiner-Haus einrichten
3. Diese Bustrasse könnten auch die innerstädtischen Ost-Westlinien (30, 31/32, 39) benutzen
4. Je mehr Straßenbahnstrecken gebaut werden, v. a. Linie 8 (NW/SW-Linie), desto weniger Busse müssen über den Platz bzw. dort wenden. DAS MÜSSTE DAS HAUPTZIEL SEIN! Wenn das einmal gewährleistet ist, kann man sich einmal Gedanken über die Gleisachsen machen, wobei man nicht vergessen sollte, welche Auswirkungen ein allfälliger S-Bahn-Tunnel auf den innerstädtischen ÖV hätte. Als erstes würde ich sowieso ein zweites Gleis in Richtung Süden von der Herrengasse kommend machen, damit man da mehr Fahrzeuge pro Phase drüber bekommt.
Nord-Süd: aufgrund der Platzgeometrie ist dort nur ein zusätzlicher Bahnsteig in Richtung Süden (als Abzweig in Richtung Radetzkystraße) denkbar, wenn dort kein Busbahnhof mehr ist)
Nord-Südost: dort kann nur eine Verlegung in den Bereich der Marktstände erfolgen, damit wären die Haltestellen auch endlich in der Geraden mit mindestens drei, besser vier Bahnsteigen
Ost-West: wenn die Nord-Südost-Haltestelle verlegt ist, könnte auch diese verlängert werden auf die vorgegeben 80 m, eventuell mit teilweise zweitem Bahnsteig in Richtung Südosten
Da solche Bauarbeiten sicher wieder 2 Jahre brauchen werden, kann das mMn nur nach dem Bau der neuen Linie 2 über Uni erfolgen (Umleitung Linie 1, 7) bzw. müsste auch eine Streckenführung Keplerbrücke - Lendplatz mit einem Abzweig der Entlastungsstrecke in Richtung Griesplatz für die Linie 5 (bzw. auch 4) gegeben sein.
Aber, wenn dann das angeht: bitte über den aktuellen Tellerrand schauen und mögliche Zukunftsszenarien mitdenken und keine kleinkrämerische Lösung a la Nineties!
Eine Nutzungsdauer von 30 Jahren finde ich bei einem Platz dieser Frequenz nicht wirklich niedrig.
In 30 Jahren kann sich so viel ändern, da will ich den Verantwortlichen diesbezüglich nix vorwerfen.
Also nachdem wir mit der Linie 8 zumindest von den nächsten 5-10 Jahren reden, wäre der Jakominiplatz dann schon bei 35-40 Jahren. Das finde ich für einen öffentlich Platz mehr als ok. Die Welt hat sich seit dem schon gröber verändert und Graz ist stark gewachsen. Also ich versteh das Problem nicht.
Deine Vorschläge sind interessant. Zu hinterfragen wäre vielleicht auch, ob man am Jakominiplatz 3 Wendeschleifen braucht, oder ob man das bei einer Umgestaltung nicht auf die 2 bestehenden Gleisschleifen reduzieren kann. Vor allem wenn mehr Buslinien durch gebunden werden, sollte sich der Bedarf ja reduzieren.
Das setzt aber eine komplette Umgestaltung voraus. Wenn man das Rondeau entfernt und z.B. zur aktuellen Busschleife verlegt, hätte man in der Mitte schon Platz für viele Haltestellen. Die Verteilung der Linien zum Hauptbahnhof über den ganzen Platz im Moment ist eh nicht ideal, da könnte man vielleicht was machen.
Also auch ohne Umlegung auf den Ring könnte man da glaube ich viel machen, aber das müsste sich natürlich jemand durchdenken, der tatsächlichen Ahnung davon hat, nicht ich ;)
Das ist jetzt aber schon sehr OT. Können das gerne in einem eigenen Thread fortsetzen, aber eigentlich geht's hier um Flexity 😉
Sehe gerade nicht, wo da drei Wendeschleifen sein sollen? Ich kenne nur zwei (Steirerhof und Radetzkyspitz) und beide haben ihren Sinn und Funktion (leider hat man die Schleife Radetzkyspitz etwas amputiert anstatt sie auch von Westen kommend komplett nutzen zu können).
Ergänzung: was noch zu überlegen wäre, sind auch zusätzliche Fahrmöglichkeiten, wie z. B. ein Abzweig Osten/Südosten bei der Gleiskreuzung Dorotheum (v. a. für den Störungsfall).
Und ich rede von Halbwertszeiten jenseits der 60 Jahre für solche Projekte.
Zitat von: Sanfte Mobilität am 28 05, 2026, 10:47Sehe gerade nicht, wo da drei Wendeschleifen sein sollen? Ich kenne nur zwei (Steirerhof und Radetzkyspitz) und beide haben ihren Sinn und Funktion (leider hat man die Schleife Radetzkyspitz etwas amputiert anstatt sie auch von Westen kommend komplett nutzen zu können).
Ich meine die Busschleife. Man könnte überlegen, die Busschleife zu entfernen und Busse über (vielleicht adaptierte) Gleisschleifen wenden zu lassen, vor allem wenn mehr Busse durchgebunden werden, also nicht wenden müssen.
Zitat von: riggnix am 28 05, 2026, 10:58Ich meine die Busschleife. Man könnte überlegen, die Busschleife zu entfernen und Busse über (vielleicht adaptierte) Gleisschleifen wenden zu lassen, vor allem wenn mehr Busse durchgebunden werden, also nicht wenden müssen.
Edit: bitte auch verschieben ;)
Ich brauch die Busschleife (den Busbahnhof) nicht, dafür müssten halt entsprechend Straßenbahnstrecken gebaut werden. Leider hat man den Uni-1er ja seinerzeit abgesagt (meiner Meinung ein schwerer Fehler, weil Ersatz von Bussen ohne zusätzliche Betriebskosten für die Tram), was schon eine weitere Linie rausnehmen würde, ebenso wie die Linie Liebenau-West (34/34E). Mit der Linie 8 würde ja zumindest die Linien 31 und 40 wegfallen. Das wäre schon ein Anfang. Da hätte man vielleicht noch die heutige Linie 32 als einzige Linie.
Da wird man sich was überlegen müssen was man macht, von einen Umbau wird man wohl nicht darum kommen, denn in Zukunft wird man halt längere Fahrzeuge einsetzen.
Und nochwas zur Vorhersehbarkeit der gesamte Situation: in den damaligen Papieren (VÜP Ost und vor allem GIVE) war bei allen (!) innerstädtischen Linien jeweils ein 5-Minuten-Takt (zumindest in der Frühspitze) vorgesehen, also ein viel dichteres Angebot als es heute ist bzw. geplant wird. Auch die geplanten Projekte (v. a. SW-Linie) unterscheiden sich kaum, einzig die Fahrzeuggröße. Man wollte sogar die Vorsortierung für die Linie 3/6 wieder abbauen, wenn die SW-Linie umgesetzt ist ...
Ergo: die heutige Situation war seinerzeit absehbar und das Thema Fahrzeuglänge wurde damals schlicht ignoriert. Dafür gab es dann ein Jahrzehnt später plötzlich die 40 m anstatt sich auf eine sinnvolle Länge (30/35 m) zu verständigen, was man bei der Variobahn-Beschaffung schon hätte umsetzen können.
Zitat von: Sanfte Mobilität am 28 05, 2026, 09:08Nun gut, man muss sich was überlegen (weniger für die Linie 8, die wird ja über die Nord-Süd-Haltestelle fahren), aber für den Ost-Westbereich sehr wohl. Aber bitte zukunftsfähig und mit Weitblick!
WENN die Linie 8 (wie die geplante Linie 15) über die Nord/Süd-Haltestelle verkehrt, dann wird man dort auch ein größeres Problem haben, weil die Haltestelle dann nur mehr als Einfachhaltestelle nutzbar ist.
Nach Norden fahrende Wagen würden mit dem Heck die Strecke nach Süden blockieren, sowie nach Süden fahrende Wagen mit der Front den Gleisbogen nach Norden hin...
Jo eh, wird so oder so sein, wenn die 540er am 4er fahren.
Wenn da wirklich einmal was passieren sollte was ich nicht glaub, wäre es wichtig den Verkehr vom Jako zu dezentralisieren.
Die längsten Bahnsteige, die schönste Gestaltung ist nämlich für die Fisch wenn's dort was hat, bricht nämlich fast der gesamte ÖPNV in Graz zusammen.