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Thema: Erst der achte Schuss stoppte den entlaufenen Jungstier (15197-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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  • Martin
  • Global Moderator
  • Styria Mobile Team
Erst der achte Schuss stoppte den entlaufenen Jungstier
Erst der achte Schuss stoppte den entlaufenen Jungstier

Gefährliche Szenen, nachdem sich Stier bei Kirchdorf auf S 35 verlaufen hatte. Polizist griff zur Dienstwaffe.
Ein rund 200 Kilo schwerer Jungstier hielt am Montag die Polizei in Kirchdorf in Atem. Ein Landwirt hatte das Rind kurz zuvor auf einem Viehmarkt in Leoben gekauft, beim Verladen auf seinem Bauernhof in Kirchdorf nahm das Tier plötzlich Reißaus, trabte Richtung Traföß davon und steuerte auf die Schnellstraße zu. Auf der S 35 bzw. der B 335 konnten einige Autofahrer dem entlaufenen Jungstier gerade noch ausweichen, nur mit Glück kam es zu keinem Unfall. "Wir haben dann den Verkehr angehalten, damit nichts passiert", heißt es bei der Polizei Kirchdorf. Die ging zusammen mit der Feuerwehr und örtlichen Landwirten auf Stierjagd.

Widerspenstig. Doch der Bulle zeigte sich widerspenstiger als erwartet und wurde laut Polizei immer aggressiver. Nachdem er bereits auf einer Wiese in die Enge getrieben schien, drohte er erneut, auf die Schnellstraße zu laufen. Da musste ein Polizist zur Dienstwaffe greifen. Erst mit acht gezielten Schüssen konnte der Stier schließlich niedergestreckt werden. 

quelle: kleinezeitung.at

Die Leut' werden immer leichtsinniger  ;) - Gott sei Dank ist nichts passiert.

SG
Grazer111
GLG
Martin

Re: Erst der achte Schuss stoppte den entlaufenen Jungstier
Antwort #1
Wer war da leichtsinnig?

Re: Erst der achte Schuss stoppte den entlaufenen Jungstier
Antwort #2
Na klar wird der jungstier nervoes, wenn dutzende verrueckte schreien umherrennen. Mit 200kg war das ja noch ein kalb, das heisst er wurde gerade von der muttermilch entwoehnt!

Nun, was hatte er fuer ein leben vor sich gehabt? Wahrscheinlich irgendwo auf mast gestellt, wenn er glueck hat, dann mit laufstall und spaltenboeden. Ansonsten meist eher bewegungslos angekettet, eventuell zwischen rohren eingezwaengt.

Es geht ihm so wohl besser! Nur ein schlachtschussapparat waere schneller und humaner gegangen als ein unfaehiger polizist, der ein kalb nicht zu fangen weiss. :pfeifend:

LG Hans

  • Martin
  • Global Moderator
  • Styria Mobile Team
Re: Erst der achte Schuss stoppte den entlaufenen Jungstier
Antwort #3

Wer war da leichtsinnig?


Na die Person(en) die für das Abladen zuständig war(en). Ein Stier ist kein Kuscheltier, dass aufs Wort folgt und es gibt eine Menge Möglichkeiten, um das Ausreßen eines Tieres zu verhindern!
Aber in der heutigen Zeit wird alles nach dem Motto "wird scho nix passieren...." gemacht und wenns dann passiert, ja dann wird scho wer kumma und helfa.

@pollux
Jetzt is da menschliche "Bulle" da Depp, weil einer seiner Menschenkollegen nicht ordentlich auf sein Vieh aufpassen konnte.  :o

SG
Grazer111
GLG
Martin

Re: Erst der achte Schuss stoppte den entlaufenen Jungstier
Antwort #4
Mit einer pistole ein 200kg kalb erschiessen ist bloss tierquaelerei! Obwohl es sicher noch mehr quaelereien zu erleben gehabt haette. Die schnitzel in der plastikschuessel, das waren auch mal solche kaelber! Das sind die, die auf dem LKW nach der mama plaerren, und alle sagen: "Mei lieb!" Uebrigens auch die mutterkuh bruellt tagelang nach dem kalb und frisst ebenso lange nichts.

Alleine in so einem fall von einem stier reden ist schon nicht gescheit. Das war ein milchzutzler kein heubeisser. Sowas wie ein hundewelpe und kein kampfterrier! Ich schaetze mal es war 3 monate alt. Eine kuh hat etwa 600-800kg, ein stier ueber 1000kg, Ist der unterschied irgendwie zu fassen? Nicht vergessen, so ein kalb kommt schon mit gut 50kg auf die welt und wird dann genau in dem alter entwoehnt. Das heisst, es koennte jetzt erst alleine von gras leben.

LG Hans

Re: Erst der achte Schuss stoppte den entlaufenen Jungstier
Antwort #5
Irgendwie ist es schlimm dass kein Tier 5 Minuten in der freien Natur herumlaufen darf ohne erschossen zu werden....

Re: Erst der achte Schuss stoppte den entlaufenen Jungstier
Antwort #6
Zitat
Na die Person(en) die für das Abladen zuständig war(en).


Warst du etwa dabei? Passiert doch immer wieder, dass diese Tiere ausreissen, auch in Graz. Ich glaube nicht, dass da immer unfähige Leute am Werk sind.

Zitat
Irgendwie ist es schlimm dass kein Tier 5 Minuten in der freien Natur herumlaufen darf ohne erschossen zu werden....


Dem ist nichts hinzuzufügen.
Kranke Welt...

  • Martin
  • Global Moderator
  • Styria Mobile Team
Re: Erst der achte Schuss stoppte den entlaufenen Jungstier
Antwort #7

Warst du etwa dabei? Passiert doch immer wieder, dass diese Tiere ausreissen, auch in Graz. Ich glaube nicht, dass da immer unfähige Leute am Werk sind.

Nein das sagte ich nicht. Ich meine, dass die Leute viele Dinge nicht so genau nehmen.
"Tjo is holt passiert"  :o
Übrigens: Ich war nicht dabei, aber ich bin öfters auf der B335 unterwegs und dort ist meist viel Verkehr.

Zitat
Irgendwie ist es schlimm dass kein Tier 5 Minuten in der freien Natur herumlaufen darf ohne erschossen zu werden....

Was ist wichtiger?
Das leben eines rabiaten Jungstiers oder das Leben der zufällig gerade dort fahrenden PKW-Insassen.

Ich denke der Polizist hat sich sicher gut überlegt, was er tut. Und das eine Dienstpistole nicht die beste Waffe ist um einen Stier zu töten ist auch klar.

SG
Grazer111
GLG
Martin

Re: Erst der achte Schuss stoppte den entlaufenen Jungstier
Antwort #8
Rabiater jungstier, toll! Der hatte doch nicht mal hoerner, wie stellt ihr euch das tier denn vor? El toro in Barcelona?

Eine kreischende, herumlaufende und fuchtelnde menschenmenge, und dann ein verschrecktes kalb, das nicht weiss, wohin es laufen soll, nachdem es doch erst von mutterkuh und herde getrennt wurde. Der fuehlte sich gejagt, genau so werden naemlich in der natur die (jung)tiere von der herde getrennt und dann vom raeuber umgebracht.

Wetten, der jungstier hatte mehr ahnung vom baeumeklettern, als die leute dort von rindern. Ich war schon als kind regelmaessig meine kuehe auf der Reinighausweide besuchen, was denkt ihr, wie man die behandeln sollte? Rinder sind sowieso schon scheu! Heute wundern sich die leute bloss, wenn die nicht lila/weiss sind  :lol:

Ich frage mich nur, was der landwirt fuer ein spezialist war? Hat wohl vorher erdmechanik auf der BOKU studiert  :-\.

Der polizist muss natuerlich kein fachwissen ueber jungrinder in den beruf mitbringen. Aber wann und wie er die dienstwaffe einsetzt sollte er schon wissen! Wenn ein jaeger mit jagdgewehr gekommen waere, haette ich das noch verstanden. Die freuen sich eh immer aufs abschiessen diverser tiere! Auch die fasane und sonstige "wildtiere" werden fuer sie gezuechtet und ausgesetzt. Warum dann nicht auch jungstiere? Kann er sich ja den schaedel statt dem rehkrickerl auf die wand haengen. Ich denke mir, das waere sogar eine humanere methode als technisierte schlachthoefe der tierfabriken. Aber keiner von den sonntagsjaegern, die nur die treiber gut treffen. Ein verwandter eines freudes wurde 3x angeschossen, bis er dann die jagd aufgegeben hatte.

Uebrigens, hat sich schon jemand die abendlichen filmvortraege am Hauptplatz mal angeschaut? Mahlzeit! Bezeichnenderweise sehe ich auch sonst nur haessliche alte wei* (sagt man nicht) mit pelzen schoener tiere! :ätsch:

LG Hans

  • Michael
  • Styria Mobile Team
Re: Erst der achte Schuss stoppte den entlaufenen Jungstier
Antwort #9
Naja, und selbst wenn es davon kommt, irgendein Bauer wird es bestimmt "erledigen/einfangen".

Aber ich schließe mich SweetAirs Meinung an. Die Welt ist krank. Ok, nicht überall aber bei uns zumindest.
LG Michael, vormals PM  |  Styria-Mobile

  • Martin
  • Global Moderator
  • Styria Mobile Team
Re: Erst der achte Schuss stoppte den entlaufenen Jungstier
Antwort #10
@Pollux:
Das mit lila/weiß ist so eine Sache  ;D Vor JAhren gab es in Berlin eine Umfrage unter Volksschülern: Da meinten über 60%, dass die Kühe von Natur aus lila/weiß sind. - Traurig aber wahr.

Ich war nicht dabei in Kirchdorf, aber ich finde dass der Polizist richtig gehandelt hat, wenn das Tier auf eine Bundesstrasse (B335) laufen könnte und was dort passieren kann, brauch ich eh nicht zu sagen.
Stell Dir vor Du fährst mit dem Auto dort gerade friedlich dahin und auf einmal springt Dir ein "kleiner Stier" vor die Motorhaube, weil irgendwer nicht ausreichend auf das Tier aufgepasst hat.
Da hättest sicher keine Freude.
Sicher ist das Tier arm, aber wenn der Besitzer nicht richtig darauf aufpassen kann, muss er nunmal damit rechnen, dass soetwas passiert.

SG
Grazer111
GLG
Martin

Re: Erst der achte Schuss stoppte den entlaufenen Jungstier
Antwort #11
1. koennte dieses stierkalb auch ein hirsch, reh oder hund sein. Mit solchen "kleinigkeiten" muss ein autofahrer auf strassen ohne zaeune einfach rechnen. Es gibt mehr strassen, wo kuehe laufen koennten, eventuell auch ziegen oder schafe.
2. wieso haben die gescheiten herren das kalb ueberhaupt in der gegend herumgejagt?
3. wieso sollte er ueberhaupt einfach so auf eine strasse spazieren gehen?
4. wie sicher war das schiessen fuer die autofahrer und sonstige beteiligte?

Braucht mir keiner was erzaehlen, unsere spezialisten haben wohl geglaubt, sie sind in Pamplona, das ist alles. Alle zusammen haben sich bloeder angestellt, als es ein stier sein koennte.

Uebrigens, das vieh auf http://oesterreich.orf.at/steiermark/stories/243768/ hat sicher 600kg, vielleicht sogar wesentlich mehr. Das ist ein stier!

So sieht aber ein jungstier aus, wenn man google beauftragt: http://www.naturschutzbund-ooe.at/murbodner.jpg

LG Hans

Re: Erst der achte Schuss stoppte den entlaufenen Jungstier
Antwort #12
Zitat
Stell Dir vor Du fährst mit dem Auto dort gerade friedlich dahin und auf einmal springt Dir ein "kleiner Stier" vor die Motorhaube, weil irgendwer nicht ausreichend auf das Tier aufgepasst hat.


Wie schon gesagt, sollte ein jeder Autofahrer vorausschauend fahren und bei so einem Fall rechtzeitig bremsen können. Wenn man reinknallt -> selber schuld würd ich mal sagen. Ist doch das gleiche bei Rehen, Hasen und anderen Tieren.
In vielen Ländern ist es doch völlig normal, dass solche Tiere frei rumrennen. In Irland stand ich nicht nur einmal von Schafen oder auch Kühen umzingelt mit dem Auto auf der Strasse. Übrigens hab ich dort nicht gleich jedes Tier mit mehreren Schüssen abgeknallt weils im Weg war...
Weiters werden z.B. Fußgänger die kaum sichtbar in der Nacht bei schlechter Sicht über stark befahrene Straßen rennen werden ja auch nicht gleich niedergestreckt, oder?

Und wieso sollte so ein Tier kein Recht auf Freiheit haben. Woher nimmt sich der Mensch das Recht solche Tiere in einem vermieften Stall ein Leben lang anzuketten nur damit es dann als gatschiges Fleischlaberl in einem Burger endet. Naja... aber das ist eine endlose weitere Geschichte unserer durch und durch kranken Gesellschaft.


Re: Erst der achte Schuss stoppte den entlaufenen Jungstier
Antwort #13
Genau. Ich finde es immer wieder schön wenn Tiere die menschliche Hetzerei ein wenig aufhalten.

Wenn das Kalb schon so gefährlich ist, hätte sich der Polizist auch an die Straße stellen können und die Autofahrer so ein wenig herunterbremsen können. Auf den Almen gibt es übrigens auch freilaufende Kühe und im allgemeinen werden von dort auch keine Todesopfer gemeldet.  :P

Re: Erst der achte Schuss stoppte den entlaufenen Jungstier
Antwort #14
Tja, in einem staat von nullen ist leider kaum anderes zu erwarten!  >:(

LG Hans