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Thema: Sommertour | Teil 1, 16 B. (4867-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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  • flow
Sommertour | Teil 1, 16 B.
Im folgenden ein paar Eindrücke aus dem Sommer.



R 703 steht zur Abfahrt bereit in Bratislava hl. st.

Nach einer unspektakulären Fahrt über den Semmering geht es weiter nach Bratislava, wo dann etwa zwanzig Minuten vor Abfahrt mein Zug bereit gestellt wird. Im Kursschlafwagen fahre ich nach Kosice. Nachdem ich es mir im Abteil gemütlich gemacht habe, begebe ich mich gleich in den Speisewagen zum Abendessen - das Platzangebot im AR ist begrenzt und tatsächlich muss ich mir den Tisch mit einem anderen Mitreisenden teilen. Während draußen langsam die Sonne untergeht, wird drinnen das gewohnt gschmackige Essen serviert, hier wird noch frisch gekocht. Nach dem Essen mache ich es mir noch kurz im Sitzwagen 1. Klasse bequem, um ein bisschen im Internet zu surfen, bis die Schaffnerin kommt, die mich dann in den Schlafwagen begleitet (unnötigerweise, denn einen Vierkant hätte ich selber, aber das wollte ich ihr dann auch nicht auf die Nase binden)...vom Schlafwagenschaffner gibt es dann noch einen Schlummertrunk und dann geht es ins Bett.



Altbewährt.

Am nächsten Morgen wache ich irgendwo vor Poprad auf, die Gipfel der Hohen Tatra sind aber kaum auszumachen, das Wetter ist trist. Macht aber nix, die meiste Zeit werde ich heute ohnehin in verschiedenen Zügen verbringen. Die Frühstücksbox wird inspiziert, aber Knäckebrot mit Leberaufstrich treffen meinen Geschmack zumindest nicht. Pünktlich erreichen wir Kosice, es würde sich sogar ausgehen, dass ich den R zurück nach Poprad erwische, aber ich will nicht hetzen und bleibe beim ursprünglichen Plan, mit dem IC zu fahren - an einem sonnigen Tag hätte die Entscheidung wohl anders ausgesehen. Also Gepäck abgeben, Fahrkarten kaufen, ein bisschen herumschlendern und schon steht der IC bereit, wo ich mich sogleich in den schön eingedeckten Speisewagen begebe. Bis Poprad reicht die Zeit genau für ein zweites, ausgiebigeres Frühstück.



Ankunft in Kosice.



Schlafwagen weg, Lok dran - und es kann weiter gehen Richtung Hummene.

Der 3-Minuten-Anschluss an die Tatrabahn geht sich natürlich nicht aus (wobei, mit Laufen wäre es sich wahrscheinlich gerade so ausgegangen, aber wozu?), also bleibt Zeit, sich ein wenig am Bahnhof herumzutreiben. Schließlich wird der nächste Zug nach Strbske Pleso bereitgestellt, der sich bis zur Abfahrt auch gut füllen wird.



In der quer über den Gleisen verlaufenden Bahnhofshalle von Poprad, hinten geht es zum Bahnsteig der Tatrabahn.



Gut verspätet erreicht ein R nach Kosice den Bahnhof.



GTW-Doppel nach Strbske Pleso.

Die Fahrt verläuft weitgehend unspektakulär, trotz oder gerade wegen des mäßig attraktiven Wetters sind die Züge gut gefüllt und vor allem in Stary Smokovec und Strbske Pleso gibt es regen Fahrgastwechsel. Beeindruckend anzusehen sind auch die Flurschäden, die der Orkan vor einigen (?) Jahren hinterlassen hat. In Strbske Pleso bleibt genug Zeit für einen Spaziergang entlang des Sees, bevor ich mit der Zahnradbahn runter nach Strba fahre.



Stary Smokovec, Betriebsmittelpunkt der Tatrabahnen.



Bahnhof Strbske Pleso, im Vordergrund die Zahnradbahn runter nach Strba, im Hintergrund die Kopfbahnsteige der Linie Richtung Stary Smokovec.



Trübe Aussichten in Strbske Pleso.



Die (Zahnrad-)Bahn kommt!

Die Fahrt mit der Zahnradbahn ist durchaus spannend, man fühlt sich schon irgendwie an eine Fahrt mit einem Schweizer Bähnle erinnert. Toll finde ich die Anlage des Bahnhofs Strba, die Halle für die Zahnradbahn ist mir bei Durchfahrten unten nie wirklich aufgefallen. In Strba sollte zeitnah Anschluss an einen R zurück nach Kosice bestehen, aber der wird nach einiger Zeit mit Verspätung angekündigt, also heißt es warten. Ich hoffe nur, dass mir in Kosice noch genug Zeit fürs Abendessen bleibt...irgendwann kommt der Zug dann doch und mit etwa +45 kommen wir nach Kosice. Dort marschiere ich schnellen Schrittes zum Hauptplatz zu einem empfehlenswerten Lokal mit bodenständiger Küche, um endlich wieder einmal Svickova zu essen. Voll und zufrieden geht es danach zurück zum Bahnhof - Gepäck holen, Proviant fassen und einchecken in den Schlafwagen nach Plzen.



Die Halle der Zahnradbahn in Strba, herrlich.



Auch die Kleinen können sich für die Bahn begeistern.



Noch ein Foto.



Endlich, der Rychlik nach Kosice fährt in Strba ein.



Für ein Foto kam die Sonne dann doch noch raus.

Die Fahrt durch den Abend am offenen Fenster ist ein Genuss, rund um Kosice ist es mittlerweile sogar sonnig geworden. In Ruzomberok gibt es dann einen Zusteiger in mein Abteil und ab Zilina sind wir voll; generell ist der Schlafwagen sehr gut ausgelastet, trotz Fahrt unter der Woche. Am nächsten Morgen werde ich erst bei der Abfahrt aus Prag aufwachen...
Morteratsch - fermada sin damonda

  • 4020er
  • Styria Mobile Team
Re: Sommertour | Teil 1, 16 B.
Antwort #1
Danke für die tollen Bilder!

Zitat
Stary Smokovec, Betriebsmittelpunkt der normalspurigen Tatrabahnen.

Das sieht aber sehr nach Meterspur aus ???
A developed country is not a place where the poor have cars. It's where the rich use public transport.
-Gustavo Petro

  • flow
Re: Sommertour | Teil 1, 16 B.
Antwort #2
Natirlich, is Meterspur! Gemeint war "meterspurig, ohne Zahnrad" oder so in der Art...
Morteratsch - fermada sin damonda

  • 4020er
  • Styria Mobile Team
Re: Sommertour | Teil 1, 16 B.
Antwort #3
Ok, das ist natürlich was anderes. :)
A developed country is not a place where the poor have cars. It's where the rich use public transport.
-Gustavo Petro