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Thema: Sommertour | Teil 6, 18 B. (3823-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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  • flow
Sommertour | Teil 6, 18 B.
Wir sind also unterwegs von Siena nach Perugia. Die Verbindungen sind nicht gerade ideal, deswegen fahren wir erst gegen Mittag los, wo es eine halbwegs brauchbare gibt mit "nur" 50 Minuten Umsteigezeit in Chiusi. Naja, diese Zeit kann man ja zum Kaffee trinken und Züge schauen nutzen. Immerhin halten in der Zeit auch zwei Intercity am Bahnhof, sonst tut sich allerdings wenig. Dann die kurze Fahrt nach Terontola, wieder umsteigen. Dort steht einer der neuen "Jazz"-Triebwagen abgestellt - zu Tests? Oder ist die Kraxn bereits im Fahrgasteinsatz untewegs? Man wird sehen. Mir gefällt die neue Farbgebung ja überhaupt nicht, da hätte man ruhig bei XMPR bleiben können. Wie auch immer, ab Terontola sind wir mit einem Minuetto der Umbria Mobilita untewegs, die hier auf der Strecke Richtung Perugia anscheinend gemeinsam mit Trenitalia den Betrieb durchführen. Vorbei am Trasimener See erreichen wir schließlich Perugia und beziehen gleich unser Hotel gegenüber vom Bahnhof. Erster Programmpunkt ist dann die Minimetro, diese "Seilbahn auf dem Kopf" verbindet Teile der in der Talebene liegenden Neustadt und den Bahnhof mit der auf einem Hügel liegenden Altstadt. Ein Umlaufseil transportiert dabei die einzelnen Kabinen, die sich vor und nach den Stationen aus dem Seil aus- bzw einklinken und von einer Reihe vertikal montierter Reifen stufenweise gestoppt bzw wieder beschleunigt werden. Das ganze läuft sehr reibungslos ab, die Taktfrequenz ist hoch und obwohl die Auslastung bei unserer Fahrt eher gering ist, scheint sich das System zu bewähren. Wir wollen unserern Fahrschein natürlich voll ausnutzen und steigen erstmal in eine Kabine stadtauswärts ein. Die Trasse ist hier großteils aufgeständert und führt zwischen zahlreichen Wohnblöcken hindurch. Es geht stetig bergab, durch einen kurzen Tunnel und schließlich am Talboden entlang zur Endstation an einer großen P&R-Anlage. Dort verbleiben wir in der Kabine, um den Wendevorgang hautnah miterleben zu können, dann geht es sofort wieder zurück Richtung Altstadt.



Eingang zur MiniMetro unweit des Bahnhofes.



Blick Richtung Altstadt. Im Vordergrund noch zu erkennen die vertikal montierten Reifen, die die Kabinen aus der Station beschleunigen (bzw bremsen).



Nach dem Wendevorgang in der talseitigen Endstation.



Aufgeständerte Fahrbahn unweit des Bahnhofs.



Die letzten zwei Stationen befinden sich im Tunnel unter der Altstadt.

Oben angekommen spazieren wir einmal drauflos. Im Gegensatz zu Siena, wo sich Massen von Touristen vor allem entlang der "Hauptgassen" zur zentralen Piazza quälen, ist es hier angenehm ruhig obwohl die Stadt an sich sicherlich ebenso sehenswert wie Siena ist. Aufgrund unserer späten Abfahrt aus Siena haben wir hier natürlich nicht mehr so viel Zeit, trotzdem gelingt es uns, die meisten der Sehenswürdigkeiten abzuklappern. Auch für einen kurzen Besuch der Stazione Sant'Anna, dem Stadtbahnhof, bleibt Zeit. Der Bahnhof ist Endpunkt für die Züge von Umbria Mobilita aus Richtung Terni und Sansepolcro und über eine kurze Stichbahn mit dem Bahnhof Ponte San Giovanni verbunden, wo sich die beiden genannten Strecken mit der Strecke Terontola - Foligno treffen. Gegen Abend erfragen wir uns eine Lokalempfehlung, finden selbiges in den Gasse rund um die alte Universität aber nicht und kehren stattdessen in einer Pizzeria ums Eck des Palazzo dei Priori ein. Für den Heimweg können wir dann nicht mehr die MiniMetro nutzen, die kurz nach neun Uhr Betriebsschluss hat, stattdessen geht es zu Fuß, unter Zuhilfenahme einiger Rolltreppen, hinunter Richtung Tal ins Hotel.



Im Zentrum der Altstadt: Palazzo dei Priori und Fontana Maggiore.



Basilica San Domenico



Perugia Sant'Anna wird ausschließlich von Zügen von Umbria Mobilita bedient.



Einfahrt eines Zuges aus Richtung Perugia Ponte San Giovanni.



Zugtreffen.



In den Kasematten unter der Altstadt.



Rolltreppen und Lifte verbinden an mehreren Stellen Unter- und Oberstadt.



Auf der Piazza della Repubblica.







Einige Eindrücke aus der Altstadt.



Blick hinüber Richtung Universitätsviertel, im Vordergrund das alte Aquädukt zur Versorgung der Fontana Maggiore.



Selbiger Aquädukt ist begehbar.

Danke für die Aufmerksamkeit und schönen 4. Advent! ;)
Morteratsch - fermada sin damonda

  • Hubert Voller
Re: Sommertour | Teil 6, 18 B.
Antwort #1
 :one: :one: :one: :one:
Kleine Frage. 
Wenn ich deinen Bericht richtig interpretiere, so kann man von der "Neustadt" mittels Rolltreppen und Mini-Metro in die Altstadt gelangen. Scheint auch als ob Perugia autofrei wäre.
Hast einen Lust gemacht sich die Stadt anzusehen.

l.g. rellov
Es ist besser, ein Licht zu entzünden, als über die Dunkelheit zu fluchen.

  • flow
Re: Sommertour | Teil 6, 18 B.
Antwort #2
Ja - die Altstadt ist großteils autofrei, Perugia setzt schon seit Jahrzehnten Maßnahmen in diese Richtung soweit ich weiß. Die Rolltreppen erleichtern den Aufstieg schon sehr, vor allem wenn man mehrmals hinauf in die Stadt muss oder man nicht so gut zu Fuß ist; die MiniMetro verbindet einen großen P&R-Platz, Wohnviertel, den Bahnhof und die Altstadt.
Erstellt am: Dezember 22, 2014, 10:41:27
Hier noch eine Karte der Altstadt: http://www.minimetrospa.it/immagini/Minimetro_MappaPerugia.jpg
Morteratsch - fermada sin damonda