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Thema: Schnellfahrstrecke Nürnberg-Erfurt eröffnet (3754-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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Schnellfahrstrecke Nürnberg-Erfurt eröffnet
Artikel vom 8.12.2017 vom MDR Thüringen. Ab heute fahren die Züge regulär auf der Strecke:

Verkehr

Bahn weiht ICE-Strecke durch den Thüringer Wald ein

Mehr als 20 Jahre hat die Bahn an der ICE-Strecke zwischen Berlin und München gearbeitet. Als letztes Teilstück ist jetzt die "Tunnelbahn" durch den Thüringer Wald fertig. Am Freitag wird die Strecke offiziell eingeweiht. Nach Fahrplan fahren die Züge erst ab Sonntag.

Die Bahn eröffnet am Freitag nach mehr als 20 Jahren Bauzeit ihre neue Schnellfahrstrecke von München nach Berlin feierlich. Letztes fehlendes Teilstück ist die Neubaustrecke zwischen Erfurt durch den Thüringer Wald nach Ebensfeld bei Bamberg in Oberfranken sowie der ausgebaute Abschnitt zwischen Ebensfeld und Nürnberg. Alle anderen Abschnitte sind - aus- oder neu gebaut - bereits in Betrieb. Zwei Sonderzüge sollen die Jungfernfahrt auf der Strecke absolvieren. Ein ICE startet in Nürnberg, der andere in München. In einem der Züge fahren drei Ministerpräsidenten, der amtierende Bundesverkehrsminister Christian Schmidt (CSU) und Bahnchef Richard Lutz mit. Am Nachmittag sollen die beiden Züge parallel in den Berliner Hauptbahnhof einfahren.

ICE-Strecke Erfurt-Nürnberg

Am Mittag soll der erste Sonderzug auf der neuen Strecke durch den Thüringer Wald den Erfurter Hauptbahnhof erreichen. Dort wird es dann auch einen Festakt mit Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) geben. Ähnliche Festakte finden an den Bahnhöfen Nürnberg, Leipzig, Wittenberg und Berlin statt. Zur feierlichen Paralleleinfahrt der zwei Züge am Berliner Hauptbahnhof hat sich neben Bundeskanzlerin Angela Merkel auch jede Menge Prominenz angekündigt, darunter auch Bahn-Werbebotschafter und Formel 1-Weltmeister Nico Rosberg.

Für den normalen Fahrgast startet der Betrieb der neuen Schnellfahrstrecke zum Fahrplanwechsel am Sonntag. Dann verringert sich die Fahrzeit auf den 623 Kilometern zwischen Berlin und München von rund sechs Stunden auf knapp vier Stunden mit einem ICE-Sprinter und viereinhalb Stunden mit dem normalen ICE mit mehr Zwischenhalten. Die Deutsche Bahn spricht selbst vom "größten Fahrplanwechsel ihrer Geschichte". Jena, Saalfeld und Naumburg werden die schnellen Züge der Bahn künftig weitgehend links liegen lassen. Nur noch ein ICE-Zugpaar wird jeweils morgens und abends von Jena über Leipzig nach Berlin und Hamburg fahren.

Auch Änderungen im Regionalverkehr

Mit der neuen Schnellfahrstrecke München-Berlin ergeben sich auch im Thüringer Regionalverkehr Änderungen. Nach Angaben der Bahn rollen zum Beispiel deutlich mehr Regionalzüge zwischen Erfurt, Weimar und Jena. So könnten Reisende zwischen 6 und 20 Uhr halbstündlich auf dieser Strecke eine Bahn nehmen. Gera bekomme eine neue Direktverbindung zum ICE-Knoten Erfurt, alle zwei Stunden kommen Fahrgäste mit einer neuen Regionalexpresslinie von Jena nach Halle, hieß es.

Quelle: https://www.mdr.de/thueringen/mitte-west-thueringen/erfurt/eroeffnung-ice-knoten-100.html

Weiterer Artikel - Am ersten Betriebstag gibt es aber Probleme:

ICE kann nicht über neue Prestigestrecke fahren

Am ersten Betriebstag der ICE-Strecke durch den Thüringer Wald kämpft die Bahn mit Problemen. Nach Angaben eines Sprechers kann ein ICE-Sprinter auf der Fahrt von München nach Berlin nicht auf der neuen Prestigetrasse verkehren. Wegen technischer Probleme am Zug fährt der ICE ab Nürnberg über die langsamere Strecke über Würzburg und Fulda in Richtung Erfurt. Details zu der Störung nannte der Sprecher nicht.

Betroffen ist der ICE 1004. Laut bahn.de wird der Zug zweieinhalb Stunden verspätet in Erfurt erwartet und soll dort enden. Die Reisenden müssen in einen Ersatzzug umsteigen. Die ICE-Sprinter sind die schnellsten Züge auf der Verbindung Berlin-München. Laut Fahrplan benötigen sie für die 623 Kilometer lange Strecke 3:55 Stunden.

Bereits bei der Einweihung der neuen Strecke am Freitag hatte es eine massive Verspätung gegeben. Wegen eines Problems mit dem Zugbeeinflussungssystem ETCS hielt ein ICE auf der Rückfahrt von der Premierenfeier in Berlin nach München mehrfach auf offener Strecke und kam mehr als zwei Stunden später an. Am Sonntagvormittag waren die ersten regulären ICE-Züge jeweils pünktlich in Berlin und München angekommen.

Quelle: https://www.mdr.de/themen/verkehrsprojekt-de8/panne-ice-sprinter-erster-betriebstag-neubaustrecke-100_zc-9d5caa0d_zs-b49bc74f.html

Video von einer Testfahrt: https://www.mdr.de/thueringen/mitte-west-thueringen/erfurt/video-129726_zc-acc8ce74_zs-bfd41942.html

Re: Schnellfahrstrecke Nürnberg-Erfurt eröffnet
Antwort #1
Ab Dezember 2018 gibt es in Zukunft 5 schnelle Sprinter ICE Züge zwischen Berlin - München!

In Zukunft sollen mehr ICE 1 Züge zwischen München - Berlin fahren, sobald diese durch ICE 4 auf den bisherigen Verbindungen ersetzet werden können.

Re: Schnellfahrstrecke Nürnberg-Erfurt eröffnet
Antwort #2
Schwere Güterzüge können lt. einem Bericht die Strecke nicht nutzen: https://orf.at/stories/3111506/

Re: Schnellfahrstrecke Nürnberg-Erfurt eröffnet
Antwort #3
Schwere Güterzüge können lt. einem Bericht die Strecke nicht nutzen: https://orf.at/stories/3111506/

In Frankreich gibt es auch Strecken rein für den PV, also wird das in DE auch möglich sein und wenn ein Güterzug auf einen ICE welche 300 km/h trifft dann wäre ich gespannt wie lange es gut geht!

Die ÖBB hat auch wenig Freude mit GV PV auf NBS!

Re: Schnellfahrstrecke Nürnberg-Erfurt eröffnet
Antwort #4
Auch nicht alle HG-Strecken in Deutschland sind für den Güterverkehr geeignet (z. B. zwischen Köln und Frankfurt nicht, aber die Nordsüdstrecke über Fulda sehr wohl).

W.
"Es gehört nicht zum Begriff der Demokratie, dass sie selbst die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft. Man muss auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen"
(Carlo Schmid, SPD, 1948)

  • FlipsP
Re: Schnellfahrstrecke Nürnberg-Erfurt eröffnet
Antwort #5
Es wird hier eher darum gehen, dass bei Planung und Bau der Strecke von einer GV Auslastung von 70 Zügen pro Tag ausgegangen wurde und nicht von einer reinen PV Strecke. Bei einer reinen PV (Schnellfahr-) Strecke hätte man auch völlig anders planen können.
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!  ;)

Re: Schnellfahrstrecke Nürnberg-Erfurt eröffnet
Antwort #6
Das meinte ich ja damit - das ist dann nämlich ein ordentlicher Planungsfehler, weil es eben bei anderen (schon gebauten) Strecken auch gut.

W.
"Es gehört nicht zum Begriff der Demokratie, dass sie selbst die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft. Man muss auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen"
(Carlo Schmid, SPD, 1948)

  • LS64
Re: Schnellfahrstrecke Nürnberg-Erfurt eröffnet
Antwort #7
Es wird hier eher darum gehen, dass bei Planung und Bau der Strecke von einer GV Auslastung von 70 Zügen pro Tag ausgegangen wurde und nicht von einer reinen PV Strecke. Bei einer reinen PV (Schnellfahr-) Strecke hätte man auch völlig anders planen können.

Nein, die Diskussion ist ein bisschen (aber nur ein kleines bisschen) anders:
Man hätte vor allem die Gelder vom Bund nicht so leicht bekommen. Die waren an die entsprechende Auslastung (auch Nachts) geknüpft; entsprechend fühlt sich nun der Bundesrechnungshof betrogen.
D.h. man hätte zwar anders planen können, das wäre aber ziemlich sicher nicht umgesetzt worden - denn man hat die Güterzüge eben wegen der Finanzierung mit in die Planung einbezogen.

  • FlipsP
Re: Schnellfahrstrecke Nürnberg-Erfurt eröffnet
Antwort #8
Ich habe mein Posting darauf bezogen, dass es auch in Deutschland reine PV Strecken gibt. Hier jedoch wurde von einer Mischverkehrsstrecke ausgegangen und daher fühlt sich der Rechnungshof etwas betrogen und daher ist dir, LS64, auch zuzustimmen!
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!  ;)

  • LS64
Re: Schnellfahrstrecke Nürnberg-Erfurt eröffnet
Antwort #9
@FlipsP: Ja, so gesehen meinen wir komplett das Selbe. :-)

Re: Schnellfahrstrecke Nürnberg-Erfurt eröffnet
Antwort #10
Vermutlich werden sich die Eisenbahntransportunternehmen die höheren (?) Trassengebühren nicht leisten können (wollen) und daher weiterhin über die "alten" Verkehrswege fahren. 20 Promille Steigung sind für Güterzüge kein Problem. Man denke nur einmal an unsere Gebirgsstrecken: Vorspann- und Nachschiebebetrieb.
Der Empedokles (ital. Empedocle) ist ein Unterwasservulkan in der Straße von Sizilien. Die höchste Erhebung liegt rund 7 bis 8 Meter unter der Meeresoberfläche. Ein starker Ausbruch des Empedokles könnte einen Tsunami auslösen.

  • FlipsP
Re: Schnellfahrstrecke Nürnberg-Erfurt eröffnet
Antwort #11
Du hast schon Recht. Aber eigentlich versucht man mit NBS Nachschiebe- und Vorspannprobleme zu lösen und wenn es dann eine Alternative (hier Altstrecke) zur NBS mit Nachschiebe- oder Vorspannzwang gibt, dann wird eben dort gefahren.
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!  ;)

  • LS64
Re: Schnellfahrstrecke Nürnberg-Erfurt eröffnet
Antwort #12
Vermutlich werden sich die Eisenbahntransportunternehmen die höheren (?) Trassengebühren nicht leisten können (wollen) und daher weiterhin über die "alten" Verkehrswege fahren. 20 Promille Steigung sind für Güterzüge kein Problem. Man denke nur einmal an unsere Gebirgsstrecken: Vorspann- und Nachschiebebetrieb.

Nein, die Kosten sind nicht das Problem allein. Es sind die 2% Steigung an 4 Signalstellen, die eine Grenzlast von 1200t zur Folge haben => Die Trassenkosten sind natürlich hoch, aber mit einem Zug von 1600t oder mehr wäre das wirtschaftlich. Durch die 2% aber wird es unrentabel; das ist der Zusammenhang (und nicht wahrscheinlich, sondern sicher: es berichtete vor allem die Thüringer Zeitung, aber auch SZ, FAZ und Spiegel - meine Infos habe ich vor allem aus dem EK).
Hinzu kommt obendrauf, dass man am Tag (wenn die Altbaustrecke eigentlich schon recht voll ist), die Neubaustrecke nach Willen von DB Netz nicht für Güter nutzen darf, weil das Passierverbot in Tunnels sonst zu oft greift und Verspätungen auslöst, die man gerade (die Diskussion über die DB habt ihr sicher alle mitbekommen) auch politisch eher vermeiden möchte.
Schlussendlich braucht jeder Güterzug auch noch ETCS; aber das haben ja eh sehr sehr viele.

Und warum 2% Steigung? Wegen Sparmaßnahmen (kein Witz!). Man überlegt manche Signale zu versetzen, um ~1500t zulassen zu können.