Zum Hauptinhalt springen
  • Hallo und herzlich Willkommen im neuen Styria-Mobile-Forum!
    Melde Dich an bzw. registriere Dich um alle Bilder sowie Themen sehen zu können! 

Thema: Private im Bahnverkehr (8197-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema - Thema abgeleitet von [KORALMBAHN] - Presse...

0 Benutzer und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Private im Bahnverkehr
Wer weiß schon wie die Planungen beim FV und NV ab 2026 aussehen, es gibt doch kaum ein Konzept wie der Südbahnverkehr mit KAB und SBT aussehen wird.

Im Groben ist das Konzept längst bekannt. Mittel- und Langfristige Konzepte kann man sich aber mittlerweile sparen. Wenn die Privaten kommen müssen diese sowieso wieder zerstört oder stark abgeändert werden - natürlich zu Gunsten der Privaten, alles andere wäre ja in deren Augen eine grobe Diskrimminierung. Aber es gibt ja sogar hier genug die diese Entwicklung laut beklatschen.

  • Andreas
  • Moderator
Re: Private im Bahnverkehr
Antwort #1
Wer weiß schon wie die Planungen beim FV und NV ab 2026 aussehen, es gibt doch kaum ein Konzept wie der Südbahnverkehr mit KAB und SBT aussehen wird.

Im Groben ist das Konzept längst bekannt. Mittel- und Langfristige Konzepte kann man sich aber mittlerweile sparen. Wenn die Privaten kommen müssen diese sowieso wieder zerstört oder stark abgeändert werden - natürlich zu Gunsten der Privaten, alles andere wäre ja in deren Augen eine grobe Diskrimminierung. Aber es gibt ja sogar hier genug die diese Entwicklung laut beklatschen.

Da hast Du völlig Recht, das, was die Privaten aufführen, ist Wahnsinn!
mfG
Andreas

Re: Private im Bahnverkehr
Antwort #2

Da hast Du völlig Recht, das was die Privaten aufführen ist Wahnsinn!


Dass sie derzeit ausnützen was möglich ist kann man ihnen nicht verübeln, das ist ihr gutes Recht. Dass man sowas überhaupt zulässt ist zu kritisieren.

Re: Private im Bahnverkehr
Antwort #3
Man könnte auch die Trasse verweigern, ist auch zwischen Wien Meidling - Wiener Neustadt gegangen!

Re: Private im Bahnverkehr
Antwort #4
Man könnte auch die Trasse verweigern, ist auch zwischen Wien Meidling - Wiener Neustadt gegangen!

Aber auch nur weil man ihnen dafür ein anderes Zuckerl im Form der Stammstrecke geschenkt hat. Ihre Wunschtrasse auf der Westbahn haben sie zu Lasten anderer sowieso bekommen.
Wenn sie wirklich nach Wr. Neustadt wollen, sollen sie über Gramatneusiedl fahren, da spart man sich auch die kapazitätsfressende Bahnsteigwende in Meidling.

Re: Private im Bahnverkehr
Antwort #5
Wer weiß schon wie die Planungen beim FV und NV ab 2026 aussehen, es gibt doch kaum ein Konzept wie der Südbahnverkehr mit KAB und SBT aussehen wird.

Im Groben ist das Konzept längst bekannt. Mittel- und Langfristige Konzepte kann man sich aber mittlerweile sparen. Wenn die Privaten kommen müssen diese sowieso wieder zerstört oder stark abgeändert werden - natürlich zu Gunsten der Privaten, alles andere wäre ja in deren Augen eine grobe Diskrimminierung. Aber es gibt ja sogar hier genug die diese Entwicklung laut beklatschen.

Da hast Du völlig Recht, das was die Privaten aufführen ist Wahnsinn!


Und nur die vom Steuerzahler  finanzierte Bahn ist die Gute.... Fakt ist es gibt keinen vom Bund und Ländern  vorgegeben integrierten Taktverkehr und wenn das so wäre gehört aussgeschrieben wer diese leistungen erbringen soll.

  • 38ger
Re: Private im Bahnverkehr
Antwort #6
Wer weiß schon wie die Planungen beim FV und NV ab 2026 aussehen, es gibt doch kaum ein Konzept wie der Südbahnverkehr mit KAB und SBT aussehen wird.

Im Groben ist das Konzept längst bekannt. Mittel- und Langfristige Konzepte kann man sich aber mittlerweile sparen. Wenn die Privaten kommen müssen diese sowieso wieder zerstört oder stark abgeändert werden - natürlich zu Gunsten der Privaten, alles andere wäre ja in deren Augen eine grobe Diskrimminierung. Aber es gibt ja sogar hier genug die diese Entwicklung laut beklatschen.

Da hast Du völlig Recht, das was die Privaten aufführen ist Wahnsinn!


Und nur die vom Steuerzahler  finanzierte Bahn ist die Gute.... Fakt ist es gibt keinen vom Bund und Ländern  vorgegeben integrierten Taktverkehr und wenn das so wäre gehört aussgeschrieben wer diese leistungen erbringen soll.

Und was wäre schlecht daran, wenn es so wäre?

Re: Private im Bahnverkehr
Antwort #7
Man könnte auch die Trasse verweigern, ist auch zwischen Wien Meidling - Wiener Neustadt gegangen!

Aber auch nur weil man ihnen dafür ein anderes Zuckerl im Form der Stammstrecke geschenkt hat. Ihre Wunschtrasse auf der Westbahn haben sie zu Lasten anderer sowieso bekommen.
Wenn sie wirklich nach Wr. Neustadt wollen, sollen sie über Gramatneusiedl fahren, da spart man sich auch die kapazitätsfressende Bahnsteigwende in Meidling.

Dann hätte man noch die Möglichkeit gehabt diese am Hbf enden zu lassen, aber wenn man bei der Infra alle Wunschtrassen der Privaten so durchlässt wird der Private sicher in paar Jahren noch frecher werden, ich bin ja gespannt ob der 30 Minuten Westbahn Takt sich wirtschaftlich lohnt.

Zitat
Und nur die vom Steuerzahler  finanzierte Bahn ist die Gute.... Fakt ist es gibt keinen vom Bund und Ländern  vorgegeben integrierten Taktverkehr und wenn das so wäre gehört aussgeschrieben wer diese leistungen erbringen soll.

Das wichtigste ist doch das die Taktnoten Wiener Neustadt, Bruck/Mur und endlich auch Graz funktionieren.

  • Andreas
  • Moderator
Re: Private im Bahnverkehr
Antwort #8


Und nur die vom Steuerzahler  finanzierte Bahn ist die Gute.... Fakt ist es gibt keinen vom Bund und Ländern  vorgegeben integrierten Taktverkehr und wenn das so wäre gehört aussgeschrieben wer diese leistungen erbringen soll.

Anderes als durch Steuergelder finanzierte Bahnen  gibt es sowieso nicht. An der WESTbahn ist immerhin zu 7% die französische Staatsbahn beteiligt, außerdem gibt es Abgeltungen vom OÖVV. Noch dazu kommt die vom Steuerzahler stark subventionierte Infrastruktur. Da wird zwar dann auch für die Benutzung gezahlt, aber bei weitem nicht so viel, dass man die Kosten der Infrastruktur decken könnte.
Da soll man noch sagen, die WESTbahn oder andere Privatbahnen kommen ohne Steuergelder aus, weil wenn die Infrastruktur kostendeckende Kilometerpreise verlangen würde, könnten die Privaten nicht in ihrer jetzigen Form existieren.

Da stellt sich noch die Frage, welche Verbesserungen Ausschreibungen zum Istzustand bringen würden, eigentlich ganz im Gegenteil.
mfG
Andreas

  • FlipsP
Re: Private im Bahnverkehr
Antwort #9
Nur weil der Staat allen EVU billigere als kostendeckende IBE verrechnet, heißt das nicht das die Privaten durch Steuergeld finanziert werden. Das ist eine Subvention. Auch andere erhalten Subventionen!

Und Ausschreibungen würden im ersten Schwung billigere Kosten oder eben mehr Kilometer für die Besteller bringen. Siehe die ersten Ausschreibungen in Deutschland wo die DB teilweise um 50% teurer war.
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!  ;)

  • 38ger
Re: Private im Bahnverkehr
Antwort #10
Nur weil der Staat allen EVU billigere als kostendeckende IBE verrechnet, heißt das nicht das die Privaten durch Steuergeld finanziert werden. Das ist eine Subvention. Auch andere erhalten Subventionen!

Und Ausschreibungen würden im ersten Schwung billigere Kosten oder eben mehr Kilometer für die Besteller bringen. Siehe die ersten Ausschreibungen in Deutschland wo die DB teilweise um 50% teurer war.

Letzteres stimmt zwar, aber ersteres ist Humbug! Wenn der Staat etwas subventioniert, dann finanziert er es ja! Und da Du ja selbst von staatlicher Subvention sprichst, kannst Du eine staatliche Mitfinanzierung wohl kaum bestreiten. Und dass die ÖBB PV genauso Gebühren für Trassen und Stationen bezahlen müssen, wie die WESTbahn und genauso auch Fahrgeldeinnahmen durch den Tickererlös haben, lässt sich ja auch nicht bestreiten. Der Unterschied ist halt, dass der Fernverkehr Wien-Salzburg gewinnbringend ist, im Nahverkehr von Urfahr nach Aigen-Schlägl oder auch im Fernverkehr von Linz nach Graz könnte die WESTbahn auch nie ohne öffentliche Subventionen/Finanzierung/Bestellungen fahren.
Würden alle Länder Europas ihre Personenverkehrsleistungen diskriminierungsfrei vergeben würden auf mehrere Jahrzehnte gesehen sicherlich nicht so viele Eisenbahnverkehrsunternehmen auf staatlichen Bahnnetzen im Personenverkehr unterwegs sein, wie heute, weil sich dann maximal ein Dutzend Unternehmen halten können, wobei ich mich nicht zu prophezeiten traue, ob es letzten Endes eher 3 oder eher 15 Unternehmen wären, die übrigbleiben würden. Der Unterschied wäre halt, dass alle Unternehmen in allen Ländern fahren würden ... freilich nicht schon 20 Jahre nach der Umstellung auf Ausschreibung aller PV-Leistungen in allen Ländern (deshalb eine sehr theoretische Annahme), aber nach einigen Jahrzehnten dann eben doch. Und hinter diesen Unternehmen würden dann auf jeden Fall auch (dann eventuell ehemalige bzw. privatisierte) Konzerne, wie die DB oder die SNCF stehen. Also von wegen "privat".

  • FlipsP
Re: Private im Bahnverkehr
Antwort #11
Nur weil der Staat allen EVU billigere als kostendeckende IBE verrechnet, heißt das nicht das die Privaten durch Steuergeld finanziert werden. Das ist eine Subvention. Auch andere erhalten Subventionen!

Und Ausschreibungen würden im ersten Schwung billigere Kosten oder eben mehr Kilometer für die Besteller bringen. Siehe die ersten Ausschreibungen in Deutschland wo die DB teilweise um 50% teurer war.

Letzteres stimmt zwar, aber ersteres ist Humbug! Wenn der Staat etwas subventioniert, dann finanziert er es ja! Und da Du ja selbst von staatlicher Subvention sprichst, kannst Du eine staatliche Mitfinanzierung wohl kaum bestreiten. Und dass die ÖBB PV genauso Gebühren für Trassen und Stationen bezahlen müssen, wie die WESTbahn und genauso auch Fahrgeldeinnahmen durch den Tickererlös haben, lässt sich ja auch nicht bestreiten. Der Unterschied ist halt, dass der Fernverkehr Wien-Salzburg gewinnbringend ist, im Nahverkehr von Urfahr nach Aigen-Schlägl oder auch im Fernverkehr von Linz nach Graz könnte die WESTbahn auch nie ohne öffentliche Subventionen/Finanzierung/Bestellungen fahren.
Würden alle Länder Europas ihre Personenverkehrsleistungen diskriminierungsfrei vergeben würden auf mehrere Jahrzehnte gesehen sicherlich nicht so viele Eisenbahnverkehrsunternehmen auf staatlichen Bahnnetzen im Personenverkehr unterwegs sein, wie heute, weil sich dann maximal ein Dutzend Unternehmen halten können, wobei ich mich nicht zu prophezeiten traue, ob es letzten Endes eher 3 oder eher 15 Unternehmen wären, die übrigbleiben würden. Der Unterschied wäre halt, dass alle Unternehmen in allen Ländern fahren würden ... freilich nicht schon 20 Jahre nach der Umstellung auf Ausschreibung aller PV-Leistungen in allen Ländern (deshalb eine sehr theoretische Annahme), aber nach einigen Jahrzehnten dann eben doch. Und hinter diesen Unternehmen würden dann auf jeden Fall auch (dann eventuell ehemalige bzw. privatisierte) Konzerne, wie die DB oder die SNCF stehen. Also von wegen "privat".

Trotzdem heißt Subventionen zu erhalten nicht Finanzierung. Die Westbahn erhält ihr Geld durch Ticketeinnahmen. Wenn die IBE kostendeckend an alle EVU weitergegeben würden, dann würden alle gegen den PKW verlieren und nicht gegen ÖBB/Westbahn oder anderem. Die Frage ist einfach: Will ich als Staat, dass die Schiene (egal welche) gefördert wird oder nicht. Denn eigentlich werden nicht EVU subventioniert, sondern die ÖBB INFRA, die dadurch ein billigeres IBE verrechnet und so ihre Trassen auslasten kann.

Man darf 2 Dinge nicht vermischen:

.) eigenwirtschaftlicher Fernverkehr
.) Wettbewerb um Ausschreibungen

Ersterer sollte strenger reglementiert sein und zweitere endlich angegangen werden.

Wenn ich es dir ausführlicher erklären soll, gerne später.
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!  ;)

  • 38ger
Re: Private im Bahnverkehr
Antwort #12
@ "eigenwirtschaftlicher Fernverkehr und Wettbewerb um Ausschreibungen ...
Ersterer sollte strenger reglementiert sein und zweitere endlich angegangen werden."
Zu ersterem sage ich ja, aber das gilt bzw. gälte für zweiteres ja ebenso ... das wovor ich mich in Österreich fürchte ist, dass man es eines Tages angehen wird, dann aber in einer unvorbereiteten Hau-Ruck-Aktion von einem Tag auf den anderen, ohne ausreichend darauf vorbereitet zu sein - und dass kann nicht gut gehen. Wettbewerb um Ausschreibungen braucht Kontrolle, gut überlegte Rahmenbedingungen, eine ausreichende Finanzierung und auf jeden Fall ausreichend Vorbereitungszeit. Wenn nur eine dieser Kriterien nicht ausreichend erfüllt sind, dann ist es besser man bleibt beim bisherigen System der Direktvergaben. Wettbewerb kann nur mit den richtigen Rahmenbedingungen funktionieren (Regelungen zu einem Taktverkehr; Reglementierungen zur Trassenvergabe eigenwirtschaftlicher Verkehre, die es ja bei Ausschreibungen trotzdem noch auf manchen Strecken geben würde; Tarifverbünde und österreichweite Anerkennung diverser Angebote wie Österreichcard, Vorteilscard usw. usf.). ... und mein Bauchgefühl sagt mir, dass diese in Österreich nicht rechtzeitig geschaffen werden, sodass man die vorhandenen Einsparungspotentiale im Betrieb durch nachträgliche Adaptierungen, Nachbesserungen usw. in der ersten Vergabeperiode mehr als nur zunichte machen wird und in den ersten Jahren die Qualität im Schienenverkehr stark zurückgehen wird.

  • Andreas
  • Moderator
Re: Private im Bahnverkehr
Antwort #13
(...)

Und Ausschreibungen würden im ersten Schwung billigere Kosten oder eben mehr Kilometer für die Besteller bringen. Siehe die ersten Ausschreibungen in Deutschland wo die DB teilweise um 50% teurer war.

Hierbei ist das "im ersten Schwung" besonders wichtig. In Deutschland zeigt sich nämlich nun, dass bei den folgenden Runden die Anzahl der Bieter stark schrumpft und die Preise der Privaten ordentlich steigen. In Kombination mit dem Aufwand, der für Ausschreibung nötig ist, verschwindet auch der Kostenvorteil. Übrig bleiben die negativen Auswirkungen, die Ausschreibungen mit sich führen, siehe Abelio.
Außerdem haben die ÖBB sowieso schon einen deutlich niedrigeren Preis als die DB und bieten schon jetzt einen hohen Service und Komfort. Ich sage nur Steckdosen und Wlan selbst in Nahverkehrszügen.
Was also soll sich noch verbessern bzw. wo einsparen, frage ich mich, außer dass es eben tatsächlich schlechter oder gar teurer wird durch die von User 38ger genannten Gründe.
mfG
Andreas

  • FlipsP
Re: Private im Bahnverkehr
Antwort #14
@38er

Du hast natürlich völlig recht in deinen Aufzählungen. Grundsätzlich sind die größten deiner Punkte aber kein Problem der Ausschreibungen, sondern der Formulierung der Ausschreibung. Das kann man also regeln.

@Andreas

Ja, die ÖBB bietet recht hohen Komfort. Aber dieser ist allein dadurch noch etwas gestiegen, als die Westbahn gekommen ist. Man kann aber durch Ausschreibungen herausfinden, ob die ÖBB auf diesem Niveau wirklich die billigsten sind oder ob nicht Private es billiger fahren könnten. Sollte das nicht der Fall sein ändert sich nichts und bei den nächsten Vergaben kann man wieder die Direktvergabe anwenden. Die ÖBB könnte so aber nicht mehr "machen was sie will", weil immer die Möglichkeit bestehen würde, dass es zu einer Ausschreibung kommen kann. Wenn man es gleich vergibt, muss die ÖBB sich gar nicht bemühen.

Und man hat ja gesehen, welchen Platz die ÖBB bei deutschen Ausschreibungen erreicht hat...
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!  ;)