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Thema: Straßenbahnprojekt Innenstadt: Neutorgasse - Belgiergasse (1671-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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  • FlipsP
Re: Straßenbahnprojekt Innenstadt: Neutorgasse - Belgiergasse
Antwort #15
Nachdem in den Straßenzügen Vorbeckgasse, Belgiergasse und Neutorgasse Mischverkehr herrscht, ist es logisch, dass auch die neue Brücke vom Mischverkehr befahren wird. Ich sehe es trotzdem als Meilenstein für den Trambetrieb in Graz, dass es zur Entlastungsstrecke abseits vom Hauptplatz kommt!

Und trotzdem hilft jeder Meter getrenntes Gleis/getrennte Busspur der Verlässlichkeit des ÖV. Gerade hier wo dann Mehrverkehr wegen einer Herrengassesperre zu erwarten ist und erst recht in diesem Bereich mit einer Kreuzung auf jeder Seite der Brücke würde ein eigener Fahrstreifen jedenfalls gut tun!

So werden die umgeleiteten Linien einfach im Stau stehen.
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!  ;)

  • Martin
  • Global Moderator
  • Styria Mobile Team
Re: Straßenbahnprojekt Innenstadt: Neutorgasse - Belgiergasse
Antwort #16
Eine Presseaussendung der Grünen dazu:


Grazer Grüne kritisieren fehlendes Verkehrskonzept zur neuen Tegetthoffbrücke

Brückenneubau im Sinne des Klimaschutzes für Verkehrsreduktion nützen



Dass Bürgermeister Nagl die neue Tegetthoffbrücke präsentiert, ohne ein Verkehrskonzept vorzulegen, sorgt bei den Grazer Grünen für Kopfschütteln. Weder gibt es Klarheit darüber, wie der Verkehr in der 2-jährigen Bauphase geführt werden soll, noch Ideen, wie dieser Umbau genutzt werden könnte, um die Innenstadt sowie Lend und Gries langfristig vom Autoverkehr zu entlasten.

,,Das vorgelegte Modell der neuen Brücke sieht vor, dass die Straßenbahn sich die Spur mit dem Autoverkehr teilen muss und damit zu Stoßzeiten im Stau stehen wird. Das ist Verkehrspolitik von vorgestern. Die neue Straßenbahn-Achse muss über die gesamte Strecke unbedingt eine eigene Trasse bekommen, um zügig voranzukommen", so Gemeinderätin Tamara Ussner.

Der Neubau der Brücke würde aber auch neue Chancen eröffnen, so die Grüne Verkehrssprecherin: ,,Die Brücke und die angrenzenden Straßen werden zwei Jahre lang nicht für den Autoverkehr befahrbar sein. Wenn die Verkehrsumleitung während der Bauzeit funktioniert und zu einer Verkehrsreduktion in der Innenstadt führt, dann sollte diese Lösung auch nach Fertigstellung beibehalten werden. So entsteht dauerhaft mehr Platz für ÖV, Radler*innen und Fußgänger*innen, was im Sinne des Klimaschutzes unumgänglich ist, so Ussner.

Dass die neue Straßenbahnlinie über die Tegetthoffbrücke gleichzeitig die Absage der Straßenbahn über den Griesplatz bedeutet, daran erinnert der Grüne Bezirksvorsteher Tristan Ammerer: ,,Die Anbindung des Griesplatzes wäre nicht nur die kostengünstigere Variante gewesen, sie hätte auch die Lärm- und Luftbelastung in unserem Bezirk deutlich verringert."
GLG
Martin

Re: Straßenbahnprojekt Innenstadt: Neutorgasse - Belgiergasse
Antwort #17
Dass die neue Straßenbahnlinie über die Tegetthoffbrücke gleichzeitig die Absage der Straßenbahn über den Griesplatz bedeutet,
Das sehe ich überhaupt nicht so, denn die Radetzkybrücke wurde ja bereits Straßenbahntauglich gebaut. Einzig die 3 viel zu engen Spuren in der Brückenkopfgasse müssten auf 2 Spuren umgebaut und zeitgleich dort (und auf der Brücke) die Straßenbahngleise verlegt werden. Dazu gleich eine Wendeschleife am Griesplatz, den Anschluss der Gleise in der Radetzkystraße herstellen und schon könnten die Bim-Linien 20 und 26 statt nur bis Jakominiplatz bis zum Griesplatz geführt werden. (Aber das ist eine andere Geschichte. (Vermutlich "die unendliche Geschichte"...)

Zurück zur neuen Tegetthoffbrücke: Eine Möglichkeit wäre die Brücke ganz ohne IV zu bauen (2x Gehsteig, 2x Radweg, 2x Bim/Bus). Zeitgleich die Unterführung des Kaiser-Franz-Josef-Kai bis zur Mitte des Andreas-Hofer-Platzes zum Marburger-Kai hin  verlängern --> eine Ampel/Kreuzung weniger und oben wäre "mehr Platz" z.B. für die Ausweitung der FuZo. Dazu die Neutorgasse zwischen Andreas-Hofer-Platz und Joanneumring als Einbahn nach Süden führen, jedoch nur mehr eine Spur für den IV, die Restbreite für Bim und Bus in beide Richtungen. Wer als IV nach Norden will, muss künftig über den Marburger-Kai statt durch die Neutorgasse fahren. Wer als IV in die Belgiergasse möchte, muss durch die Griesgasse.

Es gibt natürlich noch duzende andere Möglichkeiten. Weshalb die Nagl-Gruppe keinen einzigen brauchbaren Vorschlag für ein Verkehrskonzept mitgeliefert hat liegt vermutlich daran, dass die sich das oft undurchdachte, huch-pfusch-mäßige Arbeiten nicht abgewöhnen wollen. Konsequenzen für die Herrschaften gibt es ja leider keine.

  • Martin
  • Global Moderator
  • Styria Mobile Team
Re: Straßenbahnprojekt Innenstadt: Neutorgasse - Belgiergasse
Antwort #18
Das mit der Unterführung wäre gar nicht so blöd, da könnte man die anderen Relationen gleich sperren.

:Traummodus:
Kai zweispurig nach Norden Rampe vor AHP.
AHP Südseite Zufahrt für Landhausgasse und kleine Neutorgasse
AHP Nord: FuZo ausg. ÖV und Rad
Neutorgasse südlich vom AHP: FuZo ausgenommen ÖV und Rad mit einer Querungsmögichkeit bei der Kalchberggasse. VLSA
Kaiserfeldgasse: Fuzo von der Nelkengasse bis zur Raubergasse
Tegethoffbrücke komplett FuZo ausg. ÖV und Rad.
:Traummodus aus:

Das wäre der große Wurf!

Unter dem Andreas Hofer Platz könnte man gleich eine große Tiefgarage bauen mit unterirdischer Zu- und Abfahrt zum Kai.
Im gesamten Tunnel wäre dann die rechte Fahrspur für die Zu- und Abfahrten zu den Garagen und die Linke für die Durchfahrt reserviert.
Eine Fahrspur (ohne Ampelhalte) sollte für den gesamten Verkehr locker ausreichen.

An der Südwestseite des Platzes könnte man noch eine Zufahrt für Regionalbusse von Westen kommend mitplanen.
GLG
Martin

  • Ch. Wagner
  • Member*
Re: Straßenbahnprojekt Innenstadt: Neutorgasse - Belgiergasse
Antwort #19
Die Umfahrung Herrengasse kommt. Wer hätte das gedacht.
Der Brückenneubau war klar. Herr Nagl macht ja nicht alleine für sich Politik, er muß ja auch die Wünsche seiner Freunde erfüllen. Und das bedeutet, daß Autoverkehr bevorzugt zu behandeln ist.
(Das hat ja die Bundesregierung auch so gemacht, und Herr Kurz wird daran auch nichts ändern).
Die reale Hoffnung ist also, daß durch Ampelschaltungen die Straßenbahn bevorzug fährt.
Was sich ändern kann: die Brücke wird wegen der Absturzgefahr ein Geländer bekommen. Und wie das aussehen wird - da wird dann lange und ausführlich diskutiert.
Und alle Hobbyarchitekten und Hobbystraßenbahnbauer und Hobbystadtplaner sind jetzt schon aufgerufen, hier ihre Ansichten zu deponieren.
Weil ich angeblich unhöflich bin:
"Denkt daran, das Schwein von heute ist der Schinken von morgen"
(Mathias Beltz)

"pungitius pungitius"

Re: Straßenbahnprojekt Innenstadt: Neutorgasse - Belgiergasse
Antwort #20
Erstaunlich was so eine Brücke an Diskussionen auslöst. Soll sie doch mal gebaut werden und die Strassenbahn darüber fahren. Fahrspuren kann man immer noch umpinseln, auflassen oder was auch immer. Auch egal, ob da ein Geländer kommt oder nicht. Vielleicht ein paar Sprungbretter stattdessen?

  • HGLF
Re: Straßenbahnprojekt Innenstadt: Neutorgasse - Belgiergasse
Antwort #21
die Brücke wird wegen der Absturzgefahr ein Geländer bekommen. Und wie das aussehen wird - da wird dann lange und ausführlich diskutiert.
Es wird wohl so aussehen, wie es rechts unten auf der ersten Visualisierung im Grazer-Artikel zu erkennen ist. Verstehe auch nicht wieso dort Absturzgefahr bestehen sollte, auf der zweiten Visualisierung ist immerhin eindeutig zu sehen, dass von der Brücke auf ganzer Länge beidseitig Stufen auf eine tiefer liegende Ebene führen. Auf dieser ist das Geländer angebracht

Re: Straßenbahnprojekt Innenstadt: Neutorgasse - Belgiergasse
Antwort #22
Erstaunlich was so eine Brücke an Diskussionen auslöst. Soll sie doch mal gebaut werden und die Strassenbahn darüber fahren. Fahrspuren kann man immer noch umpinseln, auflassen oder was auch immer. ...

In anderen Städten macht man das vielleicht so, oder man baut gleich von Beginn an beim Umbau des Straßenraums Alles öffi-, radfahrer- und fußgängerfreundlich. In Graz ist das erfahrungsgemäß meist anders. In dieser Stadt werden fast nie für den MIV zur Verfügung stehende Fahrspuren für Straßenbahntrassen abgegeben (siehe Diskussion Straßenbahn über Brückenkopfgasse, Griesplatz und Rösselmühlgasse). Hierzulande ist man allzu oft verkehrspolitisch noch in den 70er-Jahren stehengeblieben.



Re: Straßenbahnprojekt Innenstadt: Neutorgasse - Belgiergasse
Antwort #23
Die reale Hoffnung ist also, daß durch Ampelschaltungen die Straßenbahn bevorzug fährt.

Bruaah! Sorry, dass ich lache! Diese Hoffnung gibt es NICHT - wurde uns vor ca. 30 Jahren beim Neubau der Schönaubrücke auch eingeredet, damit man sich die eigene Gleistrasse ersparen konnte (und damit billiger bauen konnte) - was wir davon haben, erlebt man dort täglich!

Ein qualitativ guter und annehmbarer Öffentlicher Verkehr kann nur durch absolute Verlässlichkeit funktionieren - und das geht halt nur mit konsequenter Beschleunigung (eigene, vom MIV abgetrennte Trassen, ÖV-Trassen/Straßen, Busspuren, Ampelbevorrangung vulgo Warte Zeit Null, andere verkehrsorganisatorische Maßnahmen wie Kaphaltestellen, Schleusen etc.) und damit zu Lasten des MIV. Da man sich aber auch heute da nicht mehr drübertraut (man brauche sich nur die Reaktionen der p. t. Autofahrer und deren Lobbys nach dem Verkehrschaos in Liebenau anzuschauen - dass auch der ÖV davon betroffen war, war nirgends zu lesen ...), wird bei einer der wichtigsten Strecken, die in Graz jemals gebaut wird, wieder nur eine halbe Sache herauskommen. Leider!

Und es wird ja eh weiter lustig für mehr MIV gebaut, die Unterführung Josef-Huber-Gasse wird noch genügend AUTO-Verkehr in Richtung Innenstadt spülen. Man braucht sich das aber schon jetzt auf Quando anschauen: von einem regelmäßigen Verkehr kann man ja da nicht sprechen ...

W.
"Es gehört nicht zum Begriff der Demokratie, dass sie selbst die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft. Man muss auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen"
(Carlo Schmid, SPD, 1948)

  • Ch. Wagner
  • Member*
Re: Straßenbahnprojekt Innenstadt: Neutorgasse - Belgiergasse
Antwort #24
Und es wird ja eh weiter lustig für mehr MIV gebaut, die Unterführung Josef-Huber-Gasse wird noch genügend AUTO-Verkehr in Richtung Innenstadt spülen.




Interessant. Woher weißt du das? Wurde schon ausgeschrieben?
Weil ich angeblich unhöflich bin:
"Denkt daran, das Schwein von heute ist der Schinken von morgen"
(Mathias Beltz)

"pungitius pungitius"

Re: Straßenbahnprojekt Innenstadt: Neutorgasse - Belgiergasse
Antwort #25
Interessant. Woher weißt du das? Wurde schon ausgeschrieben?

Ich muss mich jetzt nicht wahnsinnig weit aus dem Fenster lehnen um zu sagen, dass dieses Projekt doch größere Umsetzungschancen hat ...

W.
"Es gehört nicht zum Begriff der Demokratie, dass sie selbst die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft. Man muss auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen"
(Carlo Schmid, SPD, 1948)

  • Martin
  • Global Moderator
  • Styria Mobile Team
Re: Straßenbahnprojekt Innenstadt: Neutorgasse - Belgiergasse
Antwort #26
Ich habe diese Grafik an mein Posting angefügt.
GLG
Martin

  • Ch. Wagner
  • Member*
Re: Straßenbahnprojekt Innenstadt: Neutorgasse - Belgiergasse
Antwort #27
Mit Erstaunen habe ich festgestellt, daß auch Martin zu meinem Beitrag Dtellung genommen hat, allerdings im "Outlaw Thread". Denn dort kann man nicht antworten.
Eine menschenfreundliche Stadt kann man nicht durch den Neubau einer Brücke erreichen. Und wie viele hier richtigerweise festgestellt haben, hätte das schon bei der Annenstraße beginnen müssen. Das ist nicht geschehen, weil es die Stadtregierung nicht gewollt hat. Wie oft ist schon die Umgestaltung des Andreas-Hofer-Platz diskutiert worden. Wie oben: nicht umsetzbar, weil der Wille dazu fehlt. Die Bereitschaft, eine Unterführung bei der Tegethoffbrücke zu bauen, hätte vor Jahren fallen müssen. Heute ist es längst zu spät. Das Nutzlose wird von Herrn Nagl umgesetzt, wie der Augarten zeigt. Alleine für die Kosten der doppelten Umzäung und 24-Stundenbewachung der Baustelle hätten wichtige Sachen gemacht werden können.
Nun, die Grazer Bevölkerung hat bei der letzten Wahl die ÖVP und der neue Gemeinderat Herrn Nagl als Bürgermeister wieder gewählt. Die Mehrheit der Grazen wollen keine Veränderung. Und so kann das Duo Nagl - Eustacchio Tun und Lassen, wie sie es wollen. Die Wähler interessiert das nicht. Das ist leider die bittere Realität. Und wenn das Sprichwort meint "die Hoffnung stirbt zuletzt" impliziert das ja, daß auch die Hoffnung stirbt.
Und schließlich noch ein Büdl zu Gleisverschwenkungen: Ende Jakominiplatz - Anfang Gleisdorfergasse.
Weil ich angeblich unhöflich bin:
"Denkt daran, das Schwein von heute ist der Schinken von morgen"
(Mathias Beltz)

"pungitius pungitius"

  • kroko
Re: Straßenbahnprojekt Innenstadt: Neutorgasse - Belgiergasse
Antwort #28
Lustig, dass jetzt so aufgeregt über das Geländer diskutiert wird. Klar kommt ein Geländer, aber halt auf der unteren Ebene, zum Fluss hin. In Wahrheit wird aber natürlich auch ein Mauer oder irgendwas zwischen den Fahrspuren und den Sitzstufen kommen, es wird doch niemand ernsthaft glauben dass es so gebaut wird dass ein Auto in den Rücken der auf dne Stufen Sitzenden knallen kann (so wie man's auf der Visualisierung sieht). Naja, in Wahrheit ist  das natürlich alles wurscht.

Von der Verkehrsplanung her ist's wieder mal wenig fortschrittlich, auch wenn die Wirtschaftskammer gleich wieder jammert und auf 4 Kfz-Fahrspuren besteht. Andererseits: diese Streckenvariante wurde ja extra ausgewählt, um bloß den Autoverkehr im Bereich Grießplatz nicht zu sehr zu behindern - wieso sollte man also annehmen, dass bei der neuen Planung nicht auch der Autoverkehr große Priorität hat?

  • Ch. Wagner
  • Member*
Re: Straßenbahnprojekt Innenstadt: Neutorgasse - Belgiergasse
Antwort #29
Wer nicht weiß, muß alles glauben.

Im Beitrag der Kleinen Zeitung war zu lesen, daß die eingereichten Pläne im Bauamt zu sehen sind. Also war ich dort. Und weil ich ein netter Mensch bin, habe ich für die Gläubigen a poa Büderl gemacht.

Man kann erkennen, daß die Straßenführung von der Stadt vorgegeben war und die Varianten den Murzugang betreffen. Bei der Trassenführung ist auch zu erkennen, daß, wenn die Straßenbahn sich erst einmal in der Neutorgasse befindet, auch kein Auto mehr vorbeikommt.
Weil ich angeblich unhöflich bin:
"Denkt daran, das Schwein von heute ist der Schinken von morgen"
(Mathias Beltz)

"pungitius pungitius"