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Thema: Der FEINSTAUB - Thread (63524-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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  • Michael
  • Styria Mobile Team
Der FEINSTAUB - Thread
Mit Vollgas ins Feinstaub-Chaos

Tempolimits ohne Verkehrszeichen verärgern steirische Autofahrer. Kaum jemand hält sich daran, Exekutive zählt tausende Anzeigen. Und das Land muss bei Verkehrstafeln nachrüsten.


Tempo 100 und ein Land rast vor Wut. Die Feinstaub-Verordnung sorgt gleich in den ersten Tagen für dicke Luft. Autofahrer tappen im Dunkeln, wo die Beschränkungen gelten, da das Land in der gesamten Hunderter-Zone auf Autobahnen nur acht Info-Tafeln aufgestellt hat. "Die Leute bombardieren uns mit Beschwerden", stöhnt Asfinag-Sprecher Volker Höferl. Der Zorn trifft die Falschen. Wäre es doch Landessache gewesen, den Schilderwald aufzuforsten.
Chaos. So aber - Chaos, wo man hinschaut: Mitten im Sanierungsgebiet treffen Autofahrer auf Verkehrszeichen, die das Hunderter-Limit aufheben, aber eigentlich außer Kraft sind. Auch wenn laut Straßenverkehrsordnung 130 erlaubt wären, gilt weiter die Feinstaub-Verordnung mit Tempo 100. "Um diese Tafeln wegzuklappen, brauchen wir aber einen eigenen Bescheid", erklärt Höferl. Andere müsste das Land hingegen nur aktivieren. Denn unzählige Hunderter-Tafeln aus der vorjährigen Feinstaub-Saison sind derzeit weggedreht.

Anzeigen. Wenig verwunderlich: Es hagelt bereits Anzeigen. Die Exekutive zählte an den ersten vier Tagen weit mehr als 1500 Anzeigen. Dass die Autofahrer diese Strafe aber zahlen müssen, ist unwahrscheinlich. Denn auch Peter Schurl, Leiter der Berufungsinstanz (Unabhängigen Verwaltungssenat) lässt kein gutes Haar am Schilder-Chaos.

Kleinlaut. Umweltlandesrat Manfred Wegscheider, der die Feinstaub-Bremse verordnet hat, traf gestern jedenfalls Volkes Zorn. Tönte er vormittags noch - "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht" -, war er am Nachmittag kleinlaut und versprach nachzubessern: "Es stimmt. Für Autofahrer gibt es hier Unklarheiten. Wir werden die Ausschilderung von Tempo 100 nun verstärken und bei jeder Autobahnauffahrt im betroffenen Gebiet eine Tafel aufstellen." Warum erst jetzt? "Das war von Anfang an geplant. Wir haben eigentlich erwartet, dass das Verkehrsressort das auch umsetzt."


CLAUS ALBERTANI, HANNES GAISCH, BERND HECKE

Quelle: www.kleine.at


Tja, wer da wohl am Werk war? Viel zu kleine Schilder - Welche Abteilung ist den für Verkehrsschilder zuständig?  :-X

EDIT: Betreff geändert.
  • Zuletzt geändert: August 27, 2008, 08:29:14 von Grazer111
LG Michael, vormals PM  |  Styria-Mobile

  • Michael
  • Styria Mobile Team
Feinstaub-Gebiet: Trotz Tempo 100 wird gerast
Antwort #1
Feinstaub-Gebiet: Trotz Tempo 100 wird gerast
Mehr als 3000 Anzeigen gegen Feinstaub-Raser in nur sechs Tagen. Das ist die Bilanz der Exekutive, die seit 22. Dezember auf den Tempolimit Strecken abstraft.


Genau zwei Wochen ist sie nun alt, die Feinstaub-Verordnung des Landes Steiermark. Seitdem gilt im Sanierungsgebiet auf der Autobahn zwischen Leibnitz und Deutschfeistritz sowie zwischen Lieboch und Sinabelkirchen Tempo 100, auf Freilandstraßen Tempo 80. Wer schneller fährt, wird bis 14. März mit mindestens 50 Euro zur Kassa gebeten.

3000 Lenker angezeigt. Weil entsprechende Hinweistafeln fehlten, geht die Exekutive erst seit 22. Dezember so richtig gegen Temposünder vor. Und zwar anständig: Innerhalb von nur sechs Tagen wurden mehr als 3000 Lenker angezeigt. Dabei ist besonders die Autobahn eine Tempofalle. "Wir messen mit einem stationären und mehreren mobilen Messgeräten", erzählt Oberstleutnant Heinz Froschauer von der Verkehrsabteilung des Landespolizeikommandos Steiermark.

Raser und Schleicher. Laut Polizei halten sich 30 bis 40 Prozent der Autofahrer nicht an die Geschwindigkeitsbeschränkungen. Auf Bundesstraßen wird nur dort kontrolliert, wo ausreichend Tafeln aufgestellt wurden. Aber nicht nur Raser sind unterwegs: "Viele fahren deutlich unter 100 Stundenkilometer, die sind übervorsichtig", ergänzt Froschauer.

Kein Fahrverbot in Sicht. Zu einem Fahrverbot für filterlose Dieselfahrzeuge im Großraum Graz ist es bislang aber nicht einmal noch ansatzweise gekommen. Denn seit die Feinstaub-Verordnung gilt, wurde der Grenzwert von 75 Mikrogramm pro Kubikmeter im Großraum Graz nur am ersten Tag, dem 15. Dezember selbst, an einer Station überschritten. "Für das Fahrverbot müssen zwei Messstationen am selben Tag über den Grenzwert liegen", sagt Gertrude Zelisko von der Luftgüteüberwachung des Landes. Und das wird auch für die nächsten Tage nicht erwartet.

KONSTANTIN TZIVANOPOULOS

Quelle: www.kleine.at
LG Michael, vormals PM  |  Styria-Mobile

  • Michael
  • Styria Mobile Team
Re: Mit Vollgas ins Feinstaub-Chaos
Antwort #2
Knapp vorbei am Fahrverbot
Am Samstag wurde es amtlich fixiert: Keine Feinstaub-Fahrverbote am Dienstag.


"Die Belastungen in den letzten Tagen und auch am Silvesterabend sind sehr hoch, aber dann geht es langsam mit den Werten herunter", sagt Andreas Schopper, Luftgütereferent des Landes. Mehr noch: Nach Rücksprache mit den Meteorologen der Zentralanstalt in Graz wurde am Samstag amtlich beschlossen, dass es am Dienstag zu keinen Fahrverboten in den Sanierungsgebieten kommen wird. Denn da setzt Regen ein und wird den Feinstaub wegwaschen.

Hohe Feinstaub-Konzentration. An sich wäre der Dienstag der potenzielle Tag gewesen, um Fahrverbote zu verhängen. Denn nach fünf hochbelasteten Tagen tritt dieser Teil der Feinstaubverordnung in Kraft. Allerdings gibt es ein "Schlupfloch": Wenn die Wetterprognose für den sechsten Tag so ist, dass die Werte unter die Grenze fallen, entfällt auch das Fahrverbot. Bestimmt werden muss dies schon am dritten Tag: "Der öffentliche Verkehr benötigt diese Vorlaufzeit", sagt Schopper. Die Politik mische sich in diese Entscheidung nicht ein. Dennoch: Nach der Silvesterknallerei muss man mit sehr hohen Feinstaub-Konzentrationen rechnen; kein Wind verbläst die Schadstoffe.

Wettervorhersage. Einen anderen Tipp hat aber Richard Gwaltl von der Zentralanstalt für heute Nacht parat: "Auf dem Berg gibt es durch die Inversionslage besonders milde Temperaturen. Auf dem Schöckel zum Beispiel wird es sechs bis sieben Grad haben." Dies bleibt bis Montag, dann nehmen die Wolken zu und im Ennstal gibt es Niederschläge. Am Dienstag folgt auch im Süden "auf jeden Fall Regen, die Schneefallgrenze sinkt auf 800 Meter und in der Obersteiermark bis in die Tallagen", sagt Gwaltl.

Quelle: www.kleine.at


Wäre ja auch seltsam, wenn es jetzt nur wegen dem Silvester-Brauch ein Feinstaub Fahrverbot gegeben hätte.  :-\

Naja, ich habe immerhin auf Raketen verzichtet. Habe ja auch ein Haustier und immerhin auch Geld gespart.  :D

Ob der Schnee noch kommen wird?


Aber die Feinstaub-Verordnung hat ja auch etwas gutes - Immerhin wurde/wird ja am Ausbau der Straßenbahn gearbeitet.
Ohne Feinstaub wäre wohl der 4er, das einzige Verlängerungsprojekt gewesen?  :-\
LG Michael, vormals PM  |  Styria-Mobile

  • Michael
  • Styria Mobile Team
Re: Mit Vollgas ins Feinstaub-Chaos
Antwort #3
Steirer müssen vorerst auf der Bremse bleiben
Minister-Vorstoß zur Abschaffung von Tempo 100 bringt Debatte über Sinn und Unsinn des Limits ins Rollen. Umweltlandesrat Wegscheider will aber Kurs halten.


Mit seiner Kampfansage gegen das Feinstaub-Tempo 100 auf Österreichs Autobahnen hat Neo-Verkehrsminister Werner Faymann eine Lawine an Reaktionen ausgelöst (siehe rechts). Doch Autofahrer sollten sich nicht zu früh freuen. Auch wenn der SP-Minister auf Tempo 130 drängt, ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Der steirische SP-Umweltlandesrat Manfred Wegscheider kämpft für "seinen" Hunderter: "Diese Maßnahme haben Experten empfohlen und sie wirkt. Das haben wir nicht aus Jux und Tollerei gemacht."

In der laufenden Saison ändert sich nichts. Der Hunderter auf Pyhrn- und Südautobahn ist bis 15. März verordnet - und bis dahin fällt diese Regelung nicht. Sollten dann die Agenden des Immissionsschutzgesetz Luft (IG-L, siehe Lexikon) Bundessache werden, müsse eines klar sein, fordern Wegscheider und SP-Landeshauptmann Franz Voves: "Holt sich der Bund diese Kompetenzen, wie die Tempolimits, dann muss er im Kampf gegen den Feinstaub auch die Verantwortung übernehmen." Dass Wien das Steuer in die Hand nimmt, ist fix. Darauf haben sich ÖVP und SPÖ im Regierungsprogramm geeinigt. Dass Tempo 100 ganz erledigt ist, sei aber nicht sicher, hört man in Josef Prölls (VP) Umweltministerium. "Unser Ziel bleibt, den Feinstaub zu reduzieren. Es muss also weiter Maßnahmen zur Verbesserung der Luftgüte geben", betont Pröll-Sprecher Daniel Kapp.

Gezielter einsetzen. Selbst Verkehrsminister Faymann will Tempo 100 nicht ganz abmontieren, sondern nur gezielter einsetzen. Über elektronische Infotafeln würde der Hunderter kurzfristig und nur bei Feinstaub-Überschreitungen verordnet. Was Wegscheider zu wenig ist: "Wo die Luftbelastung hoch und die klimatischen Bedingungen schlecht sind, muss der Hunderter bleiben. Das Tempolimit reduziert den Partikelausstoß bei den Abgasen um ein Drittel." VP-Verkehrslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder bezweifelt diese Zahlen und steigt aufs Gas: "Das Tempo 100 bringt Verbesserungen im Promillebereich. Die sinnvollste und effektivste Nutzung der Autobahnen ist bei 130 gewährleistet."

Limits sinnvoll. Dass Limits sehr wohl etwas bringen, belegt Stefan Hausberger vom Institut für Verbrennungskraftmaschinen der TU Graz in einer Studie: "Filterlose Diesel-Pkw stoßen bei Tempo 100 um 31 Prozent weniger Feinstaub aus als bei 130. Am günstigsten wäre Tempo 80." Denn da würden die Pkw bei optimaler Drehzahl sogar um 59 Prozent weniger Partikel ausstoßen. Der Effekt nehme aber mit der Entfernung zur Autobahn ab, gesteht Hausberger: "In Graz-Mitte wird die Reduktion wohl unter einem Prozent liegen. Es nimmt eben jeder Politiker den Wert, den er brauchen kann."

Neue Diskussion. Auch abseits der Autobahnen kam es gestern zum Schlagabtausch. Das Frank-Stronach-Institut legte eine Studie vor, wonach Pelletsheizungen bis zu zehn Mal mehr Feinstaub produzieren als Ölheizungen. Was der steirische Pelletsproduzent Leitinger zurückweist. Pellets würde fast vollständig verbrennen.


BERND HECKE / INTERVIEW: W. SIMONITSCH

Quelle: www.kleine.at


Habs ja gewusst, dass das nichts bringt.

Ich bin dafür, dass der Umweltlandesrat schnellstens handelt, das die 100er Zonen sofort abgeschafft werden.
Anderenfalls würde ich sagen, wir haben unfähige Politiker in unserem Land. Ist ja nicht nur einer.  ::) :'(

Ich bin sehr enttäuscht!
LG Michael, vormals PM  |  Styria-Mobile

  • Michael
  • Styria Mobile Team
Winter stoppte feinen Staub
Antwort #4
Winter stoppte feinen Staub

Das warme Wetter bremste den Feinstaub im Winter ein. In der Diskussion um die Maßnahmen von Landesrat Manfred Wegscheider ging es politisch heiß her.



Die Feinstaub-Saison neigt sich dem Ende zu. Und bereits jetzt ist fix: Ein Fahrverbot für Diesel-Pkw bleibt den Steirern im Winter 2006/07 erspart. Denn am kommenden Mittwoch, dem 14. März, läuft die Verordnung von SP-Umweltlandesrat Manfred Wegscheider aus - und ein Fahrverbot wird erst verhängt, wenn fünf Tage in Folge der Grenzwert von 75 Mikrogramm überschritten wird.

Fakten

Der öffentliche Ver-kehr wurde in diesen drei Monaten ausge-baut. In die Regionen rund um Graz wurden zusätzliche Bus- und Bahnverbindungen geschaffen, die aber nach derzeitigem Stand mit dem Ende der Verordnung wieder gestrichen werden.Belastung geringer. In einer ersten Bilanz zeigt sich, dass der frühlingshafte Winter die feinen Staubpartikel fest im Griff hatte. Durch die hohen Temperaturen und den ausgebliebenen Schnee fiel die Belastung deutlich geringer aus als in den Jahren zuvor, bestätigt Thomas Pongratz von der Luftgüteüberwachung des Landes. Eine Schneedecke bindet nämlich nicht den Staub, sondern sorgt dafür, dass sich in Bodennähe so genannte Kälteseen bilden, die den Feinstaub begünstigen.

Wind. "Deswegen hatten wir nie hohe Feinstaubwerte über einen längeren Zeitraum", weiß Harald Pilger von der Zentralanstalt für Meteorologie. Auch kräftiger Wind hat das Grazer Becken immer wieder ordentlich durchgeputzt.

Trotzdem Chaos. Die genauen Daten der Feinstaub-Saison präsentiert Landesrat Wegscheider am kommenden Mittwoch, wenn seine nicht unumstrittene Verordnung samt Tempolimit und möglichem Fahrverbot ausläuft. Während das Fahrverbot also ausblieb, wirbelte das Tempolimit auf den Autobahnen ungleich mehr Staub auf. Vor allem die Art, wie Wegscheider diese öffentlich kundgetan hat, sorgte für Chaos. "

GERALD WINTER

Quelle: www.kleine.at
LG Michael, vormals PM  |  Styria-Mobile

Re: Mit Vollgas ins Feinstaub-Chaos
Antwort #5
Na dann kann man ja hoffen, dass das lange Tempo 100 Stück wieder weg kommt.
Ist mir erst letztens wieder auf die Nerven gegangen. Mit den Probeführerschein muss man sich ja daran halten.  ;)

  • Michael
  • Styria Mobile Team
Re: Mit Vollgas ins Feinstaub-Chaos
Antwort #6
Zitat
Na dann kann man ja hoffen, dass das lange Tempo 100 Stück wieder weg kommt.
Ist mir erst letztens wieder auf die Nerven gegangen. Mit den Probeführerschein muss man sich ja daran halten.  ;)


Hoffentlich - bin mir da eigentlich schon ziemlich sicher, dass das ganze bald fallen wird.

Zitat
Mit den Probeführerschein muss man sich ja daran halten.


Ich war damals schon etwas schneller unterwegs (30er Zonen) - Nur jetzt wird ja von den Privat Sheriffs kontrolliert, da muss man aufpassen.
Bei Geschwindigkeitsübertretung kann man schon mal mit € 70 rechnen.


Michael
LG Michael, vormals PM  |  Styria-Mobile

Re: Mit Vollgas ins Feinstaub-Chaos
Antwort #7
Zitat
Zitat
Mit den Probeführerschein muss man sich ja daran halten.


Ich war damals schon etwas schneller unterwegs (30er Zonen) - Nur jetzt wird ja von den Privat Sheriffs kontrolliert, da muss man aufpassen.
Bei Geschwindigkeitsübertretung kann man schon mal mit € 70 rechnen.


Michael


... und ein Probejahr dazu.  ;)

  • Michael
  • Styria Mobile Team
Re: Mit Vollgas ins Feinstaub-Chaos
Antwort #8
Zitat
... und ein Probejahr dazu


Davon wusste ich nichts.  ;D
LG Michael, vormals PM  |  Styria-Mobile

  • Michael
  • Styria Mobile Team
Feinstaub: Senat stoppt Tempo 100
Antwort #9
Feinstaub: Senat stoppt Tempo 100

Feinstaub-Tempolimit auf der Autobahn war nicht ausreichend kundgemacht, begründet der Unabhängige Verwaltungssenat (UVS) seine Entscheidung. Tausende müssen die Strafe nicht bezahlen.


Knapp 14 Seiten umfasst der Bescheid, mit dem der Unabhängige Verwaltungssenat (UVS) gestern Tempo 100 auf den Autobahnen im Großraum Graz gekippt hat. Die Verordnung war "nicht gehörig kundgemacht", begründete UVS-Vorsitzender Peter Schurl. Das Land hätte Tafeln aufstellen müssen, die auch der Straßenverkehrsordnung entsprechen - und dies außerdem auf beiden Seiten der Fahrbahn. Nach Ansicht Schurls ist damit Tempo 100 zwei Tage vor dem offiziellen Ende der Feinstaubsaison ungültig.

UVS-Spruch. Der UVS-Spruch war seit Wochen mit Spannung erwartet worden: Der Autofahrer, der als erster in die Berufung gegangen ist, ist einer von geschätzten 50.000, die in die Feinstaub-Tempo-Falle getappt waren. Er hatte das Limit am 27. Dezember auf der Südautobahn in Laßnitzthal um 14 km/h überschritten und dafür von der BH Weiz ein Straferkenntnis von 50 Euro erhalten. Diese Strafe wurde nun aufgehoben, doch was bedeudet das für die tausenden anderen Betroffenen? "Eine schwierige Frage", gesteht Schurl ein. Da das Tempolimit gegenüber den Autofahrern auf Grund des UVS-Spruches nicht rechtswirksam war, können "Überschreitungen" des 100ers auch nicht bestraft werden.

Einspruch. Schurl: "All jenen, die ein Strafverfahren oder ein Straferkenntnis bekommen haben, rate ich zu einem Einspruch. Möglich ist aber auch, dass die Bezirksbehörden die Verfahren von sich aus einstellen." Genau diese Vorgangsweise stellt der Bezirkshauptmann von Weiz, Rüdiger Taus, in Aussicht.

Strafe zurückfordern. Wer die Strafe schon bezahlt hat, kann sie über einen Antrag bei der BH zurückfordern, sagt Schurl. "Viel schwieriger ist es aber bei Organmandaten und Anonymverfügungen, da ist die Politik gefordert, es bedarf einer Weisung." BH-Chef Taus ist noch vorsichtig: "Wir werden mit dem Amt der Landesregierung eine steiermarkweit einheitliche Regelung finden müssen."

Kein Rechtsmittel. Der UVS hat zwei Berufungen stattgegeben, ein dritter Spruch folgt in Kürze. Ein Rechtsmittel kann das Land übrigens nicht ergreifen. Auch die mehrfach diskutierte Anfechtung der Verordnung beim Verfassungsgerichtshof war nicht möglich, erklärt Schurl: "Wir hätten es gerne gemacht, aber wir hätten es zurückbekommen. Die Judikatur sagt, die Gerichte sind zuständig." Und zur Kritik von Landesrat Manfred Wegscheider, er, Schurl, sei wegen seiner kritischen Bemerkungen im Vorfeld befangen gewesen: "Diese Befangenheit gibt es nicht. Ich habe nicht meine Privatmeinung geäußert, sondern die der Mitglieder des Senates, und die haben es sich nicht leicht gemacht." Diese Taktik erinnere ihn an Jörg Haider, wenn er gegen die Verfassungsrichter losziehe: "Wenn die ihre Rechtsmeinung sagen, sind sie deswegen auch nicht befangen."

HANNES GAISCH, CLAUDIA GIGLER

Quelle: www.kleine.at


Na Gott sei Dank wurde dieses 100km/h Verordnung gekippt.
LG Michael, vormals PM  |  Styria-Mobile

Re: Mit Vollgas ins Feinstaub-Chaos
Antwort #10
Im Wiener bereich gilt auf allen autobahnen tempo 80, und 60 fuer LKW. Die lassen sich den dreck von den durchreisenden nicht ins haus kippen. Nur wir Steirer regen uns ueber den eigenen schutz auf. Kriegen wir was dafuer, wenn Mundi auf die tube druecken darf?

Es ist nur wieder typisch, dass LKW bei uns keine beschraenkungen haben! Die machen ja keinen feinstaub. ::)

LG Hans

  • Michael
  • Styria Mobile Team
Re: Mit Vollgas ins Feinstaub-Chaos
Antwort #11
Wie schaut die Welt ohne LKW aus? Das geht einfach nicht - Wenn, dann müsste man etwas revolutionäres erfinden aber soviele Ideen habe ich nunmal nicht.  ;D
LG Michael, vormals PM  |  Styria-Mobile

Re: Mit Vollgas ins Feinstaub-Chaos
Antwort #12
Wie schaut die welt ohne PKW aus?

Wieso sollen die fraechter auf unsere kosten fahren duerfen? Ist irgendwie bekannt, wieviel sinnlos in der gegend herumgekarrt wird. Eventuell noch um irgendeine (EU-)foerderung zu kassieren! Wenn man will, kann man alles per LKW fahren. Man muss nur z.b. nach Italien schauen, wie die bahn abgedreht werden kann. Dort ist die lobby noch staerker wie bei uns! :(

LG Hans

  • Martin
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Feinstaub-Tempo 100 um Graz nun flexibel
Antwort #13
Feinstaub-Tempo 100 um Graz nun flexibel elektronisch verordnet
Verkehrsbeeinflussungsanlagen ab Mitte Dezember in Betrieb - 17,5 Millionen Euro Investitionen.
In der kommenden Wintersaison wieder Tempo 100 auf den Autobahnen im Großraum Graz geben

Nach einer Pause 2007/08 wird es in der kommenden Wintersaison wieder Tempo 100 auf den Autobahnen im Großraum Graz geben. Im Unterschied zu den vergangenen, rechtlich umstrittenen Verordnungen wird das Limit jetzt aber durch die aktuelle Luftgüte-und Wettersituation mittels Verkehrsbeeinflussungsanlage (VBA) festgesetzt: Asfinag und Umwelt-Landesrat Manfred Wegscheider (S) haben am Dienstag das dazu notwendige elektronische Equipment vorgestellt, das Investitionen der Autobahngesellschaft von insgesamt 17,5 Millionen Euro erfordert.

Autobahnkorridore. Die VBA soll ab Dezember auf vier Autobahnkorridoren im Großraum Graz ein Beobachtungssystem bereitstellen, das Politik und Behörden u.a. ein Instrument zur Bekämpfung des Feinstaubs und der Erfüllung des Immissionsschutzgesetzes Luft (IG-L) in die Hand gibt. 50 Anzeigetafeln sind auf einer Gesamtlänge von 92 km auf der A2 Südautobahn und der A9 Pyhrnautobahn geplant. Als Grundlage für die jeweils vorgegebenen Geschwindigkeitsbeschränkungen dient ein Algorithmus, den die Asfinag gemeinsam mit der TU Graz entwickelt hat. "Es werden sowohl Luftmessungen als auch Verkehrsaufkommen und Witterungsverhältnisse miteinbezogen", erklärte Projektleiter Christian Kurz von der TU. "Um die Werte des IG-L zu erzielen, müssten wir etwa die Hälfte aller Jahresstunden Tempo 100 verordnen." Im Winter könnte das tagelang Tempo 100 bedeuten.

Schlechtwetter. Viktor Geyrhofer von der Asfinag erörterte den Nutzen der Anlage, die erstmals 2005 in Tirol, allerdings vorerst nur zur Verkehrsflussoptimierung eingesetzt wurde, aus Sicht des Betreibers: "Die Verkehrszeichen, die von der VBA angezeigt werden, richten sich nach dem Verkehr, nicht umgekehrt. So erreichen wir eine höhere Kapazität auf unseren Straßen." Die Tafeln bremsen den Verkehr nicht nur bei Feinstaubalarm ein, sondern dienen auch als Warnungen bei Schlechtwetter oder Stau. Die VBA in der Steiermark ist bis jetzt das größte derartige Projekt in Österreich. Etwas widersprüchlich sind allerdings die Zielsetzungen der Beteiligten: Während die Asfinag davon sprach, so oft wie möglich Tempo 130 beibehalten zu wollen, liegt das Hauptaugenmerk von Wegscheider auf der Feinstaubreduktion und Tempo 100.

Niedriger Verbrauch. Laut Umweltreferent profitiere auch der Autofahrer von der VBA, nämlich durch höhere Sicherheit, weniger Feinstaub und geringerer Kosten infolge niedrigeren Verbrauchs. Besondere Überwachungen werde es auf den Abschnitten nicht geben. "Die anderen VBA in Österreich wurden gut angenommen und zeigen Wirkung", erklärte Thomas Greiner von der Asfinag. Zum einen sei es die Dynamik der Anzeigen, zum anderen auch die Angst vor einer möglichen Tempomessung, weil man hinter der Anlage eine "Section Control" vermute.

quelle:kleinezeitung.at
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Feinstaub-Verkehrsschilder sollen in Verkehrsfluss eingreifen
Antwort #14
Feinstaub-Verkehrsschilder sollen in Verkehrsfluss eingreifen
Mitte Dezember gehen auf Abschnitten der A2 und der A9 Verkehrsbeeinflussungsanlagen (VBA) in Betrieb. Sie sollen helfen, die Feinstaubbelastung zu senken.
Auf Abschnitten der A2 und der A9 gehen mitte Dezember Verkehrsbeeinflussungsanlagen in Betrieb
Man könnte sie als denkende Verkehrsschilder bezeichnen. Die so genannten Verkehrsbeeinflussungsanlagen greifen ein und senken das Tempolimit von 130 Stundenkilometern auf hundert Stundenkilometer, wenn die Feinstaubbelastung den Grenzwert überschreitet.

50 Anlagen. Insgesamt sollen bis Ende November 50 der elektronisch gesteuerten Anlagen - Überkopfanzeigen wie Seitensteher - montiert sein. An den Anschlussstellen, wie Raststationen und Parkplätzen, wird der Fahrer immer wieder über das derzeit gültige Tempolimit informiert.

Aktuelle Daten. Die Anlagen erhalten alle 30 Minuten aktuelle Daten der Luftgütemessstationen des Landes Steiermark, dazu kommen noch die meteorologischen Prognosedaten der Austro Control. Zusammen mit den Verkehrsdaten der Asfinag wird die Information ausgewertet und das Tempolimit entweder beibehalten, gesenkt oder wieder auf die gewohnten 130 Stundenkilometer umgeschaltet. Viktor Geyrhofer, Geschäftsführer der Asfinag: "Die Verkehrszeichen richten sich nach dem Verkehrsgeschehen und nicht umgekehrt. Sehr effektiv für Umwelt und Verkehr." Berechnungen zufolge dürfte die Hälfte des Jahres vom Tempolimit betroffen sein.

Verkehrszeichen. Ab 15. Dezember 2008 werden die Verkehrszeichen ganzjährig auf der Südautobahn (A2) und der Pyhrnautobahn (A9) in den Bereichen zwischen Lieboch und Sinabelkirchen und zwischen Leibnitz und Deutschfeistritz ins Verkehrsgeschehen eingreifen. Wobei die einzelnen Strecken noch einmal in die vier Korridore Nord (Deutschfeistritz bis Tunnel Gratkorn), West (Lieboch bis Graz West), Süd (Kalsdorf bis Leibnitz) und Ost (Graz West bis Sinabelkirchen) unterteilt sind. Sie werden getrennt geschaltet, um so Tempolimits in nicht betroffenen Zonen zu vermeiden.

Verkehrsfluss. Mit den VBAs soll ess nicht nur dem Feinstaub an den Kragen gehen, mit ihnen kann auch aktiv in den Verkehrsfluss eingegriffen werden. Bei Stau, Unfällen oder Glatteis kann die Asfinag schneller reagieren und die folgenden Fahrer vorwarnen.

17,5 Millionen Euro. Die Kosten für die Anlagen belaufen sich auf insgesamt 17,5 Millionen Euro. Die Steiermark ist somit das erste Bundesland mit einer ganzjährigen feinstaubabhängigen Geschwindigkeitsreduktion auf Autobahnen. Für die Bundesstraßen sind derzeit keine Tempolimits geplant.

Verbote. Ansonsten will man den Feinstaub noch mit einem Verbot von Brauchtumsfeuern im Sanierungsgebiet "Großraum Graz", einer Ausweitung der Fernwärme-Förderung und Umweltzonen nach deutschem Vorbild bekämpfen. Bei zuletzt genannten steht noch kein zeitlicher Rahmen fest. Derzeit beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe des Landes und der Stadt Graz mit der Umsetzung des Umweltzonen-Modells.
CARMEN OSTER

quelle kleinezeitung.at
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