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Thema: Mur-Kraftwerk Puntigam (71091-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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  • amadeus
  • Libertin & Hedonist
Re: Das Mur-Kraftwerk spaltet die Stadt Graz
Antwort #15

"Mit dem Fahrrad entlang der Mur nach Marburg fahren!"   :hehe:


Im Design ist halt auch der Mur-Drau-Kanal inbegriffen ...   ;)
Gruß aus Graz-Eggenberg
Wolfgang
      Für jedes Problem gibt es eine Lösung, die einfach, klar und falsch ist.
Im Übrigen bin ich der Meinung, daß das Fahrtziel eines Fahrzeuges mit dessen Fahrtzielanzeige übereinstimmen soll.


  • Michael
  • Styria Mobile Team
Re: Mur-Kraftwerk Puntigam
Antwort #16

In vier Jahren sollen die Bagger auffahren

Das geplante Mur-Kraftwerk in Puntigam soll Graz ein neues Gesicht verpassen. Jetzt legt die Energie Steiermark Details zum Projekt vor.
Das Mur-Kraftwerk nördlich der Grazer Puntigamer Brücke soll einen öffentlichen Schauraum und eine Fußgänger-Querung bekommen


Foto © Energie Steiermark

Etwas mehr als ein halbes Jahr wird in den Büros der Energie Steiermark noch geplant und berechnet. Dann, im Sommer 2010, schreitet der Konzern zur Tat: Er reicht die Unterlagen zum Mur-Kraftwerk in Graz-Puntigam für die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) ein und setzt das Großprojekt damit offiziell auf Schiene.

87 Millionen Euro nimmt die Energie Steiermark - in inzwischen gewohnter Manier gemeinsam mit dem Verbund - in die Hand, um der Landeshauptstadt ein neues Gesicht zu verpassen. Wie die Kleine Zeitung exklusiv berichtete, soll 600 Meter oberhalb der Puntigamer Brücke im südlichen Graz ein Mur-Kraftwerk entstehen. Der Wasserspiegel würde sich bis zur Hauptbrücke hin heben, die Stadtregierung, allen voran Bürgermeister Siegfried Nagl, träumt von einer Belebung der neuen Uferlandschaft.

Energie Steiermark-Vorstand Oswin Kois ist sich sicher, dass das Millionenprojekt für die Flusslandschaft eine ökologische Aufwertung bringe. "Kaum ein Energieprojekt in Österreich bietet so viele Chancen."


Naherholung für die Grazer

Herzstück ist das Kraftwerk selbst, das mit 16,3 Megawatt Leistung Strom für 20.000 Haushalte liefern soll. Es bekommt einen Ausstellungsraum für erneuerbare Energie und eine Querung für Fußgänger und Radler. Aus der am Standort liegenden "Olympiawiese" soll ein Naherholungsraum werden.

Direkt an der Staumauer steigt das Wasser um sechseinhalb Meter, auf Höhe des Augartens immerhin um zweieinhalb. Der Puchsteg im Süden muss ganz weichen. "Wir bauen einen neuen weiter nördlich", sagt Projektleiter Christoph Rath. Auch die Murpromenade muss an einzelnen Stellen angehoben werden. Um den höheren Wasserspiegel überhaupt bewältigen zu können, bekommt die Mur im Süden bis auf Höhe Seifenfabrik neue Dämme, auf denen künftig Radwege verlaufen.

Wichtigstes Argument für die Stadt, die auch eine Insel und eine neue Mur-Brücke plant: Die Energie Steiermark würde sich zu etwa einem Fünftel an dem 60 Millionen Euro teuren Hauptkanal beteiligen, den Graz bauen muss. Der jetzige Zustand, dass sich das Kanalsystem bei Hochwasser in den Fluss entleert, ist längst nicht mehr zeitgemäß.

Auf politischer Ebene forciert die Energie Steiermark ihr Projekt über ein Pro-Kraftwerk-Komitee aus ÖGB, Industriellenvereinigung, Bauern- und Wirtschaftskammer. Kois rechnet damit, dass die Bauarbeiten im Oktober 2013 beginnen können.


Der Fahrplan
Die wichtigsten Schritte im Kraftwerksprojekt:

Mitte 2010: Projekteinreichung, Beginn des Verfahrens.

Dezember 2011: UVP-Verhandlung mit allen betroffenen Parteien.

Oktober 2013: Baubeginn.

Ende 2015: Inbetriebnahme des Kraftwerks.


Quelle + Bild: www.kleine.at | http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/2096121/kraftwerk-soll-mur-graz-aufstauen.story


Weitere Bilder/Visualisierungen -> http://www.kleinezeitung.at/steiermark/multimedia.do?action=showEntry_detail&project=6699&_vl_backlink=/steiermark/graz/graz/2096121/kraftwerk-soll-mur-graz-aufstauen.story
LG Michael, vormals PM  |  Styria-Mobile

  • Michael
  • Styria Mobile Team
Re: Mur-Kraftwerk Puntigam
Antwort #17

Mur-Kraftwerk: Es überwiegt noch die Skepsis

Wie wird sich das geplante Mur-Kraftwerk auf Graz auswirken? Unter den Anrainern dominiert die Furcht vor Überschwemmungen. Die Estag lud sie zur Projektvorstellung.
Ein Plädoyer für das Mur-Kraftwerk: Bürgermeister Nagl


Es sind zwei Grüppchen, die sich in der Abenddämmerung vor der Grazer Seifenfabrik ein Wortscharmützel liefern. "Rettet die Mur, bevor es zu spät ist", steht auf einem Leinentransparent, unter dem sich ein halbes Dutzend Aktivisten mit Flugblättern versammelt hat. "Wasserkraft ist grüne Energie" affichieren die anderen gegenüber.

Die Fronten zwischen den Grundsatzgegnern und Befürwortern des geplanten Grazer Mur-Kraftwerks sind verhärtet. Jene, die im südlichen Stadtgebiet am direktesten betroffen sind, haben sich indes im Inneren der Seifenfabrik versammelt: die Anrainer. Rund 200 sind gekommen, um sich von der Energie Steiermark die Details zum Kraftwerk vorstellen zu lassen.

Da ließ es sich der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl nicht nehmen, den versammelten Bürgern vorab "die Chancen, die sich für Graz auftun" schmackhaft zu machen. Bekanntlich würde das Laufkraftwerk in Graz-Puntigam den Wasserspiegel der Mur bis zur Hauptbrücke hin anheben. "Wir haben eine Umfrage gemacht, mit dem Ergebnis, dass das Mur-Kraftwerk unter den Grazern neben dem Radwegeausbau als Top-Projekt in der Stadt eingestuft wird", so Nagl.


Angstfaktor Hochwasser

Zurückhaltender ist die Stimmung unter den Anrainern entlang der Mur. Von einigen hartnäckigen Zwischenrufern abgesehen, die sich zu Beginn unter das Publikum gemischt hatten, geht es diesen Skeptikern weniger um Naturschutzfragen. "Was passiert, wenn mein Keller durch das Kraftwerk bei Hochwasser überflutet wird", will eine Anrainerin unter Beifall der Anwesenden wissen. Die zwölf (!) von der Energie Steiermark aufgebotenen Sachverständigen versuchen, die diversen Ängste zu zerstreuen. "Die Hochwassergefahr wird nachher nicht höher sein als derzeit", so Michael Wedenig aus dem Projektteam. Vielen Anrainern genügt diese mündliche Zusicherung nicht. Sie wollen schriftliche Garantien, dass es niemals Überflutungen geben wird. "Eine hundertprozentige Garantie gibt es in der Natur nicht", kontert Till Harum, Hydrologe des Joanneum Research.

Und wie wirkt sich die aufgestaute Mur auf die Luftqualität in Graz aus? Alexander Podesser, Wetterexperte der ZAMG, erwartet keine nachteiligen Effekte: "Die Luftströmung entlang der Mur ist für die Ausbreitung in die Stadt nicht relevant. Ein langsamer fließender Fluss ändert an der Durchlüftung nichts."

Die unter Fischern gefürchteten Stauraumspülungen, bei denen die Wehranlage von Schlamm gereinigt wird, werde man immer nur schrittweise durchführen und nicht alles auf einmal ablassen, so Projektleiter Christoph Rath. Raumplaner Günther Tischler zerstreut indes eine andere Befürchtung: Für das Projekt benötige man keine Privatgrundstücke. "Wir greifen nicht ins Bauland ein."

Quelle: www.kleine.at | http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/2197896/mur-kraftwerk-ueberwiegt-noch-skepsis.story
LG Michael, vormals PM  |  Styria-Mobile

Re: Mur-Kraftwerk Puntigam
Antwort #18
Also ich muss mich als Befürworter des Kraftwerks outen. Naturschutzfragen hin oder her, auch wenn jetzt ein Stück Natur dort zerstört wird, es entwickelt sich wieder etwas neues dortn. Auch wenn des dauern wird. Sonst sollens halt wie in Moskau rings um die Stadt ein paar Atomkraftwerke bauen. Is sicher a ned gefährlicher als eine Staustufe ;)
Grüße aus 1200 Wien!!!

Re: Mur-Kraftwerk Puntigam
Antwort #19
Die Mur keinen Meter mehr frei fließen zu lassen kann auch keine Lösung sein. Die einzige Lösung ist in Wahrheit den Energieverbrauch zu senken, aber damit lässt sich wohl zuwenig Geld verdienen.

Re: Mur-Kraftwerk Puntigam
Antwort #20
Ich bin auch nicht betrübt über das Kraftwerk.

Eigentlich ist es von den nur gebauten dass am besten verträgliche, da die Mur in der Stadt sowieso nicht "Natur" entspricht. Da sollte man besser auf die südlicheren Kraftwerke verzichten.

  • amadeus
  • Libertin & Hedonist
Re: Mur-Kraftwerk Puntigam
Antwort #21
Zitat
Da sollte man besser auf die südlicheren Kraftwerke verzichten.


Auch die Murauen südlich von Graz sind nicht "naturbelassen". Die Mur wurde auch dort dereinst auf etwa ein Drittel der ursprünglichen Breite kanalisiert, das ist alles schon Menschenwerk.
Gruß aus Graz-Eggenberg
Wolfgang
      Für jedes Problem gibt es eine Lösung, die einfach, klar und falsch ist.
Im Übrigen bin ich der Meinung, daß das Fahrtziel eines Fahrzeuges mit dessen Fahrtzielanzeige übereinstimmen soll.


Re: Mur-Kraftwerk Puntigam
Antwort #22
Das ist mir auch klar - war nur eine Aussage nach dem Motto: "Wenn schon etwas Flusslauf erhalten, dann..."

Aber dort dürfte es noch eine interessante Pflanzen- und Tierdiversität geben (auch wenn nicht mehr im ursprünglichen Umfang), was in der Stadt sicher nicht der Fall ist.

Re: Mur-Kraftwerk Puntigam
Antwort #23

Auch die Murauen südlich von Graz sind nicht "naturbelassen".

Trotzdem gibt es z.B. ein Stück nördlich von Kalsdorf noch sehr naturnahe Aulandschaften.
Kann mich Firehawk nur anschließen: Das Kraftwerk in Graz ist mMn das, das am ehesten gebaut werden sollte.

MfG, Christian

  • Michael
  • Styria Mobile Team
Re: Mur-Kraftwerk Puntigam
Antwort #24

Aus der heutigen Ausgabe der Kleinen-Zeitung:
LG Michael, vormals PM  |  Styria-Mobile

Re: Mur-Kraftwerk Puntigam
Antwort #25
Scheinheiligkeit ohne Ende...

Re: Mur-Kraftwerk Puntigam
Antwort #26
Ich bin Anrainer, zumindest war ich zur Projektvorstellung eingeladen, und bin zu 100% dafür.

Die Gegner sollen einfach Ihren Strom selbst erzeugen, oder wenn dies nicht möglich ist, keinen Verbrauchen.

Windräder gefährden Vögel beim Fliegen, Wasserkraftwerke zerstören die unnatürlich begradigten Auen. Am besten Atomstrom aus dem Ausland importieren und sich gleichzeitig über die Atomkraftwerke im Ausland aufregen...

  • Michael
  • Styria Mobile Team
Mur-Kraftwerk Puntigam - Zuspruch für Kraftwerk wächst
Antwort #27

Zuspruch für Kraftwerk wächst

Estag-Meinungsumfrage liefert 82 Prozent Zustimmung zu Stadtkraftwerk.

GRAZ. In der Chefetage der Energie Steiermark ist man hoch erfreut. "Das ist ein erstaunliches Votum", sagt Oswin Kois. Der Vorstandssprecher meint damit das Ergebnis einer Meinungsumfrage zum geplanten Wasserkraftwerk in Graz-Puntigam, das der Landesenergieversorger beim Wiener Institut für Tiefenpsychologie in Auftrag gegeben hatte. Wichtigstes Teilergebnis: 82 Prozent der befragten Grazer stehen dem Projekt Murkraftwerk "eher positiv" gegenüber.

"Wir wollten abseits aller Diskussionen wissen, was die Grazer Bevölkerung zu erneuerbaren Energien und zum Wasserkraftwerk denkt", sagt Kois. Die Studienautoren haben dafür im Jänner und Februar 846 Grazerinnen und Grazer befragt. "Was uns erstaunt hat, ist, dass die Leute inzwischen sehr gut über erneuerbare Energie Bescheid wissen."

Als umweltfreundlichste Art der Stromerzeugung schätzen die Grazer Fotovoltaik ein, gefolgt von Wind- und Wasserkraft. Biomasse belegt den vierten Rang. Keine Ader haben die Befragten für die Atomkraft. 74 Prozent schätzen sie als umweltschädlich ein. Kohle und Erdöl folgen mit knapp 50 Prozent.

Als am besten für Graz geeignet befindet jeder zweite Befragte die Sonnenenergie, knapp gefolgt von der Wasserkraft. Dem Bau eines Heizkraftwerks können nur 15 Prozent der Grazer etwas abgewinnen.

In Sachen Mur-Kraftwerk existieren aber auch Bedenken. So fürchtet ein Drittel der Befragten, dass die Staustufe die Tier- und Pflanzenwelt zerstören könnte. Ein Fünftel äußerte Sorgen bezüglich Hochwasser. Befragt nach der Ausgestaltung des Murufers dominieren Wünsche nach Sportplätzen, Freizeitbereichen und Radwegen.

GÜNTER PILCH

Quelle: www.kleine.at


Zitat
Die Gegner sollen einfach Ihren Strom selbst erzeugen, oder wenn dies nicht möglich ist, keinen Verbrauchen.

Das müsste man den Gegner direkt ins Gesicht sagen. Würde ja zu gerne sehen, wie Sie darauf reagieren.
LG Michael, vormals PM  |  Styria-Mobile

  • Michael
  • Styria Mobile Team
Re: Mur-Kraftwerk Puntigam
Antwort #28

Die Ausreden der Gegner sind teilweise echt :P

Zum Beispiel hier http://www.kleinezeitung.at/steiermark/grazumgebung/2344577/sonne-ahoi-bereits-24-8-grad-graz-weiz.story#forummain, bei den Kommentaren schreibt User "krassss":

Die Lebensqualität von uns GrazerInnen wird dadurch stark abnehmen.

;D
LG Michael, vormals PM  |  Styria-Mobile

Re: Mur-Kraftwerk Puntigam
Antwort #29
Das vielleicht nicht, aber deswegen sind die Kraftwerke immer noch ein ökologischer Wahnsinn...