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Thema: Dem mächtigen Staubteufel auf der Spur bleiben (3540-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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  • Michael
  • Styria Mobile Team
Dem mächtigen Staubteufel auf der Spur bleiben

Dem mächtigen Staubteufel auf der Spur bleiben

Seltenes Phänomen: Wetterbeobachter schaute sich in Kohlschwarz die Schäden an, die eine Windhose verursacht hat.

Große Beachtung rief der Bericht der Kleinen Zeitung über eine Windhose hervor, die an einem einzigen Gebäude in Kohlschwarz beträchtlichen Schaden angerichtet hat - und zwar hauptsächlich am südseitigen Dachteil des Wirtschaftsgebäudes.

In der näheren und nächsten Umgebung wurde sonst nichts beschädigt, kein Ziegel zerstört, kein Baum geknickt. Sogar ein nur rund vier Meter vom Stall entfernter, mit Eternitplatten abgedeckter Holzstoß blieb völlig unberührt. Die Windhose hat sich anscheinend in unmittelbarer Nähe des Anwesens vulgo Harg aufgebaut und verlor auch dort ihre Wirkung.

Nach Erscheinen des Berichtes kontaktierte Matthias Binder vom Verein "Skywarn Austria" August Bachatz, Bürgermeister in Kohlschwarz, und nahm einen Ortsaugenschein vor. Der Wetterexperte dokumentierte alles Geschehene genau, filmte, fotografierte und befragte Augenzeugen der unheimlichen Wetterkapriole.

Der Besitzer der Liegenschaft, der Landwirt Josef Gallaun, schilderte nochmals, wie er nur wenige Meter vom demolierten Wirtschaftsgebäude entfernt gestanden ist und plötzlich ein Surren und Dröhnen wie von einem nieder daherbrausenden Flugzeug gehört hat. Dann sah er auch schon eine Windhose mit einem Durchmesser von etwa vier Metern, die große Mengen an Staub mit sich führte. Gleich darauf krachte es beim Wirtschaftsgebäude, Eternitplatten zerbrachen und flogen hoch in die Luft. Gras wurde förmlich abgemäht und fiel an anderer Stelle zu Boden. Gallaun selbst verspürte jedoch kaum einen Luftzug, obwohl er sich nicht weit weg vom Gebäude aufhielt.


Staub

Für den Wetterbeobachter Matthias Binder steht fest, dass es sich bei diesem Phänomen um einen "Dust Devil", eine so genannte Kleintrombe gehandelt hat. "Das ist eine eher seltene Erscheinung", so der Experte. "Zumindest kann ich mich in Österreich an keine Kleintrombe erinnern, die einen Schaden verursacht hätte."

Kleintromben erreichen, weil sie meist Staub aufwirbeln und deshalb Staubteufel genannt werden, meist nur Windspitzen um 50 Stundenkilometer. Oft sind sie lediglich wenige Sekunden aktiv, sie "arbeiten" also ziemlich schnell.

Die Trombe, die in Kohlschwarz gesehen worden ist, dürfte jedoch wegen des angerichteten Schadens wesentlich mächtiger gewesen sein. Um das festzustellen, dokumentierte Binder das Gewicht der Dachlatten, den Zustand des Dachstuhlholzes, die Nagel- und Schraubenstärke auf dem Dachstuhl und vieles mehr. "Daraus kann man dann ungefähr errechnen, mit welcher Geschwindigkeit die Trombe unterwegs war", so Binder.

Quelle: www.kleine.at


Musste den Artikel zwei mal Lesen, bis ich verstanden habe, dass das Gebäude im Ort! Kohlschwarz steht! :hehe: Musste lachen, als ich es verstanden habe.
Der Schaden ist gewaltig - Schicksal. :-\

Habe so einen Dustdevil erst letzte Woche auf einem Feld unmittelbar vor mir in der äußeren Ragnitz miterlebt. Sah witzig aus.
LG Michael, vormals PM  |  Styria-Mobile