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Thema: ÖAMTC zerreißt "Umweltpickerl"-Verordnung (3038-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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  • Michael
  • Styria Mobile Team
ÖAMTC zerreißt "Umweltpickerl"-Verordnung

ÖAMTC zerreißt "Umweltpickerl"-Verordnung

Der ÖAMTC lässt kein gutes Haar an der "Umweltpickerl"-Verordnung des Umweltministeriums: Nutzlos, teuer, verwirrend sei sie, berge zudem die Gefahr von inkompatiblen Insellösungen.

Zum Ende der Begutachtungsfrist für die "Umweltpickerl"-Verordnung des Umweltministeriums, teilt der ÖAMTC noch einmal heftig aus. Die Verordnung soll eine Kennzeichnung von Kraftfahrzeugen nach Abgasklassen definieren und die Grundlagen für z. B. Fahrverbotszonen schaffen (so genannte "Umweltzonen"). Die ersten Verfechter von Fahrverbotszonen in Graz rudern bereits zurück.


"Weitere schlechte Ideen"

"Ein entsprechendes Gesetz würde aber Tür und Tor für weitere schlechte Ideen öffnen", sagt ÖAMTC-Chefjurist Andreas Achrainer. "Die vorliegende Verordnung ist weiter unausgegoren und praxisfremd. Fahrverbotszonen sowie Plakettenlösungen sind sinnlos, verwirrend und schädigen die Volkswirtschaft". Der ÖAMTC kritisiert unter anderem, dass es im jetzigen Entwurf heißt, dass die österreichischen Plaketten prinzipiell mit denen anderer Länder vergleichbar sein sollen. "In der Praxis wird das nicht funktionieren", gibt ÖAMTC-Chefjurist Achrainer zu bedenken.

In Österreich müssten laut Verordnung Motorbauart und Kfz-Kategorie auf der Plakette vermerkt sein. Damit ist gleich einmal die Vergleichbarkeit mit den deutschen Feinstaubplaketten unmöglich, auf denen diese Einträge fehlen. "Man braucht nicht viel Phantasie, um sich das Plakettenchaos mit anderen europäischen Ländern auszumalen", so Achrainer. Es ist nicht nur das Pickerl selbst (2,80 Euro) zu zahlen, sondern auch die Arbeit der "§ 57a KFG ermächtigten Stelle", die das Auto der richtigen Genehmigungsklasse zuordnet.

"Damit wären bei den heute üblichen Werkstättenpreisen die kolportierten Kosten von 15 Euro für die Plakette keinesfalls zu halten", sagt Achrainer. Die geplante Verordnung sieht vor, dass Fahrzeuge anhand realer Abgaswerte klassifiziert werden. Das ist an sich positiv - diese Werte sind oft besser als jene, die sich durch die Genehmigungsklasse (z.B. Euro 4) ergeben.


Abgaswerte unbekannt

Doch der entsprechende Nachweis kann schwierig werden. Denn für viele - vor allem ältere - Fahrzeuge findet man die Abgaswerte nicht im Zulassungsschein. Wenn es nach dem Entwurf geht, wäre die Lösung, dass man sich als Fahrzeugeigentümer das Gutachten eines EU-zugelassenen Technischen Dienstes einholen muss. "Diese Vorgehensweise kann teuer werden und hat einen ungewissen Ausgang", sagt der ÖAMTC-Chefjurist. Fahrverbotszonen sind - wie in 40 deutschen Städte bewiesen - für die Umwelt praktisch ohne Nutzen.

Es gäbe - auch im Verkehr - viele sinnvolle Projekte für eine nachhaltige Umweltpolitik. "Vor allem muss man die Problematik ganzheitlich betrachten" sagt Achrainer. "Neben dem Verkehr muss auch dem Hausbrand, der Industrie, der Landwirtschaft und der Fernverfrachtung Augenmerk geschenkt werden".

Quelle: www.kleine.at
LG Michael, vormals PM  |  Styria-Mobile

Re: ÖAMTC zerreißt "Umweltpickerl"-Verordnung
Antwort #1
Ja klar ist der ÖAMTC als Autofahrerlobby dagegen. Aber die klare Aussage ist doch erstaunlich, da der ÖAMTC am Gängelband der Autoindustrie hängt und somit eigentlich für die Zonen sein sollte, da diese doch vornehmlich der Autoindustrie nützt.

Wieviele alte Autos gibts denn wirklich noch auf den Straßen? Ja einige. Aber warum gibts die noch? Ganz einfach, weil damit wenig gefahren wird, sonst wären sie schön längst kaputt  ::) Also bringt ein Verbot dieser wenig fahrenden Autos, die eh bald vom ungarischen Händler in den Süden verfrachtet werden, wenig bis gar nichts.

Da sollte man besser bei der Verwirbelung und beim Abrieb ansetzen: Da sehen die modernen Autos inkl. Elektrofahrzeuge nämlich gar nicht gut aus: Immer höhere Fahrzeuggewichte, Breitreifen etc. erzeugen durch den Fahrbetrieb immer mehr Abrieb! Und ja, ganau diese immer schwereren Fahrzeuge fahren auch die hohen Kilometerleistungen, nicht die alten Kisten.

Fazit: Feinstaubfahrbeschränkungen ja, aber nach Gewichtsklassen gestaffelt, ohne Unterschied ob Alt- oder Neuwagen. So nebenbei würde der Trend zum Kleinwagen sozial verträglich sein und Abrieb und Verwirbelung, aber auch die Parkraumbelastung verringern.

Es ist doch verrückt, dass wegen der immer breiter und länger werdenden Fahrzeuge (die Krönung sind die SUVs) immer mehr Parkflächen für den IV verbraucht werden. Weg mit diesen Monsterautos aus der Stadt. Der Weg zur Reduzierung des IVs in der Stadt führt nur über den Trend zum sprit- und CO2 sparenden Kleinwagen.

  • Amon
Re: ÖAMTC zerreißt "Umweltpickerl"-Verordnung
Antwort #2

Es ist doch verrückt, dass wegen der immer breiter und länger werdenden Fahrzeuge (die Krönung sind die SUVs) immer mehr Parkflächen für den IV verbraucht werden. Weg mit diesen Monsterautos aus der Stadt.


Du sprichst mir aus der Seele. Leider werden vor allem die SUV immer mehr. Solche "Panzer" haben in der Stadt nichts verloren. Wofür brauche ich in Graz einen Geländewagen? Das ist nur Größenwahn...

  • Martin
  • Global Moderator
  • Styria Mobile Team
Re: ÖAMTC zerreißt "Umweltpickerl"-Verordnung
Antwort #3
Die meisten SUV's sind aber vorsteuerabzugsberechtigt...
GLG
Martin

  • Amon
Re: ÖAMTC zerreißt "Umweltpickerl"-Verordnung
Antwort #4
Wenn das stimmt, ist es ein Skandal und sollte schnellstmöglich gesetzlich korrigiert werden. Vorsteuerabzug ist für Nutzfahrzeuge und ncht für übermotorisierte "Spielzeuge" gedacht....

  • Stipe
Re: ÖAMTC zerreißt "Umweltpickerl"-Verordnung
Antwort #5

Die meisten SUV's sind aber vorsteuerabzugsberechtigt...


Zum Beispiel welche?

  • Martin
  • Global Moderator
  • Styria Mobile Team
Re: ÖAMTC zerreißt "Umweltpickerl"-Verordnung
Antwort #6
GLG
Martin

  • Amon
Re: ÖAMTC zerreißt "Umweltpickerl"-Verordnung
Antwort #7


Die meisten SUV's sind aber vorsteuerabzugsberechtigt...


Zum Beispiel welche?


Najai, von "fast allen" kann keine Rede sein. Modelle wie Porsche Cayenne, BMW X1/X3/X5/X6, VW Touareg/Tiguan, Mercedes ML usw. sind - zurecht - in nicht aufgeleistet. Achtet mal darauf, wie viele Fahrzeuge der genannten Modelle in Graz fahren.

  • Stipe
Re: ÖAMTC zerreißt "Umweltpickerl"-Verordnung
Antwort #8
Solche Fahrzeuge gibts nicht viele, da ja auch nur die "richtige" Variante vorsteuerabzugsberechtigt ist. Ein Renault Kangoo mit Seitenfenstern hinten ist nicht, einer ohne schon bevorzugt, zB. Da ist unsere Finanz schon dahinter, dass damit kein Schindluder betrieben wird.