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Thema: Laßnitztal: Stronach will modernes Diagnosezentrum bauen (2645-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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Laßnitztal: Stronach will modernes Diagnosezentrum bauen
Laßnitztal: Stronach will modernes Diagnosezentrum bauen

Frank Stronach steigt offensichtlich ins Gesundheitsgeschäft ein: In der Steiermark will er das europaweit modernste Diagnosezentrum für Vorsorgeuntersuchungen aufbauen. Seine Partner: Meduni und LKH Graz.

Das Diagnosezentrum von Frank Stronach soll 300 bis 400 Millionen Euro kosten
Frank Stronach denkt nicht an Pension: Seine Stimmenmehrheit an dem von ihm gegründeten Magna-Konzern hat er zwar verkauft und dabei rund eine Milliarde Dollar lukriert. Jetzt baut er aber mit 79 Jahren ein neues Imperium auf. Mit E-Autos, E-Rädern (Bionx in Weiz) und einer Biorinderzucht. Dass der Steirer offensichtlich auch ins Gesundheitsgeschäft einsteigen möchte, wurde bisher geheim gehalten. Seit Wochen verhandeln Meduni Graz und die steirische Krankenanstaltengesellschaft (Kages) mit dem Stronach-Team. Es geht um das europaweit größte Diagnosezentrum, das in der Steiermark entstehen soll. Drei Stockwerke hoch, mit den modernsten Geräten für Vorsorgeuntersuchungen.

Die ersten Konzepte
Der Kleinen Zeitung liegen exklusiv erste Bedarfsanalysen der Meduni zum "Präventivmedizinischen Diagnostikzentrum" vor. Rektor Josef Smolle hat einige Mitarbeiter über das Projekt informiert, man plant sogar den Aufbau einer Stiftungsprofessur für Präventivmedizin. Im Meduni-Kages-Team soll nun eine Minimal- und eine Maximal-Variante des Projekts inklusive Konzeption und Planung erarbeitet werden. Dann folgt das Budget (siehe rechts). Es dürfte rund 25 neue Arzt- und 30 Assistentenstellen geben, sowie Arbeitsplätze für Psychologen, Ernährungswissenschaftler, Röntgenassistenten, Labormitarbeiter etc. In allen Fächern sollen Diagnosen möglich sein - inklusive Genetik.

Die erste Stronach-Anfrage für das Projekt erfolgte übrigens an Chirurgievorstand Karlheinz Tscheliessnigg, weil dieser "bereits so ein Projekt konzipierte", wie aus dem Stronach-Team verlautbart wird. Damals hatte Tscheliessnigg der Landeshauptfrau Klasnic ein High-tech-Vorsorge-Konzept inklusive genetischer Untersuchungen und der Erstellung von Risikoprofilen für Krankheiten vorgeschlagen.

Für den Bau sind Grundstücke in Graz im Gespräch, Stronach dürfte die Lösung im Laßnitzthal favorisieren. Er wäre damit in der Nähe seiner Ex-Firma Magna, der er eine Mitarbeiter-Rundumbetreuung anbieten könnte. Das Diagnose-Zentrum soll auch international vermarktet werden, für Spitzenmanager sind Penthäuser im Zentrum geplant.
DIDI HUBMANN, GERHARD NÖHRER

Total-Check in einem Tag

Das Budget für das Diagnosezentrum von Frank Stronach steht zwar noch nicht fest - Insider gehen aber davon aus, dass in der Top-Version die medizinisch-technischen Geräte an die 200 Millionen Euro kosten könnten. Gesamtinvestitionsvolumen, inklusive Bau: 300 bis 400 Millionen Euro. Meduni-Rektor Smolle betont, dass "dieses Projekt extrem wichtig für Wissenschaft und Bevölkerung ist. Wir können froh sein, wenn die Steiermark dieses Zentrum bekommt". Michael Ofner, der das Projekt für Stronach leitet, ergänzt: "In zwei bis fünf Jahren soll das Haus stehen. Magna-Mitarbeiter und alle Steirer können komplett untersucht werden - ein kompletter Gesundheits-Check wird nur einen Tag dauern."


Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/2807558/lassnitztal-stronach-will-modernes-diagnosezentrum-bauen.story
GLG
Martin