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Thema: WESTbahn  (57875-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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  • amadeus
  • Libertin & Hedonist
Re: WESTbahn (Management) GmbH
Antwort #15
WESTbahn erhöht den Einsatz: "Fahren jede Bahnstrecke in Österreich"

"Bieten mehr Bahnverkehre für das gleiche Geld oder die selben Verkehre für weniger Geld als die ÖBB"

Wien (OTS) - Mit der Zusage, auf der Strecke Salzburg - Graz für das Geld, dass die ÖBB für drei Verbindungen unter der Woche und vier bis fünf Verbindungen am Wochenende erhält, einen durchgehenden 2-Stunden-Takt anzubieten, hat die WESTbahn in den letzten Tagen gehörig Staub aufgewirbelt. Nun erhöht sie den Einsatz. WESTbahn-Geschäftsführer Stefan Wehinger: "Die WESTbahn ist bereit, jede bestehende Zugverbindung in Österreich zu fahren. Wir bieten auf diesen Strecken mehr Verkehre als die ÖBB für das gleiche Geld, das diese erhalten oder gleich viel Verkehre für weniger Geld." Das Serviceniveau, das die WESTbahn ab 11. Dezember dieses Jahres auf der Strecke Wien - Salzburg anbietet, würde auch auf diesen Strecken gehalten. Komfortbestuhlung, Kundenbetreuer am Zug, gratis Wlan, ein einfaches Tarifsystem - das sind Benchmarks, die auf allen unseren Zügen gelten würden.

Mit diesem Angebot erhöht die WESTbahn den Druck auf die Politik, rasch mit Ausschreibungen von Bahnstrecken zu beginnen. Wehinger: "Es ist offensichtlich, dass eine Ausschreibung von Strecken für den Kunden bessere Leistungen und für die öffentliche Hand geringere Kosten bringen würde." Jüngste Äußerungen aus dem Verkehrsministerium lassen jedoch vermuten, dass die bereits zugesagten Ausschreibungen auf die lange Bank geschoben werden. So hieß es jüngst aus dem Kabinett Bures auf eine entsprechende Anfrage eines Journalisten, eine Ausschreibung könne es nicht geben, "wenn von vornherein klar ist, dass die ÖBB sie verlieren, weil ihre Personalkosten um 20 Prozent höher sind und sie die Mitarbeiter nicht abbauen können".

Das Fazit: Der Bahnkunde, der Steuerzahler und der Mitbewerb werden also so lange vertröstet, bis die ÖBB und der Bund ihre Hausaufgaben im Unternehmen ÖBB erledigen. WESTbahn-Boss Stefan Wehinger: "Ich fürchte, bevor dies geschieht, wird noch sehr lange Steuergeld unnötig verbrannt."

Quelle: APA-OTS
Gruß aus Graz-Eggenberg
Wolfgang
      Für jedes Problem gibt es eine Lösung, die einfach, klar und falsch ist.
Im Übrigen bin ich der Meinung, daß das Fahrtziel eines Fahrzeuges mit dessen Fahrtzielanzeige übereinstimmen soll.


Re: WESTbahn (Management) GmbH
Antwort #16
Die Schlammschlacht geht weiter, noch bevor ein einziger Fahrgast mit der Westbahn gefahren ist.

----
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20111028_OTS0176/oebb-zu-westbahn-fahren-statt-reden-7-fragen-an-den-mitbewerber

ÖBB zu WESTbahn: Fahren statt Reden - 7 Fragen an den Mitbewerber =

   Wien (OTS) - Die ÖBB nehmen die neuerlichen Proklamationen der
WESTbahn "Wir fahren jede Bahnstrecke in Österreich" zum Anlass
sieben konkrete Fragen an das Management zu stellen. Die ÖBB
empfehlen dem Mitbewerber, einmal nicht gesprochene, sondern echte
Züge auf die Schiene zu bringen, wie es die ÖBB jeden Tag über
6.000-mal tut.

- Ab wann kann die WESTbahn realistisch Strecken übernehmen?

- Mit welchen Zügen will die WESTbahn alle Strecken in Österreich
bedienen?

- Ist Herr Haselsteiner bereit, weitere Investitionen in
Millionenhöhe für die Anschaffung von Zügen zu tätigen, ohne bis dato
den Beweis zu haben, das das Geschäftsmodell der WESTbahn erfolgreich
ist?

- Sind die Pläne der WESTbahn mit dem französischen Haupteigentümer
SNCF abgesprochen?

- Ab wann wird die WESTbahn die am 25.11.2011 bereits angekündigten
Preiserhöhungen umsetzen?

Wir wiederholen unser Angebot, in Gespräche über andere Strecken als
Wien - Salzburg einzutreten, wenn die WESTbahn ein konkretes Angebot
unterbreitet und die notwendigen Voraussetzungen für einen
flächendeckenden Bahnbetrieb in Österreich erfüllen kann.

ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister
Als umfassender Mobilitätsdienstleister sorgt der ÖBB-Konzern
österreichweit für die
umweltfreundliche Beförderung von Personen und Gütern. Mit
konzernweit rd. 42.500
MitarbeiterInnen (inkl. Lehrlinge 44.125) und Gesamterträgen von rd.
6,1 Mrd. EUR ist der
ÖBB-Konzern ein wirtschaftlicher Impulsgeber des Landes. Im Jahr 2010
wurden von den
ÖBB 460 Mio. Fahrgäste und 132,9 Mio. Tonnen Güter transportiert.
Strategische
Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

Re: WESTbahn (Management) GmbH
Antwort #17
Mit der Bures im Rücken ist es leicht, jede Konkurrenz totzureden  :boese:
Es ist wirklich zum heulen was das abgeht, ich hoffe dass die Westbahn einschlägt wie eine Bombe, was aber leider derzeit noch nicht zu erwarten ist...

Re: WESTbahn (Management) GmbH
Antwort #18
Westbahn sieht sich durch ÖBB benachteiligt

Etwas über einen Monat vor dem Start der neuen Westbahn (Rail Holding) auf der Westbahnstrecke zwischen Wien und Salzburg hat Geschäftsführer Stefan Wehinger seinen Unmut über die Behandlung durch die ÖBB geäußert.

Noch immer seien einige Dinge am Weg zur Liberalisierung des Bahnverkehrs juristisch und politisch ,,ungeklärt", kritisierte Wehinger bei einem Vortrag im Zigarrenclub in Wien. Die ÖBB Infrastruktur habe den künftigen Konkurrenten zwar bisher fair behandelt. Trotzdem sei die Westbahn benachteiligt, u.a. weil die ÖBB die Westbahn-Züge nicht ins ÖBB-Fahrplaninformationssystem ,,Scotty" aufnehmen wollten.


Westbahn zu Beginn ,,auf Kosten der ÖBB"

Wehinger kritisierte auch, dass die neue Schienenregulatorin direkt aus dem Kabinett von Verkehrsministerin Doris Bures (SPÖ) komme. Die ÖBB hätten auch Einsprüche gegen die Aufnahme der Westbahn in regionale Tarifverbunde eingelegt. Der frühere ÖBB-Manager räumt ein, dass die Westbahn zu Beginn ,,auf Kosten der ÖBB" leben werde, mittelfristig würden aber beide Bahnen wachsen, weil die Nachfrage zunehmen werde. Erst vor kurzem hatte es Streit um einheitliche Tickets der künftigen Konkurrenten gegeben - mehr dazu in wien.ORF.at.

Wehinger, STRABAG, SNCF und Augusta beteiligt

Mit Beginn des Winterfahrplans am 11. Dezember will die Westbahn auf der Strecke Wien-Salzburg fahren und damit der staatlichen ÖBB Konkurrenz machen. Das Westbahn-Betreiberunternehmen Rail Holding AG steht zu je 26 Prozent im Eigentum von Wehinger, des STRABAG-Chefs Hans-Peter Haselsteiner sowie der französischen Staatsbahn SNCF, 22 Prozent hält die Schweizer Gesellschaft Augusta-Holding AG.

Quelle: www.orf.at

  • Martin
  • Global Moderator
  • Styria Mobile Team
Re: WESTbahn (Management) GmbH
Antwort #19
Streit um Rauch-Zug

Die neue Westbahn will Raucher im Zug, Gesundheitsministerium sieht aber Verstoß gegen österreichisches Tabakgesetz. Die Westbahn verteidigt dennoch die geplanten Raucherbereiche als "ideale Lösung".

Die neue Westbahn nimmt mit 11. Dezember auf der Westbahnstrecke den Betrieb auf und will ihren Passagieren zwischen Wien und Salzburg bei exakt zwei Stunden, 59 Minuten Fahrzeit einen eigenen Raucherbereich anbieten. In einem abgetrennten Raucherbereich mit eigener Lüftung können Raucher in einem der sechs Wagen jedes Westbahnzuges ihrem Laster frönen.

Gegen dieses "Angebot" stellt sich jetzt aber das Gesundheitsministerium quer: Dafür gebe es keine Rechtsgrundlage, da laut österreichischem Tabakgesetz ein generelles Rauchverbot an öffentlichen Orten gelte - "dazu zählen auch die Verkehrsmittel", heißt es aus dem Gesundheitsministerium - also auch im Zug. Einzige Ausnahme gibt es für Gastronomiebetriebe. "Das Gesundheitsministerium geht davon aus, dass in allen Zügen - wie es ja in den ÖBB der Fall ist - ein generelles Rauchverbot gilt", so ein Sprecher des Ministeriums.

Westbahngeschäftsführer Stefan Wehinger verteidigt dennoch die geplanten Raucherbereiche als "ideale Lösung". "Als ehemaliger Raucher weiß ich, wie hart es sein kann, durchzuhalten", sagt Wehinger. Andere Kunden oder die Mitarbeiter würden nicht gestört. Die Raucherinseln der Westbahn seien technisch so ausgestattet, dass beim Öffnen der Türen die verrauchte Luft nicht nach außen dringe.

2007 für Verbot
Die ÖBB fahren übrigens seit 1. September 2007 rauchfrei - und wollen auch dabei bleiben, wie man betont. Kurios ist, dass das Rauchverbot in den ÖBB-Zügen vom damaligen Vorstandsdirektor der ÖBB-Personenverkehr AG, Stefan Wehinger, eingeführt wurde.

Damals argumentierte Stefan Wehinger, die Raucherabteile seien nicht ausgelastet, das Verbot sei auf Kundenwunsch und zur Verbesserung des Reisekomforts erfolgt. "Das hat sich bewährt", so eine ÖBB-Sprecherin: "Wir setzen auf jeden Fall weiter auf Bahnfahren ohne Rauchsignale."

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/chronik/2878943/streit-um-rauch-zug.story
GLG
Martin

  • Ch. Wagner
Re: WESTbahn (Management) GmbH
Antwort #20
Staatsbahn ist halt nicht Privatbahn. Das Wichtigste aber, die WESTBahn bleibt in den Medien, ohne Annoncengebühr zahlen zu müssen. Und so wäre es sicherlich interessant, den öffentlichen Bekanntheitsgrad der WESTBahn zu kennen. Aber das wird uns wohl Herr Wehinger nicht mitteilen.

LG! Christian
Weil ich angeblich unhöflich bin:
"Denkt daran, das Schwein von heute ist der Schinken von morgen"
(Mathias Beltz)

"pungitius pungitius"

Re: WESTbahn (Management) GmbH
Antwort #21
"Ab in die WESTbahn"-Ticket: Immer nur die Hälfte zahlen
Utl.: WESTbahn bietet bis 31. Jänner Tickets zwischen Wien und Salzburg um 7,50 Euro =

   Wien (OTS) - Die WESTbahn ist mit einem Versprechen angetreten:
Bei uns zahlen Sie für 1. Klasse Qualität immer nur die Hälfte des 2.
Klasse-Tickets beim Mitbewerber. Dieses Versprechen halten wir.

Unser Mitbewerber ÖBB ruft "Ab in den Westen" und gibt anlässlich der
Eröffnung des neuen Westbahnhofes bis 31. Jänner Tickets um 15 Euro
für die Westbahnstrecke aus, welche allerdings nur eingeschränkt
gültig sind. Ein attraktives Angebot. Die WESTbahn hat sich noch
etwas Besseres einfallen lassen: Mit dem "Ab in die WESTbahn"-Ticket
gibt es bei uns ab sofort um nur 7,50 Euro 7500 Tickets für jede
beliebige Einzelfahrt. Buchbar ab 24. 11. unter www.westbahn.at
solange der Vorrat reicht. Gültig bis 31. Jänner an jedem beliebigen
Tag zu jeder beliebigen Stunde - das macht Bahnfahren wieder einfach.

"Wieder einmal zeigt sich, der Kunde profitiert vom Wettbewerb", so
WESTbahn-Geschäftsführer Stefan Wehinger. Noch schöner wäre der
Wettbewerb allerdings, würde er unter gleichen Voraussetzungen
stattfinden. Das Angebot der ÖBB bezieht sich zirka zur Hälfte
(zwischen Salzburg und Bregenz) auf eine Strecke, die mit Millionen
subventioniert ist und auf der laut Vertrag mit dem Bund sogar
subventionierte Gewinne für die ÖBB möglich sind. "Ob es zulässig
ist, dass ein Marktteilnehmer öffentliche Mittel für einen Preiskampf
einsetzt, werden die Wettbewerbshüter zu klären haben", so Wehinger.
"Heute freut es mich, dass für die Kunden das Bahnfahren noch
attraktiver wird." 

Die WESTbahn startet am 11. Dezember 13 Verbindungen pro Tag auf der
Westbahn-Strecke. Das Unternehmen setzt insbesondere auf
Servicequalität und Komfort. So wird es in jedem Wagen des Zuges
einen eigenen WESTsteward geben, der sich um alle Bedürfnisse seiner
Kunden kümmert. Weiters bietet die WESTbahn in allen ihren Zügen
gratis Wlan, Komfortledersitze mit extra Beinfreiheit und vier
WESTcafes pro Zug. Und das alles zum halben Preis der zweiten Klasse
der Konkurrenz.

Quelle: http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20111123_OTS0183/ab-in-die-westbahn-ticket-immer-nur-die-haelfte-zahlen

  • Martin
  • Global Moderator
  • Styria Mobile Team
Re: WESTbahn (Management) GmbH
Antwort #22
Raucherabteile als Markenzeichen

Am Sonntag startet private "Westbahn" zwischen Wien und Salzburg. Indirekt betrifft das den Süden: Denn der Betreiber will ÖBB- "Sparschiene" kippen.

Wenn Westbahn-Geschäftsführer Stefan Wehinger von den Vorzügen des ersten privaten Langstreckenzuges zwischen Wien und Salzburg spricht, dann zählt er auf: gratis Internet, günstige Preise ohne ÖBB-Vorteilscard, Ticketverkauf im Zug und Ledersitze für alle. Jenes Detail, das in den vergangenen Wochen für den meisten Gesprächsstoff gesorgt hat, streicht er nicht extra heraus: Die Westbahn hat, was die staatlichen ÖBB schon vor Jahren abgeschafft haben, nämlich Raucherabteile. Ob das gesetzlich ist, wird sich zeigen. Wehinger jedenfalls ist über die Diskussionen alles andere als unglücklich: "Das hat zum Markenwert beigetragen", sagt er.

Morgen früh startet der erste blau-weiß-grüne Westbahn-Zug vom Wiener Westbahnhof in Richtung Salzburg. Knapp drei Stunden dauert die Fahrt, etwas länger als mit dem schnellen ÖBB-Railjet. Hinter der Westbahn steht ein Konsortium rund um Strabag-Chef Hans-Peter Haselsteiner, unter anderem sind auch die französischen Staatsbahnen mit an Bord. Derzeit soll nur die Weststrecke - die am besten ausgebaute Zuglinie Österreichs - befahren werden. Früher oder später will Wehinger aber auch die Südbahn zwischen Wien, Graz und Klagenfurt erschließen: "Ich hoffe, dass es in den nächsten ein bis zwei Jahren eine Ausschreibung gibt."

Bahnfahrer im Süden könnten von der neuen Wettbewerbssituation dennoch betroffen sein - wenn auch nicht im positiven Sinne. Denn Wehinger will der "Sparschiene" des staatlichen Platzhirschen ÖBB den Kampf ansagen. Dabei handelt es sich um spezielle Angebote, mit denen Kunden um neun Euro durch Österreich fahren können. Wehinger plant nun eine Wettbewerbsklage. Denn, so sein Argument: Die Tiefstpreise der ÖBB seien nur durch deren staatliche Unterstützung möglich. Er zieht den Vergleich mit einem Friseur, der die Konkurrenz durch staatliche Subvention preislich unterbiete.
Kampf um "Scotty"

Bei den ÖBB reagiert man auf die Drohung demonstrativ gelassen: "Wir sollten das Match um den Kunden und nicht vor dem Kadi austragen", erklärt eine Sprecherin. Es wäre nicht der erste Konflikt zwischen den Staatsbahnen und Wehinger, der bis 2007 im ÖBB-Vorstand saß. So hat der Westbahn-Chef mit einer einstweiligen Verfügung erreicht, dass die An- und Abfahrtszeiten seiner Züge im Internetportal der ÖBB, "Scotty", aufscheinen. Was, wenn nicht? Wehinger: "Dann schalten wir Scotty ab."
WOLFGANG RÖSSLER

FAKTEN

Die Westbahn verkehrt ab 11. Dezember 13 Mal am Tag zwischen Wien und Salzburg, zusätzlich wird das bayrische Freilassing angefahren. Das Ticket für eine Fahrt kostet regulär 23,80 Euro, das entspricht dem Preis einer ÖBB-Fahrkarte mit Vorteilscard. Es gibt nur eine Klasse, für einen Aufpreis von 75 Prozent kann man einen zweiten Sitzplatz reservieren.

Gezahlt wird direkt im Zug oder online auf: www.westbahn.at

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/chronik/2896177/raucherabteile-markenzeichen.story
GLG
Martin

  • Martin
  • Global Moderator
  • Styria Mobile Team
Re: WESTbahn (Management) GmbH
Antwort #23
GLG
Martin

  • Michael
  • Styria Mobile Team
Re: WESTbahn (Management) GmbH
Antwort #24

Der Kampf um den Klassenbesten

Seit einer Woche haben die Bundesbahnen Konkurrenz. Die private Westbahn will ihnen zwischen Wien und Salzburg die Kunden abluchsen: zwei Testfahrten.
Die in Blau, Weiß und Grün gehaltenen Doppelstockwaggons der "Westbahn"


Im Zug wimmelt es von Menschen mit blauen Hütchen auf dem Kopf. Geschäftig weisen die Stewardessen und Stewards Fahrgäste auf die vier Cafeterias hin und die Kaffeemaschine, aus der man sich den Espresso selbst holen kann. Sie geben Auskunft über Rollstuhlplätze und das Raucherabteil und beruhigen gestresste Fahrgäste: "Ja, man kann die Fahrkarte tatsächlich im Zug beim Schaffner kaufen. Nein, sie kostet dann nicht mehr." Ein Ticket kostet so viel wie bei den ÖBB mit Vorteilscard. WLAN ist selbstverständlich und gratis.

Die private Westbahn macht den ÖBB auf der Strecke Wien-Salzburg Konkurrenz, wo diese am schwächsten sind, nämlich beim Service. Klassen gibt es nicht, außer man zahlt 75 Prozent mehr, dann kann man im "Westclub" Platz nehmen und hat Anspruch auf zwei Sitze. Getränke und Snacks bekommt man dann dort serviert. Allerdings sind die Sitze die gleichen blauen Ledersessel wie im Rest des Zuges und auch Essen und Getränke unterscheiden sich nicht.

Wer sich Luxus gönnen will, ist bei den Staatsbahnen besser aufgehoben. In den Zügen der ÖBB werden die Fahrgäste mit Frühstück und warmen Mahlzeiten bewirtet - wenn man mehr zahlt. Ledersessel sucht man in der Holzklasse vergeblich. Wer eine Frage hat, muss den Zugbegleiter suchen. Denn es gibt nur einen pro Fahrt. Mit etwas Pech versperrt der Boardservice-Trolley den Weg, der trotz des freundlichen Personals nach wie vor für Fahrgäste den Durchgang durch die Wägen blockiert.


Streit um Steckdose

WLAN bei den ÖBB gibt es erst in vier Zügen pro Tag. Alle anderen gehen leer aus. Und sollte der Laptop Strom brauchen, streitet man sich mit dem Sitznachbarn um die einzige Steckdose für zwei Plätze in der zweiten Klasse. Bei der Westbahn hat jeder Sitz einen Anschluss. Ein umstrittenes Kundenservice befindet sich in der Mitte der Westbahnzüge, das Raucherabteil. Die Raucherkoje ist so groß wie eine Zug-Cafeteria. Ein Unterdrucksystem soll verhindern, dass der Rauch nach außen zieht. Nicht alle sind davon überzeugt.


Toilettenduft

Ein wenig seltsam mutet die Werbung für Damen- und Herrentoiletten der Westbahn an. So ist da etwa die Rede vom "lieblichen Duft" auf der Damentoilette und auf der Herrentoilette wird das "Pissoir" angepriesen. Wer sich allerdings jemals an den verstopften und verschlossenen ÖBB-Toiletten entlanggehantelt hat, sieht wohl auch über die weißen Schmetterlinge auf den Damentoiletten der Westbahn hinweg. Und der Duft? Ist immer noch besser als Bahnhofsgeruch.


Fakten

Die Westbahn verkehrt ab 11. Dezember 13 Mal am Tag zwischen Wien und Salzburg, zusätzlich wird das bayrische Freilassing angefahren. Das Ticket für eine Fahrt kostet regulär 23,80 Euro, das entspricht dem Preis einer ÖBB-Fahrkarte mit Vorteilscard. Es gibt nur eine Klasse, für einen Aufpreis von 75 Prozent kann man einen zweiten Sitzplatz reservieren.

Gezahlt wird direkt im Zug oder online auf: www.westbahn.at



Quelle: http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/wirtschaft/2902115/kampf-um-den-klassenbesten.story
LG Michael, vormals PM  |  Styria-Mobile

Re: WESTbahn (Management) GmbH
Antwort #25
Ein paar Bilder von der Westbahn, vom Wiener Westbahnhof von 16.12.2011.  ;)

  • 4020er
  • Styria Mobile Team
Re: WESTbahn (Management) GmbH
Antwort #26
Bist du auch probegesessen? Bequem schauen sie Sitze nicht unbedingt aus...
"Alles anders im Zug" ist auch eine sehr nette Anzeige. ;D
A developed country is not a place where the poor have cars. It's where the rich use public transport.
-Gustavo Petro

Re: WESTbahn (Management) GmbH
Antwort #27
Die WESTbahn Züge sind jetzt vollständig im Scotty enthalten!
Allerdings wurde dieser ein bisschen umgebaut: Oben werden jetzt "optimale ÖBB Verbindungen" angezeigt. Erst darunter finden sich unter "alle Verbindungen" auch die Züge der WESTbahn.
Gratulation zum Einbau dieser Schikane um nun doch nicht an oberster Stelle für die WESTbahn werben zu müssen.  :lol:
  • Zuletzt geändert: Dezember 21, 2011, 14:53:24 von J. 1042

  • Metro5
Re: WESTbahn (Management) GmbH
Antwort #28
Die ÖBB lassen ben nichts aus, sich lächerlich aufzuspielen...

Re: WESTbahn (Management) GmbH
Antwort #29
Wobei aber zum Beispiel bei der Fahrplanabfrage Graz Hbf - Graz Puntigam sowohl ÖBB als auch GKB Züge gemeinsam angezeigt werden. Bei der neuen Aufteilung gehts also (was für eine Überraschung) explizit darum die Westbahn gesondern anzuzeigen.
Ich befürchte die Sache wird die Anwälte noch länger beschäftigen....