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Thema: Gemeindereform Graz & Graz-Umgebung (15233-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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  • Metro5
Re: Gemeindereform Graz & Graz-Umgebung
Antwort #15
Am besten man gemeindet das alles ein, macht alles platt und errichtet eine 20-spurige Superautobahn, wo früher Graz-Umgebung war. Die Leute, die dadurch ihre Häuser verlieren, könnten dann in Reininghaus oder in einem Riesenhochhaus im A9-Verteilerkreis untergebracht werden. Dann hätten wir USA und Ceausescu-Rumänien in einem und auch der Südgürtel würde eine zusätzliche Entlastung erfahren. Straßenbahnlinien sollte man bei diesem Vorhaben allerdings keine bauen, da die Variobahnen durch ihre Vibrationen die eben genannten Bauwerke zum Einstürzen bringen. Gar nicht zu denken von den Kindern, die dann nicht mehr unbehelligt auf der Straße spielen könnten...
Und Graz würde dann international endlich die Aufmerksamkeit als erste "Superstadt" bekommen, die es wirklich verdient!  :ätsch:

Re: Gemeindereform Graz & Graz-Umgebung
Antwort #16

Die Zusammenlegungen von Gemeinden sind sinnvoll, aber etwa Gratkorn oder Lieboch sollten nicht zu Graz dazukommen!

Begründung ....

Zitat

Wenn es schön eine Südwestlinie geben sollte, könnte man diese bis Seiersberg führen, wenn Seiersberg zu Graz gehören sollte.

Und warum nicht die Linie 5?

Zitat

Den Schwarzl könnte doch die Holding Graz Freizeit in Zukunft betreiben, darum würden auch die Priese stark steigen.

Nur wenn Du den Saturn übernimmst.
Der Empedokles (ital. Empedocle) ist ein Unterwasservulkan in der Straße von Sizilien. Die höchste Erhebung liegt rund 7 bis 8 Meter unter der Meeresoberfläche. Ein starker Ausbruch des Empedokles könnte einen Tsunami auslösen.

  • Ch. Wagner
Re: Gemeindereform Graz & Graz-Umgebung
Antwort #17
Da werden sich die reichsten Gemeinden (Raaba, Unter Premstätten, Grambach, Gratkorn, Werndorf) aber sehr freuen, wenn sie die armen Nachbarn durchfüttern müssen. Es geht also schlichtweg um's Geld und nicht diese vorgeschobenen Kindereien wie Feuerwehr.
LG!Christian
Weil ich angeblich unhöflich bin:
"Denkt daran, das Schwein von heute ist der Schinken von morgen"
(Mathias Beltz)

"pungitius pungitius"

  • Amon
Re: Gemeindereform Graz & Graz-Umgebung
Antwort #18
Dass die Einwohner der Umlandgemeinden durchaus auch die Grazer Verkehrsprobleme mitverursachen und vice versa von einer Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur profitieren würden ist die Kehrseite der Medaille. Fraglich ob diese Argumentation bei der dortigen Bevölkerung wirkt.

  • Michael
  • Styria Mobile Team
Re: Gemeindereform Graz & Graz-Umgebung
Antwort #19

Der Offenbarungseid der Ortschefs

G7 exklusiv: So stehen die 57 Bürgermeister in Graz-Umgebung zu den vom Land geplanten Gemeindezusammenlegungen.


Befürworter der vom Land geplanten Gemeindereform unter den Bürgermeistern sind Mangelware - das ist die grobe Tendenz. Uns reichte das nicht, G7 bat alle Ortschefs in Graz-Umgebung zum Offenbarungseid und stieß auf ein überraschendes Stimmungsbild. Nur knapp mehr als die Hälfte deklariert sich als klare Gegner der Reform.



http://epaper.kleinezeitung.at/edition-kzg/data/20120212/pages/20120212.KLEINEZEITUNG.G7_HAUPTBLATT.12_0.pdf

http://epaper.kleinezeitung.at/edition-kzg/data/20120212/pages/20120212.KLEINEZEITUNG.G7_HAUPTBLATT.14_0.pdf


Quelle: http://www.kleinezeitung.at/g7/index.do
LG Michael, vormals PM  |  Styria-Mobile

  • Michael
  • Styria Mobile Team
Re: Gemeindereform Graz & Graz-Umgebung
Antwort #20

Seiersberg - Zwangsehe mit Graz ist nun abgeblasen!

Einige Monate hat man in Seiersberg wegen einer etwaigen Zwangsehe mit Graz, die nur Nachteile gebracht hätte, bangen müssen. Aber jetzt ist sie vorerst vom Tisch: Der Grazer Bürgermeister Nagl hat erklärt, dass Graz zur Eingemeindung Nein sagt, weil man damit überfordert wäre.

Die Seiersberger Bürger und die Wirtschaftstreibenden können aufatmen:

Zwangsehe mit Graz vom Tisch!

Nach Monaten des Bangens gibt es nun Klarheit: Es kommt zu keiner Eingemeindung von Seiersberg nach Graz, das hat im Februar 2012 der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl selbst festgestellt. Motiv dahinter: Die Stadtverwaltung von Graz wäre durch die Fusion mit Seiersberg oder anderen Umlandgemeinden überfordert.

Die WFS-Mitglieder Ing. Josef Eibinger und Werner Breithuber zur erfolgreichen Abwehr der Zwangsehe: ,,Seiersberg und andere finanzstarke GU 8-Gemeinden brauchen keine Fusion mit Graz. Vernünftige Kooperationen sind viel wichtiger." Graz hat laut Nagl kein Interesse daran, Seiersberg oder andere Gemeinden im Süden oder Norden zu schlucken. Das erklärte er bei einem Treffen mit den Bürgermeistern der in Frage kommenden Gemeinden. Die Landeshauptstadt, die bekanntlich von Finanzsorgen geplagt wird, hätte zu viel mit sich selbst zu tun, als dass in absehbarer Zeit eine Erweiterung verkraftbar wäre. So wären in Zukunft die riesigen Reininghausgründe im Westen zu einem neuen Stadtviertel zu entwickeln und zu bebauen. Das würde das gesamte logistische und finanzielle Potential der Stadt binden.

Nicht auszuschließen wäre aber, dass finanzschwache Kleingemeinden wie Thal oder Stattegg im Rahmen der von Landeshauptmann Franz Voves und Vize Hermann Schützenhöfer gestarteten Gemeindereform auf freiwilliger Basis zu Graz kommen. ,,Für mich ist diese Lösung sehr akzeptabel", sagte Werner Breithuber, der noch als Bürgermeister beim Nagl-Termin dabei war, ,,denn ein zwangsweiser Anschluss an Graz wäre meiner Meinung nach verfassungsrechtlich ohnehin nicht haltbar gewesen. Ich hoffe, dass nun die Unkenrufe diverser Stadtpolitiker aufhören, die weiter einer Eingemeindung des `Speckgürtels´ das Wort reden." Eine Meinung, der sich auch Werner Baumann, der Nachfolger von Breithuber als Bürgermeister, voll anschließt. Ein Anschluss von Seiersberg an Graz hätte nach Meinung der WFS-Verantwortlichen nur Nachteile gebracht. ,,Ich bin froh, dass Seiersberg selbständig bleibt", sagt WFS-Sprecher Ing. Josef Eibinger, ,,wir haben 15 Jahre lang eine intensive und erfolgreiche Aufbauarbeit geleistet.

Die Früchte daraus wollen wir selbst ernten und nicht vielleicht Graz überlassen." Die Zwangsehe mit Graz ist also zumindest für die nächsten Jahrzehnte vom Tisch, doch um Strukturreformen auf kommunaler Ebene wird man nicht herumkommen. Groß geschrieben werden die künftigen Kooperationen zwischen einzelnen Gemeinden, um die ständig steigenden Verwaltungskosten und neue Herausforderungen der Zukunft in den Griff zu kriegen.

So wird nicht nur im Regionext-Bereich ,,Steirischer Zentralraum" um Neuerungen gerungen, sondern auch auf Ebene der GU 8-Kommunen. Seiersberg ist in beiden Gremien bestens vertreten: Im Zentralraum ist und bleibt Werner Breithuber als SPÖ-Landtagsabgeordneter stellvertretender Vorsitzender neben dem Chef Siegfried Nagl, auch in der GU 8 ist Breithuber einer der ,,Macher". Immer konkreter werden auch die Gespräche um einen Zusammenschluss der beiden Gemeinden Seiersberg und Pirka: Nach dem unlängst präsentierten neuen kommunalen Leitbild der Steiermark erfüllt Seiersberg seine Pflichten gegenüber den Bürgern in einem Übermaß, Pirka aber leider nicht. Hier könnte ein Zusammengehen vor allem den Bewohnern von Pirka wesentliche Vorteile bringen. Dass Seiersberg und Pirka miteinander ,,können", hat sich ja in der Vergangenheit gezeigt: In vielen Bereichen gibt es bereits funktionierende Kooperationen.


Quelle: http://wfseiersberg.at/index.php/home/aktuelle-berichte-wfs-informiert/44-zwangsehe-mit-graz-ist-nun-abgeblasen
LG Michael, vormals PM  |  Styria-Mobile

Re: Gemeindereform Graz & Graz-Umgebung
Antwort #21
Das ist zwar für den seiersberger Dorfkaiser und seine Getreuen ganz supatoll was er da von sich gibt, allerdings haben sich so gut wie alle Experten für eine Eingemeindung vor allem von Seiersberg ausgesprochen. Seiersberg ist in Wirklichkeit nur ein Anhängsel von Graz und mit Graz schon längst zusammengewachsen. somit machts eigentlich keinen sinn, den Flecken eigenständig zu verwalten. Die seiersberger Propagandamaschine spricht immer davon, daß durch eine Eingemeindung in Graz für die Befölkerung und für die Betriebe alles schlechter wird. Bleicht aber beispiele schuldig. einzig für die Betriebe wirds vermutlich in Graz nicht mehr so einfach irgendwelche Bescheide "am kurzen weg" zu erhalten, wies halt mal außerhalb von Städten in Österreich leider noch immer üblich ist. diesbezüglich gabs ja auch für seiersberg bereits einige Pressemeldungen in Bezug auf Widmungen in Seiersberg und die errichtung der shoppingcity ist ja auch nicht ganz astrein. (wobei natürlich wie immer für alle eventell Beteiligten wie immer die Unschuldsvermutung gilt)

Re: Gemeindereform Graz & Graz-Umgebung
Antwort #22

So wird Graz Metropole


Graz wird niemals Metropole werden. Erstens fehlen die dafür nötigen Einwohner, Eingemeindung und Zuzug hin oder her. Und zweitens und viel bedeutender fehlt dazu die Mentalität!

  • Ch. Wagner
Re: Gemeindereform Graz & Graz-Umgebung
Antwort #23
Die letzten großen Eingemeindungen waren 1938, natürlich unter Zwang. Die meisten eingemeindeten Dörfer hatten aber eine ausgesprochen ländliche Struktur, dies hat sich ja heute gewandelt. Großfirmen wie Knapp, ECE usw. lassen einen warmen Geldregen herabrieseln, und den Graz gerne hätte, ist nur verständlich. Aber vielleicht bietet die Stadt als Gegenleistung eine neue GKB Trasse mit unterirdisdchem Bahnhof "Shoppingcenter" an.
LG! Christian
Weil ich angeblich unhöflich bin:
"Denkt daran, das Schwein von heute ist der Schinken von morgen"
(Mathias Beltz)

"pungitius pungitius"

Re: Gemeindereform Graz & Graz-Umgebung
Antwort #24

Die letzten großen Eingemeindungen waren 1938, natürlich unter Zwang. Die meisten eingemeindeten Dörfer hatten aber eine ausgesprochen ländliche Struktur, dies hat sich ja heute gewandelt. Großfirmen wie Knapp, ECE usw. lassen einen warmen Geldregen herabrieseln, und den Graz gerne hätte, ist nur verständlich. Aber vielleicht bietet die Stadt als Gegenleistung eine neue GKB Trasse mit unterirdisdchem Bahnhof "Shoppingcenter" an.
LG! Christian


die Knapp sitzt in Hart bei Graz und trotzdem ist die dortige Gemeinde Pleite und macht jetzt dank Absoluter Mehrheit der Bürgermeisterfraktion in ihrer Verzweiflung Geschäfte mit etwas fragwürdigen Firmen um irgendwie Liquit zu bleiben:
http://www.kleinezeitung.at/steiermark/grazumgebung/hart_bei_graz/2993780/gegenwind-fuer-harts-geschaefte.story
http://www.kleinezeitung.at/steiermark/grazumgebung/hart_bei_graz/2998179/graz-will-sich-hart-einkaufen.story

lg Mike

Re: Gemeindereform Graz & Graz-Umgebung
Antwort #25
Tja, wenn man sich ein sündteures Sport- und Gemeindezentrum baut ... - dann darf man sich nicht wundern!

W.
"Es gehört nicht zum Begriff der Demokratie, dass sie selbst die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft. Man muss auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen"
(Carlo Schmid, SPD, 1948)

Re: Gemeindereform Graz & Graz-Umgebung
Antwort #26
Ja ein (mini) Hallenbad und dafür kein Freibad. Eine Tennishalle und dafür keine Freiplätze.
2 Eishallen wo eigentlich eine schon zu teuer ist.
Ein Fußballstadion, mit Turnier und Trainingsplatz.
etc. etc.

Der Oberclou ist, daß die Gemeinde jetzt noch das Gemeindeamt vermieten will und in Mieträumlichkeiten in einem neuen ÖWG Gebäude einziehen will (das auf Grund errichtet wird, den die Gemeinde an die ÖWG verscherbelt hat). Mit dem Argument dann näher am "Zentrum" zu sein. (exakt sinds etwa 300 Meter weiter richtung Raaba die das Gemeindeamt somit übersiedelt)

In einer Firma wär sowas ein Fall für eine fristlose für die Verantwortlichen.

Re: Gemeindereform Graz & Graz-Umgebung
Antwort #27
Gerade in Sachen der teuren Eishalle hätte man doch eine wunderbare Kooperation mit der Stadt Graz machen können. Die Hart eine simple Trainingshalle und in Graz das Eisstadion saniert. Ein Betreiber. Sinnvoll genutzte Eishallen. Punkt. So Konkurrenz und sinnlose Preispolitik (Hart: Dumping, Graz: Erhöhung)

Auch beim Hallenbad verstehe ich nicht, dass man da mit umliegenden Gemeinden zusammenarbeitet. Ich sag mal: ein ordentliches Hallenbad für die gesamte Ecke (durchaus in Hart) und ein (oder zwei) Freibäder in anderen Gemeinden. Ein gemeinsamer Betreiber. Punkt.

Ähnliches bei Tennishalle und Sportplatz.

Aber so sieht es ja leider in der Mehrzahl der Gemeinden aus: man baut sich ein Sportzentrum, dass da teuer im Betrieb ist und von einer begrenzten Anzahl von Menschen genutzt wird - ditto in der Nachbargemeinde usw.

Das ist typisches Kirchturmdenken und meistens die (teure) Mitgift irgendeines Gemeindekaisers, der sich damit verewigen wollte. Und für andere Dinge (z. B. Busverbindungen etc.) bleibt dann leider kein Geld, weil halt die Betriebskosten dieser halben Ruinen so hoch sind.

W.
"Es gehört nicht zum Begriff der Demokratie, dass sie selbst die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft. Man muss auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen"
(Carlo Schmid, SPD, 1948)

Re: Gemeindereform Graz & Graz-Umgebung
Antwort #28
dem kann man nur zustimmen  :one:

Aber das wird solange in den Gemeinden so sein, solange sie selbständig sind. Für den Harter BM kommts vermutlich schon alleine deswegen nicht in Frage irgendwas mit einer Nachbargemeinde zu machen, da er selber ein Roter ist und von Schwarzen Gemeinden umgeben ist. Schwachsinnig so ein Kirchturm ind Ideologiedenken und bezahlen tuts die Bevölkerung.

lg michi

Re: Gemeindereform Graz & Graz-Umgebung
Antwort #29
Das ist ja der Schwachsinn - auf der einen Seite regen sich die Leute, dass man dann halt "von oben" Bezirks- und Gemeindestrukturen zusammenlegt (um Geld zu sparen), auf der anderen Seite wird aber weit lustig Geld beim Fenster rausgeschmissen.

Meiner Meinung nach muss keine Gemeinde und kein Bezirk zusammengelegt werden, ABER es muss effizient und bürgernah zusammengearbeitet werden, um Doppelgleisigkeiten oder stranded investments (siehe oben) zu verhindern, z. B. in Zweckverbänden etc.

W.
"Es gehört nicht zum Begriff der Demokratie, dass sie selbst die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft. Man muss auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen"
(Carlo Schmid, SPD, 1948)