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Thema: [KÄRNTEN] Aich - Mittlern - Althofen/Drau (20384-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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  • Tom11
Re: [KÄRNTEN] Aich - Mittlern - Althofen/Drau
Antwort #15
Der Bau der Draubrücke bei Stein schreitet scheinbar gut voran:
Zitat
Zur Zeit misst das Bauwerk 150 Meter, nach der Fertigstellung im kommenden Sommer wird die Brücke 18.000 Tonnen schwer und 600 Meter lang sein. Damit zählt sie zu den längsten Eisenbahnbrücken Österreichs.

http://kaernten.orf.at/news/stories/2610139/


  • gallo
Re: [KÄRNTEN] Aich - Mittlern - Althofen/Drau
Antwort #16
Fundamente für eine Hilfsbrücke im Bereich des künftigen Portalbereiches Stein West im BL60.4, bzw. Blick auf die wachsende Draubrücke MA26B.
gallo

  • Martin
  • Global Moderator
  • Styria Mobile Team
Re: [KÄRNTEN] Aich - Mittlern - Althofen/Drau
Antwort #17
GLG
Martin

  • Hubert Voller
Re: [KÄRNTEN] Aich - Mittlern - Althofen/Drau
Antwort #18
Die Vergabe der Leistung ,,örtliche Bauaufsicht" des Baulos 50.4 wurde an Bietergemeinschaft: IGT Geotechnik und Tunnelbau ZT GmbH, iC consulenten Ziviltechniker GesmbH, IL - Ingenieurbüro Laabmayr & Partner ZT GesmbH, p. a. IGT Geotechnik und Tunnelbau vergeben.

Kurze Beschreibung des Auftrags oder Beschaffungsvorhabens:
Das gegenständliche Verfahren beinhaltet die Vergabe der Leistung ,,örtliche Bauaufsicht". Die hauptsächlichen Baumaßnahmen des Baulos 50.4 Tunnelkette Granitztal umfassen neben Wasserbau, Landschaftsbau, Straßenbau, Leitungsbau und Materialeinbau in Deponie Lavanttalboden den Vortrieb des Tunnels Deutsch-Grutschen (ca. 2 500 m) und des Tunnels Langer Berg (ca. 2 900 m) in geschlossener Bauweise. Geografisch dazwischen liegt die offene Bauweise (ca. 600 m) im Bereich des Granitztales welche die Verbindung beider Tunnel im Endzustand darstellt.
Endgültiger Gesamtauftragswert: 7 365 900 EUR ohne MwSt


Ebenso wurde die Örtliche Bauaufsicht. Mittlern - Althofen, Bau / Baulos 60.3 an die Bietergemeinschaft IGT Geotechnik und Tunnelbau ZT GmbH - IL Ingenieurbüro Laabmayr & Partner ZT GmbH - p.A. IGT Geotechnik und Tunnelbau ZT GmbH vergeben.

Leistungen der örtlichen Bauufsicht für nachstehend angeführte Baumaßnahmen:
Die Freilandstrecke der Koralmbahn incl. zugehörigen Ent-wässerungsmaßnahmen, 5 Rückhaltebecken, SFE-Bauarbeiten, Lärmschutzmaßnahmen, 3 Tunnelbau-werke, 3 Wannenbauwerke, 1 Stützmauer, zwei Eisenbahnbrücken, Straßenbauarbeiten für mehrere Straßen- und Wegverlegun-gen, Wartungs- und Rettungsplätze, Technikgebäude und 1 Löschwasser-behälter, Wasserbauarbeiten, 2 Deponien und ökologische Ausgleichsflächen.
Endgültiger Gesamtauftragswert: 5 464 075 EUR ohne MwSt

Quelle: tenderise.eu

l.g. rellov
Es ist besser, ein Licht zu entzünden, als über die Dunkelheit zu fluchen.

  • Hubert Voller
Re: [KÄRNTEN] Aich - Mittlern - Althofen/Drau
Antwort #19
Informationsveranstaltung Koralmbahn Baulos 60.3 St. Kanzian

Wann:  21.01.15 um 17:00 Uhr
Wo:     Veranstaltungszentrum St. Kanzian am Klopeiner See


Baulos 60.3 umfasst:
Tunnel- und Wannenbauwerke:

  • Grüntunnel Peratschitzen (ein überschütterter Grüntunnel der in offener Bauweise hergestellt wird)

  • Wanne Srejach Ost  

  • Tunnel Srejach (in Deckelbauweise mit Bohrpfahlwänden geplant)

  • Wanne Srejach West

  • WanneUntersammelsdorf West

  • Tunnel Untersammelsdorf (in geschlossener Bauweise im Schutz eines auf Bohrpfählen aufliegenden DSV-Schirmes)


zugehörigen Entwässerungsmaßnahmen,
5 Rückhaltebecken, SFE-Bauarbeiten, Lärmschutzmaßnahmen,  
1 Stützmauer,
2 Eisenbahnbrücken,
Straßenbauarbeiten für mehrere Straßen- und Wegverlegungen, Wartungs- und Rettungsplätze,
Technikgebäude und 1 Löschwasserbehälter, Wasserbauarbeiten,
2 Deponien und ökologische Ausgleichsflächen.

l.g. rellov
  • Zuletzt geändert: Dezember 23, 2014, 07:43:35 von rellov
Es ist besser, ein Licht zu entzünden, als über die Dunkelheit zu fluchen.

  • Tom11
Re: [KÄRNTEN] Aich - Mittlern - Althofen/Drau
Antwort #20

  • Hubert Voller
Re: [KÄRNTEN] Aich - Mittlern - Althofen/Drau
Antwort #21
Baustart für das Baulos St. Kanzian
Die Arbeiten am Baulos St. Kanzian starten mit Beginn 2015 und werden voraussichtlich Ende 2019 abgeschlossen. Prägend für dieses Baulos sind der Grüntunnel Peratschitzen, sowie die Tunnel Srejach und Tunnel Untersammelsdorf, die in schwierigen Bodenverhältnissen errichtet werden. Zusätzlich werden zwei Eisenbahnbrücken errichtet und eine Vielzahl an begleitenden Umweltschutzmaßnahmen umgesetzt.


Visualisierung Tunnelkette St. Kanzian: v.l. Grüntunnel Peratschitzen, Tunnel Srejach, Tunnel Untersammelsdorf

Grüntunnel Peratschitzen
Der Grüntunnel Peratschitzen hat eine Länge von 230 Metern und wird in offener Bauweise errichtet. Dabei wird das Tunnelbauwerk mit Rechtecksquerschnitt an der Erdoberfläche hergestellt und im Anschluss mit Erdmaterial verfüllt. Die Geländemodellierung über dem Tunnel wird naturnah bepflanzt. Vorab wird eine neue Gemeindestraße errichtet, um die Anbindung an das bestehende Wegenetz aufrecht zu erhalten.
Düsenstrahlverfahren (DSV)
Bei diesem Verfahren wird mittels einer Lanze eine Bindemittelsuspension unter Hochdruck in den anstehenden Boden eingepresst. Das dadurch entstehende Bindemittel-Boden-Gemisch härtet im Untergrund aus und bildet einen tragfähigen betonartigen Körper. Diese Maßnahmen werden für die Tunnel Srejach und Tunnel Untersammelsdorf vorab durchgeführt, um die Errichtung der Bauwerke erst zu ermöglichen. Die anfallende Rücklaufsuspension aus Bindemittel und Boden wird auf der Baurestmassendeponie Peratschitzen fachgerecht entsorgt.
 

Tunnel Srejach
Der Tunnel Srejach wird in sogenannter Deckelbauweise - mittels Bohrpfahlwänden und Deckelplatte - mit einer Länge von 620 Metern errichtet. An den Tunnelportalen wird an den Wänden zusätzlich eine schallabsorbierende Verkleidung angebracht. Für eine höchstmögliche Sicherheit entsteht am Ostportal ein Tunnelrettungsplatz mit Zufahrtmöglichkeiten für Einsatzkräfte.


Visualisierung Tunnel Srejach Ostportal mit Technikgebäude und Tunnelrettungsplatz

Tunnel Untersammelsdorf
Der Tunnel Untersammelsdorf hat eine Gesamtlänge von 665 Metern und eine maximale Überlagerung von 30 Metern. Der Großteil davon wird in geschlossener Bauweise hergestellt, wobei in den Portalbereichen auch die Deckelbauweise zum Einsatz kommt. Beim Westportal des Tunnels wird ebenfalls ein Tunnelrettungsplatz für Einsatzkräfte errichtet.


Visualisierung Tunnel Untersammelsdorf Westportal mit Technikgebäude, Tunnelrettungsplatz und Stützmauer

Bisherige Maßnahmen

Schreckendorf
Im Bereich Schreckendorf wurde die bestehende Bahnlinie Bleiburg - Klagenfurt auf einer Länge vonrund 1,5 Kilometern umgelegt, um das Baufeld für die Errichtung der Tunnel Untersammelsdorf und Tunnel Stein vorzubereiten. Zusätzlich wurden bereits Baustraßen, Hilfsbrücken, zahlreiche Zufahrten, Dammschüttungen und Bachumlegungen errichtet. Diese Arbeiten konnten mit Ende Oktober 2014 abgeschlossen werden.


Luftaufnahme Schreckendorf mit Hilfsbrücke und provisorisch verlegter Regionalbahn

Draubrücke
Seit Ende Oktober 2014 ist die Draubrücke bei Stein im Jauntal fertiggestellt. Mit rund 600 Metern ist sie die längste Eisenbahnbrücke Kärntens und ein wichtiger Bestandteil der Koralmbahn. Für die Errichtung wurde das Tragwerk zwei Jahre lang im Taktschiebeverfahren mittels hydraulischer Pressen über die Drau geschoben. Begleitend dazu wurden zahlreiche Umweltschutzmaßnahmen umgesetzt. Bis zur Gleisverlegung in den Jahren 2020/21 dient die Brücke als wichtige Baustraße zwischen den bergmännischen Tunnel Stein und Lind.


Luftaufnahme Draubrücke

Kühnsdorf
Mit Ende 2013 konnte das Baulos Kühnsdorf planmäßig im Rohbau fertiggestellt werden. Die rund drei Kilometer lange Trasse umfasst zwei Eisenbahnbrücken mit 225 Metern und 120 Metern Länge, mehrere Straßenbrücken, den Bahnkörper inkl. Entwässerungs- und Lärmschutzmaßnahmen, zahlreiche Straßenumlegungen, einen 495 Meter langen Grüntunnel sowie die teilweise Errichtung des Bahnhofs Kühnsdorf-Klopeinersee. Der Teilabschnitt bleibt vorerst im Rohbau und wird für Transportwege genutzt. Auf diese Weise werden das Straßennetz und die Bevölkerung vom
Baustellenverkehr entlastet.


Kreisverkehr Kühnsdorf mit Eisenbahnbrücke und Grüntunnel

Infobox und Rad-Infopfad
Die Koralmbahn-Infobox Kühnsdorf zeigt in unmittelbarer Baustellennähe alle wesentlichen Themenbereiche der Koralmbahn, wie die Projektgeschichte, Bautechnik, Sicherheit und Umwelt. Hier können Besucherinnen und Besucher die laufenden Arbeiten unabhängig von der Witterung in Form einer multimedialen Ausstellung erleben. Insgesamt gibt es entlang der Koralmbahn 5 Infoboxen mit jeweils regionalen Schwerpunkten.
Zudem kann die Strecke von Klagenfurt bis zum künftigen Bahnhof Lavanttal auch per Rad-Infopfad erkundet werden. Schautafeln an markanten Punkten informieren dabei über einzelne Baulose und Fachthemen.
Infobox Kühnsdorf:
Von Völkermarkt kommend an der B52, vor dem Kreisverkehr Kühnsdorf rechts.
Öffnungszeiten:
Täglich von 09:00 bis 18:00 Uhr und nach gesonderter Vereinbarung
Kontakt:
Projektleitung Koralmbahn 4,
Tel.: 0463/93000-3111

Quellen: ÖBB-Infrastruktur AG Projektleitung Koralmbahn 4
Fotos: ÖBB, ÖBB/Dolinsek, ÖBB/Pachoinigg
Visualisierungen: Bolt, DIZT


l.g. rellov
Es ist besser, ein Licht zu entzünden, als über die Dunkelheit zu fluchen.

  • Hubert Voller
Re: [KÄRNTEN] Aich - Mittlern - Althofen/Drau
Antwort #22
Projekt Grüntunnel Peratschitzen

Beschreibung
Der Tunnel wird als Lärmschutzmaßnahme im Bereich der Ortschaft Peratschitzen errichtet

Tragwerk
Rechteckiger einzelliger wasserundurchlässiger Stahlbetonrahmen, Länge 230m mit 24m Blocklänge, Lichte Breite 11,80m, Lichte Höhe 8,00m mit Fester Fahrbahn, mit durchgehender Lärmschutzverkleidung, Fundierung auf Schotterpfähle.

Baugrubensicherung
Der Tunnel wird in einer offenen Baugrube mit natürlicher Böschung hergestellt, eine Grundwasserhaltung ist nicht erforderlich, zur Setzungsminimierung wird eine Vorlastschüttung auf die Schotterpfähle aufgebracht.

Projekt Tunnel Srejach

Beschreibung
Der Tunnel wird als Lärmschutzmaßnahme im Bereich der Ortschaft Srejach errichtet.

Tragwerk
Rechteckiger einzelliger wasserundurchlässiger Stahlbetonrahmen, Länge 620m mit 24m Blocklänge, Lichte Breite 11,70m, Lichte Höhe 8,70m, teilweise mit Lärmschutzverkleidung, Feste Fahrbahn.

Baugrubensicherung
Aufgelöste Bohrpfahlwand Durchmesser 120cm mit einer Zwickelausfachung mittels HDBV, Herstellung in Deckelbauweise mit zusätzlichem Aussteifungshorizont.


©  Ingenieurbüro Bolt                                                                                                                                 Visualisierung Peratschitzen

Quelle: Ingenieure Öhlinger + Partner

l.g. rellov
Es ist besser, ein Licht zu entzünden, als über die Dunkelheit zu fluchen.

  • Tom11
Re: [KÄRNTEN] Aich - Mittlern - Althofen/Drau
Antwort #23
Bauarbeiten zwischen Kühnsdorf und Althofen:


  • Hubert Voller
Re: [KÄRNTEN] Aich - Mittlern - Althofen/Drau
Antwort #24
Daran wird in Mittlern vier Jahre lang gearbeitet

Am Montag, 07.03.2016, starten in Mittlern die Bauarbeiten der Koralmbahn. Die ÖBB informierten Dienstagabend die Anrainer. Es werden neun Brücken gebaut und der Globasnitzbach verlegt.


So verläuft die Koralmbahn im Abschnitt Mittlern                                            Foto © ÖBB

Bis 2019 wird am rund acht Kilometer langen Bauabschnitt der Koralmbahn in Mittlern gearbeitet. Kommenden Montag ist Baustart. Darüber informierten die ÖBB mit Projektleiter Klaus Berger Dienstagabend im Gasthaus Suschnig in Mittlern. 22 Millionen Euro werden in diesem Bereich investiert. Gearbeitet wird von Montag bis Freitag zwischen 6 und 22 Uhr.

IM DETAIL

  • 8 Kilometer lang ist das Baulos Mittlern, welches zwischen den Bauabschnitten Kühnsdorf und Aich/Mittlern liegt.

  • 22 Millionen Euro betragen die Kosten.

  • 2019 sollen die Bauarbeiten beendet und die jetzigen Gleise nicht mehr in Betrieb sein.



Die Koralmbahn ersetzt die jetzigen Bahngleise und wird parallel zur Ortschaft Mittlern errichtet. Deshalb wird 2017 eine neue Haltestelle gebaut. Diese wird barrierefrei sein und bietet für den Güterzugverkehr einen Überholbereich. Es wird auch eine Park & Ride Anlage mit 40 Stellplätzen geben. Autofahrer und Radfahrer können durch eine Unterführung die Gleise überqueren. Bei der neuen Haltestelle sind keine WC-Anlagen geplant, was bei der Infoveranstaltung für Diskussion sorgte: ,,Die Frequenz in Mittlern ist zu gering. Wir rechnen mit 160 Fahrgästen am Tag. Außerdem fahren die Züge im Halbstundentakt", sagte ÖBB-Pressesprecher Christoph Posch dazu.
Die Schienen verlaufen großteils im Waldgebiet der Dobrowa und verbinden Mittlern mit der Bleiburger Schleife. In Mittlern werden neun Straßen- und Eisenbahnbrücken gebaut. Im Bereich Priebelsdorf wird aus dem gewonnenen Erdmaterial ein Lärmschutzwall errichtet.
Die neue, barrierefreie Haltestelle Mittlern wird 2017 errichtet


Die neue, barrierefreie Haltestelle Mittlern wird 2017 errichtet                                                                                           Foto© ÖBB

Globasnitzbach wird verlegt

Da der Globasnitzbach zu nahe beim Streckenverlauf fließt, wird ein Teilstück umgelegt und renaturalisiert. ,,Durch das beengte Flussbett ist hier die Fließgeschwindigkeit hoch. Wir schaffen zusätzlich ein Überschwemmungsgebiet", sagte Posch. Fische und Krebse werden geborgen und in geeignete Gewässerabschnitte umgesiedelt. Wertvolle Pflanzenbestände wie Hochstauden und Röhricht werden ebenfalls umgesetzt.

Zusätzlich werden Amphibienaufstiegs- und Nisthilfen errichtet. Die sehr seltenen Kalktuffquellen an der Drau bei Pribelsdorf, die einen Lebensraum für Tiere und Pflanzen bilden, bleiben durch umfangreiche Sicherungsmaßnahmen erhalten.

Vor dem Bau der Koralmbahn in Mittlern untersuchte der Ärchäologische Dienst Kärnten das Baufeld und entdeckte insgesamt 18 prähistorische Funde. Der Humus beziehungsweise der Oberboden wurde in Pribelsdorf, wo die Archäologen Funde vermuteten, bei einer Fläche von rund 25.000 Quadratmeter mit einem Kleinbagger streifenförmig abgeschoben. Unter dem Humus fanden sich im sandigen Lehm viele stark zerscherbte prähistorische Keramikfragmente. Außerdem wurden 13 runde Gruben gefunden sowie Keramikfragmente, die möglicherweise aus der Spätbronzezeit (12. - 9. Jahrhundert v. Chr.) stammen. Bei den Gruben handelt es sich vermutlich um Abfall- oder Materialentnahmegruben im Randbereich einer Siedlung.

Quelle:Kleine Zeitung-Online Ausgabe Kärnten

l.g. rellov
Es ist besser, ein Licht zu entzünden, als über die Dunkelheit zu fluchen.

  • Hubert Voller
Re: [KÄRNTEN] Aich - Mittlern - Althofen/Drau
Antwort #25
Für die Koralmbahn wird derzeit vor allem zwischen Stein/Jauntal, Mittlern und Kühnsdorf gebaut. Die geologischen Bedingungen sind schwierig; die tonhaltige Erde muss zuerst befestigt werden, um bauen zu können.

Ab 2023 soll man im Zug in 45 Minuten von Klagenfurt nach Graz fahren können. Herzstück ist der Koralmtunnel. Auf den Baustellen Stein im Jauntal, Mittlern und Kühnsdorf entstehen derzeit Tunnels und Brücken. Die Trasse wird mitten in die Flussarme der Drau gebaut. Für die Lkws wurden eigene Straßen errichtet.


Bauarbeiten am Drauufer.                                                 Foto © ORF

Die 600 Meter lange Brücke über die Drau steht bereits, sie ist die längste auf der 130 Kilometer langen Koralmbahntrasse. Meter für Meter wurde sie gebaut und mit einer ganz neuen Technik über den Fluss geschoben.


Die neue Brücke.                                                              Foto © ORF

Hänge müssen mit Beton befestigt werden

Die Hänge, wo künftig die Tunneleinfahrten sein werden, müssen mit Spritzbeton befestigt werden, um überhaupt sicher bauen zu können. Die Beschaffenheit der Hänge und Böden bleibt die größte Herausforderung. ÖBB-Projektleiter Klaus Berger sagte, es seien Stillwassersedimente aus der Eiszeit, ein breiiger Ton, in den man Tunnel bauen müsse. Diesen Boden müsse man vorher befestigen, dafür presse man Zement in den Boden. Dann könne man bebauen.


Hier sind die Tunneleinfahrten geplant.                                    Foto © ORF

Naturschutz geht vor
Bei einer anderen Trassenführung wäre die Bodenbeschaffenheit besser gewesen, doch es sollten Natur und Bewohner bestmöglich geschützt werden. So müssen bei den Tunnels in Srejach bei St. Kanzian hunderte Betonpfähle angebracht werden, die die Hänge und die künftigen Tunnelwände sichern sollen. Es muss zuerst die stabile Tunneldecke angebracht werden, erst dann kann darunter mit den Grabungen für die Röhre begonnen werden. Das sei alles andere als alltäglich, so Berger. Die Tunnel dürfen sich ja nicht setzen, weder in der Bau- noch in der Benutzungsphase.
Aufrechter Zugsverkehr auf alter Trasse
Gearbeitet wird trotz des Zugverkehrs auf der alten Bahntrasse. Damit die dutzenden Lkws diese Trasse nicht queren müssen, wurden Brücken und Straßen gebaut, die bei Inbetriebnahme der Koralmbahn 2023 wieder verschwinden. Kärntner Firmen bekamen Aufträge teilweise mit einem Volumen bis 250 Millionen Euro. Somit ist der Bau der Koralmbahn auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Projektleiter Berger sagte, rund 200 heimische Arbeitskräfte werden beschäftigt.


Foto © ORF

Die Trasse und die Tunnels sollen am Ende begrünt werden. Im Jahr 2023 sollen dann die Züge mit bis zu 250 Km/h zwischen Graz und Klagenfurt fahren.

Quelle: ORF/ Kärnten; 16.03.2016

l.g. rellov
Es ist besser, ein Licht zu entzünden, als über die Dunkelheit zu fluchen.

  • Hubert Voller
Re: [KÄRNTEN] Aich - Mittlern - Althofen/Drau
Antwort #26
Betreiber für Güterterminal fehlt noch
Die letzten Grundstücke für den 36 Hektar großen Gewerbepark Kühnsdorf sind gesichert. Jetzt muss Betreiber für Güterverladung gesucht werden.

Groß war die Euphorie, als man vor zehn Jahren begann, den Interkommunalen Gewerbepark (IGP) Jauntal im Bereich des ehemaligen Funder-Geländes und des bestehenden Bahnhofes in Kühnsdorf zu konzipieren. Vor allem die Güterverladung auf die Schiene sollte Firmen eine Ansiedlung in der Region schmackhaft machen.
Doch nach der Einstellung der Güterverladung durch die ÖBB-Tochter Rail Cargo bei Betriebsaufnahme der Koralmbahn muss sich die Marktgemeinde Eberndorf nach einem Betreiber für einen Güterterminal umsehen. Auch die Forstwirtschaft braucht einen Zugang zum Bahnnetz. Die ÖBB hat nur eine Weiche für den Anschluss zum alten Bahnhof vorgesehen. Für alles Weitere gebe es laut ÖBB-Pressesprecher Christoph Posch ,,keinen Auftrag".
Restliche 8,5 Hektar Grund gesichert
Heuer im Sommer wurden die Optionsverträge für die restlichen 8,5 des 36 Hektar umfassenden IGP Jauntal auf 15 Jahre abgeschlossen. ,,Die Güterverladung ist weiterhin unklar. Ohne Bahnanschluss wird sich der Gewerbepark nicht entwickeln", befürchtet Eberndorfs Bürgermeister Gottfried Wedenig (SPÖ).
Samt Förderungen seien bis dato in die Vorbereitungen rund 300.000 Euro investiert worden. ,,Vorerst dabei sind neben Eberndorf die Gemeinden St. Kanzian, Feistritz ob Bleiburg und Völkermarkt", sagt Wedenig. Jetzt müsse man einen privaten Betreiber für einen Güterterminal finden. Eine Variante stehe im Raum. Wedenig: ,,Es hat Vorgespräche über die Nachnutzung der Jauntalbahn mit der Strabag gegeben. Diese will im Bereich Pribelsdorf ein Betonfertigteilwerk errichten und die alte Bahn für den Transport nutzen. Die Strabag könnte dann auch die Güterverladung übernehmen." Es hänge aber die Widmung der angekauften Flächen in Pribelsdorf noch in der Luft.
Bahnanschluss der Firma Urbas
Nach Inbetriebnahme der Koralmbahn wird die ÖBB in Südösterreich nur mehr in Fürnitz bei Villach und Werndorf bei Graz Güterterminals betreiben. Die Urbas Maschinenfabrik Gesellschaft m.b.H. in Eis bei Ruden wird auf eigene Kosten einen Bahnanschluss zur Güterverladung um vier Millionen Euro mit Anbindung an die Koralmbahn errichten. ,,Wir sind natürlich bereit, dann auch Güter von anderen Firmen zu verladen", sagt Geschäftsführer Andreas Urbas.

Quelle:Kleine Zeitung 27. August 2016

l.g. rellov
Es ist besser, ein Licht zu entzünden, als über die Dunkelheit zu fluchen.

  • Hubert Voller
Re: [KÄRNTEN] Aich - Mittlern - Althofen/Drau
Antwort #27
Baubeginn der letzten beiden Tunnel Stein und Lind
Infrastrukturprojekt Koralmbahn hat europäische Bedeutung und ist Aushängeschild für Kärnten - Ja zu Erhalt des Verladebahnhofs in Kühnsdorf zur Stärkung der regionalen Wirtschaft

Großer Bahnhof nahe der neuen und größten Eisenbahnbrücke Kärntens bei Stein im Jauntal: Heute, Freitag, gab es den offiziellen Tunnelanschlag für die beiden letzten Tunnelbauwerke der Koralmbahn. Es handelt sich um den 2,1 km langen Tunnel Stein und den 500 m langen Tunnel Lind, der bereits vor wenigen Tagen angeschlagen wurde. Beide Anschläge waren auch per Videoeinspielung zu sehen. Damit sind alle zehn Tunnels der rund 130 Kilometer langen Koralmbahn im Bau bzw. bereits im Teilbetrieb.

Zum Tunnelanschlag fanden sich zahlreiche Ehrengäste ein, allen voran Landeshauptmann Peter Kaiser, begleitet von Lebensgefährtin Ulli Wehr, die Landesräte Christian Benger und Gernot Darmann, Landtagspräsident Reinhart Rohr, ÖBB-CEO Andreas Matthä, Maik Müller von der bauausführenden Arbeitsgemeinschaft (Baresel und Kostmann), ÖBB-Infrastrukturchef Hubert Hager, ÖBB-Projektleiter Klaus Berger, der St. Kanzianer Bürgermeister Thomas Krainz und Tunnelpatin Anneliese Klösch. Weitere Gäste waren LAbg. Jakob Strauß, Abteilungsleiter Albert Kreiner (Land Kärnten) und ÖBB-Eventmanager Walter Neumann.

Zwei Mineure trugen den traditionellen Mineursspruch vor und anschließend startete die Tunnelpatin Anneliese Klösch mit einem speziellen Tunnelbagger symbolisch die Bauarbeiten im Tunnel Stein.

Der Landeshauptmann dankte allen ÖBB-Verantwortlichen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für dieses gigantische Bauwerk von europäischer Bedeutung. Die Koralmbahn stehe für tausende Arbeitsplätze. Nur in Gemeinsamkeit sei es gelungen, dieses riesige zukunftsweisende und hochmoderne Infrastrukturprojekt umzusetzen, so Kaiser. Der Landeshauptmann sprach weiter die Bitte an die ÖBB-Verantwortlichen aus, auch für den Erhalt des Güterbahnhofs Kühnsdorf einzutreten. Auch der Bürgermeister von St. Kanzian bekräftigte dies als Wunsch der gesamten Region.

,,Eine gute Infrastruktur ist für unser Land unabdingbar und auch ein Aushängeschild", sagte Kaiser. Entlang von Eisenbahnstrecken könne sich wirtschaftliches Leben entfalten, wie dies die Vergangenheit immer gezeigt habe. Die Baumaßnahmen und Bahnprojekte würden auch zum richtigen Zeitpunkt kommen, denn es müsse nun alles getan werden, um wirtschaftliche Impulse zu setzen. Gerade auch der Südkärntner Raum brauche eine wirtschaftliche Belebung, weshalb auch der Erhalt des Verladebahnhofs Kühnsdorf notwendig sei.

ÖBB-Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä hob die vielen positiven Effekte der Bahn für Wirtschaft und Arbeitsplätze hervor. Die Fahrzeit zwischen Graz und Klagenfurt werde sich auf 45 Minuten verkürzen. Die Koralmbahn als Teil der Baltisch-Adriatischen Achse schaffe und ermögliche neue Wirtschaftsbeziehungen und sorge für eine Steigerung der Wertschöpfung der regionalen Wirtschaft.

Projektleiter Klaus Berger informierte über Details des Abschnittes zwischen Grafenstein/Althofen und Mittlern, der eine große technische Herausforderung darstelle und auf dem aktuell insgesamt 300 Menschen beschäftigt sind. Die beiden Bauwerke werden im Bagger- und Sprengvortrieb errichtet. Die Betriebsaufnahme in diesem Abschnitt ist spätestens 2022 vorgesehen. Wie schon bei allen anderen Tunnels der Koralmbahn wird auch hier größtes Augenmerk auf die Sicherheit gelegt. Daher werden beim drittlängsten Tunnel der Koralmbahn, dem rund 2,1 Kilometer langen Tunnel Stein, insgesamt drei Notausstiege errichtet, die Teil des Tunnelsicherheitskonzeptes sind.

Die Segnung des Tunnels nahmen Pfarrer Friedrich Isop und die ev. Pfarrerin Renate Moshammer vor. Moderiert wurde die Eröffnungsfeier von Martin Weberhofer, ORF-Programmchef von Radio Kärnten.

Die ÖBB investieren heuer in Kärnten rund 239 Mio. Euro in die Erneuerung und in den Neubau der Infrastrukturanlagen und sind damit einer der größten Investoren im Land. Bis 2021 fließen im Auftrag des Bundes rund 1,9 Mrd. Euro nach Kärnten um moderne Schieneninfrastrukturen zu errichten und bestehende weiter zu verbessern.

Der 33 Kilometer lange und 2,3 Milliarden Euro teure Koralmtunnel ist Herzstück der 130 km langen Koralmbahn. Diese wiederum ist Teil eines transeuropäischen Netzes von Danzig bis zur Adria. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2023 geplant. Als umfassender Mobilitätsdienstleister bringt der ÖBB-Konzern jährlich 459 Millionen Fahrgäste und 111 Mio. Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel.

Quelle:Land Kärnten

l.g. rellov


Es ist besser, ein Licht zu entzünden, als über die Dunkelheit zu fluchen.

Re: [KÄRNTEN] Aich - Mittlern - Althofen/Drau
Antwort #28
Koralmbahn-Visualisierungen

Auf der Seite von "© 2015-2016 dieIngenieure Ziviltechniker GmbH" gibt es weitere Visualisierungen, die noch nicht alle hier im Forum gepostet wurden, so z.B. vom Bereich "Mittlern Rotschitzgraben" (Bild 1), der "Verlegung L128 Pribelsdorf" (Bild 2) oder dem "Bahnsteig Mittlern" (Bild 3).

(Quelle: alle Bilder © 2015-2016 dieIngenieure Ziviltechniker GmbH)



  • Hubert Voller
Re: [KÄRNTEN] Aich - Mittlern - Althofen/Drau
Antwort #29
Koralmbahn: Durchschlag beim Tunnel Lind

Nach etwas über einem halben Jahr Bauzeit erfolgte am 21.02.2017 der Tunneldurchschlag beim rund 450 m langen Tunnel Lind im Bereich der Gemeinde Grafenstein.
Der Tunnel wurde komplett im Bagger- und Sprengvortrieb errichtet. Nach der Fertigstellung des Rohbaus wird in den kommenden Monaten die druckwasserhaltende Stahlbeton-Innenschale mit Hilfe eines Schalwagens errichtet. Der Gleisbau und die bahntechnische Ausrüstung erfolgt erst nach der Rohbaufertigstellung der Tunnelkette St. Kanzian. Der Streckenabschnitt zwischen Althofen an der Drau und St. Kanzian soll laut ÖBB wie geplant bis 2022 in Betrieb genommen werden.


Durchschlag beim Tunnel Lind; Foto: ÖBB
  • Zuletzt geändert: Februar 28, 2017, 10:59:45 von Hubert Voller
Es ist besser, ein Licht zu entzünden, als über die Dunkelheit zu fluchen.