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Thema: Feldbach, Fürstenfeld, Radkersburg (3817-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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  • Michael
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Feldbach, Fürstenfeld, Radkersburg

Feldbach, Fürstenfeld, Radkersburg



Seine bevorstehende Pensionierung bringt die Debatten um weitere Bezirks-zusammenlegungen wieder in Schwung: Bezirkshauptmann Wilhelm Plauder TRUMMER

Morgen, Montag, setzt die Landesregierung weitere Schritte. Die Regierungszwillinge Franz Voves und Hermann Schützenhöfer treffen mit ihren jeweiligen Kommunalchefs, Bernhard Rosenberger (SPÖ-Städtebund) und Erwin Dirnberger (VP-Gemeindebund), zusammen, um weitere Schritte für die Zusammenlegung von Gemeinden zu besprechen. Bisher haben sich die Gemeinden miteinander unterhalten, ab sofort will auch die Regierung aktiv werden und in Verhandlungen mit einzelnen oder mehreren Gemeinden treten. Dieser Prozess soll sich über das gesamte Jahr 2012 hinziehen, spätestens Anfang 2013 will man dann Nägel mit Köpfen machen und Gemeinden per Regierungsbeschluss zusammenlegen.

Die bisher reibungslos verlaufene Zusammenlegung der früheren Bezirke Knittelfeld und Judenburg zur neuen Verwaltungseinheit Murtal soll nicht das Ergebnis, sondern erst der erste Schritt gewesen sein, wünscht man sich in der Landesregierung. Noch hält man sich mit Namen zurück, aber die nächsten Kandidaten werden hinter vorgehaltener Hand bereits genannt: Nach der Obersteiermark wäre jetzt die Oststeiermark dran. Und da der Bezirk Feldbach, wo Bezirkshauptmann Wilhelm Plauder schon sehr bald in Pension gehen dürfte. Bei einem Zusammenschluss müsste also niemand seinen Spitzenposten verlieren. Rein geografisch wäre eine Zusammenlegung von Feldbach mit Radkersburg sinnvoll. Damit stellte sich logischerweise die Frage nach der Zukunft des kleinsten Bezirks, Fürstenfeld, den es übrigens erst seit 1938 gibt. Während manche ein Zusammengehen mit den südlichen Nachbarn Feldbach und Radkersburg für sinnvoll halten, tendieren andere wieder zum großen nördlichen Nachbarn Hartberg. Hier wird wohl noch einige Zeit weiterspekuliert werden.

Dass auch andere, weit größere Bezirke über Effizienzsteigerungen nachdenken, zeigt Oberösterreich: Der Linzer Gemeinderat beschloss in der vergangenen Woche, beim Land ein Pilotprojekt zu beantragen, gleich drei Bezirkshauptmannschaften zusammenzulegen: Linz, Linz-Land und Urfahr-Umgebung. Spannend die parteipolitischen Konstellationen: Gefasst wurde der Beschluss von SPÖ und FPÖ, ÖVP und Grüne übten Stimmenthaltung. Das ist deshalb so bemerkenswert, weil ja gerade diese beiden Parteien im Land zusammen regieren und somit quasi einen Antrag der ,,Opposition" umsetzen müssten. Dass man im Gemeinderat nicht mit Nein stimmte, ist zumindest ein Indiz, dass man Sparvorschläge nicht so einfach vom Tisch wischen kann.

Für einige Unruhe im Bezirk Graz-Umgebung ist innerhalb der ÖVP gesorgt. Aber weniger wegen Bezirks- oder Gemeindezusammenlegungen, sondern vielmehr im Vorfeld der Nationalratswahl 2013. Seit dem nicht ganz freiwilligen Abgang von Wolfgang Kasic als Landtagsabgeordnetem und Bezirksobmann ist die Bezirks-ÖVP ganz in Frauenhand: Ridi Steibl ist Nationalratsabgeordnete und ÖVP-Bezirkschefin, im Landtag ist der Bezirk durch Barbara Eibinger und Waltraud Schifferer vertreten. Privat ist Steibl als Landesbeamtin seit Jänner in Pension. Ihr Lieblingskind, das Gründerinnenzentrum, musste sie unlängst an die Stadt Graz übergeben. Nicht zuletzt deshalb, weil die Subventionen von ihrem speziellen Parteifreund, Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann, versiegten. Im Nationalrat will die im ÖAAB verankerte Steibl aber bleiben. Dagegen erheben sich im Bezirk langsam einzelne Stimmen. Gefährlich wird es für sie aber erst dann, wenn sich das Gerücht erhärtet, dass der erst vor kurzer Zeit als Landtagsabgeordneter abgetretene Bürgermeister Ernst Gödl (40) sein Comeback plane und für den Nationalrat kandidieren wolle.


Quelle: http://www.kleinezeitung.at
LG Michael, vormals PM  |  Styria-Mobile