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Thema: Nach Bim-Unfall: Vorwürfe gegen den Lenker (5464-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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  • PeterWitt
Re: Nach Bim-Unfall: Vorwürfe gegen den Lenker
Antwort #15


Für den konkreten Vorfall müsste es wohl genug Zeugen geben. Daher sollte sich das doch aufklären lassen.


Ja, zB. wurde die Notbremse gezogen?
LG!Christian

Offenbar nicht, weil man brüllt zwar laut "Halt", aber die Notbremse betätigt man nicht (man will ja nicht direkt etwas damit zu tun haben, oder?). Und der böse Lenker hält nicht sofort an - weil z.B. der Geräuschpegel eine Reaktion nicht zulässt, ein Fahrgast gerade eine Frage stellt (wo muß ich denn da aussteigen? etc.), ein Funkspruch herein kommt, man auf den Verkehr achtet (es war ja zeitlich eher Nachmittagsspitze, oder?).
Die zentrale Frage ist doch, warum ein Anfahren trotzt eingeklemmter Person möglich war...

  • Ch. Wagner
  • Member*
Re: Nach Bim-Unfall: Vorwürfe gegen den Lenker
Antwort #16
Michael Saria hat sich heldenmütig geopfert und sich selber auf den "ungefederten" Fahrersitz der Rehe 600 zu begeben. Und wie er von den vielen Lichterln verwirrt wird und mit den Pedalen nicht zurechtkommt. Und erst jetzt kann er sich vorstellen, wie das für einen Fahrer sein muß, wenn der noch auf der Straße fahren muß. Einte tolle PR Aktion der HGL, damit wir alle endlich wissen, Bim fahren ist kein Zwergelschaß.
Nun ja.
Nebenbei hat man aber lesen können, daß die Betroffene Bim keine zusätzliche Stufe und keinen Türaufhalteknopf hatten. Wobei ich bezweifle, daß der Großteil der Fahrgäste die Funktion dieses Knopfes kennt.
LG!Christian
Weil ich angeblich unhöflich bin:
"Denkt daran, das Schwein von heute ist der Schinken von morgen"
(Mathias Beltz)

"pungitius pungitius"

  • Martin
  • Global Moderator
  • Styria Mobile Team
Re: Nach Bim-Unfall: Vorwürfe gegen den Lenker
Antwort #17
So fühlt es sich an, eine Bim zu lenken

Der jüngste Bim-Unfall wirft Fragen nach der Arbeit der Lenker auf. Ein Selbstversuch.
Der Redakteur lenkt eine Bim der "Serie 600". Baujahr 1986, 1999 erneuert

Eine 91-jährige Grazerin wird in der Tür einer Straßenbahn eingeklemmt, mitgeschleift und schwer verletzt. Wie man seitens des LKH betont, bleibt sie in "Intensivüberwachung".

Der Bericht der Kleinen Zeitung sorgte jedenfalls für hitzige Debatten - und wirft einmal mehr Fragen auf: Wie sicher sind unsere Straßenbahnen? Was machen die Lenker während der Fahrt? Und welchen Herausforderungen sind sie ausgesetzt?

In der Remise Steyrergasse haben wir nicht nur eine Garnitur beispielhaft unter die Lupe genommen (siehe Grafik links), sondern uns unter Aufsicht auch ans Steuer einer Bim gesetzt: Die Ausstattung: Sportsitz? CD-Wechsler? Denkste. Von meinem ungefederten Stuhl aus fällt mein Blick durch die riesige Windschutzscheibe und auf das Cockpit, zig Lichter blinken mir entgegen. Alles wirkt grobschlächtig. Vor allem die drei Fußpedale, die breit wie Holzbretter sind. Der Start: Aber was soll's. Also in die Hände spucken und Gas ge. . . Halt! Mein "Fahrlehrer" raunt mir ins rechte Ohr, dass ich zuerst und dann permanent das linke Pedal betätigen muss. Damit ich eh nicht einschlafe.

Die ersten Meter: Also drücke ich das linke Pedal und dann endlich das rechte Gaspedal. Zaghaft. Geschmeidig gleiten wir . . . Nein, im Ernst: Wir ruckeln los, ich trete auf beide Pedale, alles wackelt. Immerhin bringe ich rund 30 Tonnen in Fahrt, heißt es. Die Vollbremsung: Ich darf aufs Gelände der Remise hinaus. Ich gebe Gas - ja, ich drücke auch das linke Pedal -, will dauernd lenken, komme halbwegs in Fahrt. Und dann heißt es, ich soll aufpassen und plötzlich bremst wer und ein schrilles Klingeln ertönt und wir wackeln und bremsen. Stehen. So fühlt es sich an, wenn ein Fahrgast die Notbremse zieht, heißt es. Danke. Klasse Idee. Der Stopp: Auf der Rückfahrt denke ich: War durchaus realistisch. Ja, gut, die unzähligen Fahrgäste haben halt gefehlt. Deren Fragen hinterm Genick. Und die vor meiner Scheibe vorbeilaufenden Fußgänger. Und die Autos links wie rechts. Aber ansonsten . . .
MICHAEL SARIA


Grafik: © Kleinezeitung

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/2938159/so-fuehlt-sich-bim-zu-lenken.story




Eine nette Geschichte und auf der Grafik hat sich ein Fehler eingeschlichen... - Welcher?  ;)
GLG
Martin

  • Ch. Wagner
  • Member*
Re: Nach Bim-Unfall: Vorwürfe gegen den Lenker
Antwort #18
Danke für's reinstellen, ich bin leider zu blöd dazu.
LG! Christian
Weil ich angeblich unhöflich bin:
"Denkt daran, das Schwein von heute ist der Schinken von morgen"
(Mathias Beltz)

"pungitius pungitius"

  • 200er
Re: Nach Bim-Unfall: Vorwürfe gegen den Lenker
Antwort #19

Eine nette Geschichte und auf der Grafik hat sich ein Fehler eingeschlichen... - Welcher?  ;)


Das Lenkrad für den Lenker ist nirgends zu sehen!  ;D  ;D  ;D

lg 200er

Re: Nach Bim-Unfall: Vorwürfe gegen den Lenker
Antwort #20
Ach, das ist ein Einstigesknopf. Jetzt weiss ich wenigstens endlich wozu dieser kleine unscheinbare schwarze Knopf im Mittelgeländer mancher Fahrzeuge da ist.

Besser gesagt ich kenn jetzt seine Funktion, wozu er da ist versteh ich immer noch nicht.
1. Kein Mensch weiss dass es den gibt; 2. ist der viel zu unscheinbar; 3. ist der sowieso an einer wertlosen Position da ausser für kleinwüchsige Zusteigende zu tief; und 4. hätte man wenn man grade eingeklemmt wird sowieso kaum die Möglichkeit den Knopf noch drücken zu können.

  • Martin
  • Global Moderator
  • Styria Mobile Team
Re: Nach Bim-Unfall: Vorwürfe gegen den Lenker
Antwort #21

Das Lenkrad für den Lenker ist nirgends zu sehen!  ;D  ;D  ;D

Das auch ja  :hehe:

Nach dem Schließen der Türen steht im Bericht, dass der Fahrer auf "Freigabe" drücken muss, wobei ja "Löschen" gemeint ist... ;)
GLG
Martin

  • Ch. Wagner
  • Member*
Re: Nach Bim-Unfall: Vorwürfe gegen den Lenker
Antwort #22
Die Frau ist inzwischen verstorben. (lt. Kleine Zeitung online)
LG!Christian
Weil ich angeblich unhöflich bin:
"Denkt daran, das Schwein von heute ist der Schinken von morgen"
(Mathias Beltz)

"pungitius pungitius"