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Thema: "Graz-Bike" bietet Verleih über Buchungsplattform (1773-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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"Graz-Bike" bietet Verleih über Buchungsplattform
"Graz-Bike" bietet Verleih über Buchungsplattform

In Graz ist am Mittwoch mit "Graz Bike" ein von einer Buchungsplattform gestütztes Leihradsystem vorgestellt worden. Fuhrpark umfasst auch E- und Spezialräder sowie Anhänger. Die Stadt nimmt dafür binnen drei Jahren 380.000 Euro in die Hand.

Im Gegensatz zu vollautomatischen Verleihsystemen greift man auf bestehende Partner zurück, die zusätzlich mit speziellen Rädern wie E-Bikes, Lastenrädern oder Anhängern ausgestattet wurden und werden. Die Stadt nimmt dafür binnen drei Jahren 380.000 Euro in die Hand.

Bürgermeisterstellvertreterin Lisa Rücker (G) erklärte, warum ein Leihradsystem in Graz lange auf sich wartenließ und warum man kein automatisiertes Verleihsystem a la Citybike Wien gewählt hat: Graz habe mit einem - hochgerechneten - Radverkehrsanteil von 19 Prozent in Sachen Radmobilität eine hohe Durchdringung, weshalb man sich für ein gemeinsames Labeling und die Erweiterung und Diversifizierung des bestehenden Angebots entschieden habe. Dies komme sowohl Touristen als auch Einheimischen, die schon ein Bike besitzen, aber für spezielle Zwecke etwa ein Kinder-, Renn- oder Lastenrad ausleihen möchten, zugute.

Der Betrieb, abgewickelt über die Firma e-mobility Graz GmbH, eine Tochter der Graz Holding, ist günstiger, heimische Betriebe werden eingebunden und einen hoher Komfort ist gewährleistet, auch beim Zubehör (Anhänger, Helme). Umgekehrt ist der Zugang trotz Buchungsplattform http://www.grazbike.at nicht rund um die Uhr gegeben und abhängig von den Partnern, mit denen auch die Leihverträge abgeschlossen werden. Die Tarife sind nicht einheitlich; mit z.B. 11 Euro am Tag für ein Trekking-, 16- für ein E- oder 20 Euro für ein Transportrad gibt es einen Maximaltarif. Auch gibt es noch keine A- nach B-Buchungen, d.h. ausgeliehene Räder müssen an den Verleihstandort zurückgebracht werden.

Wie Robert Schmied von e-mobiltiy sagte, habe das System den Vorteil, dass es ausbaufähig sei, maßgeschneidert im Angebot und jeder Partner seine Stärken ausspielen könne. Rücker versteht die Buchungsplattform als ersten Baustein einer Mobilitätsplattform, über die künftig noch andere Dienstleistungen wie Öffi-Tickets oder Carsharing abgewickelt werden sollen.

Elf Partner

In der Startphase nehmen elf Partner - vom ÖAMTC bis zu einem Studentenheim und mehreren Radhändlern - teil. Bis 2014 soll der Fuhrpark 150 neue, von der Stadt gekaufte Räder umfassen, zusätzlich zu den von den einzelnen Partnern in den Pool eingebrachten Gefährten.

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/graz/3103944/graz-bike-bietet-verleih-ueber-buchungsplattform.story
GLG
Martin

  • amadeus
  • Libertin & Hedonist
Re: "Graz-Bike" bietet Verleih über Buchungsplattform
Antwort #1


,,Graz Bikes" sind Ladenhüter

Der Fahrradverleih Graz Bike kämpft mit erheblichen Startschwierigkeiten. Bei dem Projekt kann man seit letztem August E-Bikes leihen - bei einigen Verleihstationen bewegen sich die Buchungen seither allerdings im einstelligen Bereich.


Insgesamt schlossen sich im Rahmen von Graz Bike 14 Verleihstellen zusammen, um 220 Räder an die Grazer (und an Touristen) zu bringen. Zwar war die Zeit von Ende August bis Winterbeginn kurz, die Anfragen und Buchungen waren dafür aber umso dürftiger: Bei ,,Rund ums Fahrradl" spricht man von nur zwei Buchungen, beim Elektrofahrradcenter Graz wurden drei E-Bikes ausgeborgt; kaum Anfragen gab es auch bei den zwei ÖAMTC-Stützpunkten in Graz.

Kompliziertes Bestellsystem

Ein Hauptgrund dafür ist unter anderem im komplexen Bestellsystem zu finden: Bei Graz Bike kann man sich nur über das Internet einen Leihtermin sichern; danach muss meist über ein Telefongespräch bei der jeweiligen Verleihstelle ein Abholtermin fixiert werden, und erst im Anschluss kann man das Bike dann tatsächlich abholen - eine Prozedur, die sich kaum ein Interessierter antat.

Hans Peter Auer vom ÖAMTC sieht die Probleme ähnlich: ,,Wir haben das letzte Jahr als Testphase oder als Einstieg gesehen, und ich glaube, dass wenn dieses System ein bisschen vereinfacht wird, dass dann auch die Buchungen und der Rücklauf deutlich steigen werden."

Zu wenig Zeit - zu wenig Geld

Hans Pauer von Rebikel betont, er habe einige Buchungen gehabt, aber auch selbst Werbung gemacht. Mit zu wenig Werbebudget und zu wenig Vorbereitungszeit begründet schließlich auch Robert Schmied von der e-mobility Modellregion Graz die Startschwierigkeiten von Graz Bike - man habe nur dreieinhalb Monate Zeit gehabt, Graz Bike aufzustellen, zudem sei der Start Ende August ungünstig gewesen. Dennoch spricht Schmied von rund 20.000 Verleihstunden; wie viele Buchungen das im Endeffekt waren, kann er aber nicht sagen.

Verbesserungen stehen an

Nun sei man dabei, das System für heuer zu vereinfachen: ,,Es wird eine sogenannte Easy-Suchseite geben für ein einfaches und schnelles Suchen für den Endkunden. Wir haben eine optimierte Auswahl bei den E-Bikes, und die Körpergröße wurde auch entfernt. Zudem wird auch die englische Version kommen", so Schmied.

Über den Sommer werde man weitere Verbesserungen einführen: So sollen dann auch Gruppenanfragen möglich sein. Derzeit sucht man weitere Verleihstellen im Umland, sagt Schmied - er glaubt an den Erfolg des Systems und sagt, dass auch andere europäische Städte Interesse hätten.

Quelle: ORF
Gruß aus Graz-Eggenberg
Wolfgang
      Für jedes Problem gibt es eine Lösung, die einfach, klar und falsch ist.
Im Übrigen bin ich der Meinung, daß das Fahrtziel eines Fahrzeuges mit dessen Fahrtzielanzeige übereinstimmen soll.


Re: "Graz-Bike" bietet Verleih über Buchungsplattform
Antwort #2
Man wollte halt ein "hippes" System über bestehendes stülpen. Da ist aber ein riesiger Unterschied zu den öffentlichen Stationen wie bspw. auch in Wien, die weit sichtbar sind und auch Einrichtungs Ausleihen zulassen.