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Thema: Volksbefragung zur Fusion in Musterregion-Trofaiach, Hafning, Gai & Vordernberg (5054-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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Volksbefragung zur Fusion in Musterregion-Trofaiach, Hafning, Gai & Vordernberg
Volksbefragung zur Fusion in Musterregion

Mit Spannung wird das Ergebnis der Volksbefragung in den vier fusionswilligen Gemeinden Trofaiach, Hafning, Gai und Vordernberg erwartet, die in der Steiermark als Vorreiter gelten.
In den Gemeinden Trofaiach, Hafning, Gai und Vordernberg wird abgestimmt


Grafik © Kleine Zeitung

Das Vordernbergertal mit den Gemeinden Trofaiach, Hafning, Gai und Vordernberg gilt als Musterregion in Sachen Fusion. Die Verhandlungen sind abgeschlossen, zahlreiche Detailfragen auf politischer und Verwaltungsebene geklärt. Die SP-Bürgermeister Mario Abl (Trofaiach), Alfred Lackner (Hafning) und Walter Hubner (Vordernberg) sowie Bürgerlisten-Ortschef Bernhard Zechner (Gai) sind sich einig. Sie wollen bereits ab Jänner 2013 als neue Stadt schlagkräftiger werden. Für Ende März sind Neuwahlen geplant. Der neue Gemeinderat hätte 31 Gemeinderäte, jeder Ortsteil wäre vertreten. Soweit der Fahrplan der Bürgermeister. Zuvor ist allerdings noch die Bevölkerung am Wort. Und zwar kommenden Sonntag bei einer zeitgleichen Volksbefragung in allen vier Gemeinden. Das Ergebnis wird auch von den Verantwortlichen des Landes mit Spannung erwartet. Immerhin handelt es sich um eine Musterregion mit Vorbildwirkung für andere Gemeinden.

Meinungen

Wilfried Sandrieser, Trofaiach: Ich gehe fix hin zur Volksbefragung am Sonntag. Ob ich mich jetzt für eine Gemeindefusion von Trofaiach, Hafning, Gai und Vordernberg entscheiden werde oder dagegen, weiß ich noch nicht. Rein gefühlsmäßig bin ich dafür, würde ich sagen. Aber ich möchte mir die Angelegenheit bis Sonntag noch in aller Ruhe durch den Kopf gehen lassen und mich auch noch weiter über das Thema informieren.

Sabine Sulzbacher, Trofaiach: Ich bin auf jeden Fall für eine Fusion von Trofaiach, Hafning, Gai und Vordernberg. Ich finde, dass ein Zusammenschluss für diese vier Gemeinden einfach gut passt. Wenn ich am Sonntag nicht arbeiten muss, gehe ich auf jeden Fall zur Volksbefragung und gebe meine Stimme ab. Ich glaube, dass es durch eine Fusion nur besser werden kann, obwohl ich natürlich nicht im Detail weiß, was sich genau ändert.

Friedrich Tilli, Vordernberg: Ich habe mich durch die mediale Berichterstattung im Vorfeld über die Gemeindefusion informiert. Ich bin dagegen und gehe zur Volksbefragung. Die Gemeinde Vordernberg hat sich um die Errichtung des Schubhaftzentrums bemüht, das Arbeitsplätze und Geld bringen wird. Bei einer Fusion ginge das Geld woanders hin, dafür bekommen wir die Emissionen durch das geplante Krematorium in Trofaiach.

Barbara Sikora, Hafning: Ganz hundertprozentig sicher bin ich mir noch nicht, ob ich für oder gegen die Fusion von Trofaiach, Hafning, Gai und Vordernberg stimmen soll. Ich werde aber sicher zur Volksbefragung gehen, egal, wie meine Entscheidung ausfällt. Ich muss sagen, dass die Argumente für die Fusion gut klingen, aber ich habe auch die Sorge, dass die kleinen Gemeinden untergehen.

Jetzt wird sich zeigen, ob sich der monatelange gemeinsame Einsatz der Ortschefs gelohnt hat. Sie waren permanent auf Achse, um die Bürger zu überzeugen. Auch auf Facebook wurde fleißig gepostet, und es existiert schon die zweite Ausgabe einer gemeinsamen Gemeindezeitung.

Für die rechtlich nicht bindende Volksbefragung haben sich die Ortschefs eine hohe Latte gelegt: "Wenn die Beteiligung bei 50 Prozent liegt, ist das Ergebnis für uns bindend." Die Bürgermeister befürchten allerdings, dass vor allem die Gegner der Fusion zur Urne schreiten werden. Machen doch KP und FP Wind gegen die Fusion. Auch die SP ist nicht überall voll auf Fusionslinie.

Die neue Stadt, die künftig Trofaiach heißen soll, hätte mehr als 12.400 Einwohner. Die Namen der Ortsteile und Katastralgemeinden bleiben erhalten. Ein Name wird vermutlich auch in der neuen Stadt eine Rolle spielen: Mario Abl, der als Bürgermeister gehandelt wird.

Finanzen


"Bei den Ertragsanteilen gäbe es 1,1 Millionen Euro pro Jahr mehr. Durch Struktureinsparungen kämen wir insgesamt auf 1,5 bis zwei Millionen Euro, die frei wären für Investitionen - und nicht um Löcher zu stopfen", so Abl. Jetzt gebe es keinen Spielraum für Investitionen. Lackner: "Mit einer Fusion wäre ein solcher wieder gegeben." Er denkt an Investitionen in erneuerbare Energie. Ein gemeinsames Verkehrskonzept existiert schon.

Der Strukturbereinigung sollen keine Arbeitsplätze in der Verwaltung zum Opfer fallen, es gebe sogar eine Arbeitsplatzgarantie. "Jeder weiß schon genau, was sein Aufgabenbereich und wo sein Arbeitsplatz sein wird", betont Hubner. In allen vier Gemeinden werde es auch eine Bürgerservicestelle geben, wie Zechner ergänzt. Sorge um Identitätsverlust brauche sich keiner machen. Abl: "Bei den Vereinen und den Feuerwehren passiert nichts. In den 60 Trofaiacher Vereinen sind ohnehin Mitglieder aus allen Gemeinden vertreten."
ANDREAS SCHÖBERL, ANDREA WALENTA

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/3124939/volksbefragung-zur-fusion-musterregion.story
GLG
Martin