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Thema: Eggenberger Strasse: Radweg dank HGL-Masten aufgelassen.... (5923-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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Re: Eggenberger Strasse: Radweg dank HGL-Masten aufgelassen....
Antwort #15

So gesehen ist die Auflassung eines Radwegs ein Gewinn, zumindest
für die, die das Rad wirklich als Verkehrsmittel benützen.


In diesem Fall würde ich das allerdings nicht als Gewinn sehen, da man rein rechtlich auf die gegenüberliegende Straßenseite auf den dort führenden GRW wechseln müsste.

  • Martin
  • Global Moderator
  • Styria Mobile Team
Re: Eggenberger Strasse: Radweg dank HGL-Masten aufgelassen....
Antwort #16
@Cerberus2:

Hallo und Willkommen im Forum!
GLG
Martin

Re: Eggenberger Strasse: Radweg dank HGL-Masten aufgelassen....
Antwort #17

Meine Recherchen im Web (und im Usenet, wers noch kennt) haben
egeben, dass Radwege sowieso eine größere Gefahr sind, als wenn
die restliche Fahrbahn gemeinsam mit dem KFZ-Verkehr benützt wird.


Das ist grundsätzlich richtig, wobei nicht das Fahren am Radweg an sich gefährlich ist, sondern die Situation an den Kreuzungspunkten, und dort machts einen großen Unterschied, ob Ein- oder Zweirichtungsradweg sowie welche Arten von Abbiegern vorhanden sind.


Relative Unfallhäufigkeit, Quelle: Wikipedia

Dennoch ist die Sache nicht ganz so einfach, da es auch noch ein subjektives Sicherheitsgefühl gibt, was dazu führt, dass viele ohne Radanlagen ganz aufs Fahrradfahren verzichten würden. Und hier kommt ein weitere Aspekt zum Tragen, ein Prinzip das "Safety in Numbers" genannt wird. Das sagt vereinfacht ausgedrückt aus, dass bei einer großen Zahl an Radlern das Unfallrisiko sinkt (und umgekehrt bei einer kleinen Anzahl steigt), auch wenn der Hausverstand anderes vermuten lässt, siehe z.B.  http://injuryprevention.bmj.com/content/9/3/205.full.pdf.

Das ist auch der Grund, warum diverse Radlobbys auf die Abschaffung der Benutzungspflicht drängen. Dann können die langsamen, ängstlichen und unsicheren Radler weiterhin auf dem Radwg fahren und die flotten und selbstbewussten sicher auf der Hauptfahrbahn. Der Schweizer Radwegexperte Balsiger hat dafür immer recht treffend das Bild von Hase & Igel verwendet :)

Zitat

So gesehen ist die Auflassung eines Radwegs ein Gewinn, zumindest
für die, die das Rad wirklich als Verkehrsmittel benützen.


Naja, wenn benutzungspflichtige Radwege mittendrinn im Nirvana enden und/oder plötzlich irgendwo auf der anderen Seite weitergehen, dann ist das der Sicherheit sicher nicht zuträglich. Im Fall der Eggenberger Straße wären wohl (Einrichtungs-)Mehrzweckstreifen am sinnvollsten gewesen, insbesondere, da für 2 Zweirichtungsradwege der Platz nicht (mehr) da ist.

lg, IC
"... und zu den Fenstern schauten lebendige Menschenköpfe heraus, und schrecklich schnell ging's, und ein solches Brausen war, dass einem der Verstand stillstand."
 - Peter Rosegger (erste Begegnung mit der Semmeringbahn)

Re: Eggenberger Strasse: Radweg dank HGL-Masten aufgelassen....
Antwort #18
Eine passende Meldung der Apa heute dazu:

Schweizer Radfahrer starb bei Unfall in NÖ

St. Pölten - Ein Schweizer Radtourist ist bei einem Verkehrsunfall im Bezirk Wiener Neustadt ums Leben gekommen. Laut NÖ Landespolizeidirektion war ein 46-Jähriger aus dem Bezirk am Sonntagnachmittag in Bad Fischau-Brunn mit seinem Klein-Lkw von hinten gegen das Fahrrad gestoßen. Der 63-Jährige wurde durch den Anprall aus dem Sattel gehoben und gegen die Windschutzscheibe des Fahrzeugs geschleudert.

  • Bumsti
Re: Eggenberger Strasse: Radweg dank HGL-Masten aufgelassen....
Antwort #19

Scheinbar gibt es eine gewisse Quote an Schildbürgerstreichen, die unsere Stadt Jahr für Jahr erfüllen muss...  :P


Dann sinds aber für heuer bald fertig. Vielleicht gibts ja ein paar joker.  :police:
You only live once. But if you have lived like I have, once is enough. ( Frank Sinatra )

  • amadeus
  • Libertin & Hedonist
Re: Eggenberger Strasse: Radweg dank HGL-Masten aufgelassen....
Antwort #20
Gibt es eigentlich schon konkrete Pläne zur Lösung des Dilemmas?

Bis Asperngasse hätten die Maste (notfalls nicht in der gerade hochmodernen XXL-Version) ja auf der Insel genügend Platz.
Gruß aus Graz-Eggenberg
Wolfgang
      Für jedes Problem gibt es eine Lösung, die einfach, klar und falsch ist.
Im Übrigen bin ich der Meinung, daß das Fahrtziel eines Fahrzeuges mit dessen Fahrtzielanzeige übereinstimmen soll.


  • Amon
Re: Eggenberger Strasse: Radweg dank HGL-Masten aufgelassen....
Antwort #21
Warum benötigt man überhaupt auf beiden Seiten Masten. Man kann die Oberleitung ja auch an nur einem Masten befestigen (so wie etwa auf einem Teil der 6er-Strecke ins Peterstal).

  • amadeus
  • Libertin & Hedonist
Re: Eggenberger Strasse: Radweg dank HGL-Masten aufgelassen....
Antwort #22

Warum benötigt man überhaupt auf beiden Seiten Masten. Man kann die Oberleitung ja auch an nur einem Masten befestigen (so wie etwa auf einem Teil der 6er-Strecke ins Peterstal).


Da ist die Queraufhängung schon sehr viel dezenter.
Wenn nur der Gleiskörper vorhanden ist und keine Fahrbahnen daneben, dann bleibt der Ausleger kurz. Ansonsten schauts extrem ,,schiach" aus.
Gruß aus Graz-Eggenberg
Wolfgang
      Für jedes Problem gibt es eine Lösung, die einfach, klar und falsch ist.
Im Übrigen bin ich der Meinung, daß das Fahrtziel eines Fahrzeuges mit dessen Fahrtzielanzeige übereinstimmen soll.


  • ptg
Re: Eggenberger Strasse: Radweg dank HGL-Masten aufgelassen....
Antwort #23

Gibt es eigentlich schon konkrete Pläne zur Lösung des Dilemmas?

Bis Asperngasse hätten die Maste (notfalls nicht in der gerade hochmodernen XXL-Version) ja auf der Insel genügend Platz.


Die leicht zu übersehende Spargelstangerl-Ausführung stellt wohl ein zu hohes Gefahrenpotenzial für Fußgänger/Straßenbahnbenützer dar.
Jeden morgen überleg ich mir, ob ich mich bei den auf den Bus Wartenden bei der Ecke Asperngasse beliebt machen soll und ganz vorschriftskonform den Geh- und Radweg benutze. Andererseits denke ich mir was können die ÖV-Benutzer dafür, dass es in den diversen verantwortlichen Abteilungen Vollpfosten gibt die Vollpfosten mitten auf einen Geh- und Radweg stellen.
Aus Rücksicht auf andere lebe ich damit, dass mich irgendwann die Polizei abstraft, weil ich dort die Straße benutze. Denn Autofahrer sind ja gute StVO-Brecher die man hin und wieder ein bisserl ermahnen muss, während man diese pöhsen Radfahrer abstrafen muss, wo es geht. Fast jeden Tag steht die Polizei vor dem Bauamt und hält Radfahrer auf (durchaus auch zu Recht). Daneben wird man am Gürtel am Zebrastreifen fast zusammengeschoben, weil noch schnell 5 Autos bei rot in die Kreuzung fahren müssen. - Aber das macht ja nichts. Das sind ja die Guten.