Weizerbahn

Begonnen von TW 529, 29 03, 2022, 19:30

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FlipsP

#195
Zitat von: StlB Kh. 101 am Gestern um 00:30Wir werden's sehen.

Ich bin im Übrigen gespannt, wie sich die aktuellen Spritpreise auf die Auslastung der Weizerbahn auswirken. Diese ist nämlich recht ungleich verteilt. Oder wie es der frühere Weizer Bürgermeister Eggenreich mal gesagt hst: ,,In der Früh und am Abend ist der Zug bummvoll. Dazwischen könntest du einen Tanzkurs drinnen veranstalten."

Wenn man sich die immer wieder veröffentlichen Fahrgastzahlen ansieht, dann ist die Bahn nicht so schlecht. Erst recht wenn man pro Zug oder pro km rechnen.

Für die kurze Strecke ist da nicht wenig los.

Und HVZ haben alle Verkehrsträger

Zitat von: Phil5 am  19 09, 2026, 23:56Zudem ist in der Steiermark derzeit sparen angesagt und ich nehme an dass zugunsten der elektrischen Murtalbahn das Projekt der Elektrefizierung auf der Weizerbahn vielleicht hintangestellt wird.

Genau das ist ja das, was ich meine:

Es ist sparen angesagt, deswegen sollte man dort investieren, wo es am meisten Sinn macht (also dort wo der investierte Euro die meisten Nutzenden betrifft). Das ist leider objektiv gesehen nicht die Murtalbahn (wo man sogar mitten im nirgendwo über einen Halbstundentakt nachdenkt).
Und wenn sparen wirklich angesagt wäre, fragt man sich auch, wieso zwischen Feldbach und Bad Gleichenberg noch was fährt.

4110er

Was sagt ihr zu folgendem "Ringelspiel"

* Die Weizerbahn wird aus Sparsamkeit vorerst nicht elektrifiziert und finanziert vier Stadler Bemu aus dem Rahmenvertrag der ÖBB. Sollte sich bis 2029/30 ausgehen. Die beiden Dieseltalent wandern zur Radkersburgerbahn und verkehren dort im Sub der ÖBB.

* Mitte bis Ende der 30er Jahre wird die Weizerbahn doch elektrifiziert und übernimmt von den ÖBB gebrauchte 4744.
Die BEMUs wandern zur zwischenzeitlich teilelektrifizierten Thermenbahn und werden durch die Steiermarkbahn im Auftrag der ÖBB betrieben (sofern die Thermen Ahn dann nicht bereit dem Land Stmk gehört)

amoser

Die Gedanken sind frei!
Bitte beziehe in dein Ringelspiel auch den "Dschunglexpress" ein.

Ch. Wagner

Zitat von: amoser am Gestern um 17:58Die Gedanken sind frei!


Solange man sie nicht ausführt

StlB Kh. 101

Zitat von: FlipsP am Gestern um 06:17Wenn man sich die immer wieder veröffentlichen Fahrgastzahlen ansieht, dann ist die Bahn nicht so schlecht. Erst recht wenn man pro Zug oder pro km rechnen.

Das mag sein. Es könnte aber trotzdem noch deutlich mehr sein, wenn man beobachtet, wie oft es sich an der B64 zwischen Weiz und Gleisdorf staut.

Maschansker

Zitat von: amoser am Gestern um 17:58Die Gedanken sind frei!
Bitte beziehe in dein Ringelspiel auch den "Dschunglexpress" ein.

https://youtu.be/SsW-6Klbyto?is=-QP_2QbTLndPOITg

Zitat von: StlB Kh. 101 am Gestern um 19:38Das mag sein. Es könnte aber trotzdem noch deutlich mehr sein, wenn man beobachtet, wie oft es sich an der B64 zwischen Weiz und Gleisdorf staut.


Herr und Frau Österreicher zeichnen sich durch ihre hohe Leidensfähigkeit aus.
Seit mehr als 6 Monaten sehr hohe Spritpreise und wenn/falls die USA den Iran heute Nacht erneut angreifen wandert ebendieser nochmals hinauf.

Umdenken, umsteigen, Endstation, täglich Staus und Verkehrsüberlastungen.

FlipsP

Zitat von: StlB Kh. 101 am Gestern um 19:38Das mag sein. Es könnte aber trotzdem noch deutlich mehr sein, wenn man beobachtet, wie oft es sich an der B64 zwischen Weiz und Gleisdorf staut.

Ja es könnte mehr sein. Für so eine kurze Strecke ist das aber ordentlich, finde ich.
Würde wirklich stündlich nach Graz gefahren (vielleicht ab Gleisdorf auch noch als REX), wäre da sicher noch ein Schub möglich.

Nur dafür muss man eben investieren.

Staus auf der B64 kenne ich aber (außer zu den Schichtwechselzeiten bei MAGNA im Weizer Süden für ca 15 Minuten) nicht.

riggnix

Zitat von: StlB Kh. 101 am Gestern um 19:38Das mag sein. Es könnte aber trotzdem noch deutlich mehr sein, wenn man beobachtet, wie oft es sich an der B64 zwischen Weiz und Gleisdorf staut.

Stimmt. Aber gerade für so eine kurze Strecke braucht man halt wirklich einen dichten Takt. Wenn ich zum falschen Zeitpunkt eine Stunde auf den Zug warten müsste, aber in 15 Minuten mit dem Auto am ziel bin, fällt die Entscheidung halt schnell aufs Auto. Ein Halbstundentakt mit guter Fahrzeit wäre da schon etwas ganz anderes.

5047er

Zitat von: FlipsP am Gestern um 06:17Wenn man sich die immer wieder veröffentlichen Fahrgastzahlen

Es ist sparen angesagt, deswegen sollte man dort investieren, wo es am meisten Sinn macht (also dort wo der investierte Euro die meisten Nutzenden betrifft). Das ist leider objektiv gesehen nicht die Murtalbahn (wo man sogar mitten im nirgendwo über einen Halbstundentakt nachdenkt).
Und wenn sparen wirklich angesagt wäre, fragt man sich auch, wieso zwischen Feldbach und Bad Gleichenberg noch was fährt.
Ich positioniere mich keinesfalls gegen die Elektrifizierung und bin überzeugt dass auch auf der Weizer Bahn eine Dekarbonisierung stattfinden wird. 

Aber was ist aus Fahrgastsicht der große Unterschied, ob man nun mit modernen elektrisch betriebenen oder noch für ein paar Jahre mit den vorhandenen, ebenfalls modernen Dieseltriebzügen fährt?

Und die Kosten für den Betrieb der Gleichenberger Bahn sind im Vergleich dazu Peanuts.

riggnix

Zitat von: 5047er am Heute um 04:08Aber was ist aus Fahrgastsicht der große Unterschied, ob man nun mit modernen elektrisch betriebenen oder noch für ein paar Jahre mit den vorhandenen, ebenfalls modernen Dieseltriebzügen fährt?

Kommt auf die genauen Pläne für die Ostbahn an. Die Trassen für den relativ engen Takt werden da vermutlich nicht so viel Spielraum haben. Kann mir schon vorstellen, dass ein Dieselfahrzeug da zu viel reinpfuschen würde. Und das würde die Durchbindung verhindern.

FlipsP

Zitat von: 5047er am Heute um 04:08Ich positioniere mich keinesfalls gegen die Elektrifizierung und bin überzeugt dass auch auf der Weizer Bahn eine Dekarbonisierung stattfinden wird. 

Aber was ist aus Fahrgastsicht der große Unterschied, ob man nun mit modernen elektrisch betriebenen oder noch für ein paar Jahre mit den vorhandenen, ebenfalls modernen Dieseltriebzügen fährt?

Beispielsweise die bessere Beschleunigung und dadurch eventuell der bessere Fahrplan (wird zumindest für die Durchbindungen wichtig).

Für das EVU und für den Besteller ist es aber noch einmal wichtiger, denn die sparen im Betrieb massiv.

Zitat von: 5047er am Heute um 04:08Und die Kosten für den Betrieb der Gleichenberger Bahn sind im Vergleich dazu Peanuts.

Aber vollkommen unnötige.

Sanfte Mobilität

Das wäre eine ziemlich vergeudete Chance, wenn die Wweizerbahn nicht elektrifiziert werden würde ...

5047er

Zitat von: FlipsP am Heute um 09:16Beispielsweise die bessere Beschleunigung und dadurch eventuell der bessere Fahrplan (wird zumindest für die Durchbindungen wichtig).

Für das EVU und für den Besteller ist es aber noch einmal wichtiger, denn die sparen im Betrieb massiv.
Für das künftige Fahrplan- und Betriebskonzept auf der steirischen Ostbahn wird man mit Sicherheit auch Rücksicht auf die Antriebsart der dort verkehrenden Züge genommen haben.

Und, natürlich haben E-Fahrzeuge in der Regel bessere Beschleunigungswerte. Der Fahrzeitunterschied ist auf einer kurzen Strecke mit vorwiegend Bedarfshalten wie es auf der Weizerbahn der Fall ist aber recht gering und macht bestenfalls ein bis zwei Minuten aus.

Für EVU und besteller fallen aber auch die Kosten für die Elektrifizierung sowie die Anschaffung neuer Fahrzeuge ins Gewicht. Bis sich die Elektrifizierung aus finanzieller Sicht auszahlt, fließt noch viel Wasser die Raab hinunter.

Und gerade bezüglich des eingesetzten Rollmaterials wird man sich die Rage stellen, ob eine Elektrifizierung jetzt Sinn macht, oder ob ein Aufschieben in Zeiten wie diesen (wo es halt "kein" Geld gibt) nicht auch eine Option ist.
Denn realistisch gesehen wird sich für zwei Kleinstserien aus zwei bzw. drei Fahrzeugen wohl kaum ein Käufer finden, der bereit ist einen vernünftigen Preis zu bezahlen. Für den Kauf zeitgemäßer E-Fahrzeuge würden hingegen deutlich höhere Kosten anfallen.

Insofern wäre es aus wirtschaftlicher Sicht vertretbar wenn man mit der E-Betrieb halt erst startet, wenn ein Teil  der Bestandsfahrzeuge zur Ablöse ansteht. Ewig werden die Diesel-Talent eh nicht mehr halten.

Und für die Kosten einer elektrischen Weizerbahn könnte man die Gleichenbergerbahn so um die 100 Jahre lang betreiben. Deiner Logik zufolge könnte man dann auch gleich u.a. die S11 und die S61 nur noch im Schülerverkehr betrieben, oder? Weil außerhalb davon fahren ja noch weniger Leute mit, als auf der Gleichenberger Bahn.