Steirische Westbahn

Begonnen von s_gelb, 02 07, 2024, 14:47

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Ragnitztal

Wäre ziemlich dümmlich, die Elektrifizierung jetzt abzusagen, wo schon eine große Zahl an Masten stehen und viel Geld in die Planung und dgl. geflossen ist.

Vielleicht würden aber dann der Voitsberger und der Köflacher Bürgermeister und die Frau Baumgartner die Kosten für das rausgeschmissene Geld persönlich tragen... Wer weiß  :P  ::)

5047er

Zitat von: Alois am Gestern um 22:57Wie an den Schotterzügen, Weichenanlieferungen und Kraneinsätzen etc. klar zu erkennen ist, resultiert die Streckensperre daher nicht nur einzig und alleine an der Elektrifizierung.
Des Weiteren werden auch wie z.B. im Bahnhof Söding-Mooskirchen Bahnsteige, EK's und die Sicherungstechnik sowie die Brücke über den Södingbach erneuert.

Großinvestitionen welche zur Zeit der GKB als Infrastruktureigentümerin nicht getätigt wurden.
Die meisten dieser Arbeiten wären aber für den Betrieb keinesfalls zwingend notwendig gewesen. Die Arbeiten an den Bahnsteigen dienen der Erdung für die Oberleitung. Weiters werden die Bahnsteige verlängert, ohne zu wissen ob man jemals längere Bahnsteige benötigen wird. Die Brücke über den Södingbach hätte man vermutlich so oder so erneuert. Nur wäre das eine Baustelle über ein paar Wochen gewesen, und nicht mehr als drei Monate. Ganz zu schweigen von der Sperre im kommenden Jahr.

Und diese Investitionen wurden zu "GKB-Zeiten" nicht getätigt, weil sie nicht notwendig waren und es keine Finanzierung dafür gibt. Ein Lob an die ÖBB Infra wäre also an dieser Stelle nicht angebracht. Wie z.B. die Errichtung der Brücke über die Kainach bei Krottendorf zeigt, gab es unter der GKB sehr wohl auch größere Investitionen.

scottie

Elektrifizierung ist wie eine Wasserleitung im Büro: einmal installiert, läuft die Energie zuverlässig und ohne Aufwand. Batteriezüge sind dagegen wie Wasserkisten, weil jeder Zug seine Energie vorher ,,mitschleppen" muss – genau wie Mitarbeiter, die ständig neue Kisten kaufen, tragen und im Büro verteilen müssen. Für ein kleines Team geht das noch, aber sobald viele Leute Wasser brauchen, wird dieses Schleppen schnell mühsam und teuer. Und genauso kippt es bei der Bahn: Je dichter der Takt, desto klarer lohnt sich die feste ,,Leitung".

Alois

Zitat von: 5047er am Gestern um 23:39Die meisten dieser Arbeiten wären aber für den Betrieb keinesfalls zwingend notwendig gewesen. Die Arbeiten an den Bahnsteigen dienen der Erdung für die Oberleitung. Weiters werden die Bahnsteige verlängert, ohne zu wissen ob man jemals längere Bahnsteige benötigen wird. Die Brücke über den Södingbach hätte man vermutlich so oder so erneuert. Nur wäre das eine Baustelle über ein paar Wochen gewesen, und nicht mehr als drei Monate. Ganz zu schweigen von der Sperre im kommenden Jahr.

Und diese Investitionen wurden zu "GKB-Zeiten" nicht getätigt, weil sie nicht notwendig waren und es keine Finanzierung dafür gibt. Ein Lob an die ÖBB Infra wäre also an dieser Stelle nicht angebracht. Wie z.B. die Errichtung der Brücke über die Kainach bei Krottendorf zeigt, gab es unter der GKB sehr wohl auch größere Investitionen.

Du unterstellst der ÖBB-Infrastruktur AG also Investitionen zu tätigen welche unnötig sind, ergo die absichtliche Verschwendung von Steuergeldern?
Du hast auch Belege dafür das die Errichtung neuer Signalanlagen, Gleisneulagen und Weichenneulagen nicht notwendig sind?

Sanfte Mobilität

Abgesehen davon, dass man ein Projekt mit einer entsprechenden Vorlaufzeit und auch behördlichen Verfahren, jetzt sicher nicht aufgrund so einer Meldung absagt ist schon klar. Es wäre auch in der Praxis wohl zu hinterfragen, warum man einen Teil der Strecke elektrifiziert und den anderen nicht. Aber natürlicherweise wollen die Medien (auch aus Unkenntnis) solchen Menschen halt eine Plattform geben und wir sind ein Land mit Meinungsfreiheit.

Akkutriebwagen werden in bestimmten Bereichen sicher ihre Vorteile haben, beispielsweise kann ich sie mir auch auf der Radkersburger Bahn (direkte Züge ab/bis Graz) vorstellen. Nach Weiz müsste man sich das anschauen. Die Frage ist, ob es dort Sinn machen würde, den Güterverkehr zu elektrifizieren.

510-015

Zitat von: 5047er am Gestern um 22:47Die Argumentation hinsichtlich gesundheitlicher Probleme für Kinder ist natürlich kompletter Blödsinn. Vielleicht spielt man da auf jene "Helden" an, die gerne auf Fahrzeuge klettern.

Ansonsten muss man allerdings schon sagen, dass ein Betrieb mit Akkufahrzeugen auf den Linien S+REX 7 aus Fahrgastsicht keine Nachteile gegenüber einem elektrischen Betrieb gebracht hätte. Zudem wären die langwierigen Streckensperren nicht notwendig gewesen.

Freilich kommt das ganze etwas spät, nachdem die Oberleitungsinfrastruktur am Köflacher Ast schon seit längerem im Bau ist.

Grundsätzlich wäre es (vor mehreren Jahren) aber schon eine Überlegung wert gewesen, auch in der Steiermark Akkufahrzeuge anzuschaffen. Neben der Strecke Graz - Köflach wären da auch die Strecken Gleisdorf - Weiz, die Radkersburger Bahn sowie Thermenbahn geeignete Einsatzgebiete gewesen.
Bzgl. Gesundheit: Da geht es nicht um die Gefahr beim Raufklettern. Die Baumgartner ist eine Fanatikerin bzgl. elektromagnetischen Strahlungen. Offenbar schafft sie es auch Bürgermeistern ihre Ansichten einzureden.

Und Akkufahrzeuge: Wie sehr schön im Artikel steht, machen die auf schwächer befahrenen Strecken durschaus Sinn. Die Steirische Westbahn im Ballungsraum Graz hat aber doch einen recht dichten Verkehr. Da hat man mit der Elektrifizierung zwar eine höhere Anfangsinvestition, aber bei dem vorhandenen Verkehr macht es deutlich mehr Sinn als Akkufahrzeuge und Teilelektrifizierung.
Im alten Forum als "Bus 15 O530 Citaro L" unterwegs gewesen - jetzt mit kürzerem Usernamen ;D
Aber "15" ist im Namen erhalten geblieben zum leichteren Wiedererkennen ;)

FlipsP

Zitat von: Sanfte Mobilität am Heute um 10:06Akkutriebwagen werden in bestimmten Bereichen sicher ihre Vorteile haben, beispielsweise kann ich sie mir auch auf der Radkersburger Bahn (direkte Züge ab/bis Graz) vorstellen. Nach Weiz müsste man sich das anschauen. Die Frage ist, ob es dort Sinn machen würde, den Güterverkehr zu elektrifizieren.

Die Flotte wäre zu klein. Mit Köflach wäre das nicht so gewesen, aber Köflach macht für Akku halt wenig Sinn.

Sanfte Mobilität

Gut, dass Presse und teilweise die Politik auf diese "esoterischen Aluhüte" aus Ahnungslosigkeit reinfallen ist ja eine Sache, aber dass man gerade als Politiker verstehen sollte, dass es für ein Projekt Verfahren gibt und man sowas nicht von heute auf morgen abblasen, ändern und neu aufsetzen kann, macht mir schon Angst. Wenn die in ihrem Gemeinden auch so agieren, dann Gute Nacht! Wo waren denn die ganzen Herrschaften bei den behördlichen Verfahren zur Elektrifizierung?

5047er

Zitat von: Alois am Heute um 08:52Du unterstellst der ÖBB-Infrastruktur AG also Investitionen zu tätigen welche unnötig sind, ergo die absichtliche Verschwendung von Steuergeldern?
Du hast auch Belege dafür das die Errichtung neuer Signalanlagen, Gleisneulagen und Weichenneulagen nicht notwendig sind?
Das habe ich nie getan. Würde man aber keine Oberleitung bauen, müsste man den Bahnsteig allerdings nicht rausreißen, um eine Erdung für die Oberleitung zu bauen. Und ja, zum Teil baut man schon Infrastruktur, die man in absehbarer Zeit nicht braucht. Zum Beispiel Bahnsteige mit 180 Meter Länge auf Strecken, wo die längsten verkehrenden Züge nicht einmal 120 Meter lang sind.


Zitat von: 510-015 am Heute um 10:34Und Akkufahrzeuge: Wie sehr schön im Artikel steht, machen die auf schwächer befahrenen Strecken durschaus Sinn. Die Steirische Westbahn im Ballungsraum Graz hat aber doch einen recht dichten Verkehr.
Absolute Zustimmung. Nur ist halt die Strecke Lieboch - Köflach vom Verkehrsaufkommen in etwa gleich dicht befahren wie die Strecken in NÖ, wo in wenigen Jahren die Akkutriebwagen eingesetzt werden.


amoser

Die gesamte und seit etwa 10 Jahren bekannte Planung ist auf einen durchgehenden Oberleitungsbetrieb ausgelegt. Im Gefüge S6/S61/S7 wären Teilstrecken ohne OL ein Murks und würden nur umlauftechnische Schwierigkeiten bereiten. Gerade im stadtnahen Bereich Graz - Lieboch wäre es unwirtschaftlich auf die OL zu verzichten.
Warum soll die Südweststrecke von Graz aus als einzige keine OL bekommen?

Die Elektrosmogängste sind esoterische Verschwörungstheorien und sind sachlich längst widerlegt.

Seitens des Köflacher Stadthäuptlings ist bestenfalls die Kritik an den langen SEV-Epochen zulässig.

stef610_neu

Zitat von: amoser am Heute um 16:00Die gesamte und seit etwa 10 Jahren bekannte Planung ist auf einen durchgehenden Oberleitungsbetrieb ausgelegt. Im Gefüge S6/S61/S7 wären Teilstrecken ohne OL ein Murks und würden nur umlauftechnische Schwierigkeiten bereiten. Gerade im stadtnahen Bereich Graz - Lieboch wäre es unwirtschaftlich auf die OL zu verzichten.
Warum soll die Südweststrecke von Graz aus als einzige keine OL bekommen?

Die Elektrosmogängste sind esoterische Verschwörungstheorien und sind sachlich längst widerlegt.

Seitens des Köflacher Stadthäuptlings ist bestenfalls die Kritik an den langen SEV-Epochen zulässig.
Vor den Dieselabgasen hat keiner Angst.