Störungen im steirischen Schienennetz

Begonnen von TW 529, 28 03, 2022, 19:35

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FlipsP

#225
Zitat von: Franz312 am  23 02, 2026, 14:59Inzwischen in den USA...
https://www.bbc.co.uk/news/live/cy7jnjz75e8t?post=asset%3A2e16ac95-bc71-4ab3-b482-44031e543593#post
22 Zoll Neuschnee. Das ist Extremwetter, nicht 5-10 cm!

22 Zoll sind ca 50 cm.
Das hatten wir am Wochenende auch in einigen Teilen der Steiermark. Auch in vielen, die in den letzten Jahren keinen bis wenig Schnee hatten.


Ich fand das Wording mit ,,extrem" auch unpassend, aber die Mengen waren da.

Und hier wurde mit diesen Mengen sicher besser umgegangen, als in den USA..

Ragnitztal

An der südsteirischen Weinstraße waren es sogar zum Teil mehr als 60 cm. Der große Unterschied zu den Blizzards der USA ist, dass das hier schwerer patziger Nassschnee war.

TW 529

Am Sonntag in der Früh sind zwei Jugendliche in Schladming (Bezirk Liezen) von einem Regionalzug erfasst und schwer verletzt worden, einer der beiden lebensgefährlich. Die zwei 17 Jahre alten Slowaken werden in Spitälern behandelt.

https://steiermark.orf.at/stories/3348807/


riggnix

Zitat von: TW 529 am  08 04, 2026, 17:02https://www.kleinezeitung.at/steiermark/20750708/boeschungsbrand-legt-zugverkehr-auf-der-suedbahnstrecke-lahm

Wenn die Sperre schon einen Ablaufzeitpunkt hat, hätte man doch auch 1-2 Mal zwischen Graz und Villach, bzw. Bruck und Wien pendeln können, oder? Wirkt besser als Ausfälle, und betrieblich umsetzbar...

amoser

Von Graz in Richtung St. Paul stundenlang kein Zug, in der Gegenrichtung habe ich um ca. 15:45 Uhr in Hengsberg einen RJ und dann um ca. 18 Uhr einen ICE gesichtet.
Ansonsten nur halbwegs planmäßiger Verkehr auf der S 6.

koralmbahn

Zitat von: amoser am  08 04, 2026, 22:26Von Graz in Richtung St. Paul stundenlang kein Zug, in der Gegenrichtung habe ich um ca. 15:45 Uhr in Hengsberg einen RJ und dann um ca. 18 Uhr einen ICE gesichtet.
Ansonsten nur halbwegs planmäßiger Verkehr auf der S 6.

Tolle Betriebsführung... Als Pendler, der von Graz zurück nach Kärnten muss, hätt ich mich aber ziemlich veralbert gefühlt.

5047er

Aus Fahrgastsicht ist das natürlich vollkommen inakzeptabel und man sollte alles daran setzen dass so etwas nicht vorkommt.

Gleichzeitig sind aber auch der Fahrzeug- und Personaldisposition Grenzen gesetzt. Und gerade bei den Tfzf gibt es strenge Vorgaben hinsichtlich Streckenkenntnis sowie Arbeits- und Fahrzeit. Da kann man halt leider nicht einfach jemanden "eh nur einmal von Graz nach Villach und zurück" schicken.

Nebenbei gab gestern es durch die Durchbindung der S1 auch teilweise zwischen Graz und Spielfeld-Straß stundenlang keinen Zug.

riggnix

Zitat von: 5047er am  09 04, 2026, 08:05Gleichzeitig sind aber auch der Fahrzeug- und Personaldisposition Grenzen gesetzt. Und gerade bei den Tfzf gibt es strenge Vorgaben hinsichtlich Streckenkenntnis sowie Arbeits- und Fahrzeit. Da kann man halt leider nicht einfach jemanden "eh nur einmal von Graz nach Villach und zurück" schicken.

Bei einem Zug, der gerade von Villach nach Graz gefahren ist, und weiter nach Wien würde, erschließt sich mir nicht wirklich, warum man mit dem gleichen Personal nicht noch einmal nach Villach und wieder nach Graz fahren könnte (bzw. zumindest bis Klagenfurt wegen der Stundenkante). Da kann Streckenkenntnis kein Problem sein, und das geht schneller als die Fahrt nach Wien.

Sanfte Mobilität

Zitat von: riggnix am  09 04, 2026, 08:31Bei einem Zug, der gerade von Villach nach Graz gefahren ist, und weiter nach Wien würde, erschließt sich mir nicht wirklich, warum man mit dem gleichen Personal nicht noch einmal nach Villach und wieder nach Graz fahren könnte (bzw. zumindest bis Klagenfurt wegen der Stundenkante). Da kann Streckenkenntnis kein Problem sein, und das geht schneller als die Fahrt nach Wien.

Das ist grundsätzlich richtig, die Frage ist halt, wo bzw. wann ggf. ein Personalwechsel stattfinden muss. Freilich, wenn Personal und Garnitur zur Verfügung stehen, spricht nichts dagegen.

Die Situation zeigt allerdings auch (noch) die infrastrukturellen Einschränkungen rund um Graz bzw. überhaupt eine fehlenden Alternativstrecke (wie von Kärnten aus jetzt der Neumarkter Sattel).

koralmbahn

Zitat von: 5047er am  09 04, 2026, 08:05Gleichzeitig sind aber auch der Fahrzeug- und Personaldisposition Grenzen gesetzt. Und gerade bei den Tfzf gibt es strenge Vorgaben hinsichtlich Streckenkenntnis sowie Arbeits- und Fahrzeit. Da kann man halt leider nicht einfach jemanden "eh nur einmal von Graz nach Villach und zurück" schicken.

Das bestätigt aber nur wieder die krasse Unflexibilität der Bahn, Stichwort "größter Mobilitätsdienstleister Österreichs"...

5047er

Zitat von: riggnix am  09 04, 2026, 08:31Bei einem Zug, der gerade von Villach nach Graz gefahren ist, und weiter nach Wien würde, erschließt sich mir nicht wirklich, warum man mit dem gleichen Personal nicht noch einmal nach Villach und wieder nach Graz fahren könnte (bzw. zumindest bis Klagenfurt wegen der Stundenkante). Da kann Streckenkenntnis kein Problem sein, und das geht schneller als die Fahrt nach Wien.
Wenn der Zug wird mit Wiener Personal, oder Grazer Personal das in Graz Dienstschluss hat, gefahren wird ist das leider schon ein Problem. 

Denn dann stellt eine Runde Graz - Kärnten eine Arbeitszeitüberschreitung dar.


Sanfte Mobilität

Zitat von: koralmbahn am  09 04, 2026, 08:46Das bestätigt aber nur wieder die krasse Unflexibilität der Bahn, Stichwort "größter Mobilitätsdienstleister Österreichs"...

Also, ich verstehe den Ärger und vermutlich wird man da sicher Dinge besser machen können, aber Faktum ist halt, dass die Bahn nicht Dutzende Mitarbeiter "in Reserve" irgendwo herumsitzen hat nur für den Fall ... Das liegt sicher nicht an angeblich "krasser" Unflexibilität ..

Zitat von: 5047er am  09 04, 2026, 08:51Wenn der Zug wird mit Wiener Personal, oder Grazer Personal das in Graz Dienstschluss hat, gefahren wird ist das leider schon ein Problem. 
Denn dann stellt eine Runde Graz - Kärnten eine Arbeitszeitüberschreitung dar.

Das ist das, was im gemeint habe. Solche Probleme treten auch regelmäßig im Flugverkehr auf.

5047er

Zitat von: koralmbahn am  09 04, 2026, 08:46Das bestätigt aber nur wieder die krasse Unflexibilität der Bahn, Stichwort "größter Mobilitätsdienstleister Österreichs"...
Das stimmt natürlich einerseits.
Nur andererseits geht es da auch um Sicherheit. In Tschechien oder der Slowakei ist man da deutlich flexibler. Nur gab es dort in den letzten Jahren auch mehrere (teils schwere) Unfälle, die auf übermüdetes Personal zurückzuführen sind.

Und Unfälle im Straßenverkehr aufgrund von Übermüdung sind ja genauso keine Seltenheit.

Sanfte Mobilität

Ich glaube, wir sind uns einige, dass

A) keiner von uns mit einem Lokführer fahren möchte, der seine Dienstzeit überschritten hat

B) man sicherlich Punkte finden könnte, um in solchen Situationen einen (besseren) Notverkehr einzurichten

C) es schlicht mehr Infrastruktur benötigt, um im Falle des Falles mehr Optionen im Betrieb zu haben

D) es auch Situationen geben wird, wo es einfach keine wirklich brauchbaren Alternativen geben wird als ein notdürftiger Busersatz