Am Dienstag 20.1.2026 findet die Bremsprobe von Flexity 541 statt.
https://www.holding-graz.at/de/20-1-ersatzverkehr-linie-5-bereich-puntigam/
Wieso kann man das nicht in der Nacht machen? Ein SEV wegen einer Bremsprobenfahrt klingt für mich als Außenstehender zumindest auf dem ersten Blick ziemlich unnötig.
https://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/20493698/bremstest-fuer-die-neue-flexity-bim-in-graz-ersatzverkehr-bei-linie-5
Zitat von: StlB Kh. 101 am 19 01, 2026, 22:52Wieso kann man das nicht in der Nacht machen?
Frage ich mich auch jedesmal. Oder an Sonntagen.
Da ist viel technisches Spezialpersonal unterwegs. Da käme der Personaleinsatz viel zu teuer.
3 - 4 Stunden Sonntags- / Nachtzuschlag würde sehr teuer werden.
Ich finde den Vormittag als beste Tageszeit.
Genau deswegen hätte ich beim Neubau der Strecke 2 Weichen eingebaut.
Ein ähnliches Vorgehen (Streckensperre für Bremsprobefahrten) ist mir aus keiner anderen Stadt bekannt.
Zitat von: Stefan 4076 am 20 01, 2026, 08:07Ein ähnliches Vorgehen (Streckensperre für Bremsprobefahrten) ist mir aus keiner anderen Stadt bekannt.
Interessant. In wieviel anderen Städten warst du denn da?
Zitat von: Ch. Wagner am 20 01, 2026, 08:30Interessant. In wieviel anderen Städten warst du denn da?
Man muss nicht vor Ort sein um das zu wissen.
Zitat von: Ch. Wagner am 20 01, 2026, 08:30Interessant. In wieviel anderen Städten warst du denn da?
Naja, ich habe einfach mal ChatGPT 5.2 suchen lassen und das Ergebnis dazu ist schon ein Hinweis, dass Graz eher die Ausnahme ist:
ZitatIch hab jetzt breit (auch mit typischen Zeitungstreffern) gesucht – aber außer Graz finde ich keinen weiteren Fall, wo ein SEV/"Ersatzverkehr" explizit mit ,,Bremsprobe/Bremsprobenfahrt/Bremsprobefahrt" begründet wird.
Einziger sauber belegter Treffer bleibt:
Graz: ,,Ersatzverkehr wegen Bremsprobenfahrt" (Linie 5, 16.04.2018, 10–12 Uhr).
Warum das so schwer zu finden ist: In vielen Städten wird sowas in Fahrgastinfos oft nur als ,,betriebliche/technische Gründe" o. ä. formuliert, nicht mit dem Wort ,,Bremsprobe".
Wenn du willst, kann ich als Nächstes gezielt nach ,,betriebliche Gründe" + ,,Probefahrt/Testfahrt" in Kombination mit konkreten Betrieben (z. B. ,,Wiener Linien", ,,LINZ AG LINIEN", ,,MVG", ,,KVB", ,,VAG", ,,VBZ", ,,BVB") suchen – das liefert erfahrungsgemäß eher Treffer als das Wort ,,Bremsprobenfahrt".
Such noch nach Probefahrt oder Testfahrt.ZitatIch hab mit ,,Probefahrt/Probefahrten/Testfahrt/Testfahrten" + ,,Ersatzverkehr/SEV" + ,,Straßenbahn/Tram" nach weiteren Fällen gesucht – Ergebnis:
Kein weiterer Treffer (DE/AT/CH), wo SEV explizit wegen Probefahrt/Testfahrt angekündigt wurde.
Der einzige klare Fall mit dieser expliziten Begründung bleibt Graz.
Was ich stattdessen gefunden habe (Probefahrt/Testfahrt ohne SEV als Grund):
Wien: ORF berichtet über Probefahrten für die neue Straßenbahnlinie 12 (Endphase, vor Inbetriebnahme) – ohne SEV-Bezug.
Darmstadt: Testfahrten mit Stadler TINA ,,außerhalb des planmäßigen Linienbetriebs" (also gerade so organisiert, dass kein SEV nötig ist).
Graz: Holding Graz schreibt, dass nach Abschluss von Arbeiten der SEV endet und es davor/parallel gesetzlich vorgeschriebene Probefahrten gibt (der SEV ist dort aber nicht als ,,wegen Probefahrt" begründet, eher baustellenbedingt).
Hinweis: kleinezeitung.at konnte ich nicht direkt crawlen (robots), daher fehlen deren Archivtreffer in der Tiefe.
Mach mir eine Auflistung aller Quellen, die Du durchsucht hast.ZitatHier ist die vollständige, konsolidierte Liste der Quellen, die ich gezielt durchsucht habe (direkt oder über Suchabfragen), mit Fokus auf DE / AT / CH und Lokalmedien:
Österreich
- wienerlinien.at (Störungs-, Betriebs- und Baustelleninfos)
- linzag.at / linien.linzag.at (Verkehrsmeldungen, SEV)
- holding-graz.at / verbundlinie.at
- Kleine Zeitung (kleinezeitung.at)
- Der Standard (derstandard.at)
- ORF Steiermark / ORF Wien / ORF Oberösterreich (orf.at)
- styria-mobile.at (Forum, konkreter Graz-Fall)
Deutschland
- mvg.de / swm.de (München)
- bvg.de / nachgefragt.bvg.de (Berlin)
- vag.de (Nürnberg)
- kvb.koeln
- vrr.de / rheinbahn.de
- sueddeutsche.de
- abendzeitung-muenchen.de
- tz.de
- faz.net
- lokale Tageszeitungen über Google News (Suchbegriffe u. a. ,,Straßenbahn", ,,Ersatzverkehr", ,,Bremsprobe", ,,Probefahrt", ,,betriebliche Gründe")
Schweiz
- vbz.ch (Zürich)
- tpg.ch (Genf)
- bvb.ch (Basel)
- sbb.ch (Kontext)
- tagesanzeiger.ch
- nzz.ch
- 20min.ch
Allgemein / Kontext
- de.wikipedia.org (SEV, Straßenbahnbetrieb)
- bahn-fachverlag.de (Bremsprobe – fachlicher Hintergrund)
- tram- und eisenbahnbezogene Foren & Archivseiten (z. B. Suchtreffer zu ,,Bremsprobenfahrt", meist ohne SEV-Bezug)
Ergebnis:
➡️ Nur Graz mit expliziter öffentlicher Formulierung ,,SEV wegen Bremsprobenfahrt".
Alle anderen Netze verwenden entweder generische Gründe oder erwähnen Bremsproben gar nicht öffentlich.
Wenn du willst, kann ich als nächsten Schritt konkrete Zeiträume/Jahre oder eine bestimmte Stadt tief (Archivsuche) durchgehen.
Bei Verkehrsbetrieben wird die Meldung sicher nur aktuell im Netz stehen, aber zumindest gibt es keine Hinweise auf nur eine andere Stadt aktuell. Das ist - mir vollkommen bewusst - kein Beweis.
Also für mich hört sich dieses fahrgastunfreundliche Verhalten schwer nach einem Schildbürgerstreich an.
Zitat von: Scharion am 20 01, 2026, 08:39Sehr teuer ist sehr übertrieben.
Hier die Gehaltstabelle mit allen Zulagen:
Da arbeiten nicht nur Holding-Mitarbeiter, auch Personal von Alstom sowie externe Gutachter.
Zitat von: Maschansker am 20 01, 2026, 09:05Also für mich hört sich dieses fahrgastunfreundliche Verhalten schwer nach einem Schildbürgerstreich an.
Bremsproben sind betrieblich notwendig.
Zitat von: FlipsP am 20 01, 2026, 08:04Genau deswegen hätte ich beim Neubau der Strecke 2 Weichen eingebaut.
Oder gerade wie in Innsbruck, das gesamte Netz sowie die Fahrzeuge komplett bidirektional machen. Dann würde auch bei Störungen alles viel einfacher laufen!
Zitat von: Franz312 am 20 01, 2026, 09:29Oder gerade wie in Innsbruck, das gesamte Netz sowie die Fahrzeuge komplett bidirektional machen. Dann würde auch bei Störungen alles viel einfacher laufen!
Und wie oft wurde das in Innsbruck im Störungsfall genutzt? Nie. Bei geplanten Unterbrechungen sieht es anders aus. Zweirichtungswagen kosten mindestens 13% mehr, dass muss man sich erstmal leisten können. Aber die Diskussion hatten wir hier schon . . .
Ich hätte es insgesamt schon als sinnvolle Lösung erachtet, zumindest auf der Feldstrecke in Puntigam die Infrastruktur so einzurichten, dass man Bremsproben parallel zum laufenden Betrieb machen kann. Niemand spricht von einer Extra-Teststrecke und keiner bestreitet die Notwendigkeit, aber ich denke einmal, dafür gab es bei der Holding überhaupt keinerlei Gedanken.
Zitat von: Sanfte Mobilität am 20 01, 2026, 10:52... aber ich denke einmal, dafür gab es bei der Holding überhaupt keinerlei Gedanken.
Das würde mich wundern.
Es ist ganz sicher eine politische Entscheidung, weil Kostenfrage. Es gibt wahrscheinlich genug Leute, die das Beste für die Fahrgäste gerne hätten.
Man muss aufpassen, dass man nicht die vergrault, die sich eigentlich Mühe geben.
Zitat von: Martin am 20 01, 2026, 09:13Bremsproben sind betrieblich notwendig.
Das ist selbsterklärend, rechtfertigt aber nicht solch einen Zinnober, schon gar nicht wo die Haltestelle Puntigam erst kürzlich aufgewertet wurde.
Wie andere User bereits geschrieben haben, gibt es so etwas bei anderen Betrieben nicht.
Ich denke da steckt etwas anderes dahinter.
Zitat von: LS64 am 20 01, 2026, 11:01Das würde mich wundern.
Wenn seitens der Holding der Wunsch nach einer Teststrecke o. ä. formuliert wird und es sinnvollerweise machen lässt, hätte man sowas längst. Aber das Thema existiert nicht, weil man es immer schon so wie jetzt gemacht hat. Damit ist alles zu der Sache gesagt.
Zitat von: Maschansker am 20 01, 2026, 12:31Ich denke da steckt etwas anderes dahinter.
Ui, was denn ?
Ich kann das ganze Problem nicht erkennen: Es werden gelegentlich gesetzlich vorgeschriebene Probefahrten gemacht. Zu diesem Behufe wird eine Strecke ausgewählt, die möglichst wenig in den sonstigen Verkehr eingreift. Und es ist keine Zumutung für die Fahrgäste, gelegentlich umzusteigen. Dem berühmten "Normalbürger" ist es verständlicher, wenn von "Bremsprobefahrten" gesprochen wird, als von Fahrten gemäß § xy der EU und der entsprechende § in Österreich.
Zitat von: Stefan 4076 am 20 01, 2026, 08:07Ein ähnliches Vorgehen (Streckensperre für Bremsprobefahrten) ist mir aus keiner anderen Stadt bekannt.
Weil es gerade so schön passt.
Zitat von: Sanfte Mobilität am 20 01, 2026, 10:52Ich hätte es insgesamt schon als sinnvolle Lösung erachtet, zumindest auf der Feldstrecke in Puntigam die Infrastruktur so einzurichten, dass man Bremsproben parallel zum laufenden Betrieb machen kann. Niemand spricht von einer Extra-Teststrecke und keiner bestreitet die Notwendigkeit, aber ich denke einmal, dafür gab es bei der Holding überhaupt keinerlei Gedanken.
Genau das meine ich! Zwei Weichen und alles wäre erledigt.
Warum führte man die Bremsproben nicht gleich in Wien durch dort gibt es ja Testgleise dafür, wo ja 541 ausführlich getestet wurde?
Zitat von: FlipsP am 20 01, 2026, 14:56Genau das meine ich! Zwei Weichen und alles wäre erledigt.
Es ist ein bisserl mehr als zwei Weichen (die auch gewartet werden müssen), sondern es braucht auch eine Sicherungsanlage etc.
Man könnte diese Veranstaltung auch auf der Entlastungsstrecke machen, die Herrengasse nimmt das derweil schon auf.
... und vielleicht den Pointner raus bitten zum Testen
Zitat von: scheurin am 20 01, 2026, 16:11Man könnte diese Veranstaltung auch auf der Entlastungsstrecke machen, die Herrengasse nimmt das derweil schon auf.
Es wird bei Bremsproben ja auch mit höheren Geschwindigkeiten gefahren, das kannst in der Stadt eben nicht, außerdem ist man in Puntigam auf einem eigenen Gleiskörper ohne MIV, Fußgänger, Radfahrer die stören könnten unterwegs.
Zitat von: TW 529 am 20 01, 2026, 16:26Es wird bei Bremsproben ja auch mit höheren Geschwindigkeiten gefahren, das kannst in der Stadt eben nicht, außerdem ist man in Puntigam auf einem eigenen Gleiskörper ohne MIV, Fußgänger, Radfahrer die stören könnten unterwegs.
Schade, dass dafür die Strecke am Murpark nicht ausreicht. Ich hätte eigentlich gedacht, die wäre dafür prädestiniert.
Da liegen auch zwei Weichen (bzw. nur eine), die quasi nie befahren werden. Eigentlich frage ich mich, wofür das damals gebaut wurde.
Weiß hierzu jemand mehr?
Zitat von: LS64 am 20 01, 2026, 18:56Schade, dass dafür die Strecke am Murpark nicht ausreicht. Ich hätte eigentlich gedacht, die wäre dafür prädestiniert.
Da liegen auch zwei Weichen (bzw. nur eine), die quasi nie befahren werden. Eigentlich frage ich mich, wofür das damals gebaut wurde.
Weiß hierzu jemand mehr?
Das war mal als Stapelanlage für den Stadionbetrieb gedacht. Aber aufgrund des seit Jahren minimalistischen Einsatzes von Einschubwagen durch die Verkehrsbetriebe ist das dort mehr als hinfällig ... für Bremsproben ist das dort nicht geeignet.
W.
Der SEV für 2-3 Stunden kommt noch immer billiger als Weichen dafür einzubauen und die Wartungsarbeiten dazu und findet auch nicht jeden Tag statt alle 2-4 Wochen mal.
An der rostigen Lauffläche der Gleise ist ersichtlich wie "oft" es befahren wird. :-\
Zitat von: TW 581 am 20 01, 2026, 20:50Der SEV für 2-3 Stunden kommt noch immer billiger als Weichen dafür einzubauen und die Wartungsarbeiten dazu und findet auch nicht jeden Tag statt alle 2-4 Wochen mal.
Es geht nicht immer darum, was billiger ist. Hin und wieder zählt auch die Kundenzufriedenheit.
Wäre halt sinnvoll, die Schleife beim Zentralfriedhof auch von Puntigam aus befahrbar zu machen, dann könnte man das im laufenden Betrieb machen.
Beispielweise ...
Zitat von: Immanuel Cunt am 20 01, 2026, 22:42Wäre halt sinnvoll, die Schleife beim Zentralfriedhof auch von Puntigam aus befahrbar zu machen, dann könnte man das im laufenden Betrieb machen.
Wie soll das
a) gleistechnisch funktionieren
b) bei der Bremsprobe funktionieren (da wird vor- und zurückgefahren)
Das wäre ein noch größerer Aufwand als zwei Weichen.
Zitat von: FlipsP am 20 01, 2026, 21:20Es geht nicht immer darum, was billiger ist. Hin und wieder zählt auch die Kundenzufriedenheit.
Wie kommst du darauf, daß die "Kunden" der Linie 5 unzufrieden sind, sie kennen das seit vielen Jahren.
Zitat von: Ch. Wagner am 21 01, 2026, 08:20Wie kommst du darauf, daß die "Kunden" der Linie 5 unzufrieden sind, sie kennen das seit vielen Jahren.
Und weil es seit Jahren den Kunden zugemutet wird, ist es okay?
Interessante Einstellung
Zitat von: Martin am 21 01, 2026, 08:08Wie soll das
a) gleistechnisch funktionieren
b) bei der Bremsprobe funktionieren (da wird vor- und zurückgefahren)
Das wäre ein noch größerer Aufwand als zwei Weichen.
Das Vorwärts/Rückwärts wäre wohl das geringere Problem, das ist ja eben primär dem geschuldet, dass man die Strecke mehrmals befährt und nicht wenden kann.
Der gleistechnische Anschluss am Zentralfriedhof wäre wohl etwas anspruchsvoll, aber natürlich mit viel Willen und Aufwand wie zB Verlegung der Haltestelle, Komplettumbau der Kreuzung usw machbar (das steht aber in meinen Augen nicht dafür).
Aber: wer garantiert, dass dann kein anderer Wagen auf das Testfahrzeug auffährt? Was, wenn der Testwagen im Zuge von den Proben einen Defekt erleidet (der wird ja doch recht hart hergenommen)?
Da wäre es in meinen Augen dann schon sinnvoller, 2 Parallelweichen und ein EGS einzubauen und im Falle von Probefahrten zB den Abschnitt Zentralfriedhof/ Maut Puntigam eingleisig zu betreiben (das sollte jetzt am Vormittag möglich sein) und am zweiten Gleis die Probefahrten durchzuführen.
Zitat von: Ch. Wagner am 21 01, 2026, 08:20Wie kommst du darauf, daß die "Kunden" der Linie 5 unzufrieden sind, sie kennen das seit vielen Jahren.
Es kann ja sein, dass es technisch notwendig ist, absolut. Aber dass das für die Fahrgäste nicht besonders wünschenswert ist, ist doch ebenso offensichtlich. Selbstverständlich begrüßen die das nicht (meine Annahme).
Und ja, ich kenne jemanden aus der Herrgottwiesgasse, der hier direkt betroffen ist und schon durch den zweigleisigen Ausbau betroffen war. Der war damals nur noch genervt. Ich kann ja mal nachfragen, ob ihm das was ausmacht, wenn das der Sache dient.
Wie gesagt, es kann ja dennoch absolut notwendig sein (und ist es anscheinend auch).
___________
Murpark ist mit nur 100m gerader Strecke vor allem nicht ansatzweise lang genug, nehme ich an?
Und/oder welche weiteren Voraussetzungen benötigt es für die Bremsprobenfahrten, außer eine eigene Trassenführung (wegen Verkehrs) und Rückwärtsfahrt-Möglichkeit?
Und zusätzlich: Warum wartet man nicht 2 Monate um (am Parallelgleis?) gleich 2 Bremsprobenfahrten durchzuführen? Wenn man Geld sparen möchte, wäre das wohl noch effizienter.
Vielleicht kann das hier keiner beantworten, aber es gibt ja sicher gute Gründe. Und ich bin einfach nur neugierig; ich war nie bei einer Straba-Bremsprobe dabei und sauge alles Interessante gerne auf :).
___________
Edit
Auf die Idee der Eingleisigkeit kam ich auch
@PeterWitt. Da ist dann aber der Vorteil gegenüber Bus nicht mehr wirklich gegeben, oder? Also ich würde das als Verantwortlicher infrage stellen.
Zitat von: LS64 am 21 01, 2026, 09:15Auf die Idee der Eingleisigkeit kam ich auch @PeterWitt. Da ist dann aber der Vorteil gegenüber Bus nicht mehr wirklich gegeben, oder? Also ich würde das als Verantwortlicher infrage stellen.
Naja, abhängig davon, wie man den SEV aufzieht. Die Eingleisigkeit hätte den Vorteil, dass man ohne weiteres Umsteigen weiterhin bis ans Ziel kommt.
Wenn aber z.B. in Puntigam 90% der Fahrgäste in einen Bus umsteigen und wiederum 90% der Fahrgäste ab Zentralfriedhof bis Puntigam durchfahren, dann wäre es wohl ebenso kundenfreundlich, die Busse (ALLE!) in der Zeit der Bremsproben bis zum Zentralfriedhof durchzubinden und derart keinen zusätzliche Umstieg mit Anschluss/ZEitverlust zu erzwingen.
Das wird aber, denke ich, organisatorisch und platzmäßig auch eine Herausforderung.
Zitat von: FlipsP am 21 01, 2026, 08:22Und weil es seit Jahren den Kunden zugemutet wird, ist es okay?
Interessante Einstellung
Da gibt es weitaus schlimmeres, siehe lange SEV am 1er, jetzt die nächsten 2 Jahre noch..
Ich verstehe die ganze Aufregung nicht, da wurden schon hunderte Fahrzeuge bremsgeprobt. - Meist in der Zeit von 9-12 Uhr, wo das Fahrgastaufkommen tagsüber am Geringsten ist.
Ich versuche eine ungefähre Liste zusammenzustellen:
Beginnen wir Ende der 1970er Jahre, da ich nicht sagen kann, wie das bei den 260ern war:
10 x 500 - 1977/78
20 x 550 - 1984-87
12 x 600 - 1986/87
17 x 520 - 1989-94
5 x 580 - 1996/97
12 x 600 - NF-Mittelteil 1999/2000
18 x 650 - ab 2001
3 x 290 - 2007
45 x 200 - ab 2009
12 x 600 - Umbau Steuerung
10 x 500 - Umbau Steuerung
Macht ca. 200 Fahrten. Ich runde es stark auf, weil Wagen öfters mehrmals getestet wurden nach SW-Updates und desgleichen.
Das passierte in 47 Jahren. Umgelegt auf die Stunden sind das 600 Stunden bei insgesamt 326 000 Betriebstunden.
Da bewegen wir uns im untersten Promillebereich.
Diese Suderei um die notwendigen Bremsproben ist schon krankhaft. :P
In Würzburg zB finden die Probefahrten nächtens statt: https://www.wvv.de/mobil-b2c/neue-strassenbahn/#bautagebuch_einleitung (https://www.wvv.de/mobil-b2c/neue-strassenbahn/#bautagebuch_einleitung)
Zitat von: Stefan 4076 am 21 01, 2026, 10:44In Würzburg zB finden die Probefahrten nächtens statt: https://www.wvv.de/mobil-b2c/neue-strassenbahn/#bautagebuch_einleitung (https://www.wvv.de/mobil-b2c/neue-strassenbahn/#bautagebuch_einleitung)
Da steht aber nichts von Bremsproben. Normale Probefahrten fanden auch mit 542 schon schon zu allen Tageszeiten statt.
In Würzburg finden (derzeit) alle Testfahrten in der Nacht statt, wie mir ein Mitarbeiter der WVV mitteilte.
Zitat von: LS64 am 21 01, 2026, 09:15Auf die Idee der Eingleisigkeit kam ich auch @PeterWitt. Da ist dann aber der Vorteil gegenüber Bus nicht mehr wirklich gegeben, oder? Also ich würde das als Verantwortlicher infrage stellen.
Wie viel Strecke wird denn benötigt? 500 m vielleicht ein Kilometer?
Das kann man vormittags schon eingleisig überbrücken.
Was kosten EGS und Weichen pro Jahr?
Was kosten Weichenverschleiß und -sanierung in 47 Jahren?
Zitat von: TW 529 am 21 01, 2026, 09:33Da gibt es weitaus schlimmeres, siehe lange SEV am 1er, jetzt die nächsten 2 Jahre noch..
Eh.
Ich habe eh nicht behauptet, es sei NUR das. Aber es ist eben ein Teil davon.
Zitat von: Martin am 21 01, 2026, 09:38Ich verstehe die ganze Aufregung nicht, da wurden schon hunderte Fahrzeuge bremsgeprobt. - Meist in der Zeit von 9-12 Uhr, wo das Fahrgastaufkommen tagsüber am Geringsten ist.
Ich versuche eine ungefähre Liste zusammenzustellen:
Beginnen wir Ende der 1970er Jahre, da ich nicht sagen kann, wie das bei den 260ern war:
10 x 500 - 1977/78 (tel:500%20-%201977/78)
20 x 550 - 1984-87 (tel:550%20-%201984-87)
12 x 600 - 1986/87 (tel:600%20-%201986/87)
17 x 520 - 1989-94 (tel:520%20-%201989-94)
5 x 580 - 1996/97 (tel:580%20-%201996/97)
12 x 600 - NF-Mittelteil 1999/2000
18 x 650 - ab 2001
3 x 290 - 2007
45 x 200 - ab 2009
12 x 600 - Umbau Steuerung
10 x 500 - Umbau Steuerung
Macht ca. 200 Fahrten. Ich runde es stark auf, weil Wagen öfters mehrmals getestet wurden nach SW-Updates und desgleichen.
Das passierte in 47 Jahren. Umgelegt auf die Stunden sind das 600 Stunden bei insgesamt 326 000 Betriebstunden.
Da bewegen wir uns im untersten Promillebereich.
Klar kann man das kleinschreiben.
Aber es ist eben wieder ein Steinchen mehr, das auf die Kundenzufriedenheit fällt.
Zitat von: Martin am 21 01, 2026, 14:14Was kosten EGS und Weichen pro Jahr?
Was kosten Weichenverschleiß und -sanierung in 47 Jahren?
Noch einmal: Man kann nicht immer alles in Kosten darstellen.
Was kostet die Kundenunzufriedenheit?
Wieso haben andere Verkehrsbetriebe dafür eigene Gleise? Oder machen das zumindest in der Nacht?
Zitat von: FlipsP am 21 01, 2026, 18:14Was kostet die Kundenunzufriedenheit?
Dann dürften Demos auch nicht mehr den ÖV behindern, gehört dann auch zu Kundenzufriedenheit..
Zitat von: FlipsP am 21 01, 2026, 18:14Noch einmal: Man kann nicht immer alles in Kosten darstellen.
Oh doch - die Betriebswirtschaft kann. Man denke etwa an Konzepte wie Opportunitätskosten.
Aber natürlich liese sich daraus schlussfolgernd auch die Kundenzufriedenheit mit einer Zahl darstellen.
Der SEV kommt immer noch billiger als die Weichen und das EGS extra dafür zu installieren und die Zulassung, das Geld wäre für eine Schleife Keplerbrücke viel besser investiert werden und könnte die Kundenfreundlichkeit steigern damit bräuchte man bei VA oder Demos den SEV nur mehr eine kurze Strecke führen oder kann auch auf 58, 63 ausweichen.
Die nächste Bremsproben kommen sicher demnächst.
Zitat von: TW 529 am 21 01, 2026, 18:32Dann dürften Demos auch nicht mehr den ÖV behindern, gehört dann auch zu Kundenzufriedenheit..
Ja, eh. Das ist halt Gesetz.
Mich interessierte eine Umfrage, wie denn die Fahrer:innen "zufrieden" mit den Kunden sind.
Zitat von: Ch. Wagner am 22 01, 2026, 08:51Mich interessierte eine Umfrage, wie denn die Fahrer:innen "zufrieden" mit den Kunden sind.
Da stelle ich mir die Frage der Relevanz.
Natürlich Mitarbeitendenzufriedenheit ist ein großes Thema. Aber das hängt nicht alleine an den Kunden. Bei weitem nicht.
Man darf nicht vergessen: Primär sind die Linien ein Dienstleistungsunternehmen und keine Caritas wo man als Kunde Bittsteller oder Bettelnder sein muss.
Und daher müssen sich die Arbeitnehmer alle Pöbeleien gefallen lassen und sich noch bedanken, daß die "Kunden" mit den Graz Linien fahren.
Zitat von: Ch. Wagner am 22 01, 2026, 13:20Und daher müssen sich die Arbeitnehmer alle Pöbeleien gefallen lassen und sich noch bedanken, daß die "Kunden" mit den Graz Linien fahren.
Es ist vollkommen legitim zu hinterfragen, warum die Bremsproben an Werktagen stattfinden oder ob es Alternativen dazu gäbe (technische oder zeitliche). Ebenso, ob das in anderen Städten anders läuft.
Es ist auch vollkommen legitim zu sagen, dass ein SEV die Fahrgäste eher belastet.
Ebenso ist es legitim die Graz Holding hier zu verteidigen, klar zu machen, dass sich bemüht wird oder dass die Bremsproben als verschwindend geringer Anteil der Gesamtbetriebszeit nicht überbewertet werden sollten oder über den Sinn von Investitionen zu sprechen.
(Das ist schon interessant, was hier an Austausch stattfindet.)
Aber weder FahrerInnen noch Fahrgäste müssen sich jemals Pöbeleien gefallen lassen. Das ist ja eine vollkommen andere Diskussion.
Egal wie unzufrieden man mit einem Fahrer/einer Fahrerin ist, niemals darf man unfair oder persönlich werden. Ebenso darf man als Fahrgast erwarten, dass der Job ernst genommen wird und man darf hoffen, dass die Angestellten sich bemühen. Ebenso darf man sachlich Missstände ansprechen, warum auch nicht.
Falls wir wirklich über diese Grundlage diskutieren müssen, bitte in einem anderen Thread.
Zitat von: Ch. Wagner am 22 01, 2026, 13:20Und daher müssen sich die Arbeitnehmer alle Pöbeleien gefallen lassen und sich noch bedanken, daß die "Kunden" mit den Graz Linien fahren.
Natürlich, genau das wollen alle hier zum Ausdruck bringen.
Zitat von: Ch. Wagner am 22 01, 2026, 13:20Und daher müssen sich die Arbeitnehmer alle Pöbeleien gefallen lassen und sich noch bedanken, daß die "Kunden" mit den Graz Linien fahren.
Christian, steht das irgendwo?! Nein!
Dein dauerndes Ablenken (in dem du ,,Nebenthemen aufmachst") vom Thema ist nervig..
Zitat von: Ch. Wagner am 22 01, 2026, 13:20Und daher müssen sich die Arbeitnehmer alle Pöbeleien gefallen lassen und sich noch bedanken, daß die "Kunden" mit den Graz Linien fahren.
Und die Pöbeleien - ja gar Beschimpfungen - sind leider Fakt, noch dazu in Steigen begriffen:
https://www.5min.at/graz/5202601241031/taeglich-beschimpfungen-so-gefaehrlich-ist-der-job-in-den-grazer-oeffis/