Grazer Öffis, laut Schweizer Studie am langsamsten in ganz Ö

Begonnen von TW 529, 16 08, 2024, 19:03

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FlipsP

Zitat von: flow am  17 08, 2024, 19:33Diese Fahrpläne sind doch eh längst (vorbehaltlich gewisser Anpassungen) veröffentlicht?

Und auch wie der Knoten aussehen soll (zumindest bis zum SBT) ist doch längst bekannt.


Zitat von: Ragnitztal am  17 08, 2024, 19:59Mag sein. Nicht-Insider, wie ich, haben eben noch keinen Zugang dazu.

Dazu muss man kein Insider sein.
Ich hätte schon gedacht, dass so ziemlich jeder Verkehrsforumsnutzer die nächsten Verkehrsdiensteverträge (VDV) kennt.

Beim BMK nachzulesen.


510-015

Zitat von: Ragnitztal am  17 08, 2024, 19:59Mag sein. Nicht-Insider, wie ich, haben eben noch keinen Zugang dazu.
Die angesprochenen Informationen sind wohl die Vorinformationen zu den Verkehrsdiensteverträgen (VDV). Diese sind öffentlich auf der Website des Klimaministeriums abrufbar:

https://www.bmk.gv.at/themen/mobilitaet/transport/nahverkehr/finanzierung/verkehrsdienstevertraege/aktuelle_vergaben.html



Edit: User FlipsP war wohl ein paar Sekunden schneller ;)
Im alten Forum als "Bus 15 O530 Citaro L" unterwegs gewesen - jetzt mit kürzerem Usernamen ;D
Aber "15" ist im Namen erhalten geblieben zum leichteren Wiedererkennen ;)

cost

Zitat von: 510-015 am  17 08, 2024, 18:22Notwendig wären hier Hbf - Straßgang, Hbf - Murpark, Hbf - Puntigam. Diese Abschnitte müsste man deutlich mehr in den städtischen Verkehr integrieren mit dichteren Intervallen. Sinnvollerweise macht man das auf der Ostbahn gleich bis Raaba und auf der Südbahn bis Feldkirchen oder Kalsdorf (dadurch würde der Flughafen auch als ,,Zufallsprodukt" profitieren).

Und eine Haltestelle in Gösting wäre in diesem Zusammenhang auch sinnvoll.

Als ersten einfachen Schritt könnte man auch die S-Bahnen nicht am Hauptbahnhof enden lassen sondern nur mit kurzem Halt weiterfahren lassen z.B. die S5 bis Gratwein-Gratkorn und die S1 bis Puntigam oder sogar Kalsdorf.

Bei der S5 ist das mit dem aktuell Fahrplan wahrscheinlich zu knapp mit dem Railjet weil man Richtung Norden maximal 6 Minuten Vorsprung hat (Ankunft um XX:20 von S5 und Abfahrt vom Railjet um XX:26) und in die Gegenrichtung sind es auch maximal 7 Minuten (Railjet kommt um XX:33 an und S5 fährt um XX:40) ab. Beim Fernverkehr Richtung Leoben geht aber jetzt schon gut. Die fahren um XX:45 ab, die S5 kommt um XX:50 an und könnte hinterher fahren. In der Gegenrichtung das Gleiche, da fährt die S5 um XX:10 ab und die ICs kommen um X:14 an.

Bei der S1 geht es auch gut. Richtung Norden kommen die Fernverkehrszüge um XX:22 an die S1 fährt frühestens um XX:32 ab. Da hat man 10 Minuten, das ist bis Karlsdorf knapp, aber Puntigam geht locker. Richtung Süden kommen die um XX:25 am Hauptbahnhof an und der Fernverkehr fährt um XX:40 ab. Da fahren zwar auch REX um XX:28 ab, aber in den Stunden könnte die S1 einfach als REX weiterfahren.

So hätte man auch ziemlich genau einen 15 Minuten Takt. Wenn man mit Halten von 2 Minuten rechnet ergeben sich folgende Abfahrszeiten vom Hauptbahnhof. Richtung Norden: XX:05 die S1, um XX:22 die S5, XX:32 die S1 und XX:52 die S5. Richtung Süden ab Hbf: XX:10 die S5, XX:27 die S1, XX:40 die S5, XX:57 die S1.

Inwiefern das mit dem bestehenden Güterverkehr zu vereinbaren ist weiß ich natürlich nicht, wobei zumindest hinter und vor den Fernverkehrszügen Platz sein dürfte, auch wenn man da dann die nicht 100%ige Pünktlichkeit des Fernverkehrs ein Problem sein könnte.

Franz312

Zitat von: cost am  17 08, 2024, 21:06Als ersten einfachen Schritt könnte man auch die S-Bahnen nicht am Hauptbahnhof enden lassen sondern nur mit kurzem Halt weiterfahren lassen z.B. die S5 bis Gratwein-Gratkorn und die S1 bis Puntigam oder sogar Kalsdorf.

Bei der S5 ist das mit dem aktuell Fahrplan wahrscheinlich zu knapp mit dem Railjet weil man Richtung Norden maximal 6 Minuten Vorsprung hat (Ankunft um XX:20 von S5 und Abfahrt vom Railjet um XX:26) und in die Gegenrichtung sind es auch maximal 7 Minuten (Railjet kommt um XX:33 an und S5 fährt um XX:40) ab. Beim Fernverkehr Richtung Leoben geht aber jetzt schon gut. Die fahren um XX:45 ab, die S5 kommt um XX:50 an und könnte hinterher fahren. In der Gegenrichtung das Gleiche, da fährt die S5 um XX:10 ab und die ICs kommen um X:14 an.

Bei der S1 geht es auch gut. Richtung Norden kommen die Fernverkehrszüge um XX:22 an die S1 fährt frühestens um XX:32 ab. Da hat man 10 Minuten, das ist bis Karlsdorf knapp, aber Puntigam geht locker. Richtung Süden kommen die um XX:25 am Hauptbahnhof an und der Fernverkehr fährt um XX:40 ab. Da fahren zwar auch REX um XX:28 ab, aber in den Stunden könnte die S1 einfach als REX weiterfahren.

So hätte man auch ziemlich genau einen 15 Minuten Takt. Wenn man mit Halten von 2 Minuten rechnet ergeben sich folgende Abfahrszeiten vom Hauptbahnhof. Richtung Norden: XX:05 die S1, um XX:22 die S5, XX:32 die S1 und XX:52 die S5. Richtung Süden ab Hbf: XX:10 die S5, XX:27 die S1, XX:40 die S5, XX:57 die S1.

Inwiefern das mit dem bestehenden Güterverkehr zu vereinbaren ist weiß ich natürlich nicht, wobei zumindest hinter und vor den Fernverkehrszügen Platz sein dürfte, auch wenn man da dann die nicht 100%ige Pünktlichkeit des Fernverkehrs ein Problem sein könnte.

besonders blöd ist die letzte Fahrt abends... Wenn ich mit dem letzten Flug abends ankommen, gibt's nur noch ein Bus, der zum HBF wenige Minuten nach der Abfahrt der letzten S-Bahnen ankommt - also keine Weiterfahrt möglich. Gleich, wenn man mit IC 615 ankommt.
Also ein besseres Takt auf der S-Bahn würde auch dabei helfen!

FlipsP

Zitat von: cost am  17 08, 2024, 21:06Als ersten einfachen Schritt könnte man auch die S-Bahnen nicht am Hauptbahnhof enden lassen sondern nur mit kurzem Halt weiterfahren lassen z.B. die S5 bis Gratwein-Gratkorn und die S1 bis Puntigam oder sogar Kalsdorf.

Bei der S5 ist das mit dem aktuell Fahrplan wahrscheinlich zu knapp mit dem Railjet weil man Richtung Norden maximal 6 Minuten Vorsprung hat (Ankunft um XX:20 von S5 und Abfahrt vom Railjet um XX:26) und in die Gegenrichtung sind es auch maximal 7 Minuten (Railjet kommt um XX:33 an und S5 fährt um XX:40) ab. Beim Fernverkehr Richtung Leoben geht aber jetzt schon gut. Die fahren um XX:45 ab, die S5 kommt um XX:50 an und könnte hinterher fahren. In der Gegenrichtung das Gleiche, da fährt die S5 um XX:10 ab und die ICs kommen um X:14 an.

Bei der S1 geht es auch gut. Richtung Norden kommen die Fernverkehrszüge um XX:22 an die S1 fährt frühestens um XX:32 ab. Da hat man 10 Minuten, das ist bis Karlsdorf knapp, aber Puntigam geht locker. Richtung Süden kommen die um XX:25 am Hauptbahnhof an und der Fernverkehr fährt um XX:40 ab. Da fahren zwar auch REX um XX:28 ab, aber in den Stunden könnte die S1 einfach als REX weiterfahren.

So hätte man auch ziemlich genau einen 15 Minuten Takt. Wenn man mit Halten von 2 Minuten rechnet ergeben sich folgende Abfahrszeiten vom Hauptbahnhof. Richtung Norden: XX:05 die S1, um XX:22 die S5, XX:32 die S1 und XX:52 die S5. Richtung Süden ab Hbf: XX:10 die S5, XX:27 die S1, XX:40 die S5, XX:57 die S1.

Inwiefern das mit dem bestehenden Güterverkehr zu vereinbaren ist weiß ich natürlich nicht, wobei zumindest hinter und vor den Fernverkehrszügen Platz sein dürfte, auch wenn man da dann die nicht 100%ige Pünktlichkeit des Fernverkehrs ein Problem sein könnte.


Die S1 Bruck - Graz - zB Kalsdorf vice versa mit nur kurzem Halt am Hbf
Die S5 Spielfeld-Straß (eventuell mal Leibnitz) - Graz - Frohnleiten mit nur kurzem Halt am Hbf und schon hätte man Frohnleiten - Kalsdorf einen 15 Minuten Takt und die Linien würden sogar den Knoten bedienen.

Sanfte Mobilität

In Wien macht man sich an Entstörung und Beschleunigung: https://wien.orf.at/stories/3348366/

In Graz hört man dazu nichts, es gibt eher Rückschritte diesbezüglich.

TMG

Das eigentlich so schöne Graz zerstört sich allmählich selbst - wie bei einer Autoimmunerkrankung, gegen die man nichts unternimmt.

Es gibt doch so viele offensichtliche Missstände, die einem täglich ins Gesicht springen. Warum nimmt die Politik sich derer nicht an? Auch dann nicht, wenn andere österreichische Städte vormachen, wie es gehen kann? Mir erschließt sich das nicht. Vielleicht wäre es klug, die Presse stärker ins Boot holen...!? Ein lauter Aufschrei könnte was ins Rollen bringen. Aber es passiert in der Hinsicht ja nix. Zum Heulen.

Hilde B.

Wozu gibt's eine grüne Vizebürgermeisterin mit Verkehrsressort?

stef610_neu

Ein Teil der Autoimmunerkrankung ist gewissermaßen eine Auto-Immunerkrankung.

scheurin

Man fühlt sich mittlerweile wie in Deutschland bei all dem Gejammere - das betrifft einige Themen hier (und in den Medien generell). So schlecht geht es uns denke ich dann doch nicht.

38ger

Zitat von: Sanfte Mobilität am  03 04, 2026, 14:45In Wien macht man sich an Entstörung und Beschleunigung: https://wien.orf.at/stories/3348366/

In Graz hört man dazu nichts, es gibt eher Rückschritte diesbezüglich.

Wird in Wien aber auch schon seit 30 Jahren angekündigt und so wenig ambitioniert umgesetzt, dass man es auch heute noch ankündigen kann. Als gelernter Wiener erwarte ich mir diesbezüglich auch nicht allzu viel Fortschritte in naher Zukunft!

PeterWitt

Zitat von: Sanfte Mobilität am  03 04, 2026, 14:45In Wien macht man sich an Entstörung und Beschleunigung: https://wien.orf.at/stories/3348366/

In Graz hört man dazu nichts, es gibt eher Rückschritte diesbezüglich.
Naja, das in Wien ist mal ein Vorhaben, viel mehr nicht. Das wurde in den letzten 10-15 Jahren auch immer wieder hinaus posaunt, und passiert ist genau nichts - und ehrlich, derart langsam und lieblos wie in Wien ist kaum ein ÖV-System in Österreich unterwegs, die "guten Zahlen" kommen da primär von der U-Bahn, und auch die ist im Verhältnis eher langsam unterwegs, siehe z.B. innere Mariahilferstraße.
Als Beispiel z.B. die Linie 18: Matzleinsdorfer Platz - Schlachthausgasse sind 4,2 km, das entspricht exakt der Strecke Wetzelsdorf - Abzweigung Neutorlinie Annenstraße (beim Deichmann). Bis Roseggerhaus wären das auch gleich viele Stationen, diese liegen also in Graz geringfügig näher beisammen. Scotty wirft für diese Strecke mit der Linie 18 19 Minuten Fahrzeit aus, Google 22 bzw. 23 Minuten (jetzt, um diese Uhrzeit!), ich bin dort in der letzten Zeit meist 24-26 Minuten unter Tags gefahren, eine Zeit, die man in Graz nie und nimmer auf der Relation Wetzelsdorf-Roseggerhaus (oder Südtirolerplatz) benötigt, selbst in der Stoßzeit nicht. Man sollte dabei aber auch anmerken, dass diese Strecke in Wien durchgehend eigenständiger Gleiskörper ist, man steht also nur (dafür das aber dauernd) an roten Ampeln. Müßig zu sagen, dass die Strecke von St. Marx bis Schlachthausgasse eben erst komplett umgebaut wurde. Und da rede ich dann erst garnicht von der Linie O auf der Laxenburger Straße...
Anderes Beispiel mit gleicher Länge und sogar einer Station mehr: Puntigam-Josefkirche. Ehrlich, 25 Minuten habe ich dort noch nie gebraucht.

Ja, auch in Graz gibt es Luft nach oben, und das durchaus reichlich, aber es wurde in den vergangenen 20-30 Jahren schon auch einiges erreicht! Ich denke da mit Schaudern zurück an die alte Annenstraße, speziell wenn der Plabutschtunnel gesperrt war. Es waren immer ein paar PKW-Lenker zu nahe am Gleis, und alles ist gestanden.
Oder die ganzen Parkplätze in der Leonhardstraße, was hatte ich am Schulweg nicht Gleisparker - heutzutage kommen diese fast nur noch auf der Linie 3 vor.
Graz wird bei den Reisegeschwindigkeiten wohl nie mit Linz aufschließen können, auch, weil die Stadtstruktur völlig anders und wesentlich kompakter ist. Vergleicht man dann aber Fahrten in Graz und Linz zB. mit ein oder zwei Umstiegen, und das vielleucht auf den Bus, dann merkt man sehr bald die dichten Intervalle in Graz zu schätzen, denn da kann man abseits der Tram in Linz viel Zeit liegen lassen.
Und Salzburg, ÖV und Stau, die gehören auch fest zusammen...
Also, Kritik ja gerne, aber es ist dennoch ein Jammern auf (zumindest was das betrifft - FGI/RBL will ich gar nicht reden) recht hohem Niveau, und auch anderswo ist nicht alles Gold, auch wenn es so schön zu glänzen scheint.

Sanfte Mobilität

Gerade die Nicht-Beschleunigung auf der Entlastungsstrecke, die Rückverlegung des MIV auf die Gleistrasse in der Annenstraße  sowie die Führung wesentlicher Abschnitte der NW-Linie im Mischverkehr belegen das. Für den Krenngassen-Ast gibt es weiterhin keine Lösung.

J. 1042

Die Straßenbahn in Wien ist gefühlt einfach nur unfassbar langsam! Egal, ob man ewig an roten Ampeln steht, über Weichen/Kreuzungen schleicht oder in den Genuß einer der zahlreichen, über Jahre bestehenden Langsamfahrstellen kommt. Gießkannenartig gestreckte Fahrpläne bewirken außerdem, dass auch noch dort getrödelt wird, wo es gar nicht notwendig wäre. Dazu noch immer ein viel zu hoher Anteil an "rollenden Saunen" - kein Wunder, dass dort jeder die sündteure U-Bahn will.

In meinem persönlichen Ranking ist die Wiener Tram in Österreich mittlerweile ganz klar am letzten Platz und auch in Europa sehr weit hinten angesiedelt.
Inneralpiner Fernverkehr † 13.12.2025

derVerkehrsdenker

Meiner Meinung nach ist diese Studie nur bedingt aussagekräftig ->
1. kann man mittelgroße Städte (ohne U-Bahn) wie Graz nicht mit Millionenstädte wie Wien vergleichen
2. haben die Städte unterschiedliche ÖV-Systeme, Topografien, Platzverhältnisse, etc.
3. müsste man die Untersuchung genauso in Spitzenverkehrszeiten durchführen und getrennt auswerten

Trotzdem kann man vielleicht ein paar Schlüsse aus dieser Studie ziehen bzw. diese nutzen um darüber zu diskutieren. Ich nutze den ÖV in Graz fast jeden Tag und finde, dass der ÖV großteils gut funktioniert, aber wie so oft gibt es natürlich immer Dinge die man verbessern kann.
Um wirklich die ÖV-Reisegeschwindigkeit in Graz signifikant zu erhöhen, bräuchte man in Graz die 3. Ebene (U-Bahn oder S-Bahn Tunnel).
Eigene Busspuren bzw. Gleiskörper für Straßenbahnen würden auch helfen, sind leider aufgrund beengter Platzverhältnissen oder fehlendem Mut meist nicht realisierbar.
Marginal könnte man vielleicht die Reisegeschwindigkeit auf ein paar ÖV-Linien mittels weniger dichten Haltestellen und direkterer Linienführung verbessern.

Nach meiner Ansicht wurde leider in der Vergangenheit nicht immer die beste Variante bei den ÖV-Projekten in Graz umgesetzt (z.B. Neutorlinie mit wenig Nutzen anstatt Entlastungsstrecke über Griesplatz, keine durchgehende unterirdische Verbindung zwischen Bahn und Straßenbahn beim Hauptbahnhof), das hat aber nur bedingte Auswirkung auf die Reisegeschwindigkeit.