Weiterbetrieb und Ausbau der Radkersburger Bahn

Begonnen von TW 529, 29 03, 2022, 20:58

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FlipsP

Die Verlängerung nach Slowenien ist mehr oder weniger unsinnig, aber die Schleife in Sd wäre wirklich keine schlechte Idee!

Hilde B.

Zitat von: FlipsP am  28 01, 2026, 20:47Die Verlängerung nach Slowenien ist mehr oder weniger unsinnig, aber die Schleife in Sd wäre wirklich keine schlechte Idee!

Die Schleife in Spiefeld ist unsinnig, die Wiederherstellung hingegen nicht.

amoser

Mein Kommentar zu den Vorhaben rund um die Radkersburger Bahn wäre:
"Die Schleife in Sd ist mehr oder weniger unsinnig, aber die Verlängerung nach Slowenien wäre wirklich keine schlechte Idee!"

Das aber nicht, um wieder einmal eine konträre Meinung zu FlipS zu haben, sondern aus Überzeugung:

Ein Halt im Bahnhof Sd (egal ob etwas nördlich oder am heutigen Standort) wäre immer sinnvoll und notwendig und der Fahrtrichtungswechsel ist mit den heutigen und künftigen ET-Garnituren kein Problem und auch kaum ein längerer Zeitaufwand.

Die wieder nach Gornja Radgona und in das dortige Umland (z.B. Abstaller Becken) führende Strecke würde der Bahn m. E. hingegen viele zusätzliche Fahrgäste bringen.


TW 581

Eigentlich wäre es schon sinnvoll mit EU Geldern das die Bahn nach Gornja Radgona weiter fährt und man könnte auch eine weitere Haltestelle in Bad Radkersburg vielleicht in Betracht ziehen bei den Ausbau.

Es stellt sich halt die Frage ob die 3-5 Minuten längere Fahrzeit ohne die Schleife Sd so ins Gewicht fallen?
LG TW 581

StlB Kh. 101

Irgendwie scheint es dazu keinen besonders großen Willen bei den regionalpolitischen Verantwortlichen zu geben, jedenfalls auf österreichischer Seite nicht. Die EU-Gelder für so ein Projekt würde man nämlich ziemlich sicher kriegen.

FlipsP

#215
Zitat von: amoser am  28 01, 2026, 22:10Ein Halt im Bahnhof Sd (egal ob etwas nördlich oder am heutigen Standort) wäre immer sinnvoll und notwendig und der Fahrtrichtungswechsel ist mit den heutigen und künftigen ET-Garnituren kein Problem und auch kaum ein längerer Zeitaufwand.

Selbst der Halt in Sd wäre für Radkersburger Züge nicht zwingend notwendig.

Mir würde es grundsätzlich auch gefallen, wenn die Züge wieder nach Slowenien fahren würden, nur muss man halt ganz ehrlich und offen eingestehen, dass das mit den ominösen 20 Mio von vor 15 Jahren nicht erledigt wäre. Lassen wir es außen vor, dass das heute eher 40-50 Mio wären, so wäre das ja erst wieder nur die Verbindung nach Oberradkersburg. Aber die ganz Strecke müsste hergerichtet (elektrifiziert) werden.

Und für den ganzen Aufwand sind es dann halt weit zu wenig potentielle Fahrgäste.

Wirklich sinnvoll dagegen ist die Attraktivierung der bestehenden Bahnstrecke und dazu gehört als ,,I-Tüpferl" für mich eine Schleife.

Denn die Wende braucht real gute 5-7 Minuten (inkl. Anfahrt). Das mag sich zwar grundsätzlich nicht nach viel anhören, ist aber nicht wenig, wenn man bedenkt, dass die täglichen Pendelnden da einfach ,,steht" und subjektiv (und das ist extrem wichtig bei der Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel!) sehr lange nicht weiterkommt.

Abgesehen davon sind das im Jahr gut 35 Stunden, die nur zu Wende gestanden werden für die Pendelnden.

Zitat von: amoser am  28 01, 2026, 22:10Die wieder nach Gornja Radgona und in das dortige Umland (z.B. Abstaller Becken) führende Strecke würde der Bahn m. E. hingegen viele zusätzliche Fahrgäste bringen.

Was sind denn ,,viele zusätzliche Fahrgäste" als Zahl?

Zitat von: TW 581 am  28 01, 2026, 22:26Eigentlich wäre es schon sinnvoll mit EU Geldern das die Bahn nach Gornja Radgona weiter fährt und man könnte auch eine weitere Haltestelle in Bad Radkersburg vielleicht in Betracht ziehen bei den Ausbau.

Es stellt sich halt die Frage ob die 3-5 Minuten längere Fahrzeit ohne die Schleife Sd so ins Gewicht fallen?

Wie oben beschrieben: Sinnvoll nicht, aber ,,nett". Nur für ,,nett" hat man halt leider kein Geld übrig.

Ob die 5 und mehr Minuten Wende ins Gewicht fallen, habe ich oben schon ausgeführt.

Die 5 Minuten können zB ausschlaggebend sein, ob ein Angebot überhaupt gefahren werden kann und ob es in den Takt passt.

s_gelb

Zitat von: FlipsP am  29 01, 2026, 06:39Was sind denn ,,viele zusätzliche Fahrgäste" als Zahl?



Man kann ja fürs erste einmal anhand der Fahrgastzahlen der neuen Linie 561 evaluieren, inwiefern eine solche grebzüberschreitende Öffi-Verbindung überhaupt mehr oder weniger stark angenommen wird.

FlipsP

Zitat von: s_gelb am  29 01, 2026, 07:02Man kann ja fürs erste einmal anhand der Fahrgastzahlen der neuen Linie 561 evaluieren, inwiefern eine solche grebzüberschreitende Öffi-Verbindung überhaupt mehr oder weniger stark angenommen wird.

Das wird schwer.

Denn da zählt dann schon der Schienenbonus und  der bei der Bahn nicht vorhandene Umstieg.

Also man kann zwar bei einer großen Fahrgastandrang der Buslinie darauf schließen, dass der bei der Bahn auch groß wäre, anders kann man aber nicht bei mäßigem Erfolg direkt auch von mäßigem Erfolg bei der Bahn ausgehen.

Aber auch in die Linie 561 setze ich nicht allzu hohe Erwartungen.

riggnix

Zitat von: FlipsP am  29 01, 2026, 06:39Selbst der Halt in Sd wäre für Radkersburger Züge nicht zwingend notwendig.

Mir würde es grundsätzlich auch gefallen, wenn die Züge wieder nach Slowenien fahren würden, nur muss man halt ganz ehrlich und offen eingestehen, dass das mit den ominösen 20 Mio von vor 15 Jahren nicht erledigt wäre. Lassen wir es außen vor, dass das heute eher 40-50 Mio wären, so wäre das ja erst wieder nur die Verbindung nach Oberradkersburg. Aber die ganz Strecke müsste hergerichtet (elektrifiziert) werden.

Und für den ganzen Aufwand sind es dann halt weit zu wenig potentielle Fahrgäste.

Wirklich sinnvoll dagegen ist die Attraktivierung der bestehenden Bahnstrecke und dazu gehört als ,,I-Tüpferl" für mich eine Schleife.

Bei den Kosten hast du vermutlich recht. Allerdings sollte eine EU-Förderung dafür wirklich machbar sein.

Das Fahrgastpotential ist eine interessante Frage. Wenn man einen sinnvollen Takt Ljutomer - Radkersburg - Spielfeld (- Graz) schafft, auf einer elektrifizierten und beschleunigten Strecke, dann kann ich mir da durchaus Potential vorstellen (ohne die wirklichen Gegebenheiten zu kennen).
Dass unabhängig davon die Elektrifizierung und Attraktivierung kommen muss, steht glaube ich außer Frage. In Zusammenhang mit einem solche Projekt wäre das sogar noch wichtiger. Ebenso natürlich die slowenische Seite.
Mit einer Verbindung wäre allerdings wahrscheinlich die Gesamtstrecke förderwürdig für die EU, was die ganze Rechnung noch einmal ändert.

Also ich glaub nicht, dass sowas ernsthaft forciert wird. Aber so unsinnig finde ich die Idee eigentlich nicht.