Grazer Umlandgemeinden eingemeinden

Begonnen von s_gelb, 22 03, 2026, 12:25

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ptg

Zitat von: TMG am  22 03, 2026, 16:08Es war nicht meine Absicht, diese Idee herabzusetzen. Allerdings liegt es dann mehr als nahe, derartige Gedankengänge fortzusetzen: Warum noch Bundesländer? Kapfenberg und Bruck sollten längst fusioniert sein, wenn all das angeblich so viele Vorteile bringen sollte. Dass die Infrastruktur in Graz von GU mit genutzt wird, bringt aber auch mit sich, dass u.a. Restaurants und Geschäfte prosperieren. Das darf nicht außen vor gelassen werden - wer die Infrastruktur in G nutzt tut dies ja nicht, um Straßen abzunutzen und mit den Öffis spazieren zu fahren. Abgesehen davon finde ich es ok, sich mit seinem Wohnort in einem Maße zu identifizieren, dass man ihn nicht wegen Derartigem an den großen Nachbarn abgibt. 
Wie auch beim Feldkirchener Bürgermeister: Infrastruktur ist bei weitem nicht nur Verkehr/Straßenbau.
Zudem fahren auch Grazer zum Essen ins Umland, vermutlich sogar mehr als umgekehrt.

Vor allem in vielen Gemeinden entlang der Autobahnen glauben noch immer sehr viele, dass zusätzliche Spuren ein Verkehrsproblem lösen. (Aber das zahlt dann ja der Bund/Asfinag) - insbesondere im niedrigrangigeren Ortsnetz. Bei der Investition in den ÖPNV oder bei der Errichtung von zusammenhängenden/aufeinander abgestimmten Radwegen ist dann schon wieder Schluss mit gemeinschaftlichen Denken unter den meisten Umlandbürgermeistern, denn da müssten sie selbst ihren Beitrag leisten.
Im Übrigen lt Kleiner Zeitung geht es um einen Zeithorizont bis 2050 (also vermutlich wohl lange nach Kahrs Amtszeit). Leider denken halt die meisten Politiker maximal bis zur nächsten Wahl - dementsprechend werden ev. sinnvolle Strukturreformen nie angegangen
Diese Idee ist auch nicht neu und wurde auch vom Vorgänger schon ins Spiel gebracht.

Wie viele derer, die in den letzten Jahren wegen billigem Bauland nach GU gezogen sind, sich tatsächlich als dort beheimatet fühlen, sei dahin gestellt.

Sanfte Mobilität

#16
Was haben Restaurant-Besuche mit dem Aufgaben der Öffentlichen Hand zu tun?

Es geht hier darum, dass es einen Interessensausgleich zwischen der Stadt und den Umlandgemeinden geben MUSS. Dafür braucht es nicht unbedingt eine Eingemeindung, sondern entsprechende gesetzliche Vorgaben. Das ist eigentlich Aufgabe des Landes bzw. beim Finanzausgleich des Bundes. Die Stadt Graz ist da nur Gast bei der (Irr-)Fahrt.

ptg

Zitat von: Sanfte Mobilität am  23 03, 2026, 17:14Was haben Restaurant-Besuche mit dem Aufgaben der Öffentlichen Hand zu tun?

Es geht hier darum, dass es einen Interessensausgleich zwischen der Stadt und den Umlandgemeinden geben MUSS. Dafür braucht es nicht unbedingt eine Eingemeindung, sondern entsprechende gesetzliche Vorgaben. Das ist eigentlich Aufgabe des Landes bzw. beim Finanzausgleich des Bundes. Die Stadt Graz ist da nur Gast bei der (Irr-)Fahrt.
Es ging darum, dass TMG anscheinend meint, dass Graz vom Geld aus GU (ua. Restaurantbesuchen) lebt und dementsprechend sich um die Straßen-/Parkmöglichkeiten kümmern soll.
Eigene Interpretationserweiterung: Wenn Graz eine bessere Verkehrsinfrastruktur im Umland will, soll sie dafür zahlen, aber ja nichts vorgeben.

In welcher Form auch immer die Zusammenarbeit zwischen Graz und den Umlandgemeinden funktionieren soll: Es wird langsam Zeit, dass die ganzen Dorfkaiser (und die, die es werden wollen) weiter als bis zum Ortsschild denken - gerade südlich von Graz, wo inzwischen eine Ortschaft in die nächste übergeht und man eh schon nicht mehr auseinanderhalten kann.

Die Gemeinden, die gemeinsam an Infrastrukturprojekten (und da nicht nur verkehrliche) arbeiten, kann man an einer Hand abzählen. Da ist bei vielen - insbesondere vor Wahlen - das wichtigste sich vom "großen" Bruder (sei es Graz oder nur der nächste größere Siedlungskernraum) abzugrenzen oder ihm gar eins auszuwischen statt gemeinsam etwas zu erreichen.

Der Zugang vieler Bürgermeister wirkt wie: "Wir locken ganz viele Leute mit günstigen Grundstücken zu uns, um mehr Geld zu bekommen, bauen die Straßen aus und wenn wir dann im Verkehr ersticken, weil alle mit dem Auto nach Graz pendeln, dann soll Graz das Problem lösen -aber ohne uns!"
 


 

scheurin

Der NEOS-Mensch meinte eben nur 3 "Bundesländer" reichen auch um Kosten zu sparen. Völlig richtig aber leider wird das nichts.