RJX Florenz

Begonnen von 4110er, 13 07, 2026, 09:46

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Lindwurm

Zitat von: riggnix am  09 08, 2026, 17:08Ich weiß nicht, wie die Regeln da sind, aber würde das nicht bedeuten, dass dieser Zug dann in Italien 230 fahren darf? Oder gehört da noch mehr dazu?
230 km/h wird bei 3 kV Gleichspannung wahrscheinlich technisch nicht möglich sein. Vermute mal, dass in diesem Fall höchstens 200 km/h erreicht werden können.

Franz312

Zitat von: Lindwurm am Gestern um 09:14230 km/h wird bei 3 kV Gleichspannung wahrscheinlich technisch nicht möglich sein. Vermute mal, dass in diesem Fall höchstens 200 km/h erreicht werden können.
Stimmt nicht. Die "Direttissima" Florenz-Rom ist mit 3kV und wird mit 250 befahren. Also ziemlich jede "Freccia" in Italien kann zumindest bis 250 km/h unter 3kV fahren.

Bei den e-Loks, geht es sicher zumindest um den Stromabnehmern, die ersetzt werden sollten. Und dann sollte die Lok (und auch der Zug?) zusätzlich zugelassen werden. Weiters werden sie vielleicht trotzdem auf 200km/h beschränkt, falls die Italiener das nicht als "Treibfahrzeug" annehmen.

Ich hab irgend wo gelesen, dass jemand (LeoExpress/RENFE/Arenaways?) für die Vectron eine Zulassung für höhere Geschwindigkeit möchte, vielleicht würden (erst danach) die ÖBB das auch implementieren. Aber bisher macht das nur für die Strecke Bologna-Florenz(-Rom) Sinn (das würde endlich erlauben, dass der Nightjet über die Direttissima fahren dürfte), erst in ein paar Jahren wird das zwischen Verona und Venedig (Neubaustrecke) bzw. im Brenner Basistunnel ein Unterschied machen.

TW 581

Mit der Vectron sollte es schon möglich sein das man auch in Italien bis zu 200 km/h fahren kann, notfalls muss man eben mit der EU den nötigen Druck machen.

Wien - Venedig wäre sicher 30 Minuten schneller wenn man ein gute Trasse bekommen würde und schätze wenn es ein FS Zug wäre würde der diese schnellere sicher bekommen.
LG TW 581

Franz312

Zitat von: TW 581 am Gestern um 09:44Mit der Vectron sollte es schon möglich sein das man auch in Italien bis zu 200 km/h fahren kann, notfalls muss man eben mit der EU den nötigen Druck machen.

Wien - Venedig wäre sicher 30 Minuten schneller wenn man ein gute Trasse bekommen würde und schätze wenn es ein FS Zug wäre würde der diese schnellere sicher bekommen.
Eine schnellere Trasse wäre sicher wichtig, man braucht nur schauen, wie weit Verspätungen aufgeholt werden können! Aber die Infrastruktur ist immer noch für maximal 160 zugelassen.

flow

Zitat von: TW 581 am Gestern um 09:44Wien - Venedig wäre sicher 30 Minuten schneller wenn man ein gute Trasse bekommen würde und schätze wenn es ein FS Zug wäre würde der diese schnellere sicher bekommen.

Ah, so wie die Frecce, die aktuell Udine - Mestre in 1:34 bzw 1:40 fahren?  ::)
Morteratsch - fermeda sün dumanda

Franz312

Zitat von: flow am Gestern um 09:49Ah, so wie die Frecce, die aktuell Udine - Mestre in 1:34 bzw 1:40 fahren?  ::)
Für FS endet Italien noch, wo sie 1861 endete. Das Nord-Osten existiert für denen einfach nicht

Stipe

Zitat von: Franz312 am Gestern um 11:58Für FS endet Italien noch, wo sie 1861 endete. Das Nord-Osten existiert für denen einfach nicht

Wir sollten Italien ein unwiderstehliches Angebot machen... ;-)

Lindwurm

Zitat von: TW 581 am Gestern um 09:44Wien - Venedig wäre sicher 30 Minuten schneller wenn man ein gute Trasse bekommen würde und schätze wenn es ein FS Zug wäre würde der diese schnellere sicher bekommen.
Laut Fahrplan sind es für Frecciarossa und RJX zirka die gleichen Fahrzeiten auf der Strecke Udine - Mestre. Objektiv sehe ich hier keine Benachteiligung der ÖBB.

riggnix

Zitat von: Lindwurm am Gestern um 15:09Laut Fahrplan sind es für Frecciarossa und RJX zirka die gleichen Fahrzeiten auf der Strecke Udine - Mestre. Objektiv sehe ich hier keine Benachteiligung der ÖBB.


Im Moment gibt es in Villach und Tarvisio Boscoverde relative lange Stehzeiten. Irgendwo muss man Personal wechseln, aber dafür wird man nicht beide Bahnhöfe brauchen. Da liegt sie Trasse also noch nicht optimal.

Ich bin letze Woche mit dem RJX von Graz nach Venedig gefahren. Wir hatten in Graz schon 10 Minuten Verspätung, und sind aber auf der gesamten Koralmbahn dann trotzdem nie schneller als 200 gefahren (vielleicht im Tunnel, da hab ich kein GPS). Hat mich gewundert, weil bis Villach wäre das aufzuholen gewesen.

Durch die langen Stehzeiten waren wir dann teilweise wieder näher an Fahrplan, aber die Ankunft in Venedig war trotzdem verspätet. Sind auch mehrfach auf freier Strecke gestanden.

Also man kann da definitiv noch effizienter werden. Aber wie viel Zeit realistisch drinnen ist, kann ich nicht einschätzen. Vor allem wenn man nicht will, dass es instabiler wird.

510-015

Zitat von: riggnix am Heute um 10:12Im Moment gibt es in Villach und Tarvisio Boscoverde relative lange Stehzeiten. Irgendwo muss man Personal wechseln, aber dafür wird man nicht beide Bahnhöfe brauchen. Da liegt sie Trasse also noch nicht optimal.
Der längere Aufenthalt in Villach ist wegen dem Wechsel im Takt/Wechsel der Strecke beim Taktknoten.


Am Beispiel 10:30 Knoten:

Man kommt im ganz normalen RJX Takt um 10:27 aus Wien an, muss dann aber auf eine passende Abfahrtszeit Richtung Italien warten. Der Zug aus Salzburg kommt als letzter Anschluss um 10:32 an, mit fünf Minuten Mindestübergangszeit wäre eine Abfahrt um 10:37 möglich.

Bei dieser Abfahrt hat man allerdings dem in gleiche Richtung ausfahrenden D-Zug nach Slowenien mit Abfahrt um 10:38 den Vorzug gegeben, da es hier einen echten Taktverkehr mit deutlich mehr Zügen gibt. Der RJX nach Italien folgt dann um 10:41 eh sehr knapp danach.

Der Aufenthalt in Villach ist also realistischer Weise nicht kürzbar, wenn man keine Anschlussverluste in Kauf nehmen will. Er bietet auch zusätzlich den Vorteil, dass man das Triebfahrzeug wechseln kann, was in Wien in der Regel aufgrund nicht vorhandener Ersatzloks für Italien kaum möglich ist.


Der lange Aufenthalt in Tarvis ist durch die Grenze ein eigenes (komplizierteres) Thema. Aber da ist definitiv mehr Puffer vorhanden als betrieblich notwendig. Da hast du definitiv recht, dass man effizienter werden könnte.
Im alten Forum als "Bus 15 O530 Citaro L" unterwegs gewesen - jetzt mit kürzerem Usernamen ;D
Aber "15" ist im Namen erhalten geblieben zum leichteren Wiedererkennen ;)

5047er

Zitat von: 510-015 am Heute um 11:26Der lange Aufenthalt in Tarvis ist durch die Grenze ein eigenes (komplizierteres) Thema. Aber da ist definitiv mehr Puffer vorhanden als betrieblich notwendig. Da hast du definitiv recht, dass man effizienter werden könnte.
Den langen Aufenthalt in Tarvisio hat man allerdings nur beim 131. Ich vermute, dass dieser Aufenthalt mit dem Wartungsfenster am Vormittag zu tun haben könnte. Denn auch der 1821 steht ja am Vormittag sage und schreibe 90 Minuten in Tarvisio.
 
Die anderen Züge haben einen Aufebthalt von ~ 10 Minuten. Und die braucht man auch für den Personalwechsel sowie das Aus- bzw. Einschalten der Mg-Bremse sowie Bremsprobe auch wirklich.

Eigenartig ist allerdings auch, dass sich die Fahrzeit zwischen Tarvisio und Udine je nach Zug deutlich unterscheidet. So ist die Gesamtreisezeit Österreich - Udine z.B. beim 131 trotz des sehr langen Grenzaufenthalts kürzer als beim zwei Stunden später folgenden 133.

Ch. Wagner


In Tarvis geht allerdings auch gerne die Grenzpolizei durch. Und ehe die nicht durch sind, gibt es keine Abfahrt.

koralmbahn

Zitat von: riggnix am Heute um 10:12Im Moment gibt es in Villach und Tarvisio Boscoverde relative lange Stehzeiten. Irgendwo muss man Personal wechseln, aber dafür wird man nicht beide Bahnhöfe brauchen. Da liegt sie Trasse also noch nicht optimal.

Ich bin letze Woche mit dem RJX von Graz nach Venedig gefahren. Wir hatten in Graz schon 10 Minuten Verspätung, und sind aber auf der gesamten Koralmbahn dann trotzdem nie schneller als 200 gefahren (vielleicht im Tunnel, da hab ich kein GPS). Hat mich gewundert, weil bis Villach wäre das aufzuholen gewesen.

Durch die langen Stehzeiten waren wir dann teilweise wieder näher an Fahrplan, aber die Ankunft in Venedig war trotzdem verspätet. Sind auch mehrfach auf freier Strecke gestanden.

Also man kann da definitiv noch effizienter werden. Aber wie viel Zeit realistisch drinnen ist, kann ich nicht einschätzen. Vor allem wenn man nicht will, dass es instabiler wird.

Weiß nicht, wie warm es an diesem Tag war, aber für die Railjets gibt es mittlerweile österreichweite Geschwindigkeitsbeschränkungen auf 160 bzw. 200 km/h, abhängig von der Außentemperatur. Die Loks packen die Hitze nicht. Das war vermutlich der Grund für vmax 200 auf der Koralm.

Lindwurm

Auch in Villach gibt es keine Abfahrt ohne Freigabe durch die Polizei. Die italienische und die österreichische Polizei kontrollieren hier gemeinsam. Steigen bereits in Klagenfurt oder Velden zu. Meistens wird zweimal (in Österreich und Tarvis) kontrolliert. Während der letzten Migrationswelle gab es sogar einen zusätzlichen Halt in Thörl-Maglern mit Polizeikontrolle.

Franz312

Zitat von: Lindwurm am Heute um 13:52Auch in Villach gibt es keine Abfahrt ohne Freigabe durch die Polizei. Die italienische und die österreichische Polizei kontrollieren hier gemeinsam. Steigen bereits in Klagenfurt oder Velden zu. Meistens wird zweimal (in Österreich und Tarvis) kontrolliert. Während der letzten Migrationswelle gab es sogar einen zusätzlichen Halt in Thörl-Maglern mit Polizeikontrolle.
Die Polizeikontrollen sind eher schnell (und finden auch nicht immer Statt). Generell sind sie in 5 Minuten durch, dann kontrollieren sie vielleicht einige weitere Dokumente stichprobenartig, bis der Schaffner sagt, dass sie bereit sind. Auch die Österreicher kontrollieren schon in Tarvis, gemeinsam mit den Italienischen Polizei.

Viel länger brauchen generell die SchaffnerInnen für die Abfertigung.

Was ich nicht verstehe ist wieso die Züge 15 Minuten in Villach warten, und dann sind vielleicht die 10 Minuten in Tarvis zu wenig. Sie könnten 10 Minuten früher von Villach abfahren, und eher länger bei der Grenze halten.
Zitat von: 5047er am Heute um 11:49sowie Bremsprobe auch wirklich.
Ja natrürlich, weil ein Zug könnte ohne Bremsen über dem Semmering gefahren sein, und erst in Tarvis entdeckt werden ;D  ;D ... Das ist einfach so blöd, dass die Bremsprobe wiederholt werden muss, man bräuchte nur einen unterschriebenen Zettel weitergeben!
ZitatEigenartig ist allerdings auch, dass sich die Fahrzeit zwischen Tarvisio und Udine je nach Zug deutlich unterscheidet. So ist die Gesamtreisezeit Österreich - Udine z.B. beim 131 trotz des sehr langen Grenzaufenthalts kürzer als beim zwei Stunden später folgenden 133.
Der Micotra kann (abends) trotz den vielen Halten sogar 20 Minuten nachholen! dH, er braucht ca. 50 Minuten inkl. 5 Mal halten. Ein Railjet könnte es ohne Halte in 40 Minuten schaffen, solange keine Baustelle gibt und die eingleisige Strecke in Udine frei ist: Ich hab oft geschafft, vom 135 den 18:16 RV nach Triest zu erwischen, obwohl deren Abfahrt auf einem anderen Bahnsteig ist und zur gleichen Minute wie die Ankunft der RJX. Und sogar nach 10 Minuten Verspätung in Tarvis!
Der 134 hat laut Fahrplan eine längere Fahrzeit, weil er Udine auf der Güterstrecke umfährt.