Zum Hauptinhalt springen
  • Hallo und herzlich Willkommen im neuen Styria-Mobile-Forum!
    Melde Dich an bzw. registriere Dich um alle Bilder sowie Themen sehen zu können! 

Thema: Mini-Metro Graz - MUM 2030+ (3980-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema - Thema abgeleitet von Neues von (der Gondel...

0 Benutzer und 1 Gast betrachten dieses Thema.
  • Ch. Wagner
Re: Mini-Metro Graz - MUM 2030+
Antwort #120
In der heutigen Kleinen steht übrigens, dass die Metro mit Gummirädern unterwegs sein soll...  ::)
Da werden die Betriebskosten explodieren (>Reifenverschleiss). In Lausanne wählte man eine Gummi-Metro, weil die Maximalsteigung zwölf Prozent beträgt. Die U-Bahnwagen laufen unruhig im Vergleich zu einem reinen Schienensystem.


Die Linie 2 war ursprünglich eine Zahnradmetro.
Weil ich angeblich unhöflich bin:
"Denkt daran, das Schwein von heute ist der Schinken von morgen"
(Mathias Beltz)

"pungitius pungitius"

Re: Mini-Metro Graz - MUM 2030+
Antwort #121
@7jgt: Da muss man dagegen halten, dass die Kapazität der Straßenbahn mit der Innenstadt-Entlastungsstrecke mitsamt den neuen Linien 16 und 17 sowie längeren Fahrzeugen ab dem Jahr 2024 deutlich erhöht werden kann. Bei der Metro hingegen würde es mindestens 10 Jahre dauern, bis ein erster Abschnitt in Betrieb gehen würde. Die Metro würde zudem wenig zu den vom Rechnungshof geforderten Maßnahmen zur Verringerung der Luftverschmutzung beitragen, die Staus an der Oberfläche würden sich nicht verringern. Siehe dazu auch https://www.derstandard.at/story/2000124361396/u-bahn-plaene-in-graz-von-hinten-aufgezaeumt

  • PeterWitt
Re: Mini-Metro Graz - MUM 2030+
Antwort #122
Eben, und das Straßenbahnnetz könnte man so z.B. im 2-Jahresrhythmus ausbauen und stufenweise Verbesserungen erfahren, nicht nochmals 10 Jahre warten (wenn es 10 wären...), um dann auf einmal einen Effekt zu haben.
z.B. könnte man (wohlgemerkt: könnte!) 2025 die NW-Linie bis Fröbelpark, 2026 bis Gösting eröffnen, die SW-Linie bis 2025 ab Reininghaus und 2027 dann Lückenschluss via Don Bosco, 2028 dann die Linie 2, und dann würde es wohl weiter gehen: von Liebenau Richtung Fernitz bzw. Hausmannstätten (ev. mit P&R-Haus beim Himmelreichtunnel), von Andritz weiter, in Mariatrost weiter, alternative Routen im Zentrum um den Jakominiplatz zu entlasten, etc. etc.etc. - wohlgemerkt: könnte!
 

  • 7jgt
Re: Mini-Metro Graz - MUM 2030+
Antwort #123
@Stefan 4076: Ich würde das eh nicht gutheißen. Bei mir läuten nur die Alarmglocken, wenn die Holding in ihrem "wir versuchen - mehr schlecht als recht - Argumente zu entkräften"-Video so eine Frage stellt. Liegt hier nur eine Verwechslung zwischen Innenstadtentflechtung und SW/NW/2er vor (diese Linien sollen ja nach MUM-Vision durch die Metro "ersetzt" - jedenfalls weiter verzögert, auch wenn die Metro letztendlich nicht kommt - werden), oder gibt es weitergehende "Pläne", zumindest von Seiten Nagl-ÖVP und Konspiranten?

Bisher kommuniziert das offizielle Graz ja nach wie vor die Innenstadtentflechtung mit Betriebsbeginn Herbst 2024 (jüngst hier). Das also auch daran gearbeitet wird, die Innenstadtentflechtung zu sabotieren, wäre mir neu.

  • PeterWitt
Re: Mini-Metro Graz - MUM 2030+
Antwort #124
Bisher kommuniziert das offizielle Graz ja nach wie vor die Innenstadtentflechtung mit Betriebsbeginn Herbst 2024 (jüngst hier). Das also auch daran gearbeitet wird, die Innenstadtentflechtung zu sabotieren, wäre mir neu.
Man könnte immerhin argumentieren, dass man mit der Realisierung besser auf den U-Bahn Bau wartet, der ja angeblich 2024/25 starten soll, und die Strecke gleich in einem Zug realisiert. So ganz nebenbei denke ich, dass die Baustelle am Jakominiplatz wohl auch kein ganz leichtes Unterfangen sein würde...

  • phil5
Re: Mini-Metro Graz - MUM 2030+
Antwort #125
Der Metro Faktencheck #2: Kurt Fallast, Geschäftsführer PLANUM: www.youtube.com/watch?v=QNeifAgTbME

Bei Minute 1:18 antwortet Fallast auf die Frage "Die Metro fährt genau dort, wo derzeit Straßenbahn-Projekte geplant sind. Fragt sich, ob die Entlastungsstrecke überhaupt noch kommt?" im wesentlichen, dass keine Parallelführungen von neuen Straßenbahnlinien und Metro angedacht sind.

Hat er die Frage falsch verstanden und nur mit dem von Nagl gewünschtem Nicht-Bau von SW- und NW-Linie geantwortet, oder plant die MUM im ÖVP-Auftrag auch die Entlastungsstrecke/Innenstadtentflechtung noch abzusagen?

Was bekommt er dafür, dass er sich so hinstellen lässt?
Spricht halt nicht für Kompetenz...P&R Webling und der Berliner Ring sind auch nicht gerade Einzugsbereiche die eine Metro rechtfertigen, aber der Flughafen (gut der liegt schon etwas außerhalb) nicht....na ganz sicher voll durchdacht...und dass die Straßenbahnprojekte dadurch nicht kommen, war jedenfalls von Begin an klar.

Ich schätze Herrn Fallast sehr, aber hier macht er sich eher zum Kasperl...

  • FlipsP
Re: Mini-Metro Graz - MUM 2030+
Antwort #126
Der werte Herr ist sozusagen der Haus- und Hofverkehrsexperte des Herrn Bgm.
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!  ;)

Re: Mini-Metro Graz - MUM 2030+
Antwort #127
Fallast war früher bitte die Speerspitze der "Sanften Mobilität"  - auch mit der VÜP Ost (also Straßenbahnausbau statt Ostgürtel Ende der 1980er-/Anfang der 1990er-Jahre), GIVE etc. - aber der ist natürlich Verkehrsplaner und kein Politiker. Knoflacher ist dann eher schon der Homo Politicus, der sich auch positioniert und gewagte Thesen aufstellt.

Deshalb wird man sich so jemanden, wie den Knoflacher, nicht so ein Team holen, sondern eher den Typen Fallast, fachlich gut, aber keiner, der jetzt sich da irgendwie positioniert (sagt er ja selber - "Egal ob Straßenbahn oder U-Bahn, Hauptsache ÖV" - im Grunde nicht falsch, aber natürlich käme von ihm öffentlich nie eine Positionierung o. ä.). Es ist ja eben kein expliziter Vergleich zwischen System untersucht worden, sondern EIN System (jedenfalls von dem, was man offiziell zu lesen bekommt).

W.
"Es gehört nicht zum Begriff der Demokratie, dass sie selbst die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft. Man muss auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen"
(Carlo Schmid, SPD, 1948)

  • FlipsP
Re: Mini-Metro Graz - MUM 2030+
Antwort #128
Wenn man aber die letzten Jahre zurückdenkt, dann sieht man, dass Fallast meist der erste war der entweder von sich aus die Projekte des Bgm gutgeheißen hat oder gar Projekte geplant hat. Neutral ist da mMn schon lange nichts mehr.
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!  ;)

  • Ch. Wagner
Re: Mini-Metro Graz - MUM 2030+
Antwort #129
Der werte Herr ist sozusagen der Haus- und Hofverkehrsexperte des Herrn Bgm.


Es ist die Fa. Planum mit Geschäftsführer Fallast, die beauftragt wird. Und wenn man ihre verschiedensten Arbeiten sieht, ist sie durchaus international gefragt. Es einfach so darzustellen, als wäre Fallast ein Hunderl an der Leine des Bürgermeisters, ist doch a bissi degoutantt.
Weil ich angeblich unhöflich bin:
"Denkt daran, das Schwein von heute ist der Schinken von morgen"
(Mathias Beltz)

"pungitius pungitius"

  • Ch. Wagner
Re: Mini-Metro Graz - MUM 2030+
Antwort #130
Wenn man aber die letzten Jahre zurückdenkt, dann sieht man, dass Fallast meist der erste war der entweder von sich aus die Projekte des Bgm gutgeheißen hat oder gar Projekte geplant hat. Neutral ist da mMn schon lange nichts mehr.


Und zwar welche?
Weil ich angeblich unhöflich bin:
"Denkt daran, das Schwein von heute ist der Schinken von morgen"
(Mathias Beltz)

"pungitius pungitius"

Re: Mini-Metro Graz - MUM 2030+
Antwort #131
Keine Förderungen für Nagl's TEP*!
Nach dem vernichtenden Urteil von Prof. Knoflacher ist auch der Aufschrei der Umlandbürgermeister im Süden von Graz ein klares Zeichen dafür, dass das von Nagl bestellte TEP* nicht akzeptiert wird, da es kaum Lösungen zur Linderung des Pendlerproblems und damit auch für die Luftgüte bringt. Daher darf es dafür weder Landes- noch Bundesgelder geben. Den erstellenden Experten sei mitgeteilt, dass ein zusätzliches Verkehrssystem, das nur neue Umsteigeschikanen bringt und aus einer Tram-Ersatz-Linie und einer gekünstelten Tram-Verhinderungs-Linie mit zwei Murunterquerungen besteht, nicht der Weisheit letzter Schluss zur Lösung der Grazer Verkehrsproblematik sein kann.
*TEP = Tram-Ersatz-Projekt oder Tram-Einstellungs-Projekt
Im Gegensatz zu den Verantwortlichen und Logistikern vieler Großfirmen wissen Interessenten und Liebhaber von "Tertiärbahnen", dass AB ein wichtiger Beitrag zum Klima- und Umweltschutz sind!

  • Vitus
Re: Mini-Metro Graz - MUM 2030+
Antwort #132
Keine Förderungen für Nagl's TEP*!
N............. Daher darf es dafür weder Landes- noch Bundesgelder geben.

Meines Wissenstand ist der, daß es nur Bundesförderung gibt, wenn Straßenbahnlinien über die Stadtgrenzen hinaus gebaut werden.
Daher gab es bisher auch keine derartige Förderung für Graz. Alle Verlängerungen bzw. Neubauten blieben innerhalb der Stadtgrenzen.
Ich glaube auch, daß die angesagte Mini-Metro in Graz nie verwirklicht wird, allein schon aus Kostengründen.
Hmm, Rechtschreibfehler gefunden? Kein Problem. Schenke ich Dir!!

  • FlipsP
Re: Mini-Metro Graz - MUM 2030+
Antwort #133
Der werte Herr ist sozusagen der Haus- und Hofverkehrsexperte des Herrn Bgm.


Es ist die Fa. Planum mit Geschäftsführer Fallast, die beauftragt wird. Und wenn man ihre verschiedensten Arbeiten sieht, ist sie durchaus international gefragt. Es einfach so darzustellen, als wäre Fallast ein Hunderl an der Leine des Bürgermeisters, ist doch a bissi degoutantt.


Wie du das findest ist mir eher egal. Da ich ihn doch persönlich ein wenig kenne, habe ich mir meine Meinung gebildet. Ich will ihn ja als Verkehrsexperten gar nicht schlecht reden (habe ich auch nicht getan), aber er springt halt ,,sofort" für den Bgm in die Bresche, egal ob sein Büro dafür beauftragt ist oder nicht und auch egal, um welche Projekt es sich handelt.

Verstehe ich auch. Die Hand die einen füttert...
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!  ;)

Re: Mini-Metro Graz - MUM 2030+
Antwort #134
Meines Wissenstand ist der, daß es nur Bundesförderung gibt, wenn Straßenbahnlinien über die Stadtgrenzen hinaus gebaut werden.
Daher gab es bisher auch keine derartige Förderung für Graz. Alle Verlängerungen bzw. Neubauten blieben innerhalb der Stadtgrenzen.

Das ist mW der gesetzliche Ist-Zustand (deshalb auch in Innsbruck "Regionalbahnen" über die Stadtgrenze hinaus). Wien ist ein Sonderfall, weil Bundesland und deshalb mit eigenem Steuerrecht (Dienstnehmerabgabe) und daraus ist die 50 % Förderung des Bundes gekommen.

Das Land hat für Graz sich an den Kosten der Straßenbahnunterführung Hauptbahnhof/Nahverkehrsdrehscheibe bzw. beim (aktuellen) Bim-Paket finanziell beteiligt.

BM Hofer wollte so etwas wie eine Nahverkehrsmilliarde für die Städte einführen (war ja schon einmal im Zuge der Gondelgeschichte Thema), Gewessler will so etwas Ähnliches, setzt aber wohl mehr auf "Nachhaltigkeit". Insgesamt wäre ein Finanzierungssystem für städtische Verkehrsprojekte mit entsprechender Beteiligung von Bund und Ländern nach deutschem Vorbild für Österreich sinnvollst (aber mit verkehrlichen Vorgaben, keine Phantasieprojekte, Netzwirkung etc.).

Sinnvoll, dass sich die Umlandgemeinde melden: https://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/grazumgebung/5940819/Kritik-von-Buergermeistern_Graz-darf-den-Verkehr-nicht-allein-planen

Ich habe schon länger vorgeschlagen, dass es eine regionale Planungsgesellschaft benötigt (von Land gemanagt), um bei Verkehrsprojekten (v. a. beim ÖV) Synergien zu bekommen bzw. welche zusammen umzusetzen (z. B. 5er-Verlängerung nach Seiersberg, Überlandtram/Stadt-Regionalbahn Graz-Südost). Diese Einigelung auf die Stadtgrenzen bringt nix und diese U-Bahn-Idee zementiert das nur noch mehr ein.

Und letztlich wären Stadtgrenzen übergreifende Schienenprojekte (a la Innsbruck bzw. alte Stadt-Regional-Bahn-Idee) halt auch aus Sicht der Finanzierung überlegenswert. Aber da hört man ja leider seit Jahrzehnten nix, weil das halt ideologisch nicht genehm ist (merkt man ja auch hier in der Diskussion, wo es dann nur um Begrifflichkeiten geht bzw. um die Herstellung eigentlich künstlicher Probleme ...).

W.
"Es gehört nicht zum Begriff der Demokratie, dass sie selbst die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft. Man muss auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen"
(Carlo Schmid, SPD, 1948)