Wie schon gesagt ist GRZ-VIE ein reiner Feederflug. Unterscheidet das bitte mal!
Die AUA zahlt genug bei den Flügen drauf obwohl sie bummvoll sind. Kaum einer von den Passagieren zahlt den Vollpreis weil es Leute sind, die in Wien umsteigen und mit AUA oder einem Codeshare-Partner weiter fliegen!
Um hier wirklich eine Antwort geben zu können, muss man schon tief in die Materie des Yieldmanagements gehen. Wenn ein Streckenergbnis (also A bis B) negativ ist, heißt es nicht automatisch, dass die Airline nix daran verdient. Hört sich komisch an, doch networking airlines wie OS, LH, usw. legen einen großen Wert auf Netzergebnisse (also A nach C via B). Einfach erklärt: es kann durchaus vorkommen, dass auf einer Feederstrecke sehr gut verdient wird, ohne dass ein einziger Vollzahler von A nach B drauf sitzt. Dies ist zB möglich, wenn die Passagiere den Streckenabschnitt B nach C zB auf High-Yield-Strecken fliegen oder in einer hochpreisigen Buchungsklasse (etwa Business). Um das Netzergebnis bewerten zu können, gibt es eindeutige Kennzahlen.
Eins muss man, wie du richtig schreibst, schon festhalten: die Kosten der Inlandsflüge sind gewaltig, nicht aber so die Erträge. Graz, Linz und meiner Meinung nach auch Salzburg sind große Wackelkandidaten für etwaige Sanierungsprogramme. Dadurch dass die AUA einen sehr harten Sanierungskurs einschlagen muss, sollte es niemanden verwundern, dass gerade diese Flüge ordentlich wackeln. Klagenfurt, Innsbruck und Altenrhein sind hingegen anders zu bewerten: hier gibt es sehr wohl auch Streckenpassagiere, Businesskunden, für die der alternative Weg nach Wien mit Auto oder Bahn nicht in Frage kommt. Genau auf diesen drei Strecken dürfte sich das Interesse von Niki belaufen, daher kein Wien-Graz/Linz/Salzburg.
Weil hier auch wieder Robin Hood ins Spiel gebracht wird bzw. Intersky: überlegt mal, welche Philosophie diese Fluglinien haben. Codeshare ist hilfreich, aber nicht alles. Weder Intersky noch Robin Hood werden diese Route fliegen, wenn die Kosten der Strecke nicht eine AUA oder von wem auch immer gedeckt oder zumindest geteilt werden. Ist auch die Frage, wie so ein code-share-agreement tatsächlich ausschaut. Wird der ganze Flieger blocked space an die Netzwerkarline verkauft, oder nur ein Teil. Oder zahlt der Netzwerker nur für die gebuchten Passagiere. Kurz gesagt: ich kann mir bei Intersky nicht vorstellen, dass man eine kostenintensive Strecke fliegt, wo 95% nur Transferpassagiere draufsitzen, die eigene Strecke ist tief negativ (Streckenergebnis), aber der Partner verdient durch das Netzwerkergebnis daran. An so etwas scheiterte zB Styrian mit den geplanten Flügen nach AMS.