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Wasserkraftwerke in Gössendorf und Kalsdorf
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Thema: Wasserkraftwerke in Gössendorf und Kalsdorf (Gelesen 10827 mal)
kayjay
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Re: Wasserkraftwerke in Gössendorf und Kalsdorf
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Antworten #15 am:
Oktober 04, 2007, 16:13:37 »
soviel ich weiss, wäre ein kraftwerk näher an Graz problematisch, weil die ganzen kleinen Bäche (Leonhardbach) etc, zu tief einmünden, und mit einem Rückstau der Mur, eben einen Rückstau der Bäche in das Stadtgebiet bedeuten würde.
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Re: Wasserkraftwerke in Gössendorf und Kalsdorf
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Antworten #16 am:
Oktober 04, 2007, 20:12:21 »
Zitat von: PM am Oktober 04, 2007, 15:09:17
Was noch ärger ist, ist der Ökostrom (teuerster Strom überhaupt, kostet im Jahr um die € 750). Wer kaut diesen Strom? - Wohl die Grünen.
Billig ist noch nie das beste gewesen, geht naemlich alles auf kosten von gesundheit und umwelt!
Wer hat dir diesen bloedsinn vom oekostrom erzaehlt? Wohl wieder einer von denen, die eine entsorgung von billiger stromerzeugung der naechsten generationen ueberlassen will, damit sie jetzt das geld einsacken koennen. Das sind die gleichen, die warmwasserbereitung mittels solarenergie auch bekaempfen.
LG Hans
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Michael
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Re: Wasserkraftwerke in Gössendorf und Kalsdorf
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Antworten #17 am:
Oktober 05, 2007, 06:34:21 »
Das ist kein Blödsinn, das ist fakt! - Habe ich vor kurzem einmal in einer Zeitung gesehen. Wäre sogar gut möglich, das es in der Österreich-Zeitung war (was für eine Zeitung). Aber die Kosten waren realistisch.
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LG Michael, vormals PM
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Re: Wasserkraftwerke in Gössendorf und Kalsdorf
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Antworten #18 am:
Oktober 06, 2007, 13:41:51 »
Sowas ist nicht nur bloedsinn, sondern das propagieren schon beinahe ein verbrechen! Als naechstes erzaehlen sie uns wie toll erdgaskraftwerke sind und atomenergie ist sowieso das sauberste? Den dreck fliegen wir dann wohl auf den mond?
Nein, nicht von dir verlangt jemand ein fachwissen fuer (umweltfreundliche) energiegewinnung. Nur umweltbewusstsein waere (fuer uns alle!) halt wuenschenswert
. Tageszeitungen sollten aber ein bissl mehr verantwortung tragen!
Man merkt aber wirklich, dass Oesterreich noch buchstaeblich auf den baeumen herumhuepft, und die EU dauernd die affen herunterscheuchen muss. Na, da brauchen wir uns ueber die Yankees nicht aufregen! Aber ein bissl wegen regenwaelder am Amazonas koennten wir dafuer jammern? Einen Orang-Utan lieb in die kamera schauen lassen. Und schon haben wir was fuer die umwelt getan.
Wir selber muessen sparen anfangen! Und nicht in aufregung geraten, weil China den energiebedarf von "50er jahre" auf "80er jahre" steigert. Wir sind noch immer mindestens 20 jahre voraus.
LG Hans
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Re: Wasserkraftwerke in Gössendorf und Kalsdorf
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Antworten #19 am:
Oktober 06, 2007, 13:49:00 »
Atomenergie ist auf jeden Fall sauberer als so manches Kohle- oder Gaskraftwerk. Ganz egal jetzt, ob Uran gefährlich ist.
Neuere AKW sind sowieso von der Technik her sicherer, als die im Osten.
Überall kann man auch nicht Wasserkraftwerke errichten. Ganz zu schweigen von den Windkraftanlagen.
Natürlich ist sparen, das Hauptwort in der heutigen Zeit aber der Energiebedarf steigt trotzdem. Lasse mich gerne von einem besseren belehren.
Zitat
Wir sind noch immer mindestens 20 jahre voraus.
Aber klauen tun sie noch immer.
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LG Michael, vormals PM
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Re: Wasserkraftwerke in Gössendorf und Kalsdorf
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Antworten #20 am:
Oktober 06, 2007, 14:22:49 »
Wo bringst du den atommuell hin? Weisst du, wo Sellafield liegt?
Was klauen die Chinesen?
LG Hans
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Michael
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Re: Wasserkraftwerke in Gössendorf und Kalsdorf
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Antworten #21 am:
Oktober 06, 2007, 14:52:31 »
Zitat
Wo bringst du den atommuell hin?
In aufgelassen Bergwerke
Zitat
Weisst du, wo Sellafield liegt?
England
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LG Michael, vormals PM
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Re: Wasserkraftwerke in Gössendorf und Kalsdorf
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Antworten #22 am:
Oktober 06, 2007, 18:55:45 »
Zitat von: PM am Oktober 06, 2007, 14:52:31
Zitat
Wo bringst du den atommuell hin?
In aufgelassen Bergwerke
Naja, in unserem leben wird schon nix passieren.
Ausser wasser sickert dort hinein und unterhalb wieder raus, bergstuerze gibt es in letzter zeit ja auch keine. Und in den Alpen hat es ja noch nie erdbeben gegeben. Und noch was wissen wir inzwischen, heutzutage ist auch alles ganz einfach terrorsicher zu machen. Und sollte es mal eine regierungsaenderung geben, spielen halt kleine kinder damit. Sind eh nicht unsere, sollen die ein bissl kopfweh haben.
Du willst also wirklich dieses erbe hinterlassen?
Naja, ich habe ja auch keine kinder. Koennte also locker sagen: "Hinter mir die sintflut, hauptsache ich lebe im wohlstand und luxus!". Jetzt hat aber mein bruder eine ausgesprochen suesse tochter, weiss auch nicht, wieso er diesen "bloedsinn" gemacht hat. Und der wuensche ich diese sch* nicht. Und ich haette gedacht, ich muesse mir keine sorgen ueber die zukunft unsere welt mehr machen.
Zitat
Zitat
Weisst du, wo Sellafield liegt?
England
Soweit zu sicherer atomtechnologie im Westeuropa! Temelin ist auch moderne technologie aus Westeuropa, die befuerworter dafuer sind nur sehr wenige. Klar, darf es jede meinung in einer demokratie geben. Aber die wirtschaftsbonzen, die damit dick geld abraeumen, haben bei uns gott sei dank keine mehrheit! Und in Tschechien sind sie damals gerade noch ohne besondere demokratie davongekommen. Ich bin mir sicher, die lassen sich heute kein weiteres mehr vor die haustuer bauen.
Ich wuerde den energiebonzen in zukunft zutrauen, einfach den strom zeitweise abzuschalten, um die leute zu erpressen. So ein kleines notstromaggregat waere da deswegen nicht so schlecht. Gott sei dank haben bei uns nur wenige leute eine stromheizung. Sie machen eh massivst werbung dafuer, und dann brennt der hut, wenn draussen minus 20 grad sind!
Faellt irgendwie auf, dass der strom eine energiequelle ist, die uns abhaengig wie kleine kinder machen koennte? Darum ist z.b. warmwasserbereitung mit solarenergie schon mal die mindeste moeglichkeit sich ein bissl unabhaengiger zu machen! Und schon deswegen muessen wir auch stromsparen lernen, sonst pruegeln die uns durch die strassen auf die art.
LG Hans
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Re: Wasserkraftwerke in Gössendorf und Kalsdorf
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Antworten #23 am:
Oktober 07, 2007, 00:15:15 »
Zitat von: PM am Oktober 06, 2007, 13:49:00
Atomenergie ist auf jeden Fall sauberer als so manches Kohle- oder Gaskraftwerk. Ganz egal jetzt, ob Uran gefährlich ist.
Nein, ist es wirklich nicht.
Das Uran kann man nämlich nicht einfach irgendwo aus dem Boden schaufeln und in den Reaktor schmeißen sondern das muss erst mal (mit sehr viel Energieaufwand) aufbereitet werden. Dazu kommt dann noch der riesige Transportaufwand; die Transportwege sind bei Kohle wesentlich kürzer, da es deutlich mehr Kohle als Uranvorkommen gibt. Achja, hab ich schon erwähnt, dass es sich mit den wirtschaftlich Nutzbaren Uranvorkommen ähnlich wie mit dem Erdöl verhält (absolute Jahreszahlen sind schwer zu sagen, aber auf jeden Fall werden Kohle und Erdgas wesentlich länger ausreichen).
Zitat
Neuere AKW sind sowieso von der Technik her sicherer, als die im Osten.
Eine ziemliche gefährliche Pauschalaussage. Die letzten AKW die uns fast um die Ohren geflogen wären waren allesamt westlicher Bauart. Ganz abgesehen davon, dass es "das AKW" nicht gibt, sondern etlich unterschiedliche Konstruktionen, Bauarten und Betriebskonzepte.
Zitat
Überall kann man auch nicht Wasserkraftwerke errichten. Ganz zu schweigen von den Windkraftanlagen.
Natürlich nicht, überall ist es auch nicht sinnvoll (egal ob jetzt ökonomisch oder ökologisch).
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Re: Wasserkraftwerke in Gössendorf und Kalsdorf
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Antworten #24 am:
Oktober 07, 2007, 07:52:30 »
Wir muessen uns nicht neue standorte fuer neue kraftwerke ueberlegen, wenn die bevoelkerungszahl eher sinkt als steigt, sondern einfach den stromverbrauch wieder senken.
Es muesste z.b. die nutzzeit der diversen gebrauchsgegenstaende wesentlich angehoben werden. Die erzeugung kostet naemlich unglaublich viel an energie. Also nix mit dauernd was neues und das alte schnell wegschmeissen!
Nur als beispiel: Ein auto braucht etwa 1/3 seiner gesamtenergie bei der erzeugung. Grosse kuebel aber wesentlich mehr als kleine. Die heute uebliche richtlinie, autos sollen nicht aelter als etwa 12 jahre werden, sind somit ein attentat an die umwelt. Wie das mit plastiktrams und -loks ist, die auch kaum aelter werden, braucht man eh nicht ueberlegen. 35-40 jahre wuerde ich da als richtlinie festlegen. Inklusive ersatzteilversorgung, dort liegt naemlich der hund begraben. Was hilft ein intaktes fahrzeug, das wegen einer kleinigkeit entsorgt werden muss!
Und jetzt sagt die wirtschaft, sie koennen sonst nicht ueberleben. Oha, ich moechte ueberleben und das halbwegs gesund. Die wirtschaft arbeitet sowieso schon ohne menschen!
LG Hans
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Re: Wasserkraftwerke in Gössendorf und Kalsdorf
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Antworten #25 am:
Oktober 07, 2007, 10:54:26 »
Zitat
Das Uran kann man nämlich nicht einfach irgendwo aus dem Boden schaufeln und in den Reaktor schmeißen sondern das muss erst mal (mit sehr viel Energieaufwand) aufbereitet werden. Dazu kommt dann noch der riesige Transportaufwand; die Transportwege sind bei Kohle wesentlich kürzer, da es deutlich mehr Kohle als Uranvorkommen gibt.
Das stimmt natürlich, aber wenn man jetzt rein von der Energieerzeugung davon ausgeht, ohne der Herstellung des Urans, dann ist die Atomenergie schon wesentlich sauberer. Anders gesehen.
Zitat
Achja, hab ich schon erwähnt, dass es sich mit den wirtschaftlich Nutzbaren Uranvorkommen ähnlich wie mit dem Erdöl verhält (absolute Jahreszahlen sind schwer zu sagen, aber auf jeden Fall werden Kohle und Erdgas wesentlich länger ausreichen).
Das sollte eigentlich jeder wissen.
Zitat
Eine ziemliche gefährliche Pauschalaussage. Die letzten AKW die uns fast um die Ohren geflogen wären waren allesamt westlicher Bauart. Ganz abgesehen davon, dass es "das AKW" nicht gibt, sondern etlich unterschiedliche Konstruktionen, Bauarten und Betriebskonzepte.
Das mag schon stimmen. Abgesehen von Temelin kann es schon mal vorkommen, das kleinere Störfälle (manchmal auch größere) passieren. Kenne mich zwar mit dem ganzen zwar nicht so aus, aber wenn jetzt ein AKW in Graz stehen würde, dann fühle ich mich hier wesentlich sicherer, als neben dem Reaktor von Tschernobyl.
Deutschland steigt ja übrigens aus dem Atomprogramm aus. (2022 soll das letze AKW abgeschaltet werden)
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Re: Wasserkraftwerke in Gössendorf und Kalsdorf
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Antworten #26 am:
Oktober 07, 2007, 11:43:02 »
Mit Krsko ist auch bei uns ein grosser reaktor in "erreichbarer" naehe :-(. Wohin die wohl den muell entsorgen werden?
Und was macht man, wenn das ganze werk hinueber ist? Auch in ein bergwerk transferieren? Natuerlich alles, inklusive kuehlwasser und alles andere, was mit der strahlung verseucht ist. Das kann man nicht so einfach abtragen und vergessen! Von einem fall wie Tschernobyl wollen wir garnicht reden, das ist heute eine bombe wie zur zeit des ungluecks und wird es auch immer bleiben. Irgendwann wird man kein geld haben, um das wieder notduerftig zu richten und dann brennt der hut wirklich.
Uebrigens kleinere versuchsreaktoren haben wir eh in Oesterreich.
Und nur, wenn das vollstaendige entsorgen moeglich ist, spreche ich von sauberer energie. Ein windkraftwerk ist in einem tag restlos beseitigt. Siliziumzellen bestehen aus dem haeufigsten element auf unserer erde. Die noetigen akkus stellen das groesste problem dar. Dieses problem gibt es aber bekanntlich auch bei der wasserkraft! Wenn ein wasserkraftwerk stillgelegt wird, dauert es schon sehr lange bis sich die umwelt dort erholt hat. Sogar das CO2 laesst sich auf dauer gesehen mittels pflanzen "entsorgen", aber es wird aber sichtlich immer schwieriger.
LG Hans
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Re: Wasserkraftwerke in Gössendorf und Kalsdorf
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Antworten #27 am:
Oktober 08, 2007, 08:46:10 »
Zitat von: PM am Oktober 07, 2007, 10:54:26
Das stimmt natürlich, aber wenn man jetzt rein von der Energieerzeugung davon ausgeht, ohne der Herstellung des Urans, dann ist die Atomenergie schon wesentlich sauberer. Anders gesehen.
Nur ist diese Sichtweise sinnlos, weil du ohne Uranförderung und -aufbereitung halt mal kein Brennmaterial hast und dein schönes sicheres AKW somit gar nicht betreiben kannst.
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Re: Wasserkraftwerke in Gössendorf und Kalsdorf
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Antworten #28 am:
April 10, 2008, 06:34:20 »
D
er Umweltsenat in Wien trifft nun endgültige Entscheidung über zwei Steweag-Kraftwerke südlich von Graz. Betreiber weisen Kritik zurück.
Die Idee für das Projekt ist alles andere als neu. Dennoch sprühen die Funken, seit es bei der Steweag-Steg mit den Planungen rund um die beiden Mur-Kraftwerke südlich von Graz ernst geworden ist. Nicht weniger als 120 Millionen Euro will die Tochter der Energie Steiermark (Estag) mit Unterstützung der Verbund-Gesellschaft in die zwei Laufkraftwerke bei Gössendorf und Kalsdorf investieren. Mitte März hat das Land dem Vorhaben die Umweltverträglichkeit bescheinigt - mehrere Umweltschutzorganisationen melden dagegen Berufung an.
Kraftwerke.
Die beiden 18-Megawatt-Kraftwerke sind damit das nächste steirische Großprojekt, das vor dem Bundesumweltsenat landet. Reibefläche sind im konkreten Fall die 1400 Hektar großen Mur-Auen südlich von Graz. Markus Ehrenpaar, Geschäftsführer des steirischen Naturschutzbundes, sieht einen "ökologischen Super-GAU" heraufdämmern. "Die Mur-Auen sind ein einmaliger Lebensraum. Werden die Kraftwerke tatsächlich so gebaut, droht ein Verlust von 90 Prozent aller dort lebenden Arten."
"Skandalös".
Dieselben Töne schlägt Arno Mohl, Wasserexperte des WWF, an. Den Umweltverträglichkeitsbescheid hält er für "skandalös". Denn der Fluss würde durch die geplanten Staustrecken von jeweils knapp vier Kilometern massiv verändert, dazu kommen die Rodungen für die Anlagen. Die projektierten Ausgleichsmaßnahmen gehen den Naturschützern nicht weit genug. "Da legt man eine geschminkte Leiche vor", ärgert sich Ehrenpaar.
Kritik.
Bei der Steweag-Steg hat man für diese Kritik wenig übrig. "Wenn alle geplanten Maßnahmen umgesetzt sind, ist das Gewässer hydromorphologisch besser als vorher", sagt Projektleiter Heinz Jauk. 102 Punkte umfasst das Maßnahmenpaket des Stromkonzerns, das den positiven Bescheid erst ermöglicht hat. Neue Seitenarme sollen die Mur in den Zustand zurückführen, den sie vor ihrer künstlichen Begradigung vor rund 100 Jahren gehabt hat. Das Gebiet könne zudem ein Erholungsraum für Graz werden, stellt Jauk in Aussicht.
Umweltsenat.
Mit dem Kraftwerksbau soll außerdem der Hochwasserschutz für die angrenzenden Orte erneuert werden. Neue Dämme werden die alten Bauten ersetzen - finanziert von den Kraftwerksbetreibern. Für viele der hochwassergeplagten Anrainergemeinden ist das freilich ein guter Grund, dem Projekt mit speziellem Wohlwollen zu begegnen. Dem Weg zum Umweltsenat sieht man bei der Energie Steiermark entspannt entgegen. Mit Fällen wie der 380-kV-Leitung durch die Oststeiermark lasse sich das nicht vergleichen, sagt Konzernsprecher Urs Harnik-Lauris. "Die Anrainer sind uns ja absolut positiv gesinnt."
Verzögerungen.
Erreichen könnte der Einspruch aber eine Verzögerung des gesamten Vorhabens. "Nach Plan wollen wir im Herbst mit den Rodungen beginnen. Jetzt könnte passieren, dass sich das nicht ausgeht", so Jauk. Dass das Projekt am Umweltsenat scheitern könnte, zieht er nicht in Betracht. "Sonst dürfte es in Österreich keine Wasserkraft mehr geben."
GÜNTER PILCH
Quelle:
www.kleine.at
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Re: Wasserkraftwerke in Gössendorf und Kalsdorf
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Antworten #29 am:
April 11, 2008, 16:45:55 »
Aber den linken muehlgang zugeschuettet und die kraftwerke abgetragen. Auch eine tram hat ihren eigenen strom erzeugt
LG Hans
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