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Thema: [Südwestlinie] Planungsphase (52183-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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Re: [Südwestlinie] Planungsphase
Antwort #270
Wichtiger, als sich nur auf das Straßenbahnnetz zu fokussieren wäre es mMn den jetzt geplanten Ankauf kurzer Straßenbahnen zu verhindern und sicherzustellen, dass zumindest so lange nur noch 40m lange Fahrzeuge bestellt werden, bis deren Anteil am Fuhrpark zumindest 2/3 ausmacht!
Mit 27 Meter Länge und einer Breite von gerade ein Mal 2,3 Metern entspricht die Kapazität ja nicht ein Mal einem Doppelgelenkbus, der die "nur" 25 Meter Länge mit seiner Breite von 2,55 kapazitätsmäßig leicht wett macht!

Also, ich mache jetzt hier eine Kapazitätsvergleiche zwischen Bus und Tram, weil das unterschiedlich berechnet wird - selbstverständlich hat eine 27-m-Straßenbahn eine mindestens vergleichbare Kapazität zu einem Doppelgelenkbus!

Wichtig ist, dass neue Straßenbahnen angeschafft werden (zumindest mit der festen Option, diese verlängern zu können), aber so lange die Remiseninfrastruktur nicht passt, geht es nicht anders - insofern gibt es da nix zu verhindern, ganz im Gegenteil die 6 oder 8 anzuschaffenden Fahrzeuge werden hws. zu wenig sein (besser wären wohl 10 neue Trams bis 2023).

Wichtig ist jetzt, dass nach 2023 weiter am Ausbau des Straßenbahnnetzes gearbeitet wird!

W.
"Es gehört nicht zum Begriff der Demokratie, dass sie selbst die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft. Man muss auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen"
(Carlo Schmid, SPD, 1948)

  • 38ger
Re: [Südwestlinie] Planungsphase
Antwort #271
Ich befürworte den Straßenbahnausbau ja auch - und mit Sicherheit muss man nach 2023 auch endlich die Südwestlinie angehen. Aber bevor man jetzt kurze Straßenbahnen anschafft soll man mMn lieber mehr Geld in die Verfügbarkeit der bestehenden Fahrzeuge stecken bis man die Remise eben adaptiert hat! Die Adaptierung des Netzes für 40m-Wägen müsste ja bis 2022 möglich sein - zumindest mit einer adaptierten Remisenhalle. Es ist ja schon schlimm genug, dass man im Jahr 2050 noch mindestens 45 zu kurze Straßenbahnfahrzeuge habrn wird. Dieses Problem würde man mit der Neubestellung um sechs weitere zu kurze Straßenbahnen ja nochmals verschärfen!
Längere Straßenbahnen braucht Graz mEn auf jeden Fall - lieber erst 2025 sechs lange Straßenbahnen, als 2021/2 (oder wann sie einsatzbereit sein sollen?) sechs weitere, die nicht zukunftstauglich sind! Dass bei sechs neuen Fahrzeugen dann nicht Schluss sein darf ist auch klar.

  • Martin
  • Global Moderator
  • Styria Mobile Team
Re: [Südwestlinie] Planungsphase
Antwort #272
Ich glaube nicht, dass die Variokraxn 40 Jahre halten...  :hehe:
GLG
Martin

  • 38ger
Re: [Südwestlinie] Planungsphase
Antwort #273
Ich glaube nicht, dass die Variokraxn 40 Jahre halten...  :hehe:

Sie werden es müssen, denn so schnell wird man die gesamte Flotte nicht ersetzen können - schon alleine aus finanzieller / politischer Perspektive!

  • PeterWitt
Re: [Südwestlinie] Planungsphase
Antwort #274
Ich glaube nicht, dass die Variokraxn 40 Jahre halten...  :hehe:

Sie werden es müssen, denn so schnell wird man die gesamte Flotte nicht ersetzen können - schon alleine aus finanzieller / politischer Perspektive!
Also, da muss ich Martin schon Recht geben-ich denke, dass mit Ablauf den Wartungsvertrags recht bald die eine oder andere Bahn als Ersatzteilspender herhalten wird. Und 2050 werden die Straßen wohl hoffentlich schon von diesem Müll, befreit sein. (Immerhin waren die Wagen schon bei Ablieferung eigentlich technisch komplett veraltet, man denke nur an die Fahrwerke...)

Re: [Südwestlinie] Planungsphase
Antwort #275
Also, ich denke einmal, dass es ein bisserl vermessen ist, heute zu beurteilen, wie lange bestimmte Fahrzeuge in Betrieb sein können. Diese sind für eine bestimmte Zeitdauer ausgelegt, die man tunlichst auch ausnutzen sollte, immerhin wurden für die Variobahnen mehr als 100 Mio. Euro investiert. Ich glaube kaum, auch wenn sich das einige wünschen, dass man diese Fahrzeuge so einfach durch neue ersetzen wird können. Ich glaube, sonst steht das komplette Straßenbahnsystem in Graz vor dem Ende ...

Ich halte sie im Übrigen auch nicht für "Müll" o. ä., der Besteller hat mit dem Fahrzeuge, dass erhalten, was er bestellt hat (damit meine ich die Konstruktion selbst, aber auch die Innenausstattung, die der Besteller so haben wollte). Nach 2001 hat man auch über Bombardier geschimpft, wie schlecht das Fahrzeug ist. Naja ...

Längere Fahrzeuge sind auch nur EIN Baustein beim Tramausbau - entscheidend sind für mich folgende Dinge:

- Attraktives Angebot (z. B. 5-Minuten-Takt auf allen Linien, größtenteils ab Eröffnung Entlastungsstrecke möglich)
- Ausbau des Netzes (SW-, NW-Linie, Uni-1er, diverse Verlängerungen ad lib.)
- Gute Verknüpfung mit anderen Verkehrsmitteln (z. B. NVK Gösting, Wetzelsdorf/GKB)
- Perfekte Fahrgastinformation (vor und während der Fahrt - da ist man leider meilenweit davon entfernt ...)
- ausreichend Fahrzeuge und dort wo ein weiteres Verdichten nicht mehr möglich ist, auch längere Fahrzeuge (wir wissen, dass das heute z. B. auf der Linie 7 schon teilweise der Fall ist, deshalb wäre ja z. B. eine Verlängerung der Cityrunner relativ zeitnah sinnvoll)

Für längere Fahrzeuge braucht es aber eine entsprechende Infrastruktur in den Werkstätten (dazu muss erheblich investiert werden, was man offensichtlich gerne hinauszögern will) und auf der Strecke (da ist schon viel geschehen, einiges muss noch umgebaut werden).

Kern: Netzausbau massiv vorantreiben und ausreichend neue Fahrzeuge nach Maßgabe der Infrastruktur beschaffen (notfalls kurz, aber jedenfalls ausreichend und dann mit fester Option auf Verlängerung).

W.
"Es gehört nicht zum Begriff der Demokratie, dass sie selbst die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft. Man muss auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen"
(Carlo Schmid, SPD, 1948)

  • LS64
Re: [Südwestlinie] Planungsphase
Antwort #276
- Attraktives Angebot (z. B. 5-Minuten-Takt auf allen Linien, größtenteils ab Eröffnung Entlastungsstrecke möglich)
- Ausbau des Netzes (SW-, NW-Linie, Uni-1er, diverse Verlängerungen ad lib.)
- Gute Verknüpfung mit anderen Verkehrsmitteln (z. B. NVK Gösting, Wetzelsdorf/GKB)
- Perfekte Fahrgastinformation (vor und während der Fahrt - da ist man leider meilenweit davon entfernt ...)
- ausreichend Fahrzeuge und dort wo ein weiteres Verdichten nicht mehr möglich ist, auch längere Fahrzeuge (wir wissen, dass das heute z. B. auf der Linie 7 schon teilweise der Fall ist, deshalb wäre ja z. B. eine Verlängerung der Cityrunner relativ zeitnah sinnvoll
- Mini-Haltestellendistanzen aufgeben, damit die Straßenbahn durch kürzere Fahrzeiten konkurrenzfähiger wird. (z.B. Graz Ostbahnhof, Messe, Stadthalle, Jakominigürtel sind 650m, also durchschnittlich ~220m zum nächsten Haltestellenmittelpunkt (oder 5 1/2 40m Trams hehe) - real gelaufen werden muss z.B. zwischen Messe ganz vorne und Stadthalle ganz hinten 110m; so kann man auch die Tram "einbremsen")

Reininghauspark, Reininghausstraße, Reininghausstraße Süd, Reininghausstraße Südsüdwest, Reininghausmülltonne bei Hausnummer 20 Nord, ...

Sorry, ich bin dahingehend einfach echt richtig genervt mittlerweile. Wenn man den Mist oft fährt (Messe), dann fällt man einfach vom Glauben ab.

  • Amon
Re: [Südwestlinie] Planungsphase
Antwort #277
Reininghauspark, Reininghausstraße, Reininghausstraße Süd, Reininghausstraße Südsüdwest, Reininghausmülltonne bei Hausnummer 20 Nord, ...

Die 4 Haltestellen auf der 2km langen Neubaustrecke nach Reininghaus finde ich aber in Ordnung. Ich hätte sogar noch zusätzlich eine Haltestelle "Köflacher Bahnhof S" angedacht. Optimierungspotential gibt es freilich, aber es kommt halt auch nicht so gut, jemandem "seine" Haltestelle wegzunehmen. Natürlich gehören Fröhlichgasse/Stadthalle, Mandellstraße/Rechbauerstraße zusammengelegt, Brauhaus Puntigam aufgelassen usw.

  • 38ger
Re: [Südwestlinie] Planungsphase
Antwort #278
Im Grunde ist es ja fast lustig, dass manche hier zwar der Ansicht sind, dass 2050 bereits einige Variobahnen aus dem Verkehr gezogen sein werden, aber nach wie vor die Verlängerung der Cityrunner gefordert wird, die aber viel älter sind!
Und obwohl nach wie vor eine Verlängerung der Cityrunner gefordert wird, akzeptiert man es, dass jetzt wieder (!!!) sechs kurze Straßenbahnen beschafft werden sollen. Es wird sogar von der notwendigen Option geredet, diese später verlängern zu können. Aber 1. gab es diese Option in der Vergangenheit nicht und 2. ist es logischer Weise im Endeffekt sehr viel teurer, wenn ich erst kurze Straßenbahnen bestell und diese nachträglich verlänger, als wenn ich gleich das "fertige Produkt" bestelle!
Wenn man die sechs neuen Straßenbahnen gleich als lange bestellen würde, dann hätte man spätestens nach Ablöse der Hochflurfahrzeuge schon sechzehn lange Fahrzeuge, nach Ablöse der Sänften 28 lange Fahrzeuge. Das ist schon ein sehr guter Grundstock mMn. Und ja dazu muss man eben endlich eine Remise adaptieren, soooo schwer kann das nichf sein, denn schließlich gab es auch Zeiten in denen man 45 Niederflurfahrzeuge auf ein Mal (!!!) beschafft hat. Dagegen ist die Investition, die ich hier fordere (sechs lange Straßenbahnen und Ertüchtigung der Werkstätten bzw. vom relevanten Remisenbereich) geradezu ein "Lercherlschas"!

  • PeterWitt
Re: [Südwestlinie] Planungsphase
Antwort #279
Im Grunde ist es ja fast lustig, dass manche hier zwar der Ansicht sind, dass 2050 bereits einige Variobahnen aus dem Verkehr gezogen sein werden, aber nach wie vor die Verlängerung der Cityrunner gefordert wird, die aber viel älter sind!
Da geht es ja unter anderem auch darum, dass man in die Cityrunner sowieso a) Geld investieren muss, oder b) sie ersetzen muss.
Und wenn schon, dann wäre die Gelegenheit dabei die Kapazität zu erhöhen ja durchaus eine günstige.
Die CR um ca. 1,5 Mio/Stk. modernisieren, klimatisieren & verlängern für ~ 20 Jahre (75.000€/Jahr) oder neue 40m-Wagen anschaffen (ca. 3,5 Mio plus) für max. 40 Jahre (87.500/Jahr) ist für mich durchaus noch nachvollziehbar, zumal nur Teile des Investments in die CR aufgrund der Verlängerung anfallen, der andere Teil ohnehin obligatorisch ist.

Bei den Variobahnen denke ich halt immer an die Neoplan-Busse, die waren auch nicht gerade das Gelbe vom Ei und verhältnismäßig schnell wieder weg (obwohl man auch dafür viel Geld ausgegeben hat).
Mit den Neoplan bin ich hingegen nur 1x liegen geblieben (und das war ein geknickter Gelenkbus bei Schneefall), mit den Varios bleibe ich halt leider 1-2x/Monat liegen, was mir davor zuletzt mit einem Duisburger vor etwa 10 Jahren passiert ist.

  • LS64
Re: [Südwestlinie] Planungsphase
Antwort #280
Die 4 Haltestellen auf der 2km langen Neubaustrecke nach Reininghaus finde ich aber in Ordnung. Ich hätte sogar noch zusätzlich eine Haltestelle "Köflacher Bahnhof S" angedacht.

Das stimmt, die 4 Haltestellen sind "ok". Das sind ~450m/Halt, weit über dem Grazer Schnitt (effektive Länge ist 1,8 km). Es enger zu gestalten ist aus Sicht von Verkehrsplanern zurzeit (im 20. Jhd. war das teils anders) eigentlich nicht sinnvoll. (da gab es doch mal dieses Buch "Der Traum vom Verkehrsfluss"; daran erinnert mich das gerade, denn darin wird dieses Thema mit historischem Hintergrund diskutiert - das war Anfang der 2000er)
  • Zuletzt geändert: Januar 11, 2019, 12:19:40 von LS64