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Thema: Demonstrationen (71111-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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  • Martin
  • Global Moderator
  • Styria Mobile Team
Re: Demonstrationen
Antwort #135
GLG
Martin

  • Ch. Wagner
  • Member*
Re: Demonstrationen
Antwort #136

Wieder ein neues Event zum Lahmlegen des BIMVERKEHRS  :boese: :boese: :boese:

http://www.kleinezeitung.at/s/steiermark/graz/5047996/MotorradRennen_Sensation_Die-MotoGP-gluht-durch-die-Grazer-Innenstadt


Was stört dich daran? Deiner Meinung nach ist der ÖV in Graz eh gschissn.
Weil ich angeblich unhöflich bin:
"Denkt daran, das Schwein von heute ist der Schinken von morgen"
(Mathias Beltz)

"pungitius pungitius"

  • Martin
  • Global Moderator
  • Styria Mobile Team
Re: Demonstrationen
Antwort #137
Es wird schon alles im SEV geführt und man schneidet sich noch ein weiteres Mal ins Fleisch.

Stell Dir vor, wir sperren einmal einfach so den Gürtel beim Bahnhof für zwei Stunden. - Mal sehen was die Autofahrer dazu sagen. - Die Fahrgäste sollen still sein oder am besten zu Fuß gehen. - Das ist Graz. - Du bekämst niemals ein Event bewilligt, bei der Du den Bahnhof- oder Eggenberger Gürtel für mehrere Stunden blockierst.

Das Sperren der einzigen Straßenbahnachse der Stadt ist aber mittlerweile ein Sport geworden der sehr viel Geld kostet und für alle Beteiligten unangenehm ist.
GLG
Martin

  • 4020er
  • Styria Mobile Team
Re: Demonstrationen
Antwort #138
Zitat
Stell Dir vor, wir sperren einmal einfach so den Gürtel beim Bahnhof für zwei Stunden. - Mal sehen was die Autofahrer dazu sagen. - Die Fahrgäste sollen still sein oder am besten zu Fuß gehen. - Das ist Graz. - Du bekämst niemals ein Event bewilligt, bei der Du den Bahnhof- oder Eggenberger Gürtel für mehrere Stunden blockierst.

Man könnte es ja mal ausprobieren.

Ich bin kein Jurist, aber Wikipedia sagt dazu:
Versammlungen unter freiem Himmel müssen in Deutschland angemeldet, aber nicht genehmigt werden. Es gibt kein Versammlungsverbot, es sei denn die Demonstration gefährdet unmittelbar die ,,Öffentliche Sicherheit oder Öffentliche Ordnung". In Österreich gelten ähnliche Regelungen, allerdings sind hier alle allgemein zugänglichen Versammlungen 24 Stunden im Voraus anzumelden - also auch jene, die nicht unter freiem Himmel stattfinden. Ausgenommen von der Anmeldepflicht sind kulturelle und Wahlkampfveranstaltungen. Das Nichtanmelden einer Versammlung wird als Verwaltungsstrafe geahndet, dies ist allerdings keinen Grund, die Versammlung aufzulösen
https://de.wikipedia.org/wiki/Demonstration
Das bedeutet also, dass es kein Problem sein sollte eine Demonstration am Bahnhof- oder Eggenbergergürtel zu machen.

Ich persönlich finde es super, dass Graz eine Stadt ist in der es viele Events (und ein gelebtes Demonstrationsrecht) gibt. Das macht die Stadt lebenswert, attraktiv und abwechslungsreich. Andernfalls müsste man für solche Events aus der Stadt raus - und das würde wohl wahrscheinlich mit dem Auto passieren.
Das einzige Problem ist, dass es die Politik es seit Jahrzehnten verabsäumt eine Innenstadtumfahrung zu bauen. Die hätte eigentlich noch vor der Ausbauwelle 4+ 5+ 6+ hergehört.
A developed country is not a place where the poor have cars. It's where the rich use public transport.
-Gustavo Petro

Re: Demonstrationen
Antwort #139
Hier geht es aber im konkreten Fall nicht um eine Demonstration, sondern eine Art Werbeveranstaltung (wie auch das Radrennen unlängst), welche sehr wohl gesondert zu beantragen ist und die unter bestimmten Auflagen genehmigt werden KANN (aber nicht muss!). Hier müßte die Stadt einfach rigoros bei den Auflagen entsprechend ÖV-freundlich agieren!

  • PeterWitt
Re: Demonstrationen
Antwort #140
Es ginge ja z.B. auch am Kai, so wie beim DTM-Event praktiziert. Besondere Würze hat das ganze, dass der SEV, der ja schon an sich unangenehm ist und eine Umleitungsstrecke befährt, ebenso ausgebremst wird - und das OHNE einer Ausweichstrecke (zumindest ohne akzeptabler - ich kann natürlich über Geidorfplatz-Kai oder Merangasse - Schillerstraße - Sparbersbachgasse fahren, nur bringt es halt recht wenig außer Verspätung).

Um es auf den IV Umzulegen: der Gürtel an sich IST gesperrt, aber wir blockieren mit Demos zusätzlich den Plabutschtunnel, die Alte Poststraße und die Waagner Biro-Straße. Mal sehen, ob wir das genehmigt bekommen....

Re: Demonstrationen
Antwort #141
Also die Sperre der Herrengasse dafür finde ich ganz OK. Das Ziel muss sowieso sein dass eines tages die herrengasse zu einer echten Fussgängerzone wird, und die Strassenbahn entweder durch einen Tunnel unterhalb fährt oder über die Neutorgasse.
Je öfter die Herrengasse gesperrt ist desto besser, desto früher wird man sich etwas überlegen und dann hat man endlich eine wirklich gemütliche Strasse zum schlendern, einkaufen und dort verweilen.

  • Martin
  • Global Moderator
  • Styria Mobile Team
Re: Demonstrationen
Antwort #142

Je öfter die Herrengasse gesperrt ist desto besser, desto früher wird man sich etwas überlegen


Du weißt schon von welcher Stadt wir reden. - Das wahrscheinlichste was man sich überlegt ist Gleise raus und Busse durch die Hauptverkehrsstrassen stauen lassen.
GLG
Martin

  • 4020er
  • Styria Mobile Team
Re: Demonstrationen
Antwort #143
Liebe Variobahn, das habe ich an der Stadt Graz in meinem Beitrag gelobt.

@just4fun: Meine Erfahrungen zeigen, dass Straßenbahnen einer FuZo dienlich sind. Es ist doch in Graz so, dass die Herrengasse viel belebter ist als die umliegenden Fussgängergassen. Ähnliches konnte ich in Karlsruhe beobachten, die mit ~300.000EW ähnlich groß wie Graz ist. Dieses Phänomen erkläre ich mir dadurch, dass man beim Vorbeifahren mit der Straßenbahn live sieht was die FuZo alles zu bieten hat und damit wie Werbung wirkt.

Und bitte, um Gottes willen, keinen Tunnel!
A developed country is not a place where the poor have cars. It's where the rich use public transport.
-Gustavo Petro

  • Metro5
Re: Demonstrationen
Antwort #144
Stell dir mal vor, in Wien würde man die gesamte U-Bahn fürs, sagen wir, Wiesen-Festival sperren. Lächerlich, würde wohl ein jeder sagen. Aber ungefähr so läuft's in Graz, da die Herrengasse aufgrund der Organisation des Grazer öffentlichen Verkehr eminent wichtig ist. Trotzdem müssen die Bewohner dieser 300.000 Einwohner-Stadt auf das Rückgrad der Öffis verzichten bzw. auf Ersatzverkehre ausweichen, weil es 80 km weit weg eine Veranstaltung gibt. Supa!

Tud mir leid, aber so etwas ist weder zu akzeptieren noch gutzureden. Nicht als Hobby-HGL-Schlechtmachen, aber aufgrund der ekelerregenden Ignoranz derer, die so etwas zulassen bzw. eine leistungfähige Ersatzlösung (Entlastungs- oder Umfahrungsstrecke, wie man's halt nennen mag) für Jahrzehnte bockieren.

  • PeterWitt
Re: Demonstrationen
Antwort #145

In Wien ist es zwar nicht die U-Bahn, aber mit der Ringstraße das dortige Herz des innerstädtischen Verkehrs, das regelmäßig wegen irgendwelcher Veranstaltungen gesperrt ist.

Weswegen im besonders "beliebten Teil" beim Parlament ja auch eine Umfahrung errichtet wurde...


Was für eine Veranstaltung Verkehrsbehinderungen nach sich zieht, ist ja egal. Wenn die Rechtslage eine Genehmigung von Veranstaltungen (deren  Nebenerscheinungen u. a. in Form von Verkehrsbehinderungen auftreten) vorsieht, ist in diesem Sinne zu entscheiden, ob es Dir nun passt oder nicht.

Naja, ganz so ist es nicht - die Behörde hat die Veranstaltung zu bewilligen, sofern sämtliche dafür erforderlichen Auflagen erfüllt werden. Allerdings werden diese von selbiger vorgegeben. Sehr wohl kann Einfluss auf Zeit, Ort und Umfang genommen werden. Und ich spreche von Veranstaltungen, nicht von Demonstrationen, welche auf anderen Rechtsgrundlagen basieren.


Vollkommen schwachsinnig erscheint es mir daher, in solchen Fällen ständig auf die HGL hinzu hacken, die ja selbst ein Betroffener sind und mit den Folgen (=Verkehrsbehinderungen) umgehen müssen ....

Das ist korrekt, denn dort kann man es sich wirklich nicht aussuchen, wann man wieder Dienstpläne umschreiben muss, etc.

Dennoch vermisse ich auch einen gewissen Druck seitens der Holding, hier eine Besserung zu erzielen. Gerade jetzt, wo man ja "unter einem Dach" mit der Stadt ist, sollten Argumente wie Zuverlässigkeit, Zusatzkosten, Dienstleistung etc. ja leichter an die betreffenden Stellen gereicht werden können <SOLLTEN>.


  • Martin
  • Global Moderator
  • Styria Mobile Team
Re: Demonstrationen
Antwort #146

Vollkommen schwachsinnig erscheint es mir daher, in solchen Fällen ständig auf die HGL hinzu hacken, die ja selbst ein Betroffener sind und mit den Folgen (=Verkehrsbehinderungen) umgehen müssen


Wer hat wo in dieser Causa auf die HGL hingehackt? - Betrieblich könnte auch in solchen Fällen einiges besser laufen, aber die Graz Linien sind natürlich die Leidtragenden.
Wobei sich die HGL Granden auch gegen solche Veranstaltungen bzw. für eine Umfahrungsstrecke stark machen KÖNNTEN.


In Wien ist es zwar nicht die U-Bahn, aber mit der Ringstraße das dortige Herz des innerstädtischen Verkehrs, das regelmäßig wegen irgendwelcher Veranstaltungen gesperrt ist.

Selten so gelacht :lol:

Die paar Linien (1, 2, 71, D) auf der Ringstraße benötigen aber keinen Schienenersatzverkehr mit Autobussen sondern verfügen über Umfahrungsmöglichkeiten.
Das Herz des Wiener ÖV ist zweifellos nicht die Ringstraße, die ist bestenfalls ein Bein oder Arm. Stell mal alle U-BahnLinien ein, die über den Karlsplatz fahren. Dort findest Du viel eher ein HERZ.


Das Bewilligen einer Veranstaltung in Graz zu einer Zeit, wo ohnehin einige Linien eingestellt sind ist meiner Meinung nach ziemlich kontraproduktiv, aber die Kunden Beförderungsfälle werden es schon überleben. Sind ja keine wichtigen Leute dabei. Die fahren eh mit dem Auto.  :boese:
GLG
Martin

  • Ch. Wagner
  • Member*
Re: Demonstrationen
Antwort #147

Selten so gelacht
Die paar Linien (1, 2, 71, D) auf der Ringstraße benötigen aber keinen Schienenersatzverkehr mit Autobussen sondern verfügen über Umfahrungsmöglichkeiten.


Du bist ja sehr leicht zu unterhalten.
Etwas zum Weiterlachen aus dem EBFÖ:
Weil ich angeblich unhöflich bin:
"Denkt daran, das Schwein von heute ist der Schinken von morgen"
(Mathias Beltz)

"pungitius pungitius"

  • Metro5
Re: Demonstrationen
Antwort #148
Zitat
Wo sind die unzähligen Initiativen für Umfahrungs-/Entlastungsstrecken?
Wo sind die vielen Petitionen, die eine Gesetzesänderung zur 'Vermeidung' solcher verkehrsbehindernder Veranstaltungen anstreben?
Ich sehe und kenne keine ... das lässt den Schluss zu: vielleicht sind das ja auch nur die Wünsche der wenigen Leute, die hier ständig vermeintliche Aufregungen anschreiben ...


Meine Vorliebe fürs HGL-Zerhacken ist zugegebener Weise oft unfair, aber leider eines meiner Lieblingsantistresstherapien geworden, da ich nunmal Grazer Öffi-Benutzer war (zur Zeit bin ich im Ausland und genieße herrliche Öffis mit super Ersatzlösungen, exzellenten Ankündigungen!!!) und bald wieder sein werde. Und es ist nunmal zu oft zu zermürbend, die HGL zu benutzen. Natürlich bin ich mir im Klaren darüber, dass da ein gewisser politischer Wille dahinter steht. Und das regt mich ja noch viel mehr auf! Du kannst dir aber sicher sein, Dietmar, die ÖVP kriegt in meinen Hasstiraden auch ihr Fett ab, und das nicht zu knapp!

Mit deinem Kommentar zu den fehlenden Initiativen sprichst du den eigentlichen und wichtigen wunden Punkt an. Ich bin mir nicht sicher, dass wir hier im Forum (plus 1-2 Mitstreiter) die einzigen sind, die uns über die Mängel und Unzulänglichkeiten aufregen und auf Veränderung drängen. Ich schätze das Potential für Öffi-Unterstützung in St. Eiermark bedeutend größer ein, vielleicht irr ich, aber errare humanum est. Wo es mMn hapert, ist vielmehr die Mobilisierung und Bündelung der Interessen, die notwendig wäre, um mehr Druck auf die Politik auszuüben, speziell im Falle eines bevorstehenden Rechtsrucks, Stichwort "Autofahrerpartei".

Pro-Bim ist gut und wichtig, aber es braucht mehr. Mehr in die Medien gehen, mehr Lobbying (so sehr ich dieses Wort hasse), mehr Kontakt zu Betroffenen (= Fahrgästen). Das ist eine Mordsarbeit, wo wir nicht voraussehen können, ob sie Früchte tragen wird.

Lasst mich in diesem Zusammenhang die "Asociatia pro Infrastructura" vorstellen (http://www.proinfrastructura.ro/). Im korruptionsgebeutelten Rumänien haben sich Aktivisten zusammengetan, um Verantwortungträgern derart auf die Finger zu schauen, dass das Geld für Infrastrukturprojekte nicht irgendwo versickert, wie so oft. Mittlerweile wird der Vizeleiter dieser Vereinigung als Berater der rumänischen Regierung in Infrastrukturfragen herangezogen. Aber wie gesagt, a Muardshockn...

Re: Demonstrationen
Antwort #149

Zitat
Sehr wohl kann Einfluss auf Zeit, Ort und Umfang genommen werden.
Das passiert eh ... die Einflussnahme kommt aber wohl von der anderen Seite  ;)



Wer betreibt den Rennring in Spielberg? -> Wer betreibt das gleichnamige Formel 1 - Team? -> Welcher Grazer Unternehmer ist zugleich Motorsportchef dieses Formel 1 Teams? ....
Daher meinte ich, dass die Einflussnahme von der anderen/von dieser Seite kommen kann ...


In diesem Fall kann das mit der Einflussnahme schon so sein, aber die größte Sauerei, die in den letzten Monaten/Jahren war, ist meiner Meinung nach die Radrundfahrt am Zeugnistag, die man sicher nicht so genehmigen hätte dürfen! (und bei der ich mir nicht vorstellen kann, dass da von irgendwelchen "mächtigen" Seiten wesentlich beeinflusst wurde)

Die Herrengasse selbst war zwar nicht betroffen, aber wie kommt man auf die Idee am Zeugnistag am Vormittag (wenn ich mich richtig erinnere war der Start um 11:00), wo gerade sämtliche Schulen nahezu Zeitgleich Schulschluss haben und alle gleichzeitig nach Hause fahren und der ÖV sowieso schon komplett überfordert und verspätet ist (ich bin bis vor zwei Jahren 8 Jahre lang immer quer durch die Stadt in die Schule gefahren und der Zeugnistag war immer einer der schlimmsten Tage, um nach Hause zu fahren), auch noch zusätzlich ein Radrennen zu genehmigen, dass den gesamten Verkehr zum erliegen bringt??

Ich bin an dem Tag gerade im Schienenersatzverkehr von St. Leonhard ins Zentrum gesessen und ab der Haltestelle Lichtenfelsgasse/Kunstuni stand der Bus durchgehend bis zum Opernring (der Jakominiplatz konnte nicht angefahren werden) im Stau und in den Lausprecherdurchsagen der HGL war von bis zu 50 Minuten Verspätung im gesamten Stadtgebiet die Rede...

Wie man so etwas machen kann ist mir unverständlich, da es keine Demonstration oder ähnliches (die man genehmigen muss) war, sondern eine Veranstaltung, auf die man als Stadt Graz so Einfluss nehmen MUSS, dass sie entweder an einem anderen Tag oder zumindest zu einer anderen Uhrzeit stattfindet. (Gegen die Veranstaltung selbst ist ja nichts einzuwenden, aber zu so einem Termin darf eine Veranstaltung mit solchen Auswirkungen nicht stattfinden/genehmigt werden!!