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Thema: Der Radweg-Thread (163285-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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  • Martin
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Der Radweg-Thread
Die Grazer Radoffensive
Auf zu neuen (Rad-)Wegen: Kaum vom Radgipfel in Dänemark zurück, legt Stadträtin Rücker neue Details für ihre Offensive vor.

Lisa Rücker stellt die Details ihrer Radoffensive vor
Das mit dem "Wenn einer eine Reise tut. . ." trifft auch auf Verkehrsstadträtin Lisa Rücker zu. Ja, die grüne Vizebürgermeisterin hat viel zu erzählen, kehrte sie doch vom großen Fahrradgipfel in Odense (Dänemark) mit frischen Ideen zurück - und mit Fakten, die sie als Bestätigung für ihre Vorhaben in der Murmetropole sieht. Letztere nehmen nun konkrete Formen an:
Weg vom Citybike: Weg vom klassischen Citybike-Modell mit Rad-Stationen für alle, hin zu Leihrädern für bestimmte Zielgruppen - diese Route geht Rücker nun mit voller Kraft an.

Leihräder für Studenten, Touristen. . .: "In Odense wurden Beispiele für Studenten-Räder präsentiert, die der jeweiligen Stadt einen farbigen Stempel in Sachen Urbanität aufdrücken", so Rücker. So könnten bald auch durch Graz gelbe Räder kurven, die sich Studiosi gegen eine Kaution schnappen. Im geparkten Zustand würden diese Drahtesel zudem Studenten-Zentren "markieren".

Leihräder für Hotels. "Außerdem könnten diese Räder während der Sommerferien den Fuhrpark der Grazer Hotels verstärken, die mit Leihrädern für Touristen ausgestattet werden sollen", so Rücker.

Diensträder für berufstätige Eltern: Die Verkehrsstadträtin will auch Grazer Firmen in die Pflicht nehmen. "Wir brauchen mehr Diensträder. Auch solche, die mit Kinderanhängern ausgestattet sind."

Schwung für Jung und Alt: Der Zug zum Fahrrad soll nicht nur in Kindergärten forciert werden. "Unsere Senioren werden immer fitter. Ich möchte auch für diese Altersgruppe Sicherheitstrainings fürs Fahrrad anbieten."

Unfallkreuzungen entschärfen: Mit dem Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) will sich Rücker erstmals auch Grazer Unfallhäufungspunkte in puncto Radfahrer anschauen - "und entschärfen."

Gesundheitsfaktor: Nicht zuletzt gehe es um das Tandem aus Gesundheit und Volkswirtschaft, so Grünen-Gemeinderat Peter Hagenauer. "Eine in Odense präsentierte Studie ergab, dass Über-60-Jährige, die regelmäßig Rad fahren, eine um zwei Jahre längere Lebenserwartung haben."

MICHAEL SARIA

quelle:kleinezeitung.at
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Das ist doch einmal eine gute Idee.
  • Zuletzt geändert: August 31, 2009, 16:58:33 von Grazer111
GLG
Martin

  • SK
Re: Die Grazer Radoffensive
Antwort #1
Gute Ideen gab es in Graz schon jede Menge. Woran es aber oftmals hapert ist die Umsetzung, die meist nur teilweise, viel zu häufig aber auch gar nicht erfolgt.

Lieschen Grün scheint ziemlich blauäugig an die Sache heranzugehen und das Pferd von hinten aufzuzäumen - wer Rad fahren soll, braucht auch über das Radl hinaus eine entsprechende Infrastruktur und das über den Innenstadtbereich hinaus und zwar in der Realität und nicht in Form von irgendwelchen dubiosen Absichtserklärungen und Pauschalbehübschungen.

mfg
SK

Re: Die Grazer Radoffensive
Antwort #2
Graz ist in sachen rad sicher an nummer 1 in Oesterreich.

LG Hans

  • SK
Re: Die Grazer Radoffensive
Antwort #3

Graz ist in sachen rad sicher an nummer 1 in Oesterreich.

LG Hans


Das war wohl sarkastisch gemeint?

Und um gleich in die Vollen zu gehen: Wien, etwa dreieinhalb mal die Fläche von Graz umfassend, hat rund 10 (zehn) Mal mehr Radwegskilometer, und das bei diversen Grazer Radfahroffensiven der Vergangenheit - man denke nur an das Ferk'sche Epos anlässlich des Velocity-Kongresses, wo dann z.B. im Anschluss an die Veranstaltung einige der raschest montierten Radweghinweise wieder still und heimlich nach ihrer Demontage in der Versenkung verschwanden. Aber wie heißt es so schön: Wien ist anders, hat den U-Bahn-Schilling weswegen Grazer Politiker und Beamte dienstreisend bis nach Barcelona unterwegs sind (ein Verkehrsraum für 3 bis 4 Millionen Menschen ist sicherlich 1:1 mit der Dorfmetropole Graz vergleichbar, olé!) und sich durchaus scheuen den Tatsachen auf hiesigen Straßen/Radwegen ins Auge zu sehen.

mfg
SK

Re: Die Grazer Radoffensive
Antwort #4

Und um gleich in die Vollen zu gehen: Wien, etwa dreieinhalb mal die Fläche von Graz umfassend, hat rund 10 (zehn) Mal mehr Radwegskilometer,

Und um das gleich mal zu relativieren: Dir ist schon klar, dass du hier eine Fläche (Einheit m²) mit einer Länge (Einheit m) vergleichst? Da ist wohl klar, dass die Länge der Radwegekilometer, die notwendig ist um die 3,5fache Fläche zu erschließen, nicht linear ansteigt. Man will ja nicht nur von einem Ende der Stadt ans andere...


Grazer Politiker und Beamte dienstreisend bis nach Barcelona unterwegs sind (ein Verkehrsraum für 3 bis 4 Millionen Menschen ist sicherlich 1:1 mit der Dorfmetropole Graz vergleichbar, olé!)

Nur gut, dass du nicht einen Verkehrsraum für ca. 2 Mio. Menschen (Wien) mit Graz verglichen hast...

MfG, Christian

  • kestrel
Re: Die Grazer Radoffensive
Antwort #5
Da wird sich Lisa aber ganz schön anstrengen müssen, ich kenne einige Leute die in Graz nicht mit dem Rad fahren wollen weil es bereits zu viel Autoverkehr gibt und es ihnen zu gefährlich ist mit dem Rad im Straßenverkehr mitzufahren oder zwischen zwei Radwegen auf einer Kreuzung zusammen geführt zu werden.

Und was soll das heißen Räder für bestimmte Zielgruppen? Brauch ich jetzt einen Studentenausweiß um ein Rad auszuleihen? Wieso nicht ein über die gesamte Stadt verteiltes System von Rad Stationen für jeden? Hab ich schon in vielen Städten gesehen, nur nicht bei uns.

SG kestrel

  • SK
Re: Die Grazer Radoffensive
Antwort #6


Und um gleich in die Vollen zu gehen: Wien, etwa dreieinhalb mal die Fläche von Graz umfassend, hat rund 10 (zehn) Mal mehr Radwegskilometer,

Und um das gleich mal zu relativieren: Dir ist schon klar, dass du hier eine Fläche (Einheit m²) mit einer Länge (Einheit m) vergleichst? Da ist wohl klar, dass die Länge der Radwegekilometer, die notwendig ist um die 3,5fache Fläche zu erschließen, nicht linear ansteigt. Man will ja nicht nur von einem Ende der Stadt ans andere...


Um es klar zu stellen: außerhalb des zentralen Innerstädtischen Bereichs läuft Grazer ÖV- und Radverkehrspolitik darauf hinaus, eben von einem Ende der Stadt ans andere zu kommen bzw. ins Zentrum. Vgl. hierzu als Paradebeispiel den Murradweg als Nord-Süd-Achse, wo es aber besonders im Süden des Stadtgebiets mit Querverbindungen ziemlich düster ausschaut.

Zitat

Grazer Politiker und Beamte dienstreisend bis nach Barcelona unterwegs sind (ein Verkehrsraum für 3 bis 4 Millionen Menschen ist sicherlich 1:1 mit der Dorfmetropole Graz vergleichbar, olé!)

Nur gut, dass du nicht einen Verkehrsraum für ca. 2 Mio. Menschen (Wien) mit Graz verglichen hast...


Ich bin eben extrem bescheiden und schaffe derartige Vergleiche sogar ohne Dienstreise auf Kosten der Steuerzahlenden.

mfg
SK

  • Michael
  • Styria Mobile Team
Re: Die Grazer Radoffensive
Antwort #7
Zitat
Graz ist in sachen rad sicher an nummer 1 in Oesterreich.

Eher Salzburg. Graz ist derzeit weiter unten angesiedelt.
LG Michael, vormals PM  |  Styria-Mobile

Re: Die Grazer Radoffensive
Antwort #8

Und um gleich in die Vollen zu gehen: Wien, etwa dreieinhalb mal die Fläche von Graz umfassend, hat rund 10 (zehn) Mal mehr Radwegskilometer,


Am Papier vielleicht. In der Praxis entpuppt sich ein guter Teil dieser "Radwege" als a) "Radroute" in einer Nebenstraße, b) "Radfahrstreifen" in Straßen mit teilweise vollkommen unzureichender Breite oder c) für zügiges Fahren völlig unbrauchbar (da zu schmal, zu verwinkelt, mit 2-3x so vielen Ampeln wie die begleitende Straße, ...).


Re: Die Grazer Radoffensive
Antwort #9

Um es klar zu stellen: außerhalb des zentralen Innerstädtischen Bereichs läuft Grazer ÖV- und Radverkehrspolitik darauf hinaus, eben von einem Ende der Stadt ans andere zu kommen bzw. ins Zentrum. Vgl. hierzu als Paradebeispiel den Murradweg als Nord-Süd-Achse, wo es aber besonders im Süden des Stadtgebiets mit Querverbindungen ziemlich düster ausschaut.

Ja, im Süden könnte man das Netz noch verdichten. Allerdings gibt es dort auch viele kleine Gässchen, wo nicht viel Verkehr ist, in die man leicht ausweichen kann. Ganz so düster find ich das Bild des Grazer Radwegenetzes also nicht. Und daran, dass dein Vergleich Fläche/Länge hinkt, ändert das trotzdem nix ;)


Am Papier vielleicht. In der Praxis entpuppt sich ein guter Teil dieser "Radwege" als a) "Radroute" in einer Nebenstraße, b) "Radfahrstreifen" in Straßen mit teilweise vollkommen unzureichender Breite oder c) für zügiges Fahren völlig unbrauchbar (da zu schmal, zu verwinkelt, mit 2-3x so vielen Ampeln wie die begleitende Straße, ...).

Das ist in Graz aber auch nicht viel anders. Vor allem b) gibt es fast in jeder neu eingeführten Einbahn (gegen die Fahrtrichtung). Allerdings find ich das nicht so unpraktisch, da muss man sich keine Gedanken über Einbahnen machen ;) Generell bin ich häufig mit dem Rad unterwegs und find eigentlich selten etwas, worüber ich mich beschweren könnte.

MfG, Christian

Re: Die Grazer Radoffensive
Antwort #10

Das ist in Graz aber auch nicht viel anders. Vor allem b) gibt es fast in jeder neu eingeführten Einbahn (gegen die Fahrtrichtung). Allerdings find ich das nicht so unpraktisch, da muss man sich keine Gedanken über Einbahnen machen ;) Generell bin ich häufig mit dem Rad unterwegs und find eigentlich selten etwas, worüber ich mich beschweren könnte.


Eine relativ gute Sammlung gibt's ja hier: http://www.graz.gruene.at/index.php?id=37822

Mir persönlich fehlt noch ein Radweg in der Heinrichstraße und in der Hilmteichstraße (dort wir das vielleicht mal verwirklicht, wenn man die Straßenbahn zweigleisig ausbaut, aber das kann ja dauern)

Re: Die Grazer Radoffensive
Antwort #11

Eine relativ gute Sammlung gibt's ja hier: http://www.graz.gruene.at/index.php?id=37822

Findest du? Ich find diese Sammlung etwas "überempfindlich". 2 Beispiele was ich damit mein aus meiner unmittelbaren Umgebung: Radabstellplätze sind vor und neben der TU definitiv ausreichend vorhanden; der Radweg Rechbauerstraße -> Sparbersbachgasse durch die Technikerstraße ist nicht schmäler als jeder andere einspurige Radweg in Graz und hat sogar einen Sicherheitsabstand zu den Autotüren, was in vielen Straßen (die nicht auf der Karte markiert sind) nicht der Fall ist.

MfG, Christian

Re: Die Grazer Radoffensive
Antwort #12
Den Radweg in der Technikerstraße kenn ich gut, weil ich dort arbeite. Das Problem ist aber, dass der Radweg oft von Fußgängern blockiert wird, da Geh+Radweg doch eher schmal sind. Außerdem halten sich viele nicht an die Fahrrichtung.

Teilweise sind in der Datenbank übertriebene Sachen, aber man bekommt halt gute Ideen für Verbesserungen.

Re: Die Grazer Radoffensive
Antwort #13

Das Problem ist aber, dass der Radweg oft von Fußgängern blockiert wird,

Stimmt, das ist aber auch auf breiten Geh- | Radwegen (z.B. um den Stadtpark) nicht besser. Außerdem lässt sich das bei den dortigen Gegebenheiten mMn nicht viel besser lösen.

Zitat

Außerdem halten sich viele nicht an die Fahrrichtung.

Das stimmt auch, hat aber mit dem Radweg nix zu tun ;) Und sobald man das erwähnt heißt es wieder "Besser sie fahren am Radweg gegen die Einbahn, als sie blockieren bergauf die Autofahrer". (Ich fahr immer auf der Straße.)

Zitat

Teilweise sind in der Datenbank übertriebene Sachen, aber man bekommt halt gute Ideen für Verbesserungen.

Kann sein, hab nur mal schnell bei mir in der Umgebung drüber geschaut und mich über die vielen Kritikpunkte gewundert. Ich bin halt wie gesagt eigentlich sehr zufrieden.

MfG, Christian

Re: Die Grazer Radoffensive
Antwort #14

Zitat
Außerdem halten sich viele nicht an die Fahrrichtung.

Das stimmt auch, hat aber mit dem Radweg nix zu tun ;) Und sobald man das erwähnt heißt es wieder "Besser sie fahren am Radweg gegen die Einbahn, als sie blockieren bergauf die Autofahrer". (Ich fahr immer auf der Straße.)


Bin eigentlich auch immer auf der Straße - meist auch mit 20-25 km/h aufwärts. Problem ist nur, wenn alles zugeparkt ist (ich komme von der Uni heraus) kommt man nicht auf die Straße.

Einmal hat mich auf der Straße sogar einer angehupt - bin ich halt etwas "gemütlicher" gefahren.