Linie 8

Begonnen von Martin, 20 03, 2025, 13:03

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PeterWitt

Zitat von: TW 581 am  06 03, 2026, 21:28Deshalb der Wechsel zur den NEOS.

Der Ausbau in Graz ist leider auch irgendwie eingeschlafen hätte eine der zwei Projekte direkt nach der Neutorline begonnen und 2029/30 in Betrieb genommen.
Nun, mal sehen was im Hintergrund so läuft, es soll ja angeblich demnächst der GR-Beschluss gefasst werden, zumindest was ich mich so erinnere.
Parallel dazu läuft ja aktuell der Ausbau Hilmteichstraße, der Ausbau R3 wurde eben erst abgeschlossen und der Ausbau der R2 startet diesen Monat.
Es gibt also auch so einiges zu tun, auch wenn es kein Netzausbau ist, ich denke nicht, dass einige Schreibtische Staub ansetzen.
Wenn man heuer beschließt und kommendes Jahr mit dem Bau beginnen würde, das wäre schon ein großer Erfolg.

SG220-Neu

Die ersten Anrainer protestieren schon gegen die zukünftige Linie 8!

Siehe: https://grazer.at/story/de/strassenbahnlinie-8-grazer-anrainer-wehren-sich-YF2Wvg7b/

War aber leider zu erwarten....

MfG SG220-Neu

Martin

Was der ÖVP alles einfällt um ein paar Wählerstimmen zu ergattern.... - Traurig.
Da spreche ich noch gar nicht von diesem tollen Rendering. :D
Liebe Grüße
Martin

Sanfte Mobilität

Ja, groß von Verkehrsberuhigung am Kai fabulieren und hier die Bevölkerung gegen ein Projekt aufhetzen, für das man selbst seine Zustimmung gegeben hat (mit dieser Streckenführung). Sollte sich der Herr Bezirksrat einmal bei seinen Parteikollegen im Rathaus erkundigen. Oder sprechen die nicht miteinander?

PeterWitt

Zitat von: Martin am Gestern um 10:16Was der ÖVP alles einfällt um ein paar Wählerstimmen zu ergattern.... - Traurig.
Da spreche ich noch gar nicht von diesem tollen Rendering. :D
Man hat ja auch final die Neutorlinie beschlossen und dann deren Unsetzung an sich als Wahnsinn und Anschlag auf die Wirtschaft und die Bevölkerung tituliert...
Man muss schon etliche amputierte Wirbel aufweisen, um sich derart rückgratlos verbiegen zu können.

Tubenfalz

Zum Glück gibt es die ÖVP, und den Grazer, sonst wäre einigen hier wohl Recht langweilig......m

Sanfte Mobilität

Zitat von: Tubenfalz am Gestern um 10:53Zum Glück gibt es die ÖVP, und den Grazer, sonst wäre einigen hier wohl Recht langweilig......m

Die Schwarzen werden es schon aushalten. Sie müssen sich aber schon die Frage gefallen lassen, warum sie dem Projekt in der vorliegenden Form zustimmen, dann aber dagegen opponieren. Bei der Entlastungsstrecke war es ja noch verwunderlicher: das Projekt wurde unter einem ÖVP-Bürgermeister beschlossen, danach war man dagegen. Das darf man schon öffentlich vor an einer anstehenden Wahl anmerken, wie politisch verlässlich so eine Partei ist.

Bei der FPö weiß man ja, dass sie gegen den ÖV-Ausbau, insbesondere der Straßenbahn, ist.

PeterWitt

#172
Zitat von: Sanfte Mobilität am Gestern um 11:06Bei der Entlastungsstrecke war es ja noch verwunderlicher: das Projekt wurde unter einem ÖVP-Bürgermeister beschlossen, danach war man dagegen. Das darf man schon öffentlich vor an einer anstehenden Wahl anmerken, wie politisch verlässlich so eine Partei ist.
Man sollte dazu auch anmerken, dass man dann bei der Eröffnung plötzlich sehr wohl wieder die Lorbern dafür haben wollte...
Was soll man von Politikern erwarten, die ihre Meinung und ihre Pläne tagtäglich wie ein Fähnchen im Wind drehen, nur, damit man maximale Opportunität erreicht?
Ehrlich, ich fange mit solchen Leuten nichts an, weder als Politiker, noch im beruflichen Umfeld.
Und, wie Sanfte Mobilität schon angemerkt hat, bei der FPÖ wäre man darüber ja nicht wesentlich verwundert, ist deren gesamten Konzept ja eher, dass man immer gegen alles und jeden ist, und nur sie die universellen Lösungen haben, bei denen es nur Gewinner gibt und die so simpel umzusetzn wären, dass die anderen gar nicht auf die Idee dazu kämen...  ::)


Vitus

Die wenigsten Bewohner dieser Straße werden es wissen, daß durch die Hackhergasse einst die Straßenbahnlinie 3 fuhr. Seit 1957 hat auch der Autoverkehr zugenommen und viele Bewohner hatten in der Hackhergasse ihre "Laterntlgarage". Obwohl keiner einen Anspruch darauf hat, sein Auto vor dem Haus parken zu können, schürt das nun die Ablehnung einer Straßenbahn, da im Gegensatz zum Busverkehr bei einer Straßenbahnlinie sehr viele Parklätze auf Dauer vernichtet werden. Man sollte daher die Anrainer in die Planungen einbeziehen und auf ihre Sorgen eingehen und nicht einfach "drüberfahren".   

Sanfte Mobilität

#174
Das grundsätzliche Problem ist ja, dass Projekte der Daseinsvorsorge bei Gelegenheit immer zum politischen Spielball werden. Straßenbahnausbau ist halt keine Sache für eine Legislaturperiode, sondern für Jahrzehnte. Wäre es parteiübergreifender Konsens wäre die Umsetzung auch einfacher und schneller.

Besonders anzumerken ist in dem Fall halt der Wechsel der Meinung/Haltung zwischen Regierungsfunktion und Opposition. Die ÖVP hat halt ein Problem mit den Kommunisten. Das ist ihr gutes Recht, aber gegen ein Projekt zu sein, das für die Stadt äußerst wichtig ist, hinterlässt bei mir erhebliche Fragezeichen für die Regierungsfähigkeit der Grazer ÖVP.

Zitat von: Vitus am Gestern um 11:25Die wenigsten Bewohner dieser Straße werden es wissen, daß durch die Hackhergasse einst die Straßenbahnlinie 3 fuhr. Seit 1957 hat auch der Autoverkehr zugenommen und viele Bewohner hatten in der Hackhergasse ihre "Laterntlgarage". Obwohl keiner einen Anspruch darauf hat, sein Auto vor dem Haus parken zu können, schürt das nun die Ablehnung einer Straßenbahn, da im Gegensatz zum Busverkehr bei einer Straßenbahnlinie sehr viele Parklätze auf Dauer vernichtet werden. Man sollte daher die Anrainer in die Planungen einbeziehen und auf ihre Sorgen eingehen und nicht einfach "drüberfahren".   

Durch die Hackhergasse fuhr noch nie eine Straßenbahn. Die Linie 3 verkehrte über die Wiener Straße. Und die jetzt geplante Linienführung ist auch richtig so, weil sie in der Folge eben nicht weiter über die Wiener Straße (Gürtel) verkehrt, sondern die Trasse weiter östlich geführt werden soll. Ich erinnere noch an den Aufstand der Anrainer als einstens geplant war, die Buslinien aus der Hackhergasse zu nehmen und (wieder) über die Wiener Straße zu führen.

Zu den Parkplätzen: da ist halt eine Art "Gewohnheitsrecht", aber niemand - auch in der Hackhergasse - hat ein Recht auf einen Parkplatz vor seinem Haus und es kann nicht Aufgabe der Öffentlichen Hand sein, sich um private Probleme von Anwohner zu kümmern. In der Wiener Straße würde es ähnliche Probleme geben. Und ja, es werden da Parkplätze wegfallen, dafür gibt es dann halt eine hochwertige ÖV-Anbindung. Nehme an, man wird sich bemühen, in den umliegenden Straßen Plätze zu substituieren, aber wie soll so ein Projekt im städtischen Raum sonst umgesetzt werden (können)?

Was sicher fehlt ist eine entsprechende Bürgerinformation über das geplante Projekt (ein altes Grazer Manko seit jeher). Spätestens seit dem Beschluss im Gemeinderat hätte man dort darüber informieren müssen. In Unkenntnis darüber verfängt natürlich so eine Kampagne viel leichter. Das ist das klassische Eigentor und man fängt so eine Diskussion dann halt auch nur mehr schwer ein. Wobei: Gegner wird es immer geben und irgendwann muss das Allgemeinwohl dann über Einzelinteressen stehen, sonst kannst du nichts mehr umsetzen. Das ist dann Aufgabe der Politik, aber nicht populistisch-opportunistisch Projekt zu torpedieren.




PeterWitt

Die Straßenbahn Linie 3 fuhr sehr wohl über die Hackhergasse! Lendplatz-Wienerstraße-Bienengasse (S-Kurve)-Hackhergasse-Kalvariengürtel-Wienerstraße, genau so, wie es die Linie 40 heute noch tut.

Betreffend Anrainer-Information könnte man natürlich etwas proaktiver informieren, es isz ja aber auch nicht so, dass man schon mit dem Bauen begonnen hätte. Es wurde eine Grundsatzentscheidung getroffen, und es werden wohl jetzt verschiedene Varianten und Details vergleichen und ausgearbeitet, die zB auch Ersatzparkplätze in Parallelstraßen (zB Einführung Einbahn und Schrägparkplätze statt Parallelparkplätze und Gegemverkehr) mit einbeziehen.
Erst wenn man hier klare Vorlagen hat kann man sinnvoll die Bevölkerung mit einbeziehen, sonst erreicht man genau das, was man jetzt hat: eine generelle Ablehung ohne überhaupt einen Plan zu haben, was kommt.

Martin

Zitat von: Sanfte Mobilität am Gestern um 11:27Durch die Hackhergasse fuhr noch nie eine Straßenbahn. Die Linie 3 verkehrte über die Wiener Straße.

Wirklich? - Laut https://zeitlinie.net/graz/de/ fuhr die Linie 3 dort schon....
Liebe Grüße
Martin

Sanfte Mobilität

Zitat von: PeterWitt am Gestern um 11:48Die Straßenbahn Linie 3 fuhr sehr wohl über die Hackhergasse! Lendplatz-Wienerstraße-Bienengasse (S-Kurve)-Hackhergasse-Kalvariengürtel-Wienerstraße, genau so, wie es die Linie 40 heute noch tut.

Korrekt, nehme alles zurück. Ich hatte das anders in Erinnerung.

ZitatBetreffend Anrainer-Information könnte man natürlich etwas proaktiver informieren, es isz ja aber auch nicht so, dass man schon mit dem Bauen begonnen hätte. Es wurde eine Grundsatzentscheidung getroffen, und es werden wohl jetzt verschiedene Varianten und Details vergleichen und ausgearbeitet, die zB auch Ersatzparkplätze in Parallelstraßen (zB Einführung Einbahn und Schrägparkplätze statt Parallelparkplätze und Gegemverkehr) mit einbeziehen.

Aber das Projekt ist in der Pipeline und die generelle Linienführung ist klar, da geht es noch um Details, aber der Plan ist schon, dass die Strecke durch die Hackhergasse gehen wird. Insofern muss man da schon agieren.

Zitat von: Martin am Gestern um 11:50Wirklich? - Laut https://zeitlinie.net/graz/de/ fuhr die Linie 3 dort schon....

Apropos: gibt es von der Seite auch einmal eine Aktualisierung? Die Entlastungsstrecke fehlt da noch komplett ...




FlipsP

PeterWitt hat schon Recht!

Anrainende sollte man dann informieren, wenn man informieren kann. Bis jetzt hat man vielleicht eine Linie auf der Karte gezeichnet.

Aber die Bevölkerung will dort die Veränderung wissen. Das ist eben: Wo kann ich parken, ändert sich an den Haltestellen was, bleiben die Kreuzungen gleich etc.

Das alles wird man jetzt noch nicht wissen

Urbanite1

Hackergasse: Manche Leute sind halt sehr veränderungsresistent und einfach altbacken aber manche Sachen wie Ersatz Anrainerparkplätze können ja gelöst werden...
Wenn die Bim dort ein mal Jahre durchfährt redet dann niemand mehr davon: Die Augartenbucht wurde auch massiv bekämpft ist heute aber sehr sehr beliebt und über Reininghaus jammern eigentlich nur Leute die dort nicht wohnen und das gefühlt immer weniger weil Gewöhnungseffekt...
Was auf jeden Fall eine gute Idee wäre ist bereits proaktiv Ersatzparkplätze in umliegenden Gassen durch Schrägparkplätze/Einbahnen zu planen wie "Peter Witt" es schon geschrieben hat!