Deutsche Bahn

Begonnen von Ragnitztal, 08 05, 2023, 00:48

« vorheriges - nächstes »

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

scheurin

Leider wenig konkretes

TW 581

Die ÖBB und auch Österreich sollte den Druck machen das die Strecke über Mühldorf endlich ausgebaut wird und nicht wieder gestoppt wird, würde auch das deutsche Eck entlasten da dann RJs oder Güterzuge über Mühldorf fahren könnten. Rosenheim - Mühldorf - Landshut gehört eben auch ausgebaut damit diese auch GV von der Hauptstrecke über München abnehmen könnte.

Bayern kommt mir sowieso speziell vor die wollen die Bahn nur wenig weiter ausbauen und das man Strecken Nürnberg - Hof oder so noch immer nicht mit Diesel fährt sagt schon vieles.  Die zweite Stammstrecke in München ist schon ein richtiges Projekt.

Für die Schuldenbremse wurden zahlreiche Investitionen in deutsche Schienennetz nie getätigt oder man für einzelne Projekte Milliarden versenkt. Die VDE 8 (Berlin - Halle/Leipzig - Erfurt - Nürnberg) ist immerhin ein Projekt welches gut gelungen ist.

Wegen den Totalsperren die sind leider notwendig um die Infrastruktur doch wieder auf einen aktuellen Stand zu bringen, hoffe das die Strecke Nürnberg - Passau auch gleich ETCS bekommt zumindest vorbereitet.
LG TW 581

Martin

Liebe Grüße
Martin

TMG

Ja, das Allerletzte!  :'(

TW 581

Die Generalsanierung der Bahnstrecke Berlin - Hamburg dauert länger als geplant.

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/bahn-hamburg-berlin-verzoegerung-100.html
LG TW 581

Franz312

Zitat von: TW 581 am  16 02, 2026, 19:47Die Generalsanierung der Bahnstrecke Berlin - Hamburg dauert länger als geplant.

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/bahn-hamburg-berlin-verzoegerung-100.html
Wow, Winterwetter in Winter, wer hätte das gedacht. Und das gleiche 2 Jahren davor zwischen Fulda und Kassel. Hier schafft jemand kaum mehr, zwei Neuronen miteinander zu verbinden

TW 581

Hätte die Strecke gleich von vorhinein ein Jahr lang gesperrt und damit hätte man ETCS auch einbauen können und der Winter ist heuer schon hartnäckiger als die letzten.
LG TW 581

Sanfte Mobilität

Diese ganzen Sanierungen scheinen sehr dilettantisch geplant zu sein, offenbar auch auf politischen Druck. Jetzt läuft das Projekt der Großsanierungen - auch aus Geldmangel - ein Jahr länger.

Bei der aktuellen Sperrung Hagen - Köln saniert man zwar Gleise und Oberleitungen, aber nicht die Stellwerke. Das bedeutet in der Folge wieder monatelange Sperrungen. Warum das nicht auf einmal geschieht, weiß niemand. Beim neuen Stellwerk in Köln musste man wenige Tage vor der Sperrung absagen, weil die Software nicht funktioniert hat. Das Projekt ist nun auf den St. Nimmerleinstag (2027) verschoben.

Essen - Duisburg ist jetzt laufend wegen einer Autobahnbaustelle gesperrt (zuletzt den ganzen Jänner über), viel passiert aber auf der Bahnstrecke nicht, dafür soll in einigen Jahren soll zwischen Hamm und Duisburg komplett gesperrt werden für mehrere Monate. Warum nicht jetzt schon die Zeitfenster nutzt, ist nicht bekannt und zeugt von der Misswirtschaft in der Bauplanung. Auch die Abstimmung mit anderen Trägern scheint es nicht zu geben.

Bei Hamburg - Berlin ist es einfach eine Farce über die Wintermonate keinen Puffer eingebaut zu haben. Dort war es in den letzten Wochen extrem winterlich (Temperaturen, Schnee - damit kann man in Berlin auch nicht umgehen, faktisch nix geräumt etc. pp) - es ist halt Winter und nicht Sommer (da kann es dann wieder zu heiß sein ...).

Das passt leider alles in das aktuelle Bild des deutschen Bahnunternehmens. MMn sind solche Großbaustellen für den Betrieb einfach nicht zu handeln. Wie würde man in Deutschland sagen: "Kleinere Brötchen backen!". ABER: es wird halt auch nur saniert, es kommt keine zusätzliche Strecke, kein zusätzliches Gleis o. ä. Zwischen Hamm und Bielefeld zuckelt der verspätete ICE immer noch dem Nahverkehr nach und reißt noch mehr Zeit auf. Die Bahnhöfe Hannover und Köln sind das reinste Nadelöhr, bei den kleinsten Unregelmäßigkeiten bricht dort der Verkehr zusammen (habe da zuletzt 40 Minuten bei der Einfahrt (!) verloren).

Wie ich schon einmal schrieb: man wird die Probleme nicht mehr in den Griff bekommen, weder infrastrukturell noch fahrplantechnisch, dass hat man in der Zeit der Schwäbischen Hausfrau aka Schwarze Null schlicht versäumt!

StlB Kh. 101

Eigentlich könnte man die Deutsche Bahn als Infrastrukturgesellschaft auflösen, alle Regionalstrecken und vielleicht sogar die Fernverkehrsstrecken den Bundesländern geben. Die wären dann immerhin konkreter dafür verantwortlich.

scheurin

#189
Würde ich für gefährlich halten, dann passiert so etwas wie bei Ludwig / Pröll und der Semmeringbahn. Da hörte die Welt hinter Gloggnitz auf.

Sanfte Mobilität

Zitat von: StlB Kh. 101 am  17 02, 2026, 18:09Eigentlich könnte man die Deutsche Bahn als Infrastrukturgesellschaft auflösen, alle Regionalstrecken und vielleicht sogar die Fernverkehrsstrecken den Bundesländern geben. Die wären dann immerhin konkreter dafür verantwortlich.

Um Gottes Willen, nicht noch mehr deutsche Kleinstaaterei. MMn muss das DB-Gesetz insofern geändert werden, dass die DB auch die Strecken laufend erhält und nicht verfallen lässt, damit der Bund die Sanierungen bezahlt. Thema ist sicher die Trennung Fahrweg/Betrieb, aber nicht die Filetierung und die Frage der Dividenden an den Bund.

StlB Kh. 101

Zitat von: Sanfte Mobilität am  17 02, 2026, 18:21Um Gottes Willen, nicht noch mehr deutsche Kleinstaaterei. MMn muss das DB-Gesetz insofern geändert werden, dass die DB auch die Strecken laufend erhält und nicht verfallen lässt, damit der Bund die Sanierungen bezahlt. Thema ist sicher die Trennung Fahrweg/Betrieb, aber nicht die Filetierung und die Frage der Dividenden an den Bund.
Ich weiß nicht, es war nur eine Idee weil sich offensichtlich etwas ändern muss. Man könnte die DB-Strecken auch in eine Gesellschaft überführen, die allen Bundesländern und evtl dem Bund gemeinsam gehört.

Sanfte Mobilität

Ich will da jetzt auch keine Ferndiagnosen stellen: Faktum ist aber, dass die DB als börsenaffiner integrierter Logistikkonzern angelegt ist. Das Kerngeschäft "Bahn" hatte da in der Zwischenzeit nicht so den großen Stellenwert, zumal eben Erhaltung Bundessache ist. Je mehr Mitspieler es da aber gibt, desto komplizierter wird es aber. Vermutlich ist die Trennung Fahrweg und Betrieb das sinnvollste.

In D versucht man ja irgendwie Planung und Bau zu beschleunigen, im Moment auf Kosten von Umweltstandards, allerdings sind der Behördendschungel und die Bürokratie das eigentliche Problem, dass schnelles Bauen verhindert. Man fängt also an der falschen Seite an, insofern habe ich da auch keine große Hoffnung bezüglich der DB.

LS64

Zitat von: StlB Kh. 101 am  17 02, 2026, 20:26[...]eine Gesellschaft [...], die allen Bundesländern und evtl dem Bund gemeinsam gehört.

Da ist es dann aber schwierig mit Einigkeit :)