Störungen im steirischen Schienennetz

Begonnen von TW 529, 28 03, 2022, 19:35

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Franz312

Zitat von: Eilzug am  20 02, 2026, 23:47Bahnhofsvorsteher gibt es schon lange nimmer.
Du meinst wahrscheinlich den Fahrdienstleiter.

Extremwetter ist wie der Name schon sagt extrem. Da gehört auch Ruhe bewahren dazu.
Aggressionen, Gewalt und Vandalismus sind extrem fehl am Platz.

Supa Aktion, nach Schaffnern werden nun auch noch Fahrdienstleiter angegriffen.
Was ist mit den Leuten falsch?
Was vor 20 Jahren die Norm war, ist nicht extrem. Dass in der Wüste 40 Grad erreicht werden, ist auch normal, man muss die Infrastruktur dazu anpassen. Also keine Bäume neben Trassen, usw. Aber das kostet Geld, was niemand jetzt für die Öffentlichkeit zahlen will.

Natürlich ist Gewalt nicht die Antwort. Aber Lügen (von Seite der ÖBB und Infra) ist auch nicht das richtige Weg, und das sehe ich immer öfter!

FlipsP

Zitat von: Franz312 am  21 02, 2026, 08:19Weil alles, was nicht explizit verboten ist, nicht effektiv ist. Die Behörden sollten viel strenger sein. Alle lkws die wir fahren sollten samt Inhalt beschlagnahmt werden, nur so würde es funktionieren


Was genau willst du?
Den kompletten LKW Verkehr lahm legen?

Willst du die Wirtschaft und das Leben in dieser extremen Situation noch weiter erschweren?


Du schreibst schon - wieder - sehr viel Schwachsinn.

amoser

Franz312 schreibt keinen Schwachsinn, er schreibt die Wahrheit über den Irrsinn unserer Zeit.
"Just in time" heißt die Devise. auch wenn es in den Straßengraben geht und daraus ein "Much later in time" wird.

Sanfte Mobilität

Zitat von: FlipsP am  21 02, 2026, 09:24Willst du die Wirtschaft und das Leben in dieser extremen Situation noch weiter erschweren?

Gut, gestern war (zumindest in der Steiermark) größtenteils der LKW-Verkehr lahmgelegt und ob es wirklich der Weisheit letzter Schluss ist, alles und jedes auf der Straße zu transportieren ist halt auch eine Frage (umweltpolitisch und volkswirtschaftlich). Die absolut verzerrte Kostenstruktur Straße/Schiene verschärft die Situation noch zusätzlich.

Jucken tut mich aber so eine Aussage bezüglich der angeblich erschwerten Bedingungen für die Wirtschaft. Am Ende sitzen wir im selben Boot: da hilft es wenig, sich als Opfer zu generieren und andere als Schuldige (angebliche "Lifestyle"-Teilzeit etc).

Die Gründe für einen Teil der Lage sind bekannt und alternativlos. Da sollte insgesamt anders argumentiert werden.

FlipsP

Ihr seid recht lustig, finde ich.

Wir können jetzt gerne eine fundamentale Unterhaltung führen, ob der LKW so stark genutzt werden sollte oder ob man zB mehr auf die Bahn setzen sollte. Da bin ich sofort bei zweiterem.

Aber ganz schnell fallen mir 3 Dinge ein:

1 Ganz ohne LKW geht es nie
2 selbst wenn man per Bahn fährt, ist oft genug Vor- und Nachlauf per LKW
3 Ich sah zB 2 LKW von Spar die festhängten oder zumindest Probleme hatten. Also jene die euch direkt beliefern und euch eure Lebensmittel bringen.
Toll wenn man denen verbietet zu fahren. Wirklich kluge Idee.

LS64

Zitat von: Eilzug am  20 02, 2026, 23:47Bahnhofsvorsteher gibt es schon lange nimmer.
Du meinst wahrscheinlich den Fahrdienstleiter.

Ich weiß nicht, ob es dort einen Fahrdienstleiter gibt. Ich habe das aus erster Hand von einem Nicht-Eisenbahner und einfach sein Wording übernommen - was soll ich auch sonst machen. Welche Posten es genau in Slowenien gibt und wie diese zu übersetzen sind, kann ich beim besten Willen nicht beurteilen.
Der Bahnhof ist jedenfalls so klein, dass mich wundert, dass dort überhaupt irgendjemand ist/war.
Stimme Dir aber zu, habe auch gestutzt.


Zitat von: Eilzug am  20 02, 2026, 23:47Extremwetter ist wie der Name schon sagt extrem. Da gehört auch Ruhe bewahren dazu.
Aggressionen, Gewalt und Vandalismus sind extrem fehl am Platz.

Supa Aktion, nach Schaffnern werden nun auch noch Fahrdienstleiter angegriffen.
Was ist mit den Leuten falsch?

Ja, na klar ist Gewalt keine Lösung.
Wenn Dir aber um 19 Uhr Abends erzählt wird, dass dort Busse kommen, Du deshalb in die S-Bahn einsteigst....
Dann wird es immer dunkler, niemand kümmert sich um Dich, stundenlang stehst Du bei 1°C in der Kälte.....

Was ich sagen will: Man kann Leute auch provozieren. Die waren schlicht verzweifelt, mehr nicht. Die wussten nicht, ob sie da einfach stehen gelassen werden am A. d. W. - ich kann das ehrlich gesagt total nachvollziehen, dass es Leute gibt, die dann verrückt spielen. Und dann sagt der einzige Typ, der irgendwas hätte machen können, er wisse nicht, ob Busse kommen und er wäre dafür nicht "zuständig".
Wie gesagt, man kann Leute auch provozieren. Jeder, der mal was bzgl. Crowd-Engineering gehört hat, schlägt die Hände überm Kopf zusammen.
Hättens die Leute einfach in Maribor warten lassen können - da gibt es wenigstens Hotels zur Not, Supermarkt mit Essen und Wasser, Licht...

Für mich hat das auch was von Fahrlässigkeit, ehrlich gesagt.

Sanfte Mobilität

Zitat von: FlipsP am  21 02, 2026, 12:05Ihr seid recht lustig, finde ich.

Offenbar hast du mein Post nicht gelesen, solltest du aber vielleicht nochmals tun.

Die Situation in der Logistik ist wie sie ist im Moment, ist aber - und ich denke, da sind wir uns einigt - aus unterschiedlichsten Gründen suboptimal.

Das war das Thema und nix anderes!

amoser

Jetzt haben wir den Salat: verarschte Fahrgäste und hängen gebliebene LKW's

Die Frage muss schon erlaubt sein, ob es legitim und notwendig ist, dass schlecht ausgerüstete LKW's bei diesen Tage vorher angekündigten Verhältnissen unbedingt losfahren müssen.

Eilzug

#218
Eigenverantwortung, Eigenverantwortung, Eigenverantwortung.

Bei Extremwetter verreisen hat extremes Risiko.

Gewalt ist keine Lösung.

Heute glaubt jeder das die anderen immer verantwortlich sind, und alles lösen müssen.

Ziemlich arm.

Zeigt ja auch das Großglocknerurteil.

Wenn ich ins Gebirge steige, wenn ich bei angesagtem Schnee außer Haus gehe muss ich mit Problemen rechen.

amoser

"Die Frage muss schon erlaubt sein, ob es legitim und notwendig ist, dass schlecht ausgerüstete LKW's bei diesen Tage vorher angekündigten Verhältnissen unbedingt losfahren müssen."

Wenn ein User diese Frage als "pauschale und verunglimpfende Aussage" sieht oder liest, frage ich mich schon, ob man mit diesem Menschen noch sachlich diskutieren kann?

s_gelb

Zitat von: Franz312 am  21 02, 2026, 08:26Natürlich ist Gewalt nicht die Antwort. Aber Lügen (von Seite der ÖBB und Infra) ist auch nicht das richtige Weg, und das sehe ich immer öfter!

Was haben die Vorkommnisse in Šentilj mit den ÖBB zu tun? Die ÖBB sind dort weder EVU noch EIU.

LS64

#221
Zitat von: Eilzug am  21 02, 2026, 13:51Heute glaubt jeder das die anderen immer verantwortlich sind, und alles lösen müssen.

Um eine gute Entscheidung treffen zu können, muss man gut informiert werden.

Und wenn jemand von der Bahn in Maribor sagt "es kommt ein SEV, steigen Sie in diesen Zug, der bringt Sie hin", dann gibt es keinen Grund, das nicht zu glauben. Das Extremwetter war ja schon Stunden vorbei. Die Folgen und Möglichkeiten nach diesem Ereignis kann ich als Fahrgast nicht abschätzen.

(Mit dem Großglockner-Thema sehe ich (beim Thema in Šentilj) keinen Zusammenhang bei den Ursachen - bitte um Aufklärung.)



Vielleicht habe ich hier eine falsche Einschätzung, dann berichtigt mich gerne.

Eilzug

#222
Ich glaub niemand macht das absichtlich. In Ausnahmesituation darf sich keiner erwarten das alles nachdem Schnürchen läuft.

Zitat von: LS64 am  23 02, 2026, 08:10Das Extremwetter war ja schon Stunden vorbei. Die Folgen und Möglichkeiten nach diesem Ereignis kann ich als Fahrgast nicht abschätzen.



Die Folgen sind teilweise noch heute merkbar.


"Fahrgäste müssen über Störungen, Verspätungen, Zugausfälle und voraussichtliche Folgen angemessen informiert werden. Die Fahrgäste trifft jedoch auch die Pflicht, sich rechtzeitig selbst zu informieren."
https://www.oesterreich.gv.at/de/themen/reisen_und_freizeit/passagier_und_fahrgastrechte/1

Bin auch schon gestrandet..
Bei Extremwetter versuche ich Reisen aufzuschieben, ander zu planen.

Franz312


Ragnitztal

#224
Zitat von: Franz312 am  23 02, 2026, 14:59Inzwischen in den USA...
https://www.bbc.co.uk/news/live/cy7jnjz75e8t?post=asset%3A2e16ac95-bc71-4ab3-b482-44031e543593#post
22 Zoll Neuschnee. Das ist Extremwetter, nicht 5-10 cm!

Bei den Blizzards dort bricht die marode öffentliche Infrastruktur regelmäßig zusammen. Die USA sind da sicher keinen Vergleich wert und auch kein Vorbild!