Ruine Gösting

Begonnen von Martin, 06 08, 2025, 10:46

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kärntner_1293 und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Sanfte Mobilität

Aber die Burg Gösting ist ja im Privatbesitz, hat den Herrn Auer seinerzeit niemand gezwungen, das Areal zu kaufen. Und als der Erhalt zu teuer wurde, kam der Ruf nach der Öffentliche Hand.

W.

StlB Kh. 101

Ja, eh. Aber hätte die Grazer Bürgerschaft den Schloßberg vor knapp 200 Jahren nicht in ihr öffentliches Eigentum übernommen hätte, wäre er vielleicht heute auch in Privatbesitz. Das sind historisch gewachsene Tatsachen.

Und wenn in einer Stadt mit 300.000 Einwohnern ein beliebtes Ausflugsziel zu Verkauf steht, hat das auch eine soziale Komponente, dass sich die Stadt darum bemühen sollte.

Sanfte Mobilität

Es spricht auch nichts dagegen, dass Grazer Bürger diese Burg kaufen. Einen Hügel weiter hat ja auch ein Grazer Unternehmer eine Investition für seine Stadt getätigt.

Bizarr ist einfach nur, jetzt wieder einen "Skandal" konstruieren zu wollen, weil die Burg vor 5 Jahren angeblich halb so teuer war. Ist auch ganz logisch, weil damals nur ein Bruchteil des Grundbesitzes mitverkauft werden sollte gegenüber dem aktuellen Angebot. Und die Erhaltung muss auch finanziert werden das scheint aber bei einigen einfach keine Rolle zu spielen.

W.

Ch. Wagner

Zitat von: Sanfte Mobilität am  24 08, 2025, 13:03kam der Ruf nach der Öffentliche Hand.


.."Schützenden Hand" ...

riggnix

Zitat von: Ch. Wagner am  24 08, 2025, 18:10.."Schützenden Hand" ...

Der Herr Schützende Hand kann's eh kaufen, davon hält ihn keiner ab  ;)

danihak

Zitat von: StlB Kh. 101 am  24 08, 2025, 12:23Ich seh ein beliebtes Ausflugsziel nicht als "Spielzeug". Den Schloßberg würde ja auch niemand privatisieren wollen.

Die Ruine ist in privater Hand. Also geht's nicht um eine Privatisierung...


StlB Kh. 101

Dafür hat man also Geld, obwohl das Glockenspiel eh unter Denkmalschutz steht und sowiso öffentlich zugänglich ist. Und für die Ruine Gösting hat man kein Geld.

https://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/20762409/die-stadt-graz-kauft-das-glockenspielhaus-um-3-4-millionen-euro

PeterWitt

Zitat von: StlB Kh. 101 am  14 04, 2026, 11:59Dafür hat man also Geld, obwohl das Glockenspiel eh unter Denkmalschutz steht und sowiso öffentlich zugänglich ist. Und für die Ruine Gösting hat man kein Geld.

https://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/20762409/die-stadt-graz-kauft-das-glockenspielhaus-um-3-4-millionen-euro
Ich glaube nicht, dass man das so 1:1 vergleichen kann. Ich finde es auch befremdlich, dass man das Haus gekauft hat, speziell in Zeiten, in denen das Budget angespannt wie nie ist, aber:

- das Glockenspiel-Haus hat Gastronomieflächen und andere (Wohn-?)Nutzflächen,  durch deren Vermietung man auch wieder Geld einnehmen kann.
- das Glockenspiel-Haus kann man jederzeit wieder verkaufen, wenn es das Budget erforderlich macht. Durch die steigenden Immo-Preise ist das Verlustrisiko gering, eher handelt es sich hier um eine Geldanlage, auch wenn man kurzfristig in Instandhaltung investieren muss.
- die Ruine Gösting ist schwer baufällig, mit dem Ankauf alleine ist es weit nicht getan, und selbst wenn die Burg an sich renoviert wurde muss noch kräftig in die Infrastruktur (Wasser, Kanal) investiert werden
- die Ruine Gösting wird kaum nennenswerte Mieteinnahmen erzielen, eher wird man dort einem Betreiber seine Verluste teilweise ersetzen müssen
- die Ruine Gösting ist quasi unverkäuflich, das allenfalls investierte Geld ist also weg.

Insofern halte ich diesen Deal für den finanziell unbedenklicheren.

StlB Kh. 101

Da ist was dran. Aber die Ruine Gösting könnte man um vergleichsweise weniger Geld kaufen. Und die Zugänglichmachung, für die man ggf auch private Sponsoren suchen bzw den Burgverein einbinden kann, würde vielen Grazern etwas bringen. Das Glockenspielhaus ist als Immobilie wertvoller, aber der einzige Vorteil abseits der Geldanlage ist jetzt, dass man das Glockenspiel reparieren lassen kann, falls es demnächst wieder mal kaputt gehen sollte und dafür nicht bei einem privaten Hausherren betteln gehen muss. Das ist vielleicht nicht nix, aber ein deutlich kleinerer Nutzen für die Grazer als das Ausflugsziel der Ruine.

FlipsP

Zitat von: StlB Kh. 101 am  14 04, 2026, 18:18Da ist was dran. Aber die Ruine Gösting könnte man um vergleichsweise weniger Geld kaufen. Und die Zugänglichmachung, für die man ggf auch private Sponsoren suchen bzw den Burgverein einbinden kann, würde vielen Grazern etwas bringen. Das Glockenspielhaus ist als Immobilie wertvoller, aber der einzige Vorteil abseits der Geldanlage ist jetzt, dass man das Glockenspiel reparieren lassen kann, falls es demnächst wieder mal kaputt gehen sollte und dafür nicht bei einem privaten Hausherren betteln gehen muss. Das ist vielleicht nicht nix, aber ein deutlich kleinerer Nutzen für die Grazer als das Ausflugsziel der Ruine.

Also viel weniger als 3-4 Mio Euro für die ganze Ruine kann ich mir nicht wirklich vorstellen.

Ch. Wagner


Das Glockenspiel steht auf der Liste der Stadtführungen und wird halt gerne Touristen gezeigt.


StlB Kh. 101

Zitat von: Ch. Wagner am  14 04, 2026, 19:20Das Glockenspiel steht auf der Liste der Stadtführungen und wird halt gerne Touristen gezeigt.

Eh. Aber es steht ja auch unter Denkmalschutz und durch die Stadt als Eigentümer ändert sich vordergründig nicht viel.

StlB Kh. 101

Zitat von: FlipsP am  14 04, 2026, 18:37Also viel weniger als 3-4 Mio Euro für die ganze Ruine kann ich mir nicht wirklich vorstellen.

Die Stadt hätte die Ruine offenbar um 1,2 bis 1,4 Millionen Euro kaufen können. Laut Kleiner Zeitung. Das hätte ich auf jeden Fall gemacht. Selbst wenn es dann noch dauert, bis man sie zugänglich machen kann.

https://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/20576045/stadt-will-maximal-500000-euro-fuer-ruine-goesting-und-wald-zahlen

Ch. Wagner


Von Joseph Kyselak, erwandert 1825

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