HGL Projekt „move2zero“

Begonnen von FlipsP, 15 11, 2022, 12:12

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TW 581

Zwei Bilder von gestern vom den Graz Linien eCitaros.

951_fleidergasse_200126.jpg
eCitaro G 951 als Linie 67, Neuholdaugasse.

941_karlauer_guertel_200126.jpg
eCitaro 941 als Linie 67, Karlauer Gürtel
LG TW 581

amoser

Zitat von: TW 529 am  15 01, 2026, 19:29Ist der E-Citaro.  ;)

E-Citaro solo: 941,942
E-Citaro Gelenker: 950,951

Habe gestern auf BL 32 einen der beiden Gelenker und auf BL 67 einen der beiden Solobusse gesichtet.
Gibt es zu diesen Bussen nähere Angaben, z.B. Akku- oder Kondensatorbusse, Reichweite, Lademodalitäten etc.?

TW 581

Seit dieser Woche fährt der eCitaro G auch auf der Linie 31.
LG TW 581

Martin

Seit dieser Woche (Ferienfahrplan) auch auf der Linie 33.
Liebe Grüße
Martin

FlipsP

Zitat von: Stipe am  13 05, 2026, 08:48Weiß eigentlich irgendjemand, ob da weitere Beschaffungen geplant sind - die Busse scheinen ja klaglos zu funktionieren?

Meine Vermutung:

Wie man Graz kennt wird man vermutlich so in 2-5 Jahren wieder eine kleine Serie von 4-10 eBussen kaufen.
Leoben und Bruck/Kapfenberg werden da vermutlich schon bald 100% elektrisch sein.


Simon

Zitat von: FlipsP am  13 05, 2026, 10:22Meine Vermutung:

Wie man Graz kennt wird man vermutlich so in 2-5 Jahren wieder eine kleine Serie von 4-10 eBussen kaufen.
Leoben und Bruck/Kapfenberg werden da vermutlich schon bald 100% elektrisch sein.


Nachdem sie ja noch genug Dieselbusse abrufen können, damit noch die EU umgehen, wird sich da leider nicht viel ändern

5047er

Nur weil man die Busse abrufen kann heißt das ja noch nicht, dass man das auch tun wird. Gerade in Zeiten wie diesen.

PeterWitt

Entscheidend wird wohl auch sein, wie rasch man die passende Ladeinfrastrukrur errichten kann, und da geht's ja nicht nur um diw Ladesäulen (oder Überkopf-Ladepunkte - wie wird denn das in Graz aktuell praktiziert?), sondern vor allem um die Zuleitung und die Trafokapazität, um binnen weniger Stunden dann über 200 Busse laden zu können.

Simon

Zitat von: 5047er am  13 05, 2026, 17:48Nur weil man die Busse abrufen kann heißt das ja noch nicht, dass man das auch tun wird. Gerade in Zeiten wie diesen.
Haha, so wie man die Holding und ihre eingesessenen konservativen Führungskräfte kennt, wird da der diesel so lang gekauft wie geht. Weißt, die denken auf ihre Bilanz jedes Jahr und da gehen sich scheinbar keine Veränderungen in die Zukunft aus. Rein Wirtschaftlich machen E Busse auf lange Sicht schon länger Sinn, aber soweit wird leider nicht gedacht.

TW 581

Vom neuen Bushof mit Landestation hört man nichts mehr, das Projekt dürfte so auch nicht mehr kommen?

Zumindest wäre es sicher gut wenn man weitere 6 eBusse anschafft hätte man 10 Stück und könnte so langsam wachsen, zumindest am 31er und 32er machen sie sich nicht so schlecht.
LG TW 581

s_gelb

Zitat von: TW 581 am  14 05, 2026, 09:49Vom neuen Bushof mit Landestation hört man nichts mehr, das Projekt dürfte so auch nicht mehr kommen?



Naja, den Standort braucht man ja erst, sobald man über eine entsprechende Zahl neuer Busse verfügt.

PeterWitt

#311
Zitat von: s_gelb am  14 05, 2026, 10:34Naja, den Standort braucht man ja erst, sobald man über eine entsprechende Zahl neuer Busse verfügt.
Und wo werden diese Busse dann geladen, wenn es den Betriebshof samt Ladeinfrastruktur noch nicht gibt?
Mit einer Wallbox in der Kärntnerstraße ist's da nicht getan.

Nur so zum nachdenken: ich habe gerade mit der Errichtung von 8 Stk. Superchargern zu je 450kW zu tun, die sind für PKW konzipiert.
Ich denke, dass man beim Bus wohl von ähnlichen Leistungen ausgehen muss, wenn man über Nacht die Batterien für den ganzen nächsten Betriebstag füllen möchte.
Bei einer geplanten Busflotte von 200+ und einer gestaffelten Ladung von sagen wir mal ca 20:00 bis 6:00 werden noch immer gut 100 Busse zeitgleich beim Laden sein.
Das wären dann 45 MW, die bereitgestellt werden müssten! Das Murkraftwerk liefert 17,7 MW Spitze, man bräuchte also 3 solcher Kraftwerke unter Volllast, um den Betriebshof zu versorgen.
Mit der vorhandenen Infrastruktur (die Garage Kärntnerstraße liegt mWn nicht direkt an einer 380kV-Leitung) wird sich das kaum ausgehen.

s_gelb

Zitat von: PeterWitt am  14 05, 2026, 11:27Und wo werden diese Busse dann geladen, wenn es den Betriebshof samt Ladeinfrastruktur noch nicht gibt?
Mit einer Wallbox in der Kärntnerstraße ist's da nicht getan.


Natürlich im neuen Betriebshof. Aber den braucht man ja erst, wenn es die Busse in dieser Anzahl gibt. Und diese Busse gibt es außer 4 Stück noch nicht.

FlipsP

Zitat von: TW 581 am  14 05, 2026, 09:49Vom neuen Bushof mit Landestation hört man nichts mehr, das Projekt dürfte so auch nicht mehr kommen?

Nur weil da nix mehr kommt, muss das nichts Schlechtes heißen.

Ich bin da schon nachbautet Dinge.wenn nicht wäre das schon ein starker Schritt gegen den Fortschritt.

ZitatZumindest wäre es sicher gut wenn man weitere 6 eBusse anschafft hätte man 10 Stück und könnte so langsam wachsen, zumindest am 31er und 32er machen sie sich nicht so schlecht.

Auch 10 Busse sind lächerlich für eine Stadt wie Graz.
10 Stück müssten die MVG heute schon haben oder? Leoben hat auch schon mehr bestellt, wenn ich mich nicht irre.

Graz müsste eigentlich ab jetzt die Neubesetzungen zumindest zur Hälfte (eigentlich ganz) elektrisch bestellen.

Zitat von: PeterWitt am  14 05, 2026, 11:27Nur so zum nachdenken: ich habe gerade mit der Errichtung von 8 Stk. Superchargern zu je 450kW zu tun, die sind für PKW konzipiert.
Ich denke, dass man beim Bus wohl von ähnlichen Leistungen ausgehen muss, wenn man über Nacht die Batterien für den ganzen nächsten Betriebstag füllen möchte.
Bei einer geplanten Busflotte von 200+ und einer gestaffelten Ladung von sagen wir mal ca 20:00 bis 6:00 werden noch immer gut 100 Busse zeitgleich beim Laden sein.
Das wären dann 45 MW, die bereitgestellt werden müssten!
Das Murkraftwerk liefert 17,7 MW Spitze, man bräuchte also 3 solcher Kraftwerke unter Volllast, um den Betriebshof zu versorgen.
Mit der vorhandenen Infrastruktur (die Garage Kärntnerstraße liegt mWn nicht direkt an einer 380kV-Leitung) wird sich das kaum ausgehen.

Das Lademanagement ist schon eine Herausforderung, aber ganz so wild ist es nicht!

Es schadet nicht, wenn man bei Flotten ca 5-10% der Lademöglichkeiten als Schnellader ausführt (zB 450 kW, aber auch 300 kW reichen da), für den Rest reichen kleinere.


Ein Gelenkbus braucht im Jahresmittel ca 170-200 kWh pro 100 km (wer andere zahlen hat gerne her damit, danke!)

Zwei Beispiellinien:

Die Linie 64 (aktuell kombiniert in 64E und 64; warum eigentlich?) ist in eine Richtung ca 13 km lang und braucht dafür ca 40 Minuten + 6,5 Minuten Wendezeit (4 und 9 an den Wendestellen). Im Schnitt also ca 16,8 km/h.
Die Betriebszeiten sind von ca 5 bis 24 Uhr, also 19 Stunden (bitte verzeiht, dass ich das jetzt so ungefähr annehme).
Ein Bus fährt also maximal (wenn er erster und letzten Bus wäre) 320 km, bräuchte also 640 kWh an dem Tag.

Die Linie 32 ist in eine Richtung ca 8,2 km lang und braucht dafür ca 27 Minuten + 4 Minuten Wendezeit (2 und 6 an den Wendestellen). Im Schnitt also ca 15,9 km/h.
Die Betriebszeiten wieder 19 Stunden.
Ein Bus fährt also maximal 303 km, bräuchte also 605 kWh an dem Tag.

Mit 450 kW Ladern wären die ca 640 kWh in ca 2 Stunden nachgeladen. Das braucht es nicht.
Selbst wenn man vom Extremfall ausgeht, dass der letzte Bus wieder als erstes raus muss UND dann auch wieder den ganzen Tag fährt, bleiben ca 4 Stunden um ihn zu laden. Alleine so reichen zB 200 kW Lader und damit mehr als die Hälfte weniger, als du annimmst.

Dann darf man nicht vergessen, dass gut 20% der Flotte nach der Frühspitze am Hof steht.

Und ja, natürlich kann und muss man im Auslauf optimieren, sodass eben nicht der letzte Bus direkt wieder als erstes vollgeladen raus muss.

Laut Branchenkennern kommt man so pro Bus im Schnitt auf 8-10 (bis 12) Stunden Ladezeit täglich. Da sind dann die 600 kWh mit 60-75 kW auch wieder geladen.
Und das sind nur die, die wirklich den ganzen Betriebstag von früh bis spät abdecken.

Die Busse die nur in der HVZ verkehren oder als Reserve herumstehen habe ja noch mehr Zeit, um zu laden.

Außerdem habe ich jetzt alles auf einen Gelenkbus gerechnet. Die Flotte besteht aber immer noch zu ca 40% (?) als Normalbussen, was den Verbrauch wieder ein wenig reduziert.

Fazit: Ja, die Anschlussleistung wird enorm (muss aber beim Tempo der Graz Linien erst in vermutlich mehr als einem Jahrzehnt erst so hoch sein).
Aber nicht so dramatisch, wie du als mit 45 MW dargestellt hast.


Immanuel Cunt

Ist halt ein Henne-Ei-Problem, da muss man halt mal an einer Stelle beginnen. Und da die Errichtung der Infra langwieriger und unwägbarer ist als eine Fahrzeugbeschaffung, sollte man damit anfangen.