Jahrhundertchance

Begonnen von sweiland, 25 04, 2024, 14:33

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sweiland

Heute wurde ein spannendes Projekt(?) zur Verkehrsberuhigung der innerstädtischen Murufer vorgestellt, hinter dem u.a. Weitzer und tribeka stehen. Finde die Idee richtig super, fürchte nur, dass es da mal wieder am Mut mangeln wird.
https://www.jahrhundertchance.at/

PeterWitt

Wie jetzt, was jetzt?  :o
"Die Wirtschaft" fordert die wirtschaftsschädigende Verkehrsberuhigung?

Ch. Wagner


Herr Weitzer und seine Freunde fordern ja nichts, sie bieten ein fertiges und leicht realisierbares Konzept an.
Sie unterscheiden sich halt von den anderen, nur Subventionen fordernden und nichts dafür tuenden Wirtschaftstreibenden.

FlipsP

Finde ich super!
Toll, dass das von den Wirtschaftstreibenden selbst kommt!

PeterWitt

Offenbar sehen es manche Verkehrsexperten (inhaltlich vermutlich im Auftrag der ÖVP) gänzlich anders und fordern dazu auf, endlich die Kaufkraft der PKW-Kundschaft nicht dauernd zu gering zu bewerten. So wird u.a. gefordert, dass diese auf möglichst raschem Wege unkompliziert und direkt von den Autobahnen ins Zentrum gelangen soll sowie dort flächendeckend ausreichend Parkplätze vorfinden müsse, da Kunden aus der Umgebung eben alternativlos auf den PKW angewiesen sind  ::)
orf.at

sweiland

Nur 14 Tage zu spät, dieser (schlechte) Scherz.

stef610_neu

Zitat von: PeterWitt am  14 04, 2025, 10:57Offenbar sehen es manche Verkehrsexperten (inhaltlich vermutlich im Auftrag der ÖVP) gänzlich anders und fordern dazu auf, endlich die Kaufkraft der PKW-Kundschaft nicht dauernd zu gering zu bewerten. So wird u.a. gefordert, dass diese auf möglichst raschem Wege unkompliziert und direkt von den Autobahnen ins Zentrum gelangen soll sowie dort flächendeckend ausreichend Parkplätze vorfinden müsse, da Kunden aus der Umgebung eben alternativlos auf den PKW angewiesen sind  ::)
orf.at
Wie soll das gehen? Etwa anstelle von einigen unnützen, wohl schon über 100 Jahre alten Häusern moderne Parkhäuser errichten? Auf dem Weg dorthin müssten aber auch noch ein paar Häuser weg.

Ch. Wagner


Das war nach der Machtübernahme auch vorgesehen. Die Kaiserfeldgasse sollte ohne Rücksich auf bestehende Häuser zur Prachtstrße ausgebaut werden, der neue Hauptplatz wäre südlich des Jakominiülatzes gelegen. Das Rathaus sollte auch abgerissen werden, da es den Platz verschandle. Der Schloßberg sollte großzügig mit Turm ausgebaut werden, der Uhrturm hätte bleiben dürfen.
Der Ausschnitt ist eine Arbeit vom Marcel Glaser von der Uni Graz.

Hitlers Graz.jpg

sweiland

Die Jahrhundertchance wurde jetzt als Grazer Mitte rebrandet - Domain leitet jetzt weiter: https://die.grazermitte.at.
Details auch bei der KLZ: https://www.kleinezeitung.at/steiermark/graz/20714179/initiative-will-durchzugsverkehr-komplett-aus-dem-grazer-zentrum

TMG

Denkt ihr, diese überaus gewinnbringenden attraktivierenden Neugestaltugsvisionen  haben eine Chance, zumindest mittel- bis langfristig umgesetzt zu werden? Falls ja: GENIAL!!  8)

FlipsP

Zitat von: TMG am  26 03, 2026, 17:01Denkt ihr, diese überaus gewinnbringenden attraktivierenden Neugestaltugsvisionen  haben eine Chance, zumindest mittel- bis langfristig umgesetzt zu werden? Falls ja: GENIAL!!  8)

Genial ja!
Umsetzbar? Eher nein. Da schimpfen die Autofahrerparteien sofort los. Außerdem würde man für vieles das Land brauchen und da ist Hopfen und Malz eh verloren.

Sanfte Mobilität

Das hängt vom politischen Willen ab. Kann mir kaum vorstellen, dass ein VP-Bürgermeister und seine MIV-Klientel sowas machen würde. Ich meine, Superblocks sind jetzt nun wirklich nichts Neues mehr und absolut kein Hexenwerk. Es gibt aber genügend ideologisch vorgeprägte Verantwortliche und Meinungsmacher, die sich mit Händen und Füßen dagegen streben werden und den Untergang des Abendlandes, der Stadt und der hiesigen Wirtschaft vorhersagen werden.

Das es die betroffenen Bürger anders sehen, kann man hier erkennen: https://grazer.at/story/de/vekehrsberuhigung-harmsdorf-orf-viertel-projekt-3ww8B8pK/

FlipsP

Man muss sich ja nur vorstellen, wie arg im Harmdorfviertel argumentiert wird, obwohl dort mehr oder weniger nur die selbe Verkehrsberuhigung stattfinden soll, die es in allen angrenzenden Vierteln schon längst gibt (ich glaube in Graz ist überhaupt nur mehr rund um den ORF so wenig Verkehrsberuhigung, kann das sein?)

Eilzug

Zitat von: Sanfte Mobilität am  26 03, 2026, 18:05Das hängt vom politischen Willen ab. Kann mir kaum vorstellen, dass ein VP-Bürgermeister und seine MIV-Klientel sowas machen würde. Ich meine, Superblocks sind jetzt nun wirklich nichts Neues mehr und absolut kein Hexenwerk. Es gibt aber genügend ideologisch vorgeprägte Verantwortliche und Meinungsmacher, die sich mit Händen und Füßen dagegen streben werden und den Untergang des Abendlandes, der Stadt und der hiesigen Wirtschaft vorhersagen werden.

Das es die betroffenen Bürger anders sehen, kann man hier erkennen: https://grazer.at/story/de/vekehrsberuhigung-harmsdorf-orf-viertel-projekt-3ww8B8pK/

Sry aber mit dieser Aussage bedienst du genau die andere Ideologie und Meinungsmache die du bei anderen anprangerst.

Es wäre schön wenn wieder alle egal von welcher Ideologie sie geblendet sind ein bisschen runter kommen. Miteinander und nicht gegeneinander arbeiten.

Sanfte Mobilität

Interessant, die einen dürfen ihre Ideologie für Meinungsmache nutzen, wenn man das aber anspricht, wird man selber in diese Schublade befördert. Das werde ich mir merken.

Der Punkt ist, dass bei allen aktuellen Diskussionen (Schönaugasse, Laimburggasse etc.) IMMER die angeblichen Probleme der Autofahrer im Zentrum stehen und NIE die Probleme der Anwohner, Fußgeher oder Radfahrer. Beispielsweise die Aussage, dass der Radverkehr in der Laimburggase "wichtiger" sei als die Patienten schlägt da mMn dem Fass den Boden aus. Dieser Vergleich ist schlichtweg unverschämt. Was sollen den die Ärzte - und das sind einige - in der Herrengasse sagen, dort kommt niemand mit dem Auto vor die Ordinationstüre und offenbar können die trotzdem davon leben.

Das man bei allen Dingen Kompromisse machen muss steht außer Zweifel, aber zunächst einmal darf die Autofraktion einmal verbal abrüsten und nicht bei jeder Maßnahme - und das sage ich ganz bewusst - Unverschämtheiten in der Öffentlichkeit verbreitern, wie "Parkplatzklau" o. ä.. Die Stadt Graz ist nicht dafür verantwortlich, dass jeder seinen Privat-Pkw abstellen kann, wo er gerade möchte. Dafür ist jeder selbst verantwortlich und ich kenne kein Verfassungsgesetz, dass das Recht auf einen Parkplatz verbrieft. Insofern sind solche Wortmeldung unzutreffend und das wird man ja wohl noch sagen dürfen, oder nicht?