CTG / StLB

Begonnen von Martin, 27 03, 2025, 09:49

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danihak

Zitat von: s_gelb am  21 03, 2026, 21:54Wie bereits geschrieben - Busse können auf verspätete Züge warten.

Gibt es Erfahrungsberichte, wonach der Anschluss Zug auf Linie 635 nicht klappt?


Ist ein solches Abwarten verspäteter Züge vom Verbund überhaupt vorgesehen, wie es zum Beispiel in Niederösterreich teilweise der Fall ist? Wenn nicht, kannst du dich darauf nicht verlassen.
Außerdem dürfte ein Abwarten von mehr als 5 Minuten schwierig werden, da bei der Rückfahrt ein 3-Minuten-Anschluss auf die S1 nach Graz besteht.

s_gelb

Zitat von: danihak am  22 03, 2026, 09:31Bei Verspätungen von bis zu 15 Minuten, die es derzeit regelmäßig auf der S1 gibt, geht sich der 5-Minuten-Anschluss nicht aus. Das ist kein Bus-Bashing, sondern ein real existierendes Problem, das seit dem Fahrplanwechsel nicht nur die Anschlüsse auf die Linie 635 betrifft.

Für solche Verspätungen kann der Bus aber nichts - hier liegt es an den ÖBB, nach einer Einspielungsphase seit der großen Fahrplanumstellung wieder die gewohnt sehr hohe Qualität im Bahnverkehr zu liefern.

danihak

Zitat von: s_gelb am  22 03, 2026, 10:16Für solche Verspätungen kann der Bus aber nichts - hier liegt es an den ÖBB, nach einer Einspielungsphase seit der großen Fahrplanumstellung wieder die gewohnt sehr hohe Qualität im Bahnverkehr zu liefern.

Liest sich irgendwie wie von einem ÖBB-Pressesprecher.

Die andauernden Verspätungen machen das Ganze im Vergleich zu einer eigenen Haltestelle dennoch deutlich unattraktiver – aber das ist wahrscheinlich wieder Bus-Bashing ...

s_gelb

Zitat von: danihak am  22 03, 2026, 11:31Liest sich irgendwie wie von einem ÖBB-Pressesprecher.

Die andauernden Verspätungen machen das Ganze im Vergleich zu einer eigenen Haltestelle dennoch deutlich unattraktiver – aber das ist wahrscheinlich wieder Bus-Bashing ...

Wie schon geschrieben - die Verspätungen sind nicht in Stein gemeißelt - ansonsten würde das sehr gegen das System Eisenbahn sprechen, wenn wir Verspätungen als allgemeinen Normalzustand vorliegen hätten und demnach jegliche Umsteigeverbindung ad adsurdum führen müssten.

riggnix

Ich gehe ehrlich gesagt schon davon aus, dass die Probleme mit den Verspätungen mittelfristig gelöst werden. Die ÖBB hat ihre S-Bahn Steiermark Linien bis jetzt eigentlich sehr zuverlässig betrieben. Dass bei dem großen Umbau nicht alles sofort perfekt läuft war leider abzusehen, ist aber auch irgendwie verständlich.
Spätestens mit dem nächsten Fahrplan - hoffentlich deutlich früher - erwarte ich mir eigentlich wieder durchgehend pünktliche S-Bahnen. Und das traue ich der ÖBB auch zu.

FlipsP

Ich bin der Meinung, dass hier die Verspätungen der S1 auch recht übertrieben dargestellt werden.

Wirkliche Probleme gibt es bei der S6, aber bei der S1 wäre mir das nicht so gravierend aufgelaufen.

Bahnane

Zitat von: danihak am  22 03, 2026, 09:49Ist ein solches Abwarten verspäteter Züge vom Verbund überhaupt vorgesehen, wie es zum Beispiel in Niederösterreich teilweise der Fall ist?
Ja, bei definierten Anschlüssen schon. Bei den meisten Regiobussen wird die Anschluss Situation sogar angezeigt.

Martin

Cargo Terminal Graz: Hohe Nachfrage führt zu temporären Rückstaus 

Maßnahmen zur Entlastung laufen auf Hochtouren



Der Cargo Terminal Graz (CTG) entwickelt sich durch stark wachsende europäische Güterströme zu einem zentralen Knotenpunkt im kombinierten Verkehr. Mit der 2024 in Betrieb genommenen Erweiterung wird die Verlagerung von Gütern auf die Schiene weiter gestärkt. Die Nachfrage liegt inzwischen deutlich über den Prognosen und führt zeitweise zu Kapazitätsengpässen im Betrieb. Um darauf zu reagieren, werden Prozesse optimiert und langfristig zusätzliche Infrastrukturkapazitäten benötigt.
Am Cargo Terminal Graz bündeln die Cargo-Center-Graz Betriebsgesellschaft m.b.H. & Co KG (CCG), die Güterterminal Werndorf Projekt GmbH (GWP) und die Steiermärkischen Landesbahnen (StB) ihre jeweiligen Kompetenzen. Die CCG agiert als Logistikdienstleister und Mitbesitzer des Standortes, die GWP verantwortet als Infrastruktureigentümer die Weiterentwicklung und den Ausbau der Terminalanlagen, während die StB für den operativen Betrieb des Terminals zuständig ist. Gemeinsam arbeiten die Partner daran, den Standort als leistungsfähige Drehscheibe für den kombinierten Güterverkehr weiterzuentwickeln und den steigenden Anforderungen des Marktes gerecht zu werden.

Cargo Terminal Graz als Knotenpunkt wachsender europäischer Güterströme
Die Bedeutung der Adriahäfen und der südlichen Transportkorridore für die österreichische und europäische Wirtschaft hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Gleichzeitig haben globale Veränderungen in den Produktions- und Lieferketten sowie steigende Containerverkehre zu einem starken Wachstum im kombinierten Güterverkehr geführt. Diese Entwicklung macht sich auch am Cargo Terminal Graz bemerkbar.
Bereits 2022 wurde daher die Erweiterung des Terminals auf Basis gemeinsam mit Kunden, Operateuren und Reedereien erhobener Bedarfsprognosen umgesetzt. Die erweiterte Anlage, Terminal B, wurde im Oktober 2024 in Betrieb genommen und ist gezielt auf die Abwicklung des kombinierten Verkehrs, also die Kombination von Schiene und Straße, ausgerichtet. Ziel war und ist es, möglichst viele Güter auf die Schiene zu verlagern und den Lkw-Verkehr auf die notwendige ,,First und Last Mile" zu konzentrieren.

Nachfrage übertrifft alle Prognosen
Die aktuelle Marktentwicklung hat die damaligen Prognosen jedoch deutlich übertroffen. Das Transportvolumen erreicht bereits heute Mengen, die ursprünglich erst in mehreren Jahren erwartet wurden. Besonders seit dem letzten Quartal des Vorjahres ist die Nachfrage nach Containertransporten über die südlichen Häfen und die Schiene sprunghaft angestiegen.
Die Folge: Die technische und infrastrukturelle Kapazität des Terminals sowie der vor- und nachgelagerten Schieneninfrastruktur wird derzeit außergewöhnlich stark beansprucht. Trotz maximaler Auslastung der vorhandenen Umschlagseinrichtungen, Gleisanlagen und Betriebsprozesse können die steigenden Mengen nicht mehr vollständig über den Schienenverkehr abgewickelt werden.

Straßenanlieferungen führen zu Spitzenbelastungen
Ein Großteil der ankommenden Transportmengen hängt eng mit Schiffsankünften bzw. mit Umschlägen in den Seehäfen (z. B. Südhäfen) zusammen. Wenn Schiffe eintreffen, insbesondere bei nicht planmäßigen oder kurzfristig geänderten Ankünften, werden größere Warenmengen gleichzeitig verfügbar und müssen in kurzer Zeit weitertransportiert werden.
Diese Container werden dann häufig per Lkw zum Inlandterminal, etwa zum Cargo Terminal Graz, gebracht. Insbesondere an einzelnen Spitzentagen treffen kurzfristig sehr große Mengen an Containern gleichzeitig per Lkw ein. Aktuell entsprechen diese zusätzlichen gebündelten Straßenanlieferungen an ein bis zwei Tagen pro Woche dem Volumen von bis zu vier Ganzzügen pro Tag (Ein Ganzzug mit einer Länge von etwa 600 m umfasst dabei bis zu 48 40-Fuß-Container). Diese Mengen müssen innerhalb kurzer Zeit abgefertigt werden und führen temporär zu massiven Rückstaus im Zufahrtsbereich.
Der Cargo Terminal Graz ist jedoch als Terminal des kombinierten Verkehrs konzipiert und nicht für großvolumige Straße-Straße-Umschläge ausgelegt.
Um den laufenden Betrieb sowie die pünktliche Abfertigung der Züge sicherzustellen, ist es daher zeitweise notwendig, die Lkw-Annahme zu dosieren oder kurzfristig zu unterbrechen. Diese Maßnahmen dienen dazu, den Gesamtbetrieb aufrechtzuerhalten und die Leistungsfähigkeit des Terminals zu sichern.

Umfassende Maßnahmen zur Prozessoptimierung
Die Steiermärkischen Landesbahnen (StB) als Terminalbetreiber arbeiten bereits mit Hochdruck an einer Reihe kurzfristiger und mittelfristiger Verbesserungsmaßnahmen.

Dazu zählen insbesondere:
• die weitere Digitalisierung der Anliefer- und Abholprozesse,
• die Einführung eines digitalen Check-in-Systems für Lkw,
• neue Kommunikations-Schnittstellen zu Operateuren, Reedereien und Speditionen,
• eine verbesserte Planung von Containerbewegungen,
• die Optimierung der Lager- und Umschlagsprozesse sowie
• Maßnahmen zur besseren Verteilung von Anlieferungen über die gesamte Woche.

Ziel ist es, vorhandene Kapazitäten effizienter zu nutzen, unnötige Umlagerungen zu vermeiden und die Durchlaufzeiten für Kunden und Transporteure weiter zu reduzieren.

Die StB steht dabei bereits in engem Austausch mit Kunden, Operateuren, Reedereien und Speditionen. Dieser konstruktive Dialog mit allen Beteiligten trägt wesentlich dazu bei, die aktuelle Situation gemeinsam zu bewältigen und laufend zu verbessern.

Langfristige Infrastrukturentwicklung notwendig
Trotz aller Optimierungsmaßnahmen zeigt die aktuelle Entwicklung deutlich, dass die Nachfrage nach Schienenlogistik und kombinierten Verkehren auch in Zukunft weiter steigen wird. Aus Sicht des Terminalbetreibers ist daher eine nachhaltige Erweiterung der Infrastruktur langfristig unumgänglich.
,,Unser Ziel ist es, den kombinierten Verkehr weiter zu stärken und möglichst viele Güter auf die Schiene zu verlagern. Die aktuelle Entwicklung bestätigt die hohe Bedeutung des Standorts und zeigt gleichzeitig, dass zusätzliche Infrastrukturkapazitäten künftig notwendig sein werden", sagt Ronald Kiss, Direktor Steiermärkische Landesbahnen (StB).
Und Verkehrslandesrätin Claudia Holzer ergänzt: ,,Der Betrieb am Cargo Terminal Graz läuft weiterhin stabil. Die bestehenden Herausforderungen werden aktiv bearbeitet, um auch künftig eine verlässliche und leistungsfähige Logistikdrehscheibe für die Steiermark und Österreich sicherzustellen. Ziel bleibt es, die steigende Nachfrage nach umweltfreundlichen Transportlösungen auf der Schiene langfristig bewältigen zu können."
Dabei geht es sowohl um zusätzliche Kapazitäten am Terminal selbst als auch um den weiteren Ausbau der übergeordneten Schieneninfrastruktur. Die Standortpartner Cargo-Center-Graz (CCG), Güterterminal Werndorf Projekt GmbH (GWP) und Steiermärkische Landesbahnen (StB) arbeiten dabei eng zusammen und treiben die Weiterentwicklung des Cargo Terminal Graz in ihren jeweiligen Verantwortungsbereichen aktiv voran. Für die Umsetzung langfristiger Erweiterungsmaßnahmen sind jedoch neben den Akteuren am Terminal auch übergeordnete Infrastrukturpartner, Behörden und öffentliche Entscheidungsträger gefordert. Nur durch ein abgestimmtes Zusammenwirken aller Beteiligten können die notwendigen Kapazitäten geschaffen werden, um der nachhaltig steigenden Nachfrage im Schienen- und Kombinierten Verkehr gerecht zu werden.

,,Der Ausbau zur Erweiterung des Cargo Terminal Graz hinsichtlich Straßen-, Vorstau- und Umschlagsinfrastruktur ist voll im Gange", bestätigen Reinhard Hinrichs und Heimo Kniechtl, Geschäftsführung Güterterminal Werndorf Projekt GmbH (GWP).
,,Der Cargo Terminal Graz ist ein wesentlicher Knotenpunkt für den Güterverkehr. Wir unterstützen den Betreiber bei der Bewältigung der derzeit hohen Auslastung und setzen uns gleichzeitig für die Weiterentwicklung der Infrastruktur ein. Denn nur mit zusätzlichen Kapazitäten kann die steigende Nachfrage langfristig effizient abgewickelt werden", so Robert Brugger, Cargo-Center-Graz Betriebsgesellschaft m.b.H. & Co KG (CCG).
Liebe Grüße
Martin

Stipe

An sich ja sehr erfreulich, der Bericht. Nur, welche Infrastrukturmaßnahmen würden denn helfen? Das zweite Gleis nach Spielfeld? Oder meinen die was anderes?

Hilde B.

Zitat von: Stipe am  15 06, 2026, 10:48An sich ja sehr erfreulich, der Bericht. Nur, welche Infrastrukturmaßnahmen würden denn helfen? Das zweite Gleis nach Spielfeld? Oder meinen die was anderes?

Dreispurigen Ausbau der A9!

amoser

LKW zu LKW bringt wohl keine Verlagerung auf die Schiene.

FlipsP

Zitat von: Hilde B. am  15 06, 2026, 12:30Dreispurigen Ausbau der A9!

Aktuell gibt es solch ein zusätzliches Volumen an LKW an 1-2 Tagen in der Woche im ausmaß von bis zu 4 Ganzzügen pro Woche.

Also bis zu  ungefähr 200 LKW mehr an 1-2 Tagen in der Woche oder bis zu 400 LKW zusätzlich in der Woche.

Das ist nicht wirklich viel.

riggnix

Zitat von: Hilde B. am  15 06, 2026, 12:30Dreispurigen Ausbau der A9!

Ich glaub, du hast da ein bisserl an der Grundaussage des Artikels vorbeigelesen.
Der sagt eigentlich sehr klar, dass sie Kapazitätsprobleme haben, weil zu viel über die Straße passiert, und dass sie mehr Schienenlogistik brauchen.
Das wird eine zusätzliche Spur auf der Autobahn nur schlimmer machen.

Hilde B.

Zitat von: FlipsP am  15 06, 2026, 14:55Aktuell gibt es solch ein zusätzliches Volumen an LKW an 1-2 Tagen in der Woche im ausmaß von bis zu 4 Ganzzügen pro Woche.

Also bis zu  ungefähr 200 LKW mehr an 1-2 Tagen in der Woche oder bis zu 400 LKW zusätzlich in der Woche.

Das ist nicht wirklich viel.

Hast du seriöse Quellen zu diesen Zahlen?

Hilde B.

Zitat von: riggnix am  15 06, 2026, 15:22Ich glaub, du hast da ein bisserl an der Grundaussage des Artikels vorbeigelesen.
Der sagt eigentlich sehr klar, dass sie Kapazitätsprobleme haben, weil zu viel über die Straße passiert, und dass sie mehr Schienenlogistik brauchen.
Das wird eine zusätzliche Spur auf der Autobahn nur schlimmer machen.

Ist nicht auf meinem Mist gewachsen.