Murtalbahn

Begonnen von TW 529, 29 03, 2022, 19:28

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StlB Kh. 101

Eigentlich ist es auch eine Zumutung, dass es im Oberen Murtal nicht längst einen Stundentakt gibt. Der wäre auch mit dem jetzigen Rollmaterial machbar, man müsste bloß zusätzliches Personal einstellen.

38ger

Zitat von: StlB Kh. 101 am  19 07, 2026, 17:59Eigentlich ist es auch eine Zumutung, dass es im Oberen Murtal nicht längst einen Stundentakt gibt. Der wäre auch mit dem jetzigen Rollmaterial machbar, man müsste bloß zusätzliches Personal einstellen.

Die letzte Fahrt ist auch viel zu früh!

Cerberus2

#92
Zitat von: Immanuel Cunt am  19 07, 2026, 10:52Das wäre eine komplette Neubaustrecke, weil Lichtraum, Unterbau, Brückentragwerke, etc nicht passen. Und direkt neben dem Fluss kriegt man das wohl nimmer genehmigt, also abschnittweise aufwändige Neutrassierung erforderlich. Kurz: Komplett illusorisch für ein dünn besiedeltes Tal abseits aller Zentren.
Und was wäre mit Umspurung ohne Neutrassierung? Damit können zwar nur extra angeschaffte Fahrzeuge fahren (eben wegen Lichtraum etc). Aber diese könnten dann auch über Unzmarkt hinaus Richtung Leoben fahren ...

Ok, da braucht man dann zwar extra Fahrzeuge, aber die braucht man ja auch für eine Schmalspurbahn.

Ich denke da so an etwas wie straßenbahnähnliche Fahrzeuge (Light Rail).

StlB Kh. 101

Zitat von: Cerberus2 am  20 07, 2026, 06:54Und was wäre mit Umspurung ohne Neutrassierung? Damit können zwar nur extra angeschaffte Fahrzeuge fahren (eben wegen Lichtraum etc). Aber diese könnten dann auch über Unzmarkt hinaus Richtung Leoben fahren ...

Ok, da braucht man dann zwar extra Fahrzeuge, aber die braucht man ja auch für eine Schmalspurbahn.

Ich denke da so an etwas wie straßenbahnähnliche Fahrzeuge (Light Rail).
Rein theoretisch könnte man irgendwann auch ein Dreischienengleis zwischen Unzmarkt und Murau bauen, oder? (Nicht als kurzfristig realistische, aber als technisch mögliche Investition.)

Sanfte Mobilität

Wozu eine Umspurung mit einer Sonderlösung fahrzeugseitig als abermalige Insellösung? Entweder kann man dort mit Vollbahnfahrzeugen ein Angebot in Richtung Bruck/Mur fahren oder man belässt es bei der aktuellen Spurbreite.

StlB Kh. 101

Zum Beispiel, damit der Dampfzug weiterhin fahren kann und man trotzdem Direktzüge von Murau nach Bruck oder sogar nach Graz anbieten kann.

Franz312

In der Schweiz gibt es besondere Züge in Betrieb, die (in wenigen Minuten) die Spur der eigenen Räder wechseln können, um auf Normal- und Schmalspurbahnen fahren können. So eine Lösung wäre vielleicht die beste hier, um keine Neutrassierung zu benötigen und trotzdem direkt nach Graz fahren können.
Natürlich wird jemand sagen, naja das ist die Schweiz, sie haben doch Geld zu verschwenden... aber in Spanien machen sie auch so (obwohl dort wegen Breit- statt Schmalspur), sowie in Japan, und wenn es dort machbar ist, wieso nicht in Ö?

https://de.wikipedia.org/wiki/Umspuranlage_Zweisimmen

J. 1042

Zitat von: StlB Kh. 101 am  19 07, 2026, 17:59Eigentlich ist es auch eine Zumutung, dass es im Oberen Murtal nicht längst einen Stundentakt gibt. Der wäre auch mit dem jetzigen Rollmaterial machbar, man müsste bloß zusätzliches Personal einstellen.

Nein, mit dem aktuellen Rollmaterial geht nicht wesentlich mehr als momentan angeboten wird. Man muss froh sein, wenn der Fuhrpark bis zur Elektrifizierung durchhält.
Inneralpiner Fernverkehr † 13.12.2025

Ch. Wagner

Zitat von: Franz312 am  20 07, 2026, 16:42In der Schweiz gibt es besondere Züge in Betrieb, die (in wenigen Minuten) die Spur der eigenen Räder wechseln können, um auf Normal- und Schmalspurbahnen fahren können. So eine Lösung wäre vielleicht die beste hier, um keine Neutrassierung zu benötigen und trotzdem direkt nach Graz fahren können.
Natürlich wird jemand sagen, naja das ist die Schweiz, sie haben doch Geld zu verschwenden...


Auch die Schweiz hat kein Geld zu verschwenden und die MOB auch nicht.
Die Gesamtkosten betrugen 97 Mio. SFR. Die Lokomotiven werden nicht umgespurt und es erhielten nur 23 Waggons der Golden Pass Linie, extra von Stadler gebaut, die umspurfähigen Drehgestelle.

Sanfte Mobilität

Zitat von: StlB Kh. 101 am  20 07, 2026, 16:13Zum Beispiel, damit der Dampfzug weiterhin fahren kann und man trotzdem Direktzüge von Murau nach Bruck oder sogar nach Graz anbieten kann.

Bin da der letzte, der dagegen wäre, aber ohne große Trassierungsänderungen (Bögen) wird das schwer und der Vorschlag mit den Lightrailfahrzeugen wird halt auch in Unzmarkt enden. WENN Normalspur, dann mit nur mit Vollbahnfahrzeugen befahrbar, weil damit die Möglichkeit besteht Direktverbindungen nach Bruck zu machen, ansonsten Elektrifizierung und Sanierung wie jetzt geplant mit dem deutlichen Fahrzeitgewinn der daraus entsteht und damit die Bahn attraktiver macht.

Phil5

Also es wurde ja reichlich diskutiert und es kommen natürlich wieder viele Ideen hervor.

Aber ich denke es wurden sicherlich alle möglichen Varianten geprüft.

Die Akkuvariante dürfte nur im Zillertal ein Thema sein weil dort wie schon geschrieben der Tourismus ein Thema hat und die Achlasten offensichtlich einen zusätzlichen Akku zulassen!
Zusätzlich gebe ich zu bedenken, dass der Akku auch wo im Fahrzeug platz finden muss. Aufs Dach geht wohl schwer wegen dem Schwerpunkt, unter dem Fahrzeug nur wenn der Niederfluranteil reduziert wird. Daher bin ich auf die Lösung im Zillertal gespannt, jedenfalls sollen ja die Fahrzeuge für alle 3 Bahnen ähnlich/gleich sein.

Auch eine Umspurung wie schon diskutiert halte ich für sinnlos, da es ein Neubau der Strecke von Unzmarkt nach Murau gleichkommt. Die restliche Strecke dürfte wegen der Topographie dann wohl eingestellt werden.

Was mich an der ganzen Diskussion aber jedenfalls nervt, ist dass anstatt dieses Projekt nun gutzuheißen die ganzen Kursbuchferros und Besserwisser jetzt wieder aus den Löchern gekrochen kommen alles wieder schlecht reden, wo es vor nichtmal 2 Jahren noch unklar war ob die Strecke eingestellt wird!
...
Mir gefällt eher die Diskussion welche Hersteller könnten die Fahrzeuge liefern oder eben die Diskussion ob eine Reaktivierung nach Mauterndorf sinnvoll wäre.

Zum Thema Stundentakt, leider dürfte hierfür schlicht und einfach das Geld nicht da sein, leider.
Wie geschrieben mit den Bestandsfahrzeugen sollte es möglich sein, auch Personal würde sicherlich aufgenommen werdeb sobald hier seitens der Besteller (Land, Bund) die Zusagen zum Stundentakt am Tisch liegen. Soviel ich weiß wird der Bahnhof Frojach nun so umgebaut dass er betrieblich voll nutzbar für Zugkreuzungen wird.

4110er

Also der Hersteller dürfte kein Rätsel sein, es kommt wohl nur Stadler in Frage und aussehen werden die Fahrzeuge wie die in letzter Zeit gelieferten Fahrzeuge für diverse Meterspurbahnen - siehe auch die Darstellung für die Zillertalbahn.

Zum Thema Akkuzug gäbe es ein praktikable Lösung. Bei den neuen Verteilern für die Centovalibahn besitzen nur die beiden Endwagen Niederflureinstiege, die beiden Zwischenwagen sind Hochflurer, ergo könnte dort unter dem Fahrgastraum Akkus unterbringen.

Ch. Wagner

Zitat von: 4110er am  20 07, 2026, 21:47Zum Thema Akkuzug gäbe es ein praktikable Lösung. Bei den neuen Verteilern für die Centovalibahn besitzen nur die beiden Endwagen Niederflureinstiege, die beiden Zwischenwagen sind Hochflurer, ergo könnte dort unter dem Fahrgastraum Akkus unterbringen.



Es gibt auch dreiteilige Garnituren. Abgesehen davon wird wohl auch der Wagenkasten für die Spurweite der Murtalbahn zu breit sein.
Und warum kann man sich nicht mit der jetzt getroffenen Lösung zufrieden geben und immer mehr fordern als praktisch möglich ist.

4110er

Frage an die Murtalbahn-Insider: Fahrzeugbreite 2m65 auf der Murtalbahn auch zwischen Murau und Tamsweg machbar? Auf der Pinzgauer Lokalb ahn und der Zillertalbahn weden es wohl 2m65 breite Fahrzeuge werden.