Murtalbahn

Begonnen von TW 529, 29 03, 2022, 19:28

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FlipsP

Zitat von: flow am  18 09, 2026, 13:14Klimaanlage wird es nur in der 1. Klasse geben, Radmitnahme soll mit bahnparallelen Bussen abgewickelt werden.  8)

Vielleicht sind "die in Wien" aber doch nicht "ganz so dumm" und es gibt tatsächlich bereits fertige Ausschreibungsunterlagen... ::)

Richtig geschrieben!
Ich verstehe diesen Sarkasmus so gut.

Wobei ich immer noch der Meinung bin, dass das Geld in der Weizerbahn besser investiert wäre, zu der es leider sehr ruhig wurde (was hoffentlich nix heißen mag).

38ger

Zitat von: 4110er am  18 09, 2026, 14:25Auch die Mariazellerbahn bräuchte zusätzliche Garnituren um den geplanten 30Minuten Takt zwischen St.Pölten und Kirchberg realisieren zu können, und auch die Ybbstalbahn Reststrecke wird auch nicht ewig mit den ex ÖBB 5090 fahren können, schläft die NÖVOG oder hat NÖ einfach kein Geld. Zumindest optional hätte man dem Konsortium beitreten können.

Auf der Mariazellerbahn gibt es ja jetzt schon Montag bis Freitag (ausgenommen Feiertag) einen 30'-Takt zwischen St. Pölten und Kirchberg/Pielach. Ab St. Pölten um 12:37, 13:05 [...] 16:05, 16:37 und von da an sogar bis Laubenbachmühle mit Abfahrten von St. Pölten ab 16:37, 17:05, 17:37, 18:05 und 18:37.
Bis Mariazell gibt es einen 2h-Takt, der von 1. Mai bis 1. November verstärkt wird auf einen 1+1+2-h-Takt, wobei während einer 2h-Lücke noch ein Zug im Abschnitt Wienerbruck - Mariazell fährt.
Wenn man die Gegenrichtung anschaut gibt es zwischen 4:09 (ab Laubenbachmühle) und 7:09 einen etwa 1/2h-Takt jeweils ab :09 und :37
Nachmittags ab Kirchberg gibt es den ca. 1/2h-Takt von 13:35 bis 17:35, ab Kirchberg jeweils um :35 und :03.
An Wochenenden gibt es einen von 6:37 bis 14:37 (ab St. Pölten) lupenreinen 1h-Takt bis Mariazell, 16:37 dann den letzten Zug bis Mariazell.
Beides scheint mir durchaus ausreichend!

Für einen 1h-Takt St. Pölten - Mariazell braucht man 5 Fahrzeuge, für die Verdichtung zwischen St. Pölten und Kirchberg auf den 1/2h-Takt kommt man mit 2 weiteren aus.
Für eine Verlängerung des 1/2h-Taktes von Kirchberg bis Laubenbachmühle bräuchte es eine 3. Garnitur und somit insgesamt 8 statt 7 Fahrzeugen. Mit den Himmelstreppen ET1 - ET9 hätte man selbst dann immer noch ein Fahrzeug als Reserve! Ein zweites Fahrzeug als Reserve würde zwar nicht schaden, aber da könnte man zur Not vorläufig immer noch auf einen doppelten 5090 zwischen St. Pölten und Laubenbachmühle zurückgreifen oder alternativ einen einzelnen 5090 zwischen Kirchberg und Laubenbachmühle einsetzen - der Personenandrang dürfte sich hier sehr stark in Grenzen halten.
Wir reden hier wohlgemerkt vom Konzept 1h-Takt bis Mariazell UND 1/2h-Takt bis Laubenbachmühle UND dem Fall, dass ein Reservezug nicht ausreicht!

Sanfte Mobilität

Zitat von: Stefan 4076 am  18 09, 2026, 14:00Der ORF Salzburg berichtet: ,,Die Murtalbahn ist (nur) mit einer Option bei diesem Konsortium mit dabei."
https://salzburg.orf.at/stories/3371608/

Aber das ist grundsätzlich ok so, das Land muss halt jetzt einmal einem ordentlichen Beschluss machen, damit alles (Elektrifizierung, Fahrzeugbeschaffung) umgesetzt werden kann.

scheurin

#123
Wie ich es aus diesen unklaren Informationen herauszulesen versuche wird nur in Salzburg elektrifiziert (also mit Oberleitung).

p.s. Ich lese auch Höchstgeschwindigkeit in Salzburg 80 km/h; in der Steiermark sogar 90 km/h. Schon beachtlich für 760 mm.

amoser

#124
Etwas mehr Stmk-Info gibt es hier:

https://steiermark.orf.at/stories/3371695/

Habe erst spätet gesehen, dass scheurin das schon gepostet hat.

5047er

Zitat von: FlipsP am  18 09, 2026, 16:50Wobei ich immer noch der Meinung bin, dass das Geld in der Weizerbahn besser investiert wäre, zu der es leider sehr ruhig wurde (was hoffentlich nix heißen mag).
Auf der Weizerbahn gibt es aber im Vergleich zur Murtalbahn bereits ein vernünftiges Bahnangebot mit modernen Fahrzeugen auf gut ausgebauter Infrastruktur. Eine Dekarbonisierung ist da natürlich erstrebenswert, bringt aber aus Fahrgastsicht wenig Verbesserung.

Beim derzeitigen Angebot auf der Murtalbahn ist es halt auch kein Wunder, dass die Fahrgastzahlen so gering sind. Ein 2-Stunden Takt ist definitiv kein vernünftiges ÖV-Angebot für den Alltag.

Auch die Anschlusssituation an den verbleibenden Fernverkehr in Unzmarkt kann man nur als Witz bezeichnen. Die Reisekette Wien - Murtalbahn ist eine Zumutung: Von den zwei verbleibenden IC aus Wien hat man bei einem eine Umsteigzeit von rund 1 1/2 Stunden, beim zweiten versäumt man bereits letzte Verbindung des Tages. In der Theorie hat man zwar die Möglichkeit, die Strecke auch mit Umstieg auf den IR in Bruck/Mur zurückzulegen. Hat der aus Richtung Wien kommende Zug aber lediglich 5 Minuten Verspätung, verlängert sich die Reisekette bereits um 2 Stunden. Dadurch wird der an sich gute Anschluss vom 8700 auf den 1138 in der Früh an A halt auch kaum genutzt werden.

Die Betriebszeiten sind halt auch Ausbaufähig: Der erste Zug aus Tamsweg ist erst um 8:24 in Unzmarkt. Der letzte Zug von Tamsweg nach Unzmarkt fährt bereits um 16:50, von Unzmarkt nach Tamsweg um 18:42. Das ist kein ernstzunehmender ÖV, sondern ein Schülerverkehr der halt auch am Wochenende für Ausflügler fährt.


Maschansker

Ein tolle Nachricht, wer hätte das gedacht in Zeiten von knappen Budgets.

Phil5

Zitat von: 5047er am  18 09, 2026, 21:26Auf der Weizerbahn gibt es aber im Vergleich zur Murtalbahn bereits ein vernünftiges Bahnangebot mit modernen Fahrzeugen auf gut ausgebauter Infrastruktur. Eine Dekarbonisierung ist da natürlich erstrebenswert, bringt aber aus Fahrgastsicht wenig Verbesserung.

Beim derzeitigen Angebot auf der Murtalbahn ist es halt auch kein Wunder, dass die Fahrgastzahlen so gering sind. Ein 2-Stunden Takt ist definitiv kein vernünftiges ÖV-Angebot für den Alltag.

Auch die Anschlusssituation an den verbleibenden Fernverkehr in Unzmarkt kann man nur als Witz bezeichnen. Die Reisekette Wien - Murtalbahn ist eine Zumutung: Von den zwei verbleibenden IC aus Wien hat man bei einem eine Umsteigzeit von rund 1 1/2 Stunden, beim zweiten versäumt man bereits letzte Verbindung des Tages. In der Theorie hat man zwar die Möglichkeit, die Strecke auch mit Umstieg auf den IR in Bruck/Mur zurückzulegen. Hat der aus Richtung Wien kommende Zug aber lediglich 5 Minuten Verspätung, verlängert sich die Reisekette bereits um 2 Stunden. Dadurch wird der an sich gute Anschluss vom 8700 auf den 1138 in der Früh an A halt auch kaum genutzt werden.

Die Betriebszeiten sind halt auch Ausbaufähig: Der erste Zug aus Tamsweg ist erst um 8:24 in Unzmarkt. Der letzte Zug von Tamsweg nach Unzmarkt fährt bereits um 16:50, von Unzmarkt nach Tamsweg um 18:42. Das ist kein ernstzunehmender ÖV, sondern ein Schülerverkehr der halt auch am Wochenende für Ausflügler fährt.



Dein Wort in den Ohren jender die die Verkehre finanzieren ;)

Lg

Sanfte Mobilität

Zitat von: 5047er am  18 09, 2026, 21:26Auf der Weizerbahn gibt es aber im Vergleich zur Murtalbahn bereits ein vernünftiges Bahnangebot mit modernen Fahrzeugen auf gut ausgebauter Infrastruktur. Eine Dekarbonisierung ist da natürlich erstrebenswert, bringt aber aus Fahrgastsicht wenig Verbesserung.

Beim derzeitigen Angebot auf der Murtalbahn ist es halt auch kein Wunder, dass die Fahrgastzahlen so gering sind. Ein 2-Stunden Takt ist definitiv kein vernünftiges ÖV-Angebot für den Alltag.

Auch die Anschlusssituation an den verbleibenden Fernverkehr in Unzmarkt kann man nur als Witz bezeichnen. Die Reisekette Wien - Murtalbahn ist eine Zumutung: Von den zwei verbleibenden IC aus Wien hat man bei einem eine Umsteigzeit von rund 1 1/2 Stunden, beim zweiten versäumt man bereits letzte Verbindung des Tages. In der Theorie hat man zwar die Möglichkeit, die Strecke auch mit Umstieg auf den IR in Bruck/Mur zurückzulegen. Hat der aus Richtung Wien kommende Zug aber lediglich 5 Minuten Verspätung, verlängert sich die Reisekette bereits um 2 Stunden. Dadurch wird der an sich gute Anschluss vom 8700 auf den 1138 in der Früh an A halt auch kaum genutzt werden.

Die Betriebszeiten sind halt auch Ausbaufähig: Der erste Zug aus Tamsweg ist erst um 8:24 in Unzmarkt. Der letzte Zug von Tamsweg nach Unzmarkt fährt bereits um 16:50, von Unzmarkt nach Tamsweg um 18:42. Das ist kein ernstzunehmender ÖV, sondern ein Schülerverkehr der halt auch am Wochenende für Ausflügler fährt.

Da sind auch die Ausgangslagen ganz andere. Vor gar nicht allzulanger Zeit war das auf der Weizerbahn auch nicht anders.

Weiz ist Ballungsgebiet im Großraum Graz und dafür ist beispielsweise das Schwachlastangebot immer noch nicht adäquat. Eigentlich müsste es 30-Minuten-Takt Weiz - Gleisdorf sein (1 x stündlich Durchbindung von/nach Graz) an Werktagen sein und im Schwachlastverkehr Stundentakt bis 24 Uhr. Und natürlich Elektrifizierung im Einklang mit dem Projekt auf der Ostbahn.

Bei der Murtalbahn wäre wohl grundsätzlich ein Stundentakt mit der einen oder anderen Verstärkung im Schülerverkehr passend mit guten (und sinnvollen) Anschlüssen in Unzmarkt.

4110er

Laut Stadler Pressemeldung bestellt die MVR für die Zahnradbahn Roches de Naye zwei elektrische Zahnradlokomotiven zur Streckenerhaltung. Nun könnten vor allem die neueren Gmeindner Lokomotiven der Pinzgauer Lokalbahn und der Zillertalbahn (die eine oder andere durch STB für die Murtalbahn übernommen) mittelfristig diesen Zweck erfüllen, doch wären die MVR-Loks auch aufgrund ihrer Auslegung für 800mm Spurweite mittelfristig für die drei vorgenannten aber auch für die Mariazellerbahn ein geeignetes Produkt für den Güterverkehr, oder aber auch zur Nutzung des mit den Gmeindner Lokomotiven beschafften neueren Wagenmaterials, vielleicht auch in diesemm Zusammenhang die günstigere Alternative zu den angedachten Triebwagen (vor allem für die Pinzgaubahn).

https://www.stadlerrail.com/de/medien/medienmitteilungen/ensuring-smooth-journeys-on-the-rocher-de-naye-line-mvr-ag-orders-two-rack-and-pinion-locomotives-from-stadler-for-infrastructure-maintenance

38ger

Zitat von: 4110er am  01 10, 2026, 13:28Laut Stadler Pressemeldung bestellt die MVR für die Zahnradbahn Roches de Naye zwei elektrische Zahnradlokomotiven zur Streckenerhaltung. Nun könnten vor allem die neueren Gmeindner Lokomotiven der Pinzgauer Lokalbahn und der Zillertalbahn (die eine oder andere durch STB für die Murtalbahn übernommen) mittelfristig diesen Zweck erfüllen, doch wären die MVR-Loks auch aufgrund ihrer Auslegung für 800mm Spurweite mittelfristig für die drei vorgenannten aber auch für die Mariazellerbahn ein geeignetes Produkt für den Güterverkehr, oder aber auch zur Nutzung des mit den Gmeindner Lokomotiven beschafften neueren Wagenmaterials, vielleicht auch in diesemm Zusammenhang die günstigere Alternative zu den angedachten Triebwagen (vor allem für die Pinzgaubahn).

https://www.stadlerrail.com/de/medien/medienmitteilungen/ensuring-smooth-journeys-on-the-rocher-de-naye-line-mvr-ag-orders-two-rack-and-pinion-locomotives-from-stadler-for-infrastructure-maintenance

Lok plus Wagen sind in der Regel nicht günstiger als es Triebwägen sind!
Und ja, die Zillertalbahn hat drei niederflurige Steuer- und fünf niederflurige Zwischenwägen aus den Jahren 2007 - 2009; ebenso hat die Pinzgauer Lokalbahn zwei Zwischen- und drei Steuerwägen dieses Typs (bzw. zwischenzeitlich je einen weiteren von der Zillertalbahn übernommen).
Damit könnte man natürlich noch etwas anfangen trotz der kleineren Mankos (keine Toilette, keine zeitgemäßen Wagenübergänge, keine Klimaanlage und relativ kleine Niederflurbereiche).
Ideal ist das trotzdem nicht, weil man dann die neuen Loks für die gebrauchten Wägen beschaffen muss. Die Wägen wird mn sann dennoch ersetzen müssen in 1-2 Jahrzehnten und die müssen dann zu jener Lok passen, die man für gebrauchte Wägen gekauft hat. Gleichzeitig sind die Betriebskosten von Lok und Wägen höher als von Triebwägen, das Umkuppeln ist aufwändiger und die laufenden Energiekosten sind auch höher als bei Triebwägen.

Ich sehe diese Wendezüge eher als Reserve für Ausfälle der regulären Triebwägen, als nicht täglich verkehrende Einlagezüge für Radfahrer, Schüler oder Skifahrer, oder eben als Notlösung für die Murtalbahn, falls man sich dort doch nicht zur Mitbestellung aller benötigten Fahrzeuge durchringen kann.

In all diesen Fällen kann man aber auch die Dieselloks noch weiterverwenden, denn das man Oberleitungen verlegt ohne neue Triebwägen zu bestellen, das halte ich doch für ausgeschlossen.

4110er

Übernäme man von der Zillertalbahn das Wagenmaterial, beliefen sich die weiteren Investitionskosten auf drei Lokomotiven (ev vier wegen Reserve) nach Vorbild MVR, womit man einen dreiteiligen, und zwei zweiteilige Wendezüge bekäme, was vollkommen ausreichend wäre. Da Wendezug wäre ein umkuppeln nicht notwendig, und ob der Motor im Triebwagen oder der Lok sitzt wäre von den Betriebskosten egal. Vorteil Wendezugkonzept und der MVR Lok im Speziellen (E- und D-Betrieb), wäre dass die Lok auch für andere Zwecke (Streckeninstandhaltung, Güterzüge etc) verwendbar wäre. Ich denke mir die Lösung wäre sicher die günstigere und bereits ab 2030 verfügbar. Bis zur Elektrifizierung wäre ja auch ein Dieselbetrieb mit - leihweise - von der Zillertalbahn übernommenen Gmeindner Dieselloks möglich.

J. 1042

Zitat von: 4110er am  01 10, 2026, 15:31Übernäme man von der Zillertalbahn das Wagenmaterial, beliefen sich die weiteren Investitionskosten auf drei Lokomotiven (ev vier wegen Reserve) nach Vorbild MVR, womit man einen dreiteiligen, und zwei zweiteilige Wendezüge bekäme, was vollkommen ausreichend wäre. Da Wendezug wäre ein umkuppeln nicht notwendig, und ob der Motor im Triebwagen oder der Lok sitzt wäre von den Betriebskosten egal. Vorteil Wendezugkonzept und der MVR Lok im Speziellen (E- und D-Betrieb), wäre dass die Lok auch für andere Zwecke (Streckeninstandhaltung, Güterzüge etc) verwendbar wäre. Ich denke mir die Lösung wäre sicher die günstigere und bereits ab 2030 verfügbar. Bis zur Elektrifizierung wäre ja auch ein Dieselbetrieb mit - leihweise - von der Zillertalbahn übernommenen Gmeindner Dieselloks möglich.

Ist das Profil dieser Fahrzeuge überhaupt für die Murtalbahn geeignet? Im Zillertal und im Pinzgau wo es auch Rollbockverkehr gibt/gab herrschen hier etwas andere Voraussetzungen!
Inneralpiner Fernverkehr † 13.12.2025

Alois

Zitat von: 4110er am  01 10, 2026, 15:31Übernäme

Bitte es heißt übernehmen.
Zwei Fehler in einem Wort.

Ragnitztal

Zitat von: Alois am  01 10, 2026, 16:15Bitte es heißt übernehmen.
Zwei Fehler in einem Wort.

In diesem Fall heißt es "übernähme". -> Konjunktiv II von "übernehmen".  ;)

Wenn man jetzt schon so spitzfindig ist...