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Thema: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße (9947-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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  • Martin
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  • Styria Mobile Team
S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
S7: Spatenstich möglicherweise noch heuer

Bei der S7, der Fürstenfelder Schnellstraße, könnte noch heuer der Spatenstich erfolgen. Ende April endet die UVP-Einspruchsfrist, und mittlerweile wurde auch schon ein Großteil der für den Bau notwendigen Grundstücke abgelöst.
            
Für die Trassenführung müssen 200 ha Fläche abgelöst werden.
Der Quadratmeterpreis der Grundstücke variiert stark: Er reicht von nicht einmal einem Euro bis hin zu elf Euro, je nach Einschätzung der Sachverständigen, die die abzulösenden Flächen bewerten.

Großteil der Grundstücke abgelöst
Mittlerweile hat die Asfinag auch schon den Großteil der benötigten Grundstücke für die S7 abgelöst, sagt Sprecher Volker Höferl: "Es sind von der Trasse selbst, also der Fläche, wo die S7 künftig verlaufen wird, drei Viertel der Grundstücke bereits abgelöst, und von den Ausgleichsflächen, wo die Asfinag Ausgleichsmaßnahmen für die Natur schafft, wo für die Trasse Wälder und Wiesen verbaut werden, sind es 40 Prozent, die bereits eingelöst sind."
            
Die Asfinag zahlt mehr als die marktüblichen Preise.
"Akzeptanzzuschlag"
Die Asfinag kauft die Grundstücke nicht zu marktüblichen Preisen, sondern packt einen zehnprozentigen "Akzeptanzzuschlag" drauf - das sei bei Projekten in dieser Größenordnung üblich, so Höferl; außerdem bekommen Grundstückseigentümer, denen durch die Trassenführung künftig beispielsweise die Zufahrt zum Grundstück erheblich erschwert wird, noch Nebenentschädigungen, deren Höhe sich an der Beeinträchtigung bemisst.

Bisher habe man sich noch mit allen Grundstücksbesitzern einigen können, sagt Höferl. Sollte sich nach einem positiven UVP-Bescheid jemand weigern zu kooperieren, "dann gibt es auch die Möglichkeit, Grundstücke zu enteignen, aber wir sind zuversichtlich, dass wir mit allen Eigentümern eine gütliche Lösung finden werden, ohne dieses Mittel".
            
Die Asfinag erwartet eine entsprechende Baugenehmigung noch im Herbst.

561 Millionen für 29 Kilometer
Die Asfinag hat für den Bau der 29 Kilometer langen S7 Kosten in der Höhe von 561 Mio. Euro budgetiert; bezahlt werden sie durch die Einnahmen aus der Vignette.
Sollte der Baubeginn tatsächlich noch heuer stattfinden, könnte man 2016/2017 mit der Fertigstellung rechnen.

Quelle: http://steiermark.orf.at/stories/510727/
  • Zuletzt geändert: Oktober 04, 2011, 08:56:13 von Grazer111
GLG
Martin

Re: S7: Spatenstich möglicherweise noch heuer
Antwort #1
Autobahnen benötigt man also ins Ausland, der Bahnverkehr wird anscheinend gleichzeitig dorthin komplett abgewürgt anstatt die Ostbahn endlich zeitgemäß auszubauen.

Re: S7: Spatenstich möglicherweise noch heuer
Antwort #2
Für Autobahnen hat man in Österreich genug Geld, für die Nebenbahnen sieht´s da wesentlich schlechter aus.

Zitat
Autobahnen benötigt man also ins Ausland, der Bahnverkehr wird anscheinend gleichzeitig dorthin komplett abgewürgt anstatt die Ostbahn endlich zeitgemäß auszubauen.


Auf das wirst du vergebens warten können, denn der ÖBB PV trau ich alles zu.

Re: S7: Spatenstich möglicherweise noch heuer
Antwort #3
Nicht nur der PV...

  • Martin
  • Global Moderator
  • Styria Mobile Team
Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Antwort #4
UVP-Bescheid für die S 7

Umweltverträglichkeitsprüfung für Abschnitt West der S 7 (Fürstenfelder Schnellstraße) abgeschlossen. Baubeginn im Frühjahr 2012 geplant.

Rund zweieinhalb Jahre hatte das Verfahren gedauert, am vergangenen Donnerstag erließ das Bundesministerium für Verkehr, Infrastruktur und Technik den Bescheid über den Abschluss der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für die S 7, die Fürstenfelder Schnellstraße. Der Bescheid, der den Abschnitt West betrifft - von der Südautobahn in Riegersdorf bis ins burgenländische Dobersdorf - liegt nun in den betroffenen Gemeinden acht Wochen lang zur öffentlichen Einsicht auf. Mit dem Bescheid erteilt das Ministerium der Asfinag als Antragstellerin die Genehmigung für die Umsetzung der ersten 14,8 Kilometer des Straßenbauvorhabens. In Kürze werden die Folgebescheide zu verschiedenen Bereichen, wie Naturschutz und Wasserrecht, erwartet.

"Damit ist die UVP abgeschlossen, der Bescheid rechtskräftig. Für uns ist das eine sehr positive Entwicklung, handelt es sich doch bei der S 7 um ein prioritäres Projekt. Weiteren konkreten Maßnahmen und einem Baubeginn, den wir im Frühjahr 2012 ins Auge fassen, steht nun nichts mehr im Weg", erklärt Alexander Walcher, Geschäftsführer der Asfinag Baumanagement GmbH.

Erfreut darüber, dass das langwierige Verfahren nun abgeschlossen worden sei, zeigt sich in einer ersten Stellungnahme der Zweite Landtagspräsident Franz Majcen: "Es war ein komplizierter Vorgang, der Gutachten und Expertenmeinungen zu sämtlichen Aspekten berücksichtigt. Mit dem UVP-Bescheid ist ein wesentlicher Schritt in Richtung Verwirklichung des für die Region so wichtigen Straßenbauprojektes getan." Von einem Freudentag spricht auch der Großwilfersdorfer Bürgermeister Johann Urschler: "Ich bin sehr froh. Endlich ist nach mehr als 20 Jahren eine Verkehrslösung in Sicht." Für den Abschnitt Ost der S 7 von Dobersdorf bis zur Staatsgrenze in Heiligenkreuz ist die UVP noch im Gang.
REGINA TRUMMER

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/steiermark/fuerstenfeld/grosswilfersdorf/2846044/uvp-bescheid-fuer-s-7.story
GLG
Martin

  • kroko
Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Antwort #5
Jaja, eine "Verkehrslösung". Seltsam, dass niemand auch noch von der "Entlastung" der Bürger redet - das ist inzwischen ja fast das einzige Argument, mit dem man große Straßenbauprojekte durchbringt.

Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Antwort #6
So zuversichtlich - will da niemand zum Umweltsenat gehen?

Gehört ja inzwischen zum Pflichtprogramm für große Bauten. :D

  • PeterWitt
Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Antwort #7

Jaja, eine "Verkehrslösung". Seltsam, dass niemand auch noch von der "Entlastung" der Bürger redet - das ist inzwischen ja fast das einzige Argument, mit dem man große Straßenbauprojekte durchbringt.

Obwohl es für die Bewohner von Großwilfersdorf wohl schon eine große Entlastung ist - vielleicht sogar eine zu große. Man denke an die ganzen ausgestorbenen Orte und Gaststätten/Kaufhäuser entlang der alten Phyrn-Route, den Griffner Berg, etc...

  • Michael
  • Styria Mobile Team
Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Antwort #8


Quelle: Kleine Zeitung/Asfinag
LG Michael, vormals PM  |  Styria-Mobile

  • 4020er
  • Styria Mobile Team
Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Antwort #9
6,8 Mrd. Euro für Autobahnen und Schnellstraßen! :o
Die sind ja wahnsinnig!?
A developed country is not a place where the poor have cars. It's where the rich use public transport.
-Gustavo Petro

Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Antwort #10
Noch dazu beginnt der westliche Abschnitt mitten in einem wunderbaren Waldstück, welches ohne Rücksicht auf Verluste von der künftigen Trasse durchschnitten wird!
Warum es die Planer nicht geschafft haben, diesen Teil der Trasse über die bereits bestehenen Felder etwas weiter südlich, also im Süden von Großwilfersdorf vorbei verlaufen zu lassen, wo die Natur ohnehin schon vor Jahrzehnten durch Monokulturen zerstört wurde, ist mir ein Rätsel... und nein, Lärmbelästigung der Anwohner ist da keine Ausrede, schließlich kann man in Ortsnähe Unterflurtrassen bauen!

Ich hätte da an so etwas gedacht (siehe dicke rote Linie am unteren Bildrand):
Original-Grafik Copyright by Asfing, siehe auch S 7 Fürstenfelder Schnellstraße

  • Michael
  • Styria Mobile Team
Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Antwort #11

Eine gute Frage!

Die Baumrodungen nehmen sicher auch eine gewisse Zeit in Anspruch.
Interessant wäre ja ein Kostenvergleich.

Ich denke, das mit dem zusätzlichen Tunnel(UFT) hätte dann doch wesentlich mehr Kosten verursacht. Dann noch Ablösen für diverse Objekte bei der Abzweigung von der A2...
LG Michael, vormals PM  |  Styria-Mobile

  • kroko
Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Antwort #12
"Bedarfsgerecht". Naja.

Und natürlich werden die Leute entlang der Ortsdurchfahrten "entlastet". Aber erstens entstehen dafür anderswo zusätzliche Belastungen (nämlich an allen Zubringern), und zweitens wird die "Entlastung" als wichtigster Grund zum Bau verkauft, während sie in Wahrheit für die Straßenbaulobby nur ein praktischer Nebeneffekt ist. Übrigens, wenn es nur um die Entlastung ginge, wäre das ein ziemlich teurer Spaß: die, sagen wir mal, 20.000 Leute an der jetzigen Trasse hätten wohl im Zweifelsfall lieber dieses Geld aufgeteilt als eine "Entlastung".

  • Martin
  • Global Moderator
  • Styria Mobile Team
Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Antwort #13
Baubeginn für S7 verzögert sich

Der für das Frühjahr geplante Baubeginn für die Schnellstraße S7 im Lafnitztal verzögert sich. Der Grund dafür: Der Verwaltungsgerichtshof hat einen vom Verkehrsministerium ausgestellten Bescheid wegen eines Formalfehlers aufgehoben.

Es geht um den ,,Abschnitt West" der S7 zwischen Riegersdorf und Dobersdorf. Die Autobahngesellschaft ASFINAG wollte dort im Frühjahr mit dem Bau beginnen, hat jetzt aber die Vorarbeiten dafür gestoppt. Der Grund ist ein Formalfehler im Behördenverfahren. Der Verwaltungsgerichtshof hat den Umweltverträglichkeitsbescheid des Verkehrsministeriusm aufgehoben, weil er von einer Sektionschefin unterzeichent wurde, die auch im Aufsichtsrat der ASFINAG sitzt. Ein unzulässiges Nahverhältnis aus Sicht des Verwaltungsgerichtshofs.

Ausmaß der Verzögerung noch unklar

Im Verkehrsministerium und in der ASFINAG geht man davon aus, dass der Formalfehler rasch behoben werden kann. Der Baubeginn würde sich dann nur kurz im Ausmaß von ein paar Wochen verzögern. Gegner des Projektes wie die Nationalratsabgeordnete der Grünen, Christiane Brunner, rechnen mit einer längeren Verzögerung. Der Bau der S7 sei auch aus inhaltlichen Gründen höchst fragwürdig. Das Projekt ziehe sich nun schon viele Jahr. In der Zeit hätte man eine ganze Reihe von verkehrsberuhigenden Maßnahmen setzen können, so Brunner.

Quelle: http://burgenland.orf.at/news/stories/2560297/
GLG
Martin

Re: S7 - Fürstenfelder Schnellstraße
Antwort #14
Na hoffentlich wird die S7 gar nicht gebaut. Bin jetzt ab und zu nach Szentgotthard gefahren - außer in Fürstenfeld ist dort nichts los was eine S7 rechtfertigen würde.