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Thema: Wasserkraftwerke in Gössendorf und Kalsdorf (38847-mal gelesen) Vorheriges Thema - Nächstes Thema

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Re: Wasserkraftwerke in Gössendorf und Kalsdorf
Antwort #60


Zitat
Was bitte ist ein "natürliches Kraftwerk"?

Herstellung sauberer Energie im Gegensatz zum Atomstrom, wo die Grünen und ihre Anhänger sowieso dagegen si.


Nur sind Wasserkraftwerke halt leider auch nicht automatisch ökologisch völlig unbedenklich. Es ist halt schon ein Unterschied ob man es an einem Flussabschnitt errichtet, der seit Jahrzehnten begradigt und dadurch schon lange praktisch tot ist oder mitten in einer zumindest noch halbwegs naturbelassenen Aulandschaft. Dagegen treten nicht nur die Grünen auf - und IMHO auch zu Recht!

Zitat

Und genau da ist das Problem. Die Grünen sind scheinbar gegen alles.


Es wird oft so dargestellt und leider können sie sich auch eher schlecht verkaufen :-(

  • Michael
  • Styria Mobile Team
Re: Wasserkraftwerke in Gössendorf und Kalsdorf
Antwort #61

Zitat
Es ist halt schon ein Unterschied ob man es an einem Flussabschnitt errichtet, der seit Jahrzehnten begradigt und dadurch schon lange praktisch tot ist oder mitten in einer zumindest noch halbwegs naturbelassenen Aulandschaft. Dagegen treten nicht nur die Grünen auf - und IMHO auch zu Recht!


OK, so sehe ich das auch anders. Aber es gibt ja meines Wissens nach Pläne, die Mur wieder zu den ursprünglichen Wurzeln zurückzubauen, wie es ja in einem Abschnitt zwischen Spielfeld und Bad Radkersburg bereits geschehen ist.

LG Michael, vormals PM  |  Styria-Mobile

Re: Wasserkraftwerke in Gössendorf und Kalsdorf
Antwort #62

OK, so sehe ich das auch anders. Aber es gibt ja meines Wissens nach Pläne, die Mur wieder zu den ursprünglichen Wurzeln zurückzubauen, wie es ja in einem Abschnitt zwischen Spielfeld und Bad Radkersburg bereits geschehen ist.


Eh, nur die Frage ist halt a) wie "natürlich" kann ein Fluss zurückgebaut werden wenn ein Kraftwerk drin steht und b) warum baut man das Kraftwerk ausgerechnet in jenen Teil der derzeit noch am naturnahsten ist, was doch nur den Aufwand bei der Renaturierung erhöht?

  • Michael
  • Styria Mobile Team
Re: Wasserkraftwerke in Gössendorf und Kalsdorf
Antwort #63
LG Michael, vormals PM  |  Styria-Mobile

  • Michael
  • Styria Mobile Team
Re: Wasserkraftwerke in Gössendorf und Kalsdorf
Antwort #64

Streit um Grundstück für Estag-Kraftwerk eskaliert

Grundbesitzerin fühlte sich von Estag-Mitarbeiter bedroht und rief die Polizei. Sie weigert sich, Grundstück für Kraftwerksprojekt zu verkaufen.
Wirbel um geplantes Kraftwerk in Gössendorf: Zwist um Grunstück soll ausgeartet sein, Polizei musste einschreiten


Die Vorwürfe sind heftig. So heftig, dass sich Frau H. einen Anwalt genommen hat, der nun eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwalt verfasst hat. Der Hintergrund: Ein Streit um einen Grundstücksverkauf für das Kraftwerk in Gössendorf soll eskaliert sein, ein Estag-Mitarbeiter habe sie eingeschüchtert und ihr unter anderem mit einer Einweisung in die Sigmund-Freund-Klinik gedroht. Dafür werde er sorgen.

Die Estag verhandelt schon lange mit mehr als über 300 Grundstücksbesitzern über eine Ablöse für ihr Kraftwerk in Gössendorf und Kalsdorf - einige Grundstücke fehlen noch, eines davon gehört Frau H.

Sie hat zwar schon drei andere an den Energiekonzern abgetreten, dieses eine will sie allerdings nicht der Estag überlassen. Bei einem neuerlichen Verkaufsgespräch am Samstag vor einer Woche soll die Lage dann außer Kontrolle geraten sein. Der Estag-Verhandler sei in ihrem Haus ausgeflippt: Er soll geschrien haben, Frau H. sei nicht mehr zurechnungsfähig, er "würde ihre Bude am liebsten abfackeln", heißt es in der Sachverhaltsdarstellung. Schließlich hat sie die Polizei gerufen, um die Sache zu beenden.


"Das ist nicht unser Stil"

"Wir werden den Behauptungen natürlich nachgehen und den Fall untersuchen. Aber da sind alle Beteiligten zu hören", sagt Estag-Sprecher Urs Harnik-Lauris. "Grundsätzlich widerspricht das dem Stil unseres Hauses. Wir legen größten Wert darauf, dass wir bei allen Projekten mit den Betroffenen einen konstruktiven Dialog suchen."

Der Naturschutzbund, der das Grundstück ebenfalls von Frau H. erwerben möchte, sieht hier seine Chance gekommen, das Kraftwerksprojekt vorerst zu stoppen. "Die Bauarbeiten sind illegal, weil der UVP-Bescheid nur unter Vorbehalt aller Rechte an den für das Kraftwerk notwendigen Grundstücken ausgestellt wurde." Stimmt nicht, entgegnet Harnik-Lauris: "Alles ist rechtlich gedeckt." Gegen Frau H. wurde übrigens ein Enteignungsverfahren eingeleitet.

Quelle: www.kleine.at | http://www.kleinezeitung.at/steiermark/2169764/streit-um-grundstueck-fuer-estag-kraftwerk-eskaliert.story
LG Michael, vormals PM  |  Styria-Mobile

Re: Wasserkraftwerke in Gössendorf und Kalsdorf
Antwort #65
Verbrecherischer Konzern - habt ihr schon einen alternativen Anbieter?

  • Ch. Wagner
Re: Wasserkraftwerke in Gössendorf und Kalsdorf
Antwort #66
Natürlich, EdF: sauberer Atomstrom aus Frankreich.

LG!Christian
Weil ich angeblich unhöflich bin:
"Denkt daran, das Schwein von heute ist der Schinken von morgen"
(Mathias Beltz)

"pungitius pungitius"

  • Michael
  • Styria Mobile Team
Re: Wasserkraftwerke in Gössendorf und Kalsdorf
Antwort #67

Bei uns Ökostrom. :pfeifend:
LG Michael, vormals PM  |  Styria-Mobile

  • amadeus
  • Libertin & Hedonist
Re: Wasserkraftwerke in Gössendorf und Kalsdorf
Antwort #68
Schaut mir eher nach einer überdrehten Umweltaktivistin aus ....  >:D
Gruß aus Graz-Eggenberg
Wolfgang
      Für jedes Problem gibt es eine Lösung, die einfach, klar und falsch ist.
Im Übrigen bin ich der Meinung, daß das Fahrtziel eines Fahrzeuges mit dessen Fahrtzielanzeige übereinstimmen soll.


Re: Wasserkraftwerke in Gössendorf und Kalsdorf
Antwort #69

Verbrecherischer Konzern - habt ihr schon einen alternativen Anbieter?



Natürlich!


http://www.e-control.at/de/konsumenten/strom/strompreis/strompreis-monitor#top-10

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  • Michael
  • Styria Mobile Team
Re: Wasserkraftwerke in Gössendorf und Kalsdorf
Antwort #70

Mit dem Strom gehen

Vor einem Jahr begannen die Bauarbeiten für das umstrittene Murkraftwerk in Gössendorf. Ein Stimmungsbericht zwischen Ebbe und Flut.


Au war früher. Heute ist Baustelle. Während der Naturschutzbund gerade gegen die Staustufen in Puntigam mobil macht, sind die Arbeiten beim Projekt Gössendorf/Kalsdorf voll im Gange. Am besten sieht man das von der Autobahn - auf der A2 Richtung Graz. Ein Blick nach links Richtung Gössendorf genügt. Wo vor gut einem Jahr noch Bäume die Mur säumten, erstreckt sich jetzt eine Uferpromenade. Baumstümpfe erinnern an die ehemalige Auenlandschaft, zumindest an jenen Stellen, an denen noch kein Sand für den Staubereich aufgeschüttet wurde. Krumme Zeugen eines besonderen Landschaftsraums, für den Naturschützer lange und bis zur höchsten Instanz vergeblich gekämpft hatten.


Alles läuft nach Plan

Aber Au war eben früher. Heute ist ein Loch. 15 Meter tief klafft die Baugrube in Gössendorf in der Mur. Von hohen Kränen gesäumt, wie früher die Bäume am Flussufer. Und es ist seltsam ruhig hier, obwohl die Betonarbeiten am Hauptbauwerk mit schwerem Gerät in vollem Gange sind. "Alles läuft nach Plan", ist Baustellenleiter Andreas Fürst von der Estag zufrieden. "Im Dezember 2011 sind wir mit Gössendorf fertig, ein Jahr später wird auch das Kraftwerk Kalsdorf den Betrieb aufnehmen." Bis dahin soll dann auch das Naherholungsgebiet mit Radwegen und Freizeiteinrichtungen fertig ausgebaut sein. Neugierig sind die Anrainer zum Leidwesen von Fürst aber schon heute. ?An schönen Tagen kämpfen wir mit einem regelrechten Baustellen-Tourimus", beklagt er die Unvorsichtigkeit der Besucher. Diese kämen nicht nur zum Schauen kommen, sondern würden die gerodeten Flächen schon jetzt trotz Bauzäunen als Laufstrecke nutzen.

Auch Ludmilla Kaufmann fährt immer wieder mit ihrem Fahrrad vorbei. "Obwohl man von der Murfelderstraße aus die Baustelle gar nicht sieht", ist sie erstaunt. Deswegen macht sie sich auch keine Sorgen um die Naturlandschaft. "Es ist doch noch immer genug Wald da und wenn die Maschinen weg sind, werden bestimmt auch die Tiere wiederkommen", schwingt sie sich auf ihr Fahrrad, um zu schauen, ob der große Kran noch immer über dem Loch trohnt: "Und besser als Atomkraft ist es auf jeden Fall." Diese Meinung teilt sie übrigens mit 74 Prozent der Grazer , die Atomkraft als umweltschädlich einstufen. Das ergab eine, von der Estag in Auftrag gegebene Studie, bei welcher Anfang des Jahres 846 Grazer befragt worden waren. 82 Prozent stehen demnach hinter dem geplanten Bau des Wasserkraftwerks in Puntigam. Bedenken werden in Bezug auf Hochwasser geäußert.

Wie auch von Herbert Rolko. Vor 50 Jahren baute er sein Haus nahe der Mur und hat seit dieser Zeit schon viel erlebt. "Zuerst waren wir ganz allein in dieser Gegend. Dann kamen immer mehr Häuser, danach die Autobahn und jetzt eben das Kraftwerk." Um die Au sorgt er sich nicht. "Aber auf eine Überschwemmung kann ich gerne verzichten."


Die letzten Au-Bewohner

Leben in der Au war früher. Heute ist Abwanderung. Nicht nur für Tiere. Ganz versteckt hinter einem Wall aus aufgetürmter Erde stehen zwischen ein paar letzten Bäumen einfache Hütten. Nicht mehr als ausgebaute Wohnwagen, verstärkt mit Holzlatten und Wellblech-Platten, inmitten einer Gerümpel-Wüste. "Wir haben eigentlich schon alles gepackt und warten nur noch auf die Wohnungszuweisung." Der 19-Jährige, der aufgrund früherer Diskriminierungen nicht erkannt werden möchte, lebt seit seiner Geburt hier. Für ihn und seine Brüder ist die Au weder Natur- noch Wirtschaftsraum. Sie ist sein Zuhause. "Wir wurden zwar immer wieder als asozial bezeichnet, als die letzten Zigeuner von Graz", weiß er. "Aber ich habe jeden einzelnen Tag gerne hier gelebt." Deswegen sei es frage der Ehre, jede der selbst gebauten Hütten auch mit den eigenen Händen abzureißen. Zerstören, damit etwas Neues entstehen kann. Au war nämlich früher. Heute ist Kraftwerk.

Quelle: www.kleine.at

Das PDF-Dokument mit Luftbildaufnahme - http://epaper.kleinezeitung.at/edition-kzg/data/20100501/pages/20100501.KLEINEZEITUNG.G7_HAUPTBLATT.10_0.pdf
LG Michael, vormals PM  |  Styria-Mobile

  • Michael
  • Styria Mobile Team
Re: Wasserkraftwerke in Gössendorf und Kalsdorf
Antwort #71

Weiß jemand, wozu diese Rettungsringe an der Murbrücke von Kalsdorf nach Fernitz dienen? Kunstobjekte :P oder für Schwimmer?
LG Michael, vormals PM  |  Styria-Mobile

  • Michael
  • Styria Mobile Team
Re: Wasserkraftwerke in Gössendorf und Kalsdorf
Antwort #72

Fotos von der Baustellenbesichtigung -> http://www.styria-mobile.at/home/projekte/murkraftwerke/murkraftwerke-01-05-10

Frage: Wie wird die Mur umgeleitet, wenn die erste Hälfte des Kraftwerkes Gössendorf fertig ist? Wird sie dann noch weiter nach Westen verlegt, obwohl das ja bereits geschehen ist?
LG Michael, vormals PM  |  Styria-Mobile

  • amadeus
  • Libertin & Hedonist
Re: Wasserkraftwerke in Gössendorf und Kalsdorf
Antwort #73

Frage: Wie wird die Mur umgeleitet, wenn die erste Hälfte des Kraftwerkes Gössendorf fertig ist? Wird sie dann noch weiter nach Westen verlegt, obwohl das ja bereits geschehen ist?


Eher nicht. Die Grube reicht locker fürs ganze Kraftwerk.
Gruß aus Graz-Eggenberg
Wolfgang
      Für jedes Problem gibt es eine Lösung, die einfach, klar und falsch ist.
Im Übrigen bin ich der Meinung, daß das Fahrtziel eines Fahrzeuges mit dessen Fahrtzielanzeige übereinstimmen soll.


  • Michael
  • Styria Mobile Team
Re: Wasserkraftwerke in Gössendorf und Kalsdorf
Antwort #74

Also scheint es doch recht klein zu sein. Dachte, durch den Stauungsbereich breitet sich die Mur aus und das Kraftwerk wird dadurch entsprechend angepasst.
LG Michael, vormals PM  |  Styria-Mobile